Schlagwort: Noise Rock

Death From Above 1979 – Trainwreck 1979

Vor ziemlich genau zehn Jahren verpassten Sebastien Grainger und Jesse F. Keeler der Indie-Landschaft einen kräftigen Arschtritt. Als Death From Above 1979 veröffentlichten sie „You’re A Woman, I’m A Machine“, einen hibbeligen, verkopften Dance-Punk-Bastard, auf dem nur Gesang, Bass, Schlagzeug und ein paar Synthis zum Einsatz kamen. Zwei Jahre später war der Höllenritt vorerst beendet, bevor man sich ab 2011 zumindest wieder auf der Bühne austobte. Und nun das: „The Physical World“, ein brandneues Album, erscheint am 5. September. Dass die beiden Kanadier scheinbar nichts verlernt haben, zeigt die erste Single „Trainwreck 1979“.

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God Damn – Shoe Prints In The Dust

Wütender Rock aus den britischen Midlands, das hat Tradition. Black Sabbath, Led Zeppelin, Napalm Death, Judas Priest – diese Liste lässt sich nun um God Damn aus Wolverhamption erweitern. Mittlerweile zu einem Duo geschrumpft, beschwören Thom Edward und Ash Weaver den Geist früher Nirvana, Pixies und Jesus Lizard. Nach mehreren EPs und Singles – das mittlerweile ausverkaufte Tape „Heavy Money“ wird auf der offiziellen Bandcamp-Seite sogar zum Gratis-Download angeboten – ist man nun bei One Little Indian gelandet, wo die Single „Shoe Prints In The Dust“ erscheint.

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PUP – PUP

Kann man binnen 35 Minuten der internationalen Punk-Prominenz mit wachsender Begeisterung den Allerwertesten versohlen? Noch dazu mit Ferngruß? Die neuen Scenester kommen aus Kanada und wollen alles, nur keine Szene machen. PUP („Pathetic Use of Potential“) aus Toronto als reine Punk-Band zu bezeichnen, wäre allerdings falsch, aber um diese vier Herren zu erklären, muss man sie entweder live erlebt haben oder sich ersatzweise den längst überfälligen Deutschland-Release des eponymen Debütalbums sichern, das mit ein wenig Verzögerung über den großen Teich schwappt.

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The KVB – Minus One

Es ist ein brachialer, schwer entstellter Wall of Sound mit Pop-Appeal und psychedelischen Untertönen, der aktuell den Underground der britischen Hauptstadt bereichert und nun endlich nach Deutschland rüberschwappt. The KVB, ein audiovisuelles Projekt um die beiden jungen Londoner Nicholas Wood und Kat Day, bietet tief in den 80ern verwurzelte Klänge, zwar gitarrengesteuert, wohl aber irgendwo zwischen New Romanticism, Post Punk und Psycho-Pop hängen geblieben. Entsprechend dicht gestaltet sich ihr neues Album „Minus One“, die bereits zweite Platte in diesem Jahr und dritte insgesamt.

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Yuck – Glow & Behold

Mit ihrem furiosen, eponymen Debüt gelang Yuck vor zwei Jahren eine Noise-Punktlandung. Seither musste sich das Trio aus London neu orientieren. Sänger und Gitarrist Daniel Blumberg hat die Band verlassen, um sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren. Max Bloom kümmert sich nun um den Gesang, mit Ed Hayes hat man kürzlich einen zweiten Gitarristen gefunden. Musikalisch bauen die Briten ihre kauzige Aggressivität ein wenig ab und legen den Fokus stärker auf die dahinter verborgene Schönheit des Momentes. „Glow & Behold“ ist ein schwieriges, zweites Album im besten Sinn.

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Seeker – Unloved

Mitten ins Zentralmassiv: Seeker gründeten sich im Herbst 2011 in Dallas, Texas und brauchten ein Jahr, um so etwas wie ein stabiles Line-Up zu finden, mit dem man nun auch bei Victory Records landen konnte. Der Sound des US-Quartetts ist nichts für schwache Nerven, lässt Death Metal mit dezenten Grind-Elementen auf klassischen Metalcore und Noise treffen. Während noch Hände ringend nach einer Genre-Bezeichnung für Seeker gesucht wird, veröffentlichen sie am 1. November ihr Debütalbum „Unloved“. Den Titeltrack gibt es bereits jetzt als Download-Single.

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Navel – Loverboy

Einmal mehr ist bei Navel alles neu. Die Schweizer präsentieren im zehnten Jahr bereits das vierte Lineup, Frontmann und Mastermind Jari Antti schart drei neue Mitmusiker um sich, dazu hat man ein neues Management am Start. Auch musikalisch hat sich einiges getan: Vom Grunge der Anfangstage ist man sowieso längst abgerückt, aber auch der finstere Blues von „Neo Noir“ rückt mittlerweile in den Hintergrund. „Loverboy“, das dritte Album Navels, überrascht mit geradezu klaren, freundlichen Klängen und einer regelrechten Zeitreise in die Vergangenheit der Rockmusik.

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The Joy Formidable – Wolf’s Law

The Joy Formidable könnten es sich einfach machen, die weiche Stimme Ritzy Bryans in zugänglichere Songs kleiden, ihnen den kratzigen Mantel abnehmen und die Rohdiamanten bis zur Unkenntlichkeit schleifen. Das Debütalbum „The Big Roar“ war jedoch gerade deswegen reizvoll, weil die drei Waliser eben nicht den Weg des geringsten Widerstandes gingen. Ihre Songs, die sich in etwa so anfühlen, als würde man einen goldenen Kerzenständer mit Schmirgelpapier bearbeiten, brachten der Band unter anderem einen Major-Vertrag, eine monatelange Tour mit den Foo Fighters und diverse Festival-Auftritte ein. „Wolf’s Law“ lenkt nun das bärbeißige Chaos in so etwas wie geregelte Bahnen, ohne dabei das angriffslustige Auftreten zu verlieren.

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The Joy Formidable – This Ladder Is Ours

Mit ihrer bezaubernd-entrückten Mixtur aus bärbeißigem Noise Rock und Pop-Melodik rannten The Joy Formidable vor zwei Jahren mit ihrem Debütalbum „The Big Roar“ offene Türen ein. Ihre 90s-Ästhetik und das songdienliche Auftreten brachte den drei Walisern sogar einen Major-Deal. Am 18. Januar erscheint der Nachfolger „Wolf’s Law“, der das lärmende Chaos in geregelte Bahnen lenken soll. Dass Ritzy Bryan und ihre Mitstreiter aber keineswegs an Biss und Durchschlagskraft eingebüßt haben, zeigt die Vorabsingle „This Ladder Is Ours“.

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Metz – Metz

So eine Band kann nur via Sub Pop erscheinen: Metz aus Toronto putzten geraume Zeit Klinken in kleinen Clubs, erspielten sich im Laufe der letzten drei Jahre Support-Gigs für Mudhoney, Mission Of Burma und Death From Above 1979, und ernteten unter anderem Lob von Einstürzende Neubauten-Bassist Alexander Hacke. Das Konzept des Trios ist relativ simpel: Verstärker laut aufdrehen, einfach darauf los spielen und in den eigenen Feedback-Schleifen ersaufen. „Metz“ heißt das von Graham Walsh (Holy Fuck) und Alexandre Bonenfant produzierte Debüt, das den guten alten Rock’n’Roll durch Noise und Punk zerrt. Fans von Shellac, Public Image Ltd., The Pixies und The Jesus Lizard sollten Augen und Ohren weit aufsperren.

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