Austra

Austra – HiRUDiN

Katie Stelmanis, besser bekannt unter ihrem zweiten Vornamen Austra, verschiebt den Fokus. „Future Politics“ befasste sich vor drei Jahren mit jenen Machtgefügen, welche das gesellschaftliche Leben entscheidend bestimmen. Nun richtet sich der Fokus nach innen mit so breitgefächerten Themen wie den Nachwirkungen einer toxischen Beziehung, Queer-Shame und Unsicherheit. Stelmanis verließ ihre Komfortzone in vielerlei Hinsicht, arbeitete mit ihr zuvor unbekannten Improv-Musikern sowie erstmals mit externen Produzenten zusammen. Entsprechend aufwühlend, vielschichtig und mitreißend gestaltet sich „HiRUDiN“.

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H.B. Nielsen

H.B. Nielsen – Grand Opening

Wenn ein Reisender nachhause zurückkehrt, bringt er in der Regel viele Geschichten mit. Das gilt in hohem Maße für Henric Beckenäs Nielsen. Vor vielen Jahren zog er von Schweden nach New York, um College-Eishockey zu spielen, nahm aber schnell stattdessen die Gitarre zur Hand. Später entdeckte er das Tatöwieren für sich, machte aus der Leidenschaft einen Beruf und reiste um die Welt, bevor er sich 2018 in Göteborg niederließ und erneut die Klampfe auspackte. Auf seinem Debüt „Grand Opening“ gibt er nun seinen Erfahrungsschatz weiter und konzentriert sich vor allem um Abschiede sowie damit verbundene Zweifel.

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Boston Manor

Boston Manor – Glue

Stillstand? Nicht mit Boston Manor! Vor vier Jahren explodierten die Briten mit ihrem Debütalbum „Be Nothing.“ förmlich und setzten kurzweiligen Pop-Punk mit Emo-Schlagseite vor. Im Laufe der Jahre, zuletzt auf „Welcome To The Neighbourhood“, wurde der Sound des Quintetts etwas rauer, rockiger und wuchtiger. Mit allerlei Alltagssorgen und der emotionalen Düsternis einer sich schließenden modernen Gesellschaft konfrontiert, passt sich der Drittling „Glue“ den Gegebenheiten an und wagt zahlreiche Experimente. Seinen Eltern, so Sänger Henry Cox, gefalle die Platte nicht so gut wie die beiden Vorgänger. Das macht Sinn.

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Junglelyd

Junglelyd – Junglelyd

Südamerika schätzt Cumbia. Dieses Genre, ursprünglich aus Kolumbien stammend und mittlerweile am ganzen Kontinent beliebt, verbindet afrikanische Rhythmen mit südamerikanischen Melodien und europäischer Arrangierung. Für viele Künstler ist Cumbia die Basis für einen tanzbaren, durchaus elektronischen Sound, der es mittlerweile sogar bis nach Dänemark geschafft hat. Dort residieren Junglelyd um DJ Kenneth Rasmussen. Ihre Mixtur aus lateinamerikanischem Style, Dub und Elektronik im Unterbau sowie Soul, Jazz und Psychedelic an vorderster Front warf bislang zwei EPs und begeisternde Konzerte ab. Nun steht das Debütalbum, welches den Bandnamen trägt, in den Startlöchern.

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Diet Cig

Diet Cig – Do You Wonder About Me?

Mit einer EP und dem Album „Swear I’m Good At This“ erreichten Diet Cig binnen kürzester Zeit Kultstatus. Das Duo aus New Paltz im US-Bundesstaat New York kultiviert einen eigentümlichen Pop/Rock-Ansatz, der sich irgendwo zwischen Indie, Garage und Punk platziert. Nach zwei nahezu pausenlosen Jahren auf Tour nahmen sich Alex Luciano und Noah Bowman eine kleine Auszeit, um an neuem Material zu arbeiten und menschlich zu wachsen, um ihr – wie sie es nennen – Hochstapler-Syndrom abzulegen. Nun ist „Do You Wonder About Me?“ am Start.

