Schlagwort: Noise Rock

Dead Kittens

Dead Kittens – I Am Not A Ghost

„Pet Obituaries“ als schwierige Platte zu bezeichnen, wäre wohl dezent untertrieben. Für ihr Debütalbum nahmen Dead Kittens einfach alles auf, unabhängig von Genre und Konzept. Seither stand das niederländisch-israelische, in Berlin ansässige Duo häufig auf der Bühne, man stimmte sich besser aufeinander ab und fand endgültig so etwas wie einen gemeinsamen Sound. Der Zweitling „I Am Not A Ghost“ gibt sich eine Spur geordneter, ohne jedoch den Wahnsinn des Einstands hinter sich zu lassen.

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Burning Alms

Burning Alms – Afternoon Sass

Burning Alms lassen nicht sonderlich viele Informationen über sich aus und rücken stattdessen die Musik in den Mittelpunkt. Macht auch Sinn, denn was das mittlerweile in London ansässige Trio auf Platte bannt, weiß zu faszinieren. Schrammeliger Rock mit Noise-, Punk- und sogar Jazz-Einschlag experimentiert mit wachsender Begeisterung und findet doch immer wieder zu unerwartet eingängigen Sounds Marke Trail Of Dead oder Sebadoh zurück. „Afternoon Sass“ ist ihr neuester Nackenschlag.

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Raketkanon

Raketkanon – RKTKN#3

Zeit für den nächsten Raketenabschuss: Stolze vier Jahre ließen Raketkanon seit ihrem letzten Album vergehen. Die Belgier entschieden sich für eine kreative Pause nach der letzten Tour, die unter anderem für Nebenprojekte – Frontmann Pieter-Paul Devos war mit Kapitan Korsakov aktiv – genutzt wurde. Nun meldet sich das Quartett aus Gent mit seinem unheilvollen Mix aus Noise Rock, Electro und Post-Hardcore zurück. Natürlich kann der Drittling nur „RKTKN#3“ heißen und erneut an die Substanz gehen.

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Crows

Crows – Silver Tongues

Wenn er nicht gerade mit Idles musikalische Arschtritte verpasst und sperrige Musik in durchaus hitverdächtige Fetzen kleidet, ist Joe Talbot Inhaber von Balley Records. Nach Lice sind Crows nun sein zweites Singing und tatsächlich lassen sich in der Mischung aus Noise Rock und Post Punk Spuren der musikalischen Idles-DNA, mit ordentlich Therapy? und einem Hauch Killing Joke vermengt, erkennen. „Silver Tongues“ ist ihr stürmisches Debütalbum.

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Monza

Monza – Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen

Monza liegt neuerdings in Bayern. Oder liegen in Bayern, wobei die drei Herren hinter diesem Pseudonym alles andere als auf der faulen Haut liegen. Vor sieben Jahren in München gegründet, befinden sie sich meilenweit entfernt von jeglichem Szenedenken und stellen sich geschickt quer, wenn es darum geht, ihre Musik in irgendeiner Form zu kategorisieren. Auf ihrem Debütalbum „Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen“ – neben dem Digital-Release nur auf Vinyl erhältlich – treffen Alternative, Post-Something, ein wenig Prog und bärbeißige Riffs aufeinander.

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Statues – Adult Lobotomy

In Schweden braut sich gerade gar Ruppiges zusammen. Hinter dem omniösen Bandnamen Statues stecken aktuelle und ehemalige Mitglieder von Starmarket und KVLR, die sie in Umeå niedergelassen haben. Irgendwo zwischen Post Punk, Garage Rock und Noise angesiedelt, tun sich vor allem gewaltige Riffwände, tanzbare Rhythmen und möglichst schroffe Präsentationstechniken auf. Klingt spannend? „Adult Lobotomy“ passt als Albumtitel wie Arsch auf Eimer.

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Taskete! – Taskete!

Aren Emirze und Flo Weber machen seit jeweils 22 Jahren Musik. Ersterer war lange Jahre Mastermind der Noise-Könige Harmful, letzterer ist die Rhythmusmachine der Sportfreunde Stiller. 2013 kreuzten sich die Wege im Rahmen der Harmful-Abschiedstour, wo Weber das Drumtier gab, danach war erst einmal Ruhe. Und nun das: Taskete!, spontan entstanden aus Songideen, wie für den jeweils anderen geschaffen. Natürlich fühlt man sich ein wenig an das frühere gemeinsame Betätigungsfeld erinnert, und doch setzt es hier so viel mehr als reinen Noise Rock. „Taskete!“ ist zugleich auch der Titel des Debütalbums.

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Deaf Wish – Lithium Zion

Einfach mal kratzbürstig sein und gegen den Strich werkeln – von linearer Präsentation hielten Deaf Wish so und so noch nie was. Das DIY-Quartett aus Melbourne lebt für die Musik und erreichte mit dem Sub Pop-Deal bereits Ungeahntes. „Pain“ war vor drei Jahren ein hartes Stück Arbeit und auch der Nachfolger „Lithium Zion“ suhlt sich abermals in gekonnt kaputten Noise-Gefilden. Bloß treffen die Songs dieses Mal ihr Ziel deutlich besser.

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Pabst – Chlorine

Sechs Fäuste, kein Halleluja: Pabst sind alles andere als heilig und zerlegen stattdessen rockige Jugenderinnerungen mit ranzigen Noise-Salven. Ihr direkt aus der Garage geklauter Sound schreit förmlich nach Sub Pop und internationalem Format. Erst vor zwei Jahren erschien die Debüt-EP des Berliner Trios, nun folgt bereits ein erstes Album. „Chlorine“ erinnert tatsächlich an die Ups and Downs eines Sommers im Freibad – unschön und doch verklärt im besten Sinne.

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Ghostmaker – Buzz

Das Mini-Album nach dem Mini-Album ist zugleich das Mini-Album vor dem Mini-Album. Was nach einem Albtraum aus den Untiefen des Konfuzianismus klingt, umschreibt die Release-Politik von Ghostmaker. Als vergangenen Juni ihr erstes Halb-Album „Aloha From The Dark Shore“ erschien, wurde eine volle Platte, die eigentlich zuvor aufgenommen wurde, für die zweite Jahreshälfte ankündigt. Letztlich ist es Februar 2018 geworden, und dann ist „Buzz“ auch noch das zweite Kapitel einer Mini-Album-Serie. Klingt verwirrend? Eine bärenstarke halbe Stunde Rock mit Ecken und Kanten entschädigt für den Gehirnschwurbel.

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