Teenage Wrist

Teenage Wrist – Earth Is A Black Hole

Nach einem guten Debüt verließ Bassist und Sänger Kamtin Mohager Teenage Wrist und machte die Band zum Duo. Marshall Gallagher und Anthony Salazar spielten sich in weiterer Folge vor allem live frei, tourten extensiv mit Thrice und entwickelten ihren Sound weiter. Colin Brittain, der an zwei Tracks mitschrieb, wurde zum Produzenten, zudem hielten ein paar elektronische Elemente Einzug in dem Mix aus Alternative, Grunge und Shoegaze. „Earth Is A Black Hole“ fällt etwas synthetischer aus und unterstreicht zugleich den Wunsch des Duos, wie eine Rock-Band klingen zu wollen.

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LÜT

LÜT – Mersmak

Über LÜT gehen und zehn großartige Songs einziehen, so funktioniert Rock-Monopoly im Jahr 2021. Hinter dem komischen Namen mit Umlaut steckt ein norwegisches Quintett, das in der Heimat bereits für diverse Musik- und Newcomer-Preise nominiert war. Mit dem zweiten Album soll nun auch der Rest Europas erobert werden. „Mersmak“ bringt die verschiedenen Einflüsse der Band – Punk, Garage Rock und sogar ein wenig Post-Hardcore – auf einen gemeinsamen Nenner und stellt zudem einen ungewöhnlichen Sänger vor.

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Mush

Mush – Lines Redacted

Ausnahmesituationen verlangen nach Ausnahmealben. Nur ein Jahr nach dem Release ihres Debüts sind Mush schon wieder da. Das Trio aus Leeds treibt mit seinem kauzigen, direkten und zugleich überschwänglich anstrengenden Art-Rock-Ansatz durchaus kuriose Blüten. „Lines Redacted“ stellt nun den Soundtrack zu den vielen kleinen Weltuntergängen dar, die man täglich durchlebt, und verbindet eindringliche Botschaften mit bitterbösem Sarkasmus.

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Psychedelic Porn Crumpets

Psychedelic Porn Crumpets – SHYGA! The Sunlight Mound

Vor einigen Jahren beschrieben Psychedelic Porn Crumpets ihren Sound als „energiegeladenes Durcheinander von Farben und Klängen“ und trafen damit den Nagel auf den Kopf. Das australische Quintett verursacht mit seinem ureigenen Psychedelic-Rock-Ansatz Chaos am laufenden Band, klingt dabei aber stets mitreißend und auf gewisse Weise eingängig. „And Now For The Whatchamacallit“ brachte die Band auf Festivals und Tourneen rund um den Globus, dann kam die Pandemie als dicker Kater hinterher. Also nahm man sich richtig viel Zeit für ungestörte Arbeiten an einer neuen Platte, die als „SHYGA! The Sunlight Mound“ nun mit wachsender Begeisterung durch die Decke geht.

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Aaron Lee Tasjan

Aaron Lee Tasjan – Tasjan! Tasjan! Tasjan!

Wie kann eine ganze Generation gleichzeitig so empathisch und so narzisstisch sein? Diese Frage rückt Aaron Lee Tasjan in einen selbstkritischen, autobiographischen Kontext und baut sein neues Album rundherum auf. Der Mittdreißiger aus New Albany im US-Bundesstaat Ohio tankt sich mit wachsender Begeisterung durch etablierte Schubladen und Retro-Sounds zwischen Rock, Pop, Glam und Soul. Genau das geschieht auch auf dem neuesten Werk, das nachdrücklich betitelte „Tasjan! Tasjan! Tasjan!“. Geht das als selbstbetiteltes Album durch?

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TV Priest

TV Priest – Uppers

Sie spielten im November 2019 ihren ersten Gig, als wäre es in einer anderen Zeitrechnung gewesen. TV Priest waren kurz davor, durchzustarten, als die globale Pandemie die Bühnen leer fegte. Davon zeigten sich die Londoner unbeeindruckt, veröffentlichten erste Singles und kamen bei Sub Pop unter, wo der schroffe, fordernde Post Punk in bester The Fall-Manier bestens aufgehoben ist. TV Priest fügen sich mit ihrem Erstling „Uppers“ nahtlos in die Riege furioser Upstarts ein, die den klassischen Sound mit wachsender Begeisterung zu neuen Ufern tragen.

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Die Regierung

Die Regierung – Da

Kaum ist der Motor ins Laufen gekommen, können sie nicht mehr stoppen: Die Regierung werfen momentan Platten ab wie andere Schuppen, bloß ist der musikalische Output ohne Frage um Welten bekömmlicher. Seitdem Tilman Rossmy die Reunion mit neuer Besetzung von der Bühne ins Studio transportierte, geht es im besten Sinne rund. „Da“ trägt psychedelische Züge in sich, vor allem auf textlicher Ebene, und musste erzwungenerweise durch Home-Recordings fertiggestellt werden. Das tut der Musik aber sehr gut, wie Rossmy findet. Und: stimmt auch.

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The Luka State

The Luka State – Fall In Fall Out

Vier junge Typen aus England retten die Musikwelt – ein Satz, den man in den letzten Jahrzehnten viel zu oft hörte. Tatsächlich ist das nicht der Anspruch von The Luka State – der Name ist eine Hommage an eine besonders lebenslustigen, inspirierenden Typ – es geht einfach nur um gute Gitarrenmusik. Andererseits: Was sonst soll man sich von einer Band erwarten, die sich in einer kleinen Bergbaustadt zwischen Liverpool und Manchester formierte? „Fall In Fall Out“ befasst sich mit zackigen Riffs, großen Post-Britpop-Harmonien und Beobachtungen aus dem Alltag.

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Don Marco & die kleine Freiheit

Don Marco & die kleine Freiheit – Gehst du mit mir unter

Von Fuck Yeah zu Fick ja: Nach zwei englischsprachigen Alben mit seinem bandfluchenden Quartett wechselt Sänger, Gitarrist und Songwriter Markus Naegele zur deutschen Sprache. Als Don Marco treibt er den Rock’n’Roll-Ansatz seiner Kollegen voran, bringt zudem Power-Pop, ein wenig Glam und den stilsicher sitzenden Cowboy-Hut ein. Begleitet von die kleine Freiheit – aktuelle und ehemalige Mitglieder von Swans, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Fuck Yeah und Superpunk – präsentiert der Don sein Solowerk „Gehst du mit mir unter“.

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LNZNDRF

LNZNDRF – II

So etwas wie Stress kennen LNZNDRF nicht, obwohl sie recht spontan arbeiten. Das Quartett um Mitglieder von The National, Beirut und Grizzly Bear traf sich bereits im September 2019 zu Jam-Sessions für ein zweites Album, die in der Folgezeit bearbeitet und in kurzweilige Form gebracht wurden. Bis zum Release sollte es aber dauern, nicht zuletzt aufgrund mehrerer Verschiebungen aus bekanntem Anlass. Diese widrigen Umstände konnten „II“ allerdings nichts anhaben, denn auch fast eineinhalb Jahre nach den ursprünglichen Sessions klingt die Platte voll und ganz im Hier und Jetzt verankert.

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