December Youth

December Youth – How Are You

Künstler, so heißt es gemeinhin, haben ewig Zeit für ihr erstes Album, aber nur wenig für den Nachfolger. December Youth halten davon herzlich wenig. Nach einer starken EP veröffentlichte das Quintett aus Düsseldorf und Essen 2016 seinen Full-Length-Einstand „Relive“ und zog sich nach einigen Touren und Konzerten erst einmal zurück, um den Zweitling in aller Ruhe zu schreiben. Genau diese bewusste Entschleunigung macht sich nun bezahlt, denn das persönlich geprägte „How Are You“ wirkt in jeder Hinsicht kraftvoller und muskulöser.

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Nap Eyes

Nap Eyes – Snapshot Of A Beginner

Das Songwriting-Rezept von Nap Eyes ist so einfach wie genial. Frontmann Nigel Chapman skizziert so ziemlich jeden Track in 20minütigen Free-Writing-Sessions – einzig mit Gitarre und Gesang ausgestattet – danach arbeitet die Band gemeinsam das Arrangement aus. Liefen die Aufnahmen bislang vornehmlich live im Studio ab, nahm man sich dieses Mal tatsächlich Zeit für eine größere Produktion. Weg von Lo-Fi, hin zu Hi-Fi – die vier Kanadier klingen auf „Snapshot Of A Beginner“ fast wie eine andere Band.

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Lukas Nelson & Promise Of The Real

Lukas Nelson & Promise Of The Real – Naked Garden

Kreativität ist keine Sache, die sich einfach so ein- und ausschalten lässt. Für Lukas Nelson & Promise Of The Real war „Turn Off The News (Build A Garden)“ nicht nur ein erfolgreiches Album, sondern zugleich Symbol einer kreativen Zeit. Unwahrscheinlich viele Songs und Versionen einzelner Tracks entstanden zwischen zwei Studios, oft zunächst gemeinsam im Grünen erarbeitet, bevor man sich an die Aufnahme machte. „Naked Garden“ ist der Epilog dieser Platte mit gleich 15 Tracks aus diesen Sessions, die nun digital erscheinen.

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Mumrunner

Mumrunner – Valeriana

Hat Through Love aktuell ein Abonnement auf Shoegaze-Wunderwuzzis? Nach Agent Blå und den genialen Westkust bietet das Label nun auch Mumrunner eine gebührende Bühne. Das Quartett aus dem finnischen Tampere hat zwei schwierige Jahre hinter sich, während den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum mussten gleich mehrere Line-up-Wechsel überstanden werden. „Valerian“ bedeutet für die Musiker nun Sicherheit nach dem Chaos und vermengt den gängigen Gaze-Sound mit waberndem Dream-Pop.

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Rustin Man

Rustin Man – Clockdust

Erst lässt er 17 Jahre warten, dann dauert es plötzlich nur 13 Monate: Ex-Talk Talk-Bassist Paul Webb scheint sich mittlerweile in seiner Solo-Persona Rustin Man wohlzufühlen. Das Debüt „Drift Code“, eine Art inoffizielles Follow-Up zur mittlerweile legendären Kollaboration mit Portishead-Frontfrau Beth Gibbons, überraschte mit kunstvollen, gitarrenbasierten Tracks. Webb merkte jedoch schnell, ausreichend Material für zwei Platten fertiggestellt zu haben, und bemüht auf dem Nachfolger noch feinmaschigere Strukturen mit offenen Klangflächen. Was sich wie ein kleiner Widerspruch liest, funktioniert auf „Clockdust“ hervorragend.

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Disq

Disq – Collector

Zu Beginn des neuen Jahrtausends war Saddle Creek DIE ultimative Talenteschmiede für die lokale Szene von Omaha, Nebraska. Hier machten Conor Oberst (Bright Eyes, Desaparecidos) und Tim Kasher (Cursive, The Good Life) ihre ersten Schritte, später öffnete man sich für Bands außerhalb der Heimatstadt (Two Gallants, Rilo Kiley, The Thermals). Disq haben das Potenzial, sich in diese illustre Riege einzureihen. Das Quintett aus Madison, Wisconsin, allesamt zwischen dem Ende der Teens und den frühen Zwanzigern angesiedelt, veröffentlichte vor vier Jahren bereits ein Kleinod in Eigenregie. Dem Schülerband-Status entwachsen, widmet sich das Debütalbum „Collector“ einem überaus bunten musikalischen Mix.

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March

March – Set Loose

Das gegenwärtige System funktioniert einfach nicht mehr, finden March, und stemmen sich dagegen. Wie sie zu diesem Schluss kommen und warum sie sich laut und deutlich zu intersektionalem Feminismus bekennen? Alleine schon ein