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Tom Misch & Yussuf Dayes

Tom Misch & Yussef Dayes – What Kinda Music

Die Geschichte hinter dem gemeinsamen Album von Tom Misch und Yussef Dayes ist so erstaunlich wie passend. Misch sah Dayes im Grundschulalter bei einer Talentshow Schlagzeug spielen, man behielt sich im Auge, fand aber erst 2018 zusammen. Bei der Launch-Party zu Mischs Debüt-Album begannen die kreativen Funken zu fliegen, aus ersten Ideen wurde schnell ein komplettes Album. Nun fusionieren der Multi-Instrumentalist und der Jazz-Drummer die verschiedensten Genres – Vintage-HipHop, Soul, Jazz und Disco – und erklären „What Kinda Music“ zur Spielwiese für kleine Experimente und große Ideen. Und was für eine Spielwiese das geworden ist.

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Andy Frasco & The U.N.

Andy Frasco & The U.N. – Keep On Keepin‘ On

Vor ziemlich genau 14 Monaten kündigte Andy Frasco einen „Change Of Pace“ an und wollte das hedonistische Partyleben auf Tour endlich hinter sich lassen. Nun öffnet sich der Musiker weiter, berichtet von seinen mittlerweile überwundenen Alkohol- und Drogenproblemen, von Depressionen und suizidalen Gedanken. „Keep On Keepin‘ On“, abermals gemeinsam mit seiner Band The U.N. aufgenommen, befasst sich mit dem Weitermachen und Durchhalten, widmet sich dem Thema Mental Health und inspirierte den Protagonisten letztlich sogar dazu, sich therapeutische Betreuung zu sorgen. Alleine deswegen sind diese knapp 34 Minuten unheimlich wichtig.

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Holy Esque

Holy Esque – CPH

Nicht alles, was geschrieben und aufgenommen wird, landet letztlich auch auf Platte – viele Musiker und Bands kennen das nur zu gut. Auch Holy Esque können gleich mehrere Lieder davon singen. Nach einer kleinen Pause, die unter anderem fürs Private genutzt wurde, stehen Arbeiten am dritten Studioalbum an, was sich angesichts der aktuellen Situation etwas schwierig gestaltet. Und so grub das Quartett vier Songs aus, die im Januar 2014 für das Debütalbum „At Hope’s Ravine“ aufgenommen, letztlich aber nicht veröffentlicht wurden. Unter dem Titel „CPH“ erhalten diese verborgenen Perlen nun eine zweite Chance.

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Joe Volk + Naiare

Joe Volk + Naiare – Primitive Energetics

Der Stoner- und Psych-Veteran Joe Volk holt ein weiteres Mal aus. Manchen mag der Brite von seiner Zeit bei Conga und Crippled Black Phoenix bekannt sein, tatsächlich widmet sich der Wahlschweizer mit seiner Band Naiare seit geraumer Zeit Düsterfolk der besonders aufwühlenden Art. Doomig, psychedelisch, ein wenig bluesig und durchaus rockbar, arbeiten sich Volk und Konsorten ein weiteres Mal zur Oberfläche vor. „Primitive Energetics“ klingt in etwa so, wie es der Titel vermuten lässt.

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Gerry Cinnamon

Gerry Cinnamon – The Bonny

In Großbritannien, insbesondere Schottland, kennt und liebt man Gerry Cinnamon. Der Storyteller aus Glasgow unterhält mit seinem Mix aus Singer/Songwriter, (Anti-)Folk und Indie, seine Konzerte sind regelmäßig in Rekordzeit ausverkauft und die Charts im Norden gehören ihm. Vier der fünf bislang ausgekoppelten Singles von „The Bonny“ landeten in den Top 10 der schottischen Hitliste, selbst eine erste Nummer Eins gab es bereits, zwischen die sommerlichen Regentschaften von Taylor Swift und Lil Nas X gepresst. Und nun ist auch besagtes Album endlich erhältlich.

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