Steve Earle & The Dukes

Steve Earle & The Dukes – Guy

1974 fuhr Steve Earle per Anhalter von San Antonio nach Nashville, kurze Zeit später spielte er Bass in Guy Clarks Band. Die Country- und Folk-Ikone wurde zu Earles Mentor, immer wieder spielte man zusammen, bloß die Bestrebungen einen gemeinsamen Song zu schreiben, blieben unerfüllt: Guy Clark erlagt 2016 seinem Krebsleiden. Gemeinsam mit seinen Dukes zollt Steve Earle seinem Meister nun Tribut mit dem Cover-Album „Guy“.

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Katu Kaiku

Katu Kaiku – Luna

Jazz aus Finnland – warum eigentlich nicht? Zumindest in deutschsprachigen Gefilden sind Katu Kaiku ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt. Das Trio debütierte mit wildem Free Jazz, deutlich von seiner Street-Performing-Vergangenheit beeinflusst. Nun bei Svart unter Vertrag, geht es deutlich moderner und bunter, ja sogar verhalten poppig und progressiv zur Sache. „Luna“ entwickelt sich im besten Sinn zur Grenzerfahrung.

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The Devil And The Almighty Blues

The Devil And The Almighty Blues – Tre

Wie heavy kann Delta Blues eigentlich klingen? The Devil And The Almighty Blues versuchen das seit 2010 herauszufinden. Hinter dem norwegischen Quintett versteckt sich eine hörbare Liebe für die Schwere des Blues, gepaart mit nicht minder bleiernen Riffs. Stoner- und Hard Rock dürften regelmäßig als Referenzen herhalten, und das wird sich auch auf dem dritten Album nicht ändern. „Tre“ heißt sowohl „Drei“ als auch „Baum“ im Norwegischen, was zum erdigen Sound wie Flechte auf Wurzel passt.

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Kapelle Petra

Kapelle Petra – Nackt

Von der Indie-Kuriosität zum humorvollen Evergreen: Auch nach über einem Jahrzehnt tobt „Geburtstag“ noch durch das Netz, mittlerweile mit über 3,5 Millionen Klicks auf YouTube. Und die Band dahinter? Kapelle Petra besteht seit 1996, veröffentlicht fleißig Alben im viel zu kleinen Rahmen und ist wesentlich mehr als eine, pardon, Spaß-Kapelle. Ihre sechste Platte „Nackt“ ist zugleich auch ihr bis dato bestes Werk.

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Crows

Crows – Silver Tongues

Wenn er nicht gerade mit Idles musikalische Arschtritte verpasst und sperrige Musik in durchaus hitverdächtige Fetzen kleidet, ist Joe Talbot Inhaber von Balley Records. Nach Lice sind Crows nun sein zweites Singing und tatsächlich lassen sich in der Mischung aus Noise Rock und Post Punk Spuren der musikalischen Idles-DNA, mit ordentlich Therapy? und einem Hauch Killing Joke vermengt, erkennen. „Silver Tongues“ ist ihr stürmisches Debütalbum.

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Anteros (c) Distiller Records

Anteros – When We Land

Nach mehreren Kleinformaten und Tourneen, zuletzt hierzulande als Support von SWMRS, wagen sich Anteros nun an ihr Debütalbum. Das Quartett aus London um Sängerin Laura Hayden gestaltet seinen Indie-Sound poppig und tanzbar, schielt schon mal gen Disco, bemüht sich aber ebenso um gefühlsbetonte Momente. „When We Land“ heißt ihr Erstling, und der landet tatsächlich hervorragend mit einer Reihe an kleinen Hits.

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Kind Kaputt

Kind Kaputt – Zerfall

Musikalisch klingt das, was Kind Kaputt auf ihrem Debütalbum „Zerfall“ zelebrieren, durchaus vertraut. Alternative Rock, Post-Hardcore und ein wenig Emo mit deutschen Texten erinnern im besten Sinne an Fjørt, Lyvten und Heisskalt. So weit, so gut? Nicht ganz, denn beim Aufbau orientierte sich das Quartett am literarischen Genre des Bildungsromans. Über zwölf Songs wird die Entwicklung einer Figur an der Schwelle zur Reife in steter Kollision mit der harschen Realität ausgebreitet. Klingt anspruchsvoll, ist es auch.

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Black Lung (c) Noisolution

Black Lung – Ancients

In nur zwei Alben an die Spitze: Die Art und Weise, wie sich Black Lung in kürzester Zeit vom Nebenprojekt zu den Meistern eines Genres, das sich eigentlich kaum eingrenzen lässt, spielten, ringt Respekt ab. Darauf will natürlich aufgebaut werden, und so ließ man sich erstmals ein wenig Zeit fürs Songwriting, dazu hält ein echter Bass Einzug ins Geschehen – eingespielt von J.Robbins, dem einen oder anderen von Jawbox bekannt. „Ancients“ behält die Düsternis der letzten Platten bei, wirkt zugleich aber musikalisch offener.

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Helgi Jonsson

Helgi Jonsson – Intelligentle

Eine viel zu lange Pause geht zu Ende. Wobei, untätig war Helgi Jonsson seit dem Release von „Big Spring“ im September 2011 nun keineswegs. Er produzierte und schrieb mit seiner Frau Tina Dico, spielte außerdem Posaune für so unterschiedliche Künstler wie Sigur Rós, BOY und Philipp Poisel. Eine kleine EP diente 2016 als Lebenszeichen, nun ist der Isländer wieder auf Albumlänge zurück. „Intelligentle“ liegt tiefe Einblicke in die Seele des Musikers, Familienvaters und Naturmenschen frei.

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The Cinematic Orchestra

The Cinematic Orchestra – To Believe

Geduld ist eine Tugend, welche für Fans von The Cinematic Orchestra einen besonders hohen Stellenwert einnimmt. Tatsächlich vergingen stattliche zwölf Jahre seit dem bis dato letzten Studioalbum „Ma Fleur“. Zwar waren die Briten in der Zwischenzeit mit Soundtrack- und Live-Platten sowie Soloprojekten beschäftigt, neues Material blieb aber Mangelware. „To Believe“ hat somit etwas von einem Mini-Comeback, zumindest auf Studioebene, und widmet sich Fragen des Glaubens.

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