Schlagwort: Indie Pop

Palace Winter – Nowadays

Manchmal reicht es schon, bloß den richtigen Sound zu finden. Das australisch-dänische Duo Palace Winter um Casper Hesselager und Carl Coleman kann ein Lied davon singen, tut auch genau das. Ihre Pop-Visionen zeigen sich von einer besonders schillernden, vielfältigen und vielschichtigen Seite mit herrlicher Doppelbödigkeit und erfrischender Herangehensweise an vertraute Muster. Auf „Nowadays“ stellen sie sich eine wichtige Frage: Wie geht man mit dem Verlust jugendlicher Leichtigkeit in einer schnelllebigen Gesellschaft um?

Weiterlesen

Telquist – Strawberry Fields

Anfang 20 und schon so gut: Telquist frustiert und verwundert. Wohnhaft und studierend in Regensburg, verschreibt sich der Jungspund dem klassischen Pop-Format, wohlweislich von einer alternativen, bunt und doch lässig schimmernden Seite aufgezogen. Ein Hauch Indie hier, eine Prise FM4 da, dazu hörbares Faible für charmanten Art Pop – fertig ist das Debütalbum „Strawberry Fields“ mit seinen zwölf kurzweiligen Perlen.

Weiterlesen

Farewell Dear Ghost – Neon Nature

Philipp Szalay war schon immer ein Reisender, das ließ er in der Vergangenheit immer wieder in den Texten seiner Band Farewell Dear Ghost anklingen. Und so verwundert es kaum, das es den Grazer nach dem Release des genialen Debüts „We Colour The Night“ in die Welt hinauszog. Von einem Trip nach China im vergangenen Jahr tief beeindruckt, verfeinerte Szalay Line-up und Sound, vergrubt sich samt Band im Studio und legt, nach einem EP-Zwischenschritt, nun das zweite Band-Album „Neon Nature“ nach.

Weiterlesen

Dangers Of The Sea – Our Place In History

Eigentlich wollte Andreas Bay Estrup als Jazz-Drummer durch die Welt touren, begann nach seinem Musikstudium jedoch, selbst Songs zu schreiben, und schlug mit Dangers Of The Sea einen anderen Weg ein. Die Folk-Allstars mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern diverser bekannter dänischer Szene-Bands debütierten 2012 gekonnt, legen allerdings erst jetzt nach. „Our Place In History“ ist somit keineswegs ein Schnellschuss geworden und zeugt von cleverer, sorgsamer Weiterentwicklung.

Weiterlesen

We Invented Paris – Catastrophe

Alles neu und doch gewissermaßen vertraut bei We Invented Paris: Das Künstlerkollektiv um den Schweizer Flavian Graber meldet sich nach einer Schaffenspause tiefenentspannt und tanzbar zurück. An die 70 Songs schrieb der Basler für sein neues Album, 13 haben es letztlich auf die Platte geschafft. Vom folkigen Pop vergangener Tage ist allerdings nichts mehr zu hören. Graber schnallt sich auf „Catastrophe“ eine Keytar um und kleidet gesellschaftskritische Texte in 80s-Synth-Pop.

Weiterlesen

Japanese Breakfast – Soft Sounds From Another Planet

Als ihre Mutter einem Krebsleiden erlag, steckte Michelle Zauner ihre Trauerarbeit in die Musik. Eigentlich, so der Plan, wollte die Little Big League-Sängerin dieses eine Album für ihr Soloprojekt Japanese Breakfast schreiben und ihre Karriere danach an den Nagel hängen. Natürlich kam alles anders, und so verarbeitete sie ihren schmerzvollen Verlust in unzähligen Interviews. Nun ist es für die US-Amerikanerin an der Zeit, den Heilungsprozess beginnen zu lassen. „Soft Sounds From Another Planet“ wendet sich an den Kosmos auf der Suche nach Kraft und Antworten.

Weiterlesen

The Ruby Suns – Sprite Fountain

Ryan McPhun reist gerne, vor allem der Musik wegen. 2004 gründete der US-Amerikaner mit ein paar Freunden The Ruby Suns in Neuseeland, mittlerweile ist aus der Band ein globales Solo-Projekt geworden. Zuletzt schlug der gebürtige Kalifornier seine Zelte in Norwegen auf. Inspiriert von seiner temporären Heimat, politischen Umwälzungen und einer Jugend zwischen den Fronten des ‚War on Drugs‘, entstand das Indie-Pop-Kaleidoskop „Sprite Fountain“.

Weiterlesen

Saint Etienne – Home Counties

Die Regionen rund um London im Südwesten Englands, auch „Home Counties“ genannt, sollten ursprünglich wohlhabende, naturnahe, durchaus pittoreske Landstriche sein. Politische Wunschvorstellungen hin oder her, die sprichwörtliche Schere zwischen Essex und Sussex, Buckinghamshire und Kent geht weit auseinander. Wie viele andere Einwohner verbinden auch Saint Etienne eine gewisse Hassliebe mit ihrer Heimatregion. Nun haben sie ihr sogar ein musikalisches Denkmal gesetzt.

Weiterlesen

Hajk – Hajk

Längst ist der Frühling in vollem Gang, breitet sein bunt blühendes Kleid über das Land aus und bringt erste frühsommerliche Tage mit sich. Der Wonnemonat Mai steht vor der Tür und mit ihm ein passendes Wonne-Album. Hajk aus Oslo sorgten in ihrer Heimat mit ausgewählten Singles und einem kleinen Sommerhit bereits für Aufmerksamkeit und nehmen nun den Rest Europas ins Visier. Ihr schlicht „Hajk“ betiteltes Debüt vermengt charmanten Indie Pop mit einem Hauch von Electro, Rock und Psychedelia.

Weiterlesen

Said The Whale – As Long As Your Eyes Are Wide

In ihrer kanadischen Heimat mittlerweile so etwas wie eine Indie-Institution, versuchen sich Said The Whale nach wie vor am Sprung über den großen Teich. Nach zwei Top-20-Alben in ihrer Heimat sowie einem Alternative-Charttopper ging es bei den Arbeiten am nunmehr fünften Studioalbum eine Spur ruhiger und gemächlicher vor sich. „As Long As Your Eyes Are Wide“, im deutlich kompakteren Trio-Lineup aufgenommen, packt sämtliche poppigen Trümpfe aus.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?