Oasis

Oasis – Knebworth 1996

Mitte der 90er ging der kometenhafte Stern von Oasis auf. Gemeinsam mit Blur wurden sie zu den Gesichtern des Britpop, kurz darauf erfasste die Cool-Britannia-Welle die Welt. Mittendrin fanden zwei ikonische Gigs statt, die auch ein Vierteljahrhundert später noch nachhallen: Knebworth Park in Hertfordshire am 10. und 11. August 1996. Über eine Viertelmillion Fans sahen die Gallagher-Brüder und Konsorten an diesen beiden Nächten. Passend zum Dokumentarfilm über das monumentale Ereignis erscheint nun „Knebworth 1996“, das begleitende Live-Album, natürlich auch als Bewegtbild-Format erhältlich.

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Courtney Barnett

Courtney Barnett – Things Take Time, Take Time

Nach dem Ende der letzten Tour zu „Tell Me How You Really Feel“ schrieb Courtney Barnett eine Zeit lang nur wütende Songs. Sie war sauer, mit sich selbst nicht im Reinen, musste sich erst wieder durch ein paar Solo-Shows freispielen. Plötzlich kam die positive Energie zurück, auch in der langen Periode des Alleinseins in den eigenen vier Wänden, und legte den Grundstein für eine deutlich offenere Platte. „Things Take Time, Take Time“ bemüht sich um noch mehr Ehrlichkeit und entfernt sich zugleich musikalisch vom Vorgänger, zurück zu den lockeren Strukturen ihrer ersten Alben.

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Lionlimb

Lionlimb – Spiral Groove

Von der Backing-Band zum Hauptact: Lionlimb begannen als Unterstützung von Angel Olsen und sind mittlerweile eine komplett eigenständige Entität, im Grunde das Baby von Singer/Songwriter Stewart Bronaugh. Dieser schrieb seine neuen Songs vor dem Ausbruch der einschneidenden Pandemie, als er sich von einer Nackenoperation erholte. Geschichten von Sucht und Nüchternheit, von Sterblichkeit und der großen Liebe begleiten ein herrlich organisch instrumentiertes Werk, so kunterbunt und nostalgisch wie es kraftvoll im Hier und Jetzt verankert ist. „Spiral Groove“ hievt Lionlimb auf ein neues Level.

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Suntitle

Suntitle – In A Dream

Weich, verwaschen, scharfkantig und unvorhersehbar: Suntitle firmieren unter dem Alternative-Emo-Banner, was zugleich alles und nichts heißt. Das US-Quintett, dessen Mitglieder sich auf New Jersey, Pennsylvania und Massachusetts verteilen, tourte zunächst mehrere Jahre, bevor 2020 eine erste EP erschien und nun das Debütalbum vorbereitet wird. „In A Dream“ macht seinem Namen tatsächlich Ehre, denn die unwirkliche Präsentation zwischen beißender Härte, poppigen Hooks und dichter, surrealer Atmosphäre spielt sich geschickt jenseits jeglicher Erwartungen ab.

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Kills Birds

Kills Birds – Married

Eine Band als Zeichen von Freundschaft, so begingen Nina Ljeti und Jacob Loeb vor vier Jahren Kills Birds. Gemeinsam mit Fielder Thomas verteilten sie auf ihrem Debütalbum Arschtritte zwischen Grunge, Punk, New Wave und Alternative, was unter anderem prominente Fans wie Kim Gordon und Dave Grohl begeisterte. Letzterer lud das Trio sogar in sein eigenes Studio ein, um den Nachfolger aufzunehmen. Es war, nach ein paar Proben, für die drei Musiker*innen ein wichtiger Schritt aus der Pandemie-bedingten Isolation. „Married“ gibt sich in jeder Hinsicht vielschichtiger, dringlicher und persönlicher.

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Palila

Palila – Rock’n’Roll Sadness

Zwei erdige EPs voller kompetenter Gitarrenmusik zwischen 90s-Retro-Charme, post-modernem Nostalgiegefühl und kerniger DIY-Attitüde katapultierten Palila in den letzten beiden Jahren direkt in den verdienten Fokus. Das Hamburger Trio mag es vergleichsweise schlicht, direkt und schnörkellos, aber auch eine Spur schroff und ungeschliffen, wie sich das nun mal für echte Rohdiamanten gehört. Solche gab es auf den beiden Kleinformaten zuhauf, nun folgt die Kür auf Albumlänge. Mit dem treffend betitelten „Rock’n’Roll Sadness“ werden sämtliche Erwartungen vollends erfüllt. And then some.

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Spectres

Spectres – Hindsight

Raus aus dem Schatten, rein in … noch mehr Schatten: Mit ihrem Artoffact-Deal und dem Album „Nostalgia“ konnten sich Spectres endlich ein größeres Publikum für ihren unterhaltsamen Mix aus Post Punk und Death Rock erspielen. Ihre bisherigen Platten wurden inzwischen ebenfalls neu aufgelegt, doch gibt es noch so viel Material von Kleinformaten und Live-Sessions, das seit geraumer Zeit vergriffen ist. Damit soll nun aber Schluss sein, denn „Hindsight“ vereint Rohdiamanten aus der Frühphase mit ein paar neueren Tracks.

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Kinnship & Pablo Nouvelle

Kinnship & Pablo Nouvelle – Stones & Geysers

Gesucht und gefunden, so oder so ähnlich lässt sich die musikalische Zusammenarbeit von Kinnship und Pablo Nouvelle zusammenfassen. Der britische Sänger und Produzent sowie der Schweizer Klangschmied und klassische Pianist erkundeten im Laufe von vier Studio-Sessions an verschiedenen Orten ihre Liebe für warmherzige Elektronik und die Kraft der Natur. Volle kreative Freiheit – Kinnship jammte und befeuerte Nouvelle mit Ideen, der aus diesen Klangcollagen bastelte – und stets neue, frische Energie dank wechselnder Szenerie treiben das wunderbar lässige „Stones & Geysers“ an.

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Admiral Fallow

Admiral Fallow – The Idea Of You

Fast wollte man meinen, Admiral Fallow wären in den letzten Jahren ein wenig von der Bildfläche verschwunden gewesen. Ihr letztes reguläres Studioalbum erschien 2015, zuletzt gab es unter anderem Nebenprojekte sowie den Soundtrack zu Gareth Williams‘ Oper „Navigate The Blood“, die im November 2018 durch Schottland tourte. Kurz danach entstanden weite Teile von „The Idea Of You“, eine Platte über Wachstum und Aufblühen, fast schon sorglos und euphorisch wirkend, bevor alles den sprichwörtlichen Bach runterging. Eine andere Zeit scheint zu grüßen.

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Natalia M. King

Natalia M. King – Woman Mind Of My Own

Es ist nie zu spät für frische Impulse. Das dachte sich wohl auch Natalia M. King und wagt sich auf ihrem sechsten Album in neue Gefilde vor. Rock- und Alternative-Ansätze gehören der Vergangenheit an, langweilten die Künstlerin inzwischen, und werden gegen Blues, RnB, Soul und Roots eingetauscht. Ein Film von Wim Wenders, „The Soul Of A Man“, der sich unter anderem Skip James‘ Lebensgeschichte widmete, brachte King langsam, aber sicher auf Blues-Kurs. Nun gibt es diese neue Ära auf einer kompletten Platte, selbstbewusst „Woman Mind Of My Own“ betitelt.

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