Nathan Gray

Nathan Gray – Working Title

Wenn Nathan Gray etwas aktuell nicht kennt, dann wohl kreatives Kargland. Vor zwei Jahren erschien sein prächtiges Solo-Debüt „Feral Hymns“, eine Mischung aus neuen Songs und Alleingang-Vertonungen von Exzerpten seiner diversen Bandprojekte, Anfang letzten Jahres ein grandioses Live-Paket. Von Wiederholungen hält Gray herzlich wenig, reizt nun den Bandsound – unter anderem von Boysetsfire– und Sisters Of Mercy-Mitgliedern unterstützt – aus und präsentiert mit „Working Title“ eine ermutigende Platte des Aufbäumens mit neuer musikalischer Vielschichtigkeit.

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Cold Reading

Cold Reading – ZYT

Auch wenn es immer weiter in den Hintergrund zu rücken scheint, hat das klassische Konzeptalbum im Streaming-Zeitalter weiterhin seine Daseinsberechtigung. Wie es geht, zeigen aktuell Cold Reading aus Luzern. Die fünf Schweizer brechen das Format komplett auf und dritteln es. Der erste Abschnitt – „Past Perfect“ – erschien digital bereits vergangenen Mai, der zweite Teil „Present Tense“ kam im September. Nun gibt es alles, gemeinsam mit dem großen Finale „Future Continous“ (erst in der Vorwoche präsentiert), auf einer großen Platte. „ZYT“ widmet sich nicht nur einer spannenden Geschichte über einen Ausgestoßenen, sondern zeichnet zudem die packende musikalische Entwicklung der Luzerner nach.

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Sløtface

Sløtface – Sorry For The Late Reply

„Try Not To Freak Out“ hieß es im Herbst 2017 aus Norwegen. Mit ihrem Debütalbum wirbelten Sløtface ordentlich Staub auf. Die Mischung aus Rock und Punk mit greifbarer Pop-Sensibilität ging durch die Decke, von packenden Hooks und angenehm kompromisslosem Auftreten begleitet. Nur wenige Monate nach dem Release tauschten die Skandinavier ihren Schlagzeuger aus und spielten sich quer durch Europa. Der Nachfolger „Sorry For The Late Reply“ soll nun minimalistischer, mutiger und roher ausfallen, wenn man den Aussagen der Band Glauben schenken darf. Spoiler: Ja, darf man.

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Poliça

Poliça – When We Stay Alive

Keine zwei Wochen nach dem Release von „Music For The Long Emergency“ hatte Channy Leaneagh selbst mit einem schwerwiegenden Notfall zu kämpfen. Beim Eiskratzen fiel sie vom Dach ihres Hauses, zertrümmerte sich einen Lendenwirbel und zog sich weitere Verletzungen an der Wirbelsäule zu. Ihr Arzt empfohl ihr, die Geschichte der Ereignisse neu zu schreiben, und so richtet sich auf dem mittlerweile vierten Poliça-Albums der Blick erstmals nach innen. „When We Stay Alive“ handelt aber nicht nur vom Unfall, sondern auch von Gesundheit, von Heilung und von der Zurückgewinnung der eigenen Identität.

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Bottlecap

Bottlecap – Off Pressure

Gevatter Punk Rock ist unsterblich, das wissen Bottlecap nur zu gut. Das Trio aus Göteborg steht auf kleine Hymnen, zackige Riffs und so manchen Exkurs in Rock’n’Roll-Gefilde. Während man live überaus aktiv ist und zuletzt unter anderem in Australien und Mexiko tourte, dauert es mit dem Studio-Output schon mal ein wenig. Digital bereits seit dem Herbst erhältlich, schafft es das zweite Album „Off Pressure“ nun auch physisch in diese Breitengrade.

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Regarde

Regarde – The Blue And You

Erlebt rockig angepunkter Emo aktuell ein Revival oder war er nie wirklich weg? Wie auch immer dem sei, aktuell finden sich scheinbar monatlich neue Talente und arrivierte Bands mit packenden, emotional aufgeladenen Alben und richtig starkem Songwriting. Regarde aus dem italienischen Vicenza reihen sich in diese Riege ein. Das Quartett ackert seit mittlerweile sechs Jahren durch die Lande und durfte unter anderem bereits Meat Wave und The Flatliners supporten. Nun erscheint ihr zweites Studioalbum „The Blue And You“.

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The Wood Brothers

The Wood Brothers – Kingdom In My Mind

Mittlerweile sind The Wood Brothers eine Folk- und Americana-Institution. Ihr letztes Album „One Drop Of Truth“ landete auf Platz 1 der Billboard Heatseekers Charts und brachte dem Trio um die Brüder Oliver und Chris Wood sowie Jano Rix sogar ihre erste Grammy-Nominierung ein. Anstatt mit einem bewussten Plan ins Studio zu gehen, jammte man erst einmal drauflos. Die Sessions entwickelten eine spontane, leidenschaftliche Magie, und so entschloss man sich dazu, das entstandende Material auf einzelne Songs herunterzubrechen. „Kingdom In My Mind“ befasst sich nun mit dem Suchen und Finden gedanklicher Refugien als Rückzugsorte zwischen Licht und Schatten.

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Coogans Bluff

Coogans Bluff – Metronopolis

Was auch immer Coogans Bluff anstellen, ihre Musik hat Hand, Fuß und unzählige weitere Körperteile, von denen man gar nicht wusste, dass man sie unbedingt benötigt. Die stete Suche nach neuen musikalischen Möglichkeiten im betont weit gesteckten Rock-Universum treibt kuriose Blüten, kokettiert schon mal mit Konzeptkunst und lotet die Fusion-Möglichkeiten vollends aus. „Metronopolis“ ist sozusagen der Zwischenstopp nach „Flying To The Stars“. Wo sich diese faszinierende Welt befindet? Das bleibt auch nach mehreren Durchläufen unklar.

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Wolf Parade

Wolf Parade – Thin Mind

Nach 13 Jahren Wolf Parade verließ Multi-Instrumentalist Dante DeCaro die Band 2018 im Guten. Die Kanadier sind seither wieder in ihrem ursprünglichen Trio-Lineup unterwegs und suchen nach neuen musikalischen Wegen. Erstmals wurde eine Platte komplett an ein und demselben Ort geschrieben und fertig gestellt, zudem widmete man sich etwas futuristischeren Klängen, welche ironischerweise an die Anfänge der Herren aus Montreal erinnern. Auf „Thin Mind“, dem mittlerweile fünften Studioalbum, befassen sich Wolf Parade mit der Dauerbefeuerung durch moderne Technik, welche Aufmerksamkeit und Konzentration, dem Titel entsprechend, ausdünnt.

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Marcus King

Marcus King – El Dorado

Mit gerade einmal 23 Lenzen zählt Marcus King zu den großen Southern- und Blues-Hoffnungen der Gegenwart. Seine Marcus King Band veröffentlichte bereits drei umjubelte Studioalben, nun wagt sich der Sänger und Songwriter alleine an vorderste Front. Gemeinsam mit Dan Auerbach (The Black Keys) nahm er in Nashville zwölf neue Songs auf, von allerlei Studiomusiker-Prominenz begleitet. „El Dorado“ gräbt sich tiefer in Soul, RnB, Gospel und Country ein, ohne die Klänge seiner Hauptband zu vernachlässigen.

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