Schlagwort: Noise Rock

LeVent – LeVent

LeVent – klingt komisch, muss aber nicht so sein. Hat jetzt nichts mit Heldensagen oder französischen Winden zu tun, sondern stammt vom ersten Gitarrist der Band, der mittlerweile ausgestiegen ist. Auch egal. Das Trio brachte bereits zwei Songs beim US-Serienhit „Gotham“ unter und legt nun sein Debütalbum nach. Bass, Bass VI, Gesang und Drums – mehr braucht es nicht, um den kuriosen, schwer in Worte zu fassenden Sound des Einstands „LeVent“ voranzutreiben.

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Ghostmaker – Aloha From The Dark Shores

Dicke Gitarren, Alternative-Hymnen und ein wenig Weirdness zwischen Noise, Blues und Post Punk – Ghostmaker sind alles, nur nicht leicht greifbar. Der Sound der 2015 gegründeten Berliner Newcomer gibt sich bewusst breit gefächert, überrascht mit zahlreichen feinen Details und Wendungen, und wurde nicht zuletzt auf das Live-Erlebnis ausgerichtet. Nun erscheint „Aloha From The Dark Shores“, ein erstes Mini-Album der Band, das übrigens nach dem eigentlichen, für die zweite Jahreshälfte angekündigten Full-Length-Debüt aufgenommen wurde.

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’68 – Two Parts Viper

Bei Josh Scogin entsteht aus Chaos – richtig – noch mehr Chaos. Nach dem Ende der Math-getränkten Metalcore-Heroen The Chariot stürzte sich der Frontmann sogleich Hals über Kopf in ein neues Projekt. Gemeinsam mit Drummer Michael McCellan zerlegt er als Power-Duo ’68 seit geraumer Zeit die US-Konzert-Szene. Garage, Noise und ordentlich viel Dreck sammeln sich nun auch auf dem zweiten gemeinsamen Album „Two Parts Viper“.

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Thurston Moore – Rock N Roll Consciousness

Sonic Youth liegen seit der Scheidung von Kim Gordon und Thurston Moore brach. Während sich Gordon nach Body/Head und ihrer Autobiographie aktuell um ihre Solokarriere kümmert, gibt sich Moore umtriebiger denn je. Neben diversen Projekten und Gastauftritten tourt der mittlerweile in London wohnende Endfünfziger mit seiner Thurston Moore Group im Zeichen semi-avantgardistischer Gitarrenmusik. „Rock N Roll Consciousness“ ist sein fünftes Soloalbum, wohl aber nur am Cover ohne Moores Group.

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Hathors – Panem Et Circenses

Seattle? Nein, Hathors kommen immer noch aus der Schweiz, erinnern mit ihrem noisigen, angepunkten Garagen-Grunge aber durchaus an die 90er Jahre, als frustrierte Poesie und Flanellhemden groß im Trend waren. Alles nur Floskeln, zurück zu den Eidgenossen: Zwei Jahre nach „Brainwash“ sind sie zurück mit einem fix ins Lineup integrierten Drummer, der zugleich für neue Songwriting-Dynamik sorgte. Mehr Power und Wahnwitz: „Panem Et Circenses“ macht verdammt viel richtig.

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Tschaika 21/16 – Tante Crystal uff Crack am Reck

Seit geraumer Zeit spielen sich Tschaika 21/16 durch den Berliner Underground und beweisen, dass instrumentale Gitarrenmusik auch Humor haben kann. Musiker von RoToR, Alligatoah und Ohrbooten vermengen Dreck mit Augenzwinkern, krautigen Noise mit Groove und Wahnwitz. Ihr Debüt „Tante Crystal uff Crack am Reck“ machte bereits seine Runden durch die Szene und erhält dank Noisolution nun seinen verdienten überregionalen Release.

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Bantam Lyons – Melatonin Spree

Weltschmerz trifft auf Spielfreude, wenn sich Bantam Lyons ihre Gitarren umschnallen. Das junge bretonische Quartett versteht sich auf Indie Rock, Post Punk und einen nicht zu verhehlenden Hauch von trister Emotionalität, der schon mal an The Smiths oder Joy Division erinnert, gleichzeitig aber auch die mitreißende Kühle von The Twilight Sad oder den frühen Editors in sich trägt. Das liest sich speziell und abwechslungsreich, trifft aber vor allem mitten ins Herz: „Melatonin Spree“ wird zum Aufgalopp nach Maß.

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Nothing – Tired Of Tomorrow

Die bloße Existenz des zweiten Nothing-Albums darf als kleines Wunder gesehen werden. Während der Tour zum gefeierten Debüt „Guilty Of Everything“, in dem Frontmann Domenic Palermo seine Zeit im Gefängnis verarbeitete, wurde er brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt. Als „Tired Of Tomorrow“ dann schließlich erscheinen sollte, stellte sich heraus, dass hinter dem neuen Label der verachtenswerte Martin Shkreli steckt. Relapse Records, wo bereits der Erstling veröffentlicht wurde, ist eingesprungen. Es sei ihnen zu danken.

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The Dirty Nil – Higher Power

„Ist das noch Punkrock?“, fragten wütende Fat Wreck-Fans, als The Dirty Nil auf dem Edel-Punk-Label 2011 ihre Debütsingle veröffentlichen. Nein, ist es natürlich nicht, und gerade deswegen macht der Sound der drei Kanadier so viel Spaß. Einige Jahre sind mittlerweile ins Land gezogen, nun steht das erste Album „Higher Power“ endlich in den Startlöchern. Darauf zu hören: 90s College-Rock mit Noise-Energie und dezenten Hardcore-Einflüssen.

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LSD on CIA – Celestial Bodies

Was tun nach dem großen Wurf, der noch dazu bereits mit dem Debütalbum gekommen ist? Freilich, kommerziell blieben LSD on CIA unter ferner liefen, aber das war bei dieser Noise-Pomp-Wuchtbrumme nicht anders zu erwarten. Für den Zweitling „Celestial Bodies“ kündigen die drei Dänen nun große Evolution und Weiterentwicklung an. Wie Himmelskörper flimmert der Zweitling am Firmament und wendet sich nun noch stärker den bereits angeteaserten Art- und Prog-Gefilden zu.

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