Schlagwort: Noise Rock

JOHN

JOHN – Nocturnal Manoeuvres

Ein kryptischer, unsuchbarer Bandname legt den Fokus auf Musik und Kreativität: Das Duo JOHN heißt nicht nur aufgrund der Vornamen der beiden Musiker (John Newton und Johnny Healey) so, sondern versucht damit das eigentliche Spiel, das Momentum des gemeinsamen Erschaffens neuer Ideen in den Mittelpunkt zu rücken. Falls das nicht reicht, nennen sie sich auch JOHN (TIMESTWO), um es den Suchmaschinen einfacher zu machen. Wie dem auch sei, „Noctural Manoeuvres“ ist bereits das dritte Album der Londoner, das sich abermals durch brachiale Lautstärke, komplexe Strukturen und anspruchsvolle Lyrics auszeichnet.

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alexalone

alexalone – ALEXALONEWORLD

Chaos ist überall in der Welt von alexalone. Das Quartett um Alex Peterson (they/them) sucht und findet experimentelle Gitarrenklänge, die Gaze- und Fuzz-Charme mit Art- und Noise-Kaskaden bombardieren. Nach einer Fülle an Singles und EPs wagt sich die Band aus Austin, Texas an ein komplettes Album. Dafür erzeugen sie eine komplette Welt, die „ALEXALONEWORLD“, in der nichts so ist, wie man es sich erwartet, während die Künstlerseele im steten Konflikt mit den eigenen, betont widersprüchlichen Emotionen steht.

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A Place To Bury Strangers

A Place To Bury Strangers – Hologram

Oliver Ackermann und ein stabiles Line-up, das scheint sich auszuschließen. Zumindest krempelte er A Place To Bury Strangers, nicht umsonst gerne als ‚lauteste Band New Yorks‘ bezeichnet, abermals kräftig um, und begrüßt nun Sandra und John Fedowitz von Ceremony East Coast als neue Rhythmusabteilung. Oliver und John kennen sich, seit sie klein waren, und spielten bereits gemeinsam bei den Shoegaze-Legenden Skywave. Nun macht man wieder gemeinsame Sache, wohl aber deutlich noisiger. Die EP „Hologram“ ist ein fantastisches Stelldichein geworden.

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W!zard

W!zard – Definitely Unfinished

Bordeaux assoziiert man eigentlich mit gutem Wein oder mittelprächtigem Fußball. Nun gesellt sich kurzweiliger Lärm dazu. Wobei, W!zard sind eigentlich keine ganz neue Band. Das Trio veröffentlichte bereits zwei EPs und ein Album, obwohl man erst seit 2016 unterwegs ist. Mit ihrem wilden, derben Mix aus Noise Rock, Post Punk und Post-Hardcore rennen die Franzosen offene Türen ein, zugleich düster, widerborstig und doch irgendwo mitreißend. „Definitely Unfinished“ ist ihr neuester Streich – eine weitere EP mit fünf neuen Tracks.

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Tschaika 21/16

Tschaika 21/16 – Prinzessin Teddymett

Ihre große Wahnsinnstat hat mittlerweile an die fünf Jahre auf dem Buckel: Mit ihrer Tante erschütterten Tschaika 21/16 zwischen zotigem Humor, krautigem Groove und Art-Wahnsinn. Längst haben sie eine Tür weitergedacht und sich musikalisch abermals geöffnet. Mehr Vocals, mehr Trompeten, mehr Melodie und generell mehr Abwechslung, so lautet die Kampfansage des Trios aus der Hauptstadt. Was sich wie ambitionierter Wahnsinn liest, geht tatsächlich auf: „Prinzessin Teddymett“ schlägt erfolgreich ein neues, durchaus spektakuläres Kapitel auf.

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Warish

Warish – Next To Pay

Seit einigen Jahren pendelt Riley Hawk zwischen seinen musikalischen Schauplätzen hin und her. Während Petyr vornehmlich im weiten Stoner- und Psychedelic-Feld unterwegs sind, bemühen sich Warish um deutlich rauere Töne, von Punk, Metal und Noise getragen. Das Debütalbum „Down In Flames“ war ein garstiger Bastard aus der Garage mit Sludge-Untertönen, seither änderte sich so ziemlich alles. Schlagzeug-Neuzugang Justin de La Vega spielte bereits auf der Hälfte des Einstands, Neu-Bassist Alex Bassaj kam überhaupt erst nach Abschluss der Erstlingsaufnahmen hinzu. Beide konnten sich auf „Next To Pay“ endlich einbringen, und das ist nicht zu überhören.

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'68

’68 – Give One Take One

Josh Scogin und Nikko Yamada hatten plötzlich ganz viel Zeit und investierten diese in frische Songs. Erst im September erschien die EP „Love Ain’t Dead“, produziert von Grammy-Preisträger Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Alice In Chains, Rush), nun legt das Duo ’68 auch schon wieder nach. Abermals gemeinsam mit dem Produzenten-Urgestein aufgenommen, holt „Give One Take One“ den Sound der Beiden wieder auf Albumlänge. Für Scogin hat diese neue Platte beinahe etwas Therapeutisches an sich und soll die bloße, unverfälschte Freude an der Musik an sich symbolisieren. Besagte Musik zeigt eine weitere dezente Häutung.

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Lice

Lice – Wasteland: What Ails Our People Is Clear

Das nächste gut gehütete Geheimnis aus der britischen Art-Punk-Szene startet durch. Lice aus Bristol machen keine halbe Sachen. Erst 2016 gegründet, tourte das Quartett wiederholt als Support ihrer guten Freude Idles, auf deren Label auch die ersten EPs der Band erschienen. Mittlerweile haben Lice ihre eigene Plattenfirma, die als Plattform für experimentelle Künstler dienen soll. Und experimentell ist das, was es auf dem Debütalbum „Wasteland: What Ails Our People Is Clear“ zu hören gibt, allemal – konzeptuell wie musikalisch.

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All diese Gewalt

All diese Gewalt – Andere

So stark Die Nerven auch sind: Max Rieger wollte immer schon etwas haben, das nur ihm gehört. Deswegen entstand 2013 All diese Gewalt, ein Soloprojekt für den rastlosen Musiker, der Stress und Hektik schätzt, der nicht durchatmen will. Zuletzt kramte er diesen Nebenschauplatz vor vier Jahren hervor, als sich „Welt in Klammern“ ins semi-konzeptuelle Chaos stürzte und daran große Freude fand. „Andere“ brauchte laut Rieger geraume Zeit, um sich zu finden und zu sortieren. Das Ergebnis wirkt geräumiger und konkreter zugleich.

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Greg Puciato

Greg Puciato – Child Soldier: Creator Of God

Irgendwann musste diese Platte erscheinen. 16 Jahre rackerte sich Greg Puciato mit The Dillinger Escape Plan an vorderster Mathcore-Front ab, bevor sich die Band auflöste. Neben dem All-Star-Schauplatz Killer Be Killed zeigt er mit The Black Queen zudem eine komplett andere, elektronische Seite. Nun wirft der Sänger und Multi-Instrumentalist einfach alles in einen Topf und präsentiert das Ergebnis als Soloplatte. Für „Child Soldier: Creator Of God“ spielte Puciato bis auf das Schlagzeug (hier halfen aktuelle und ehemalige Weggefährten aus) alles selbst ein und versucht erst gar nicht, sich auf einen Sound festzulegen.

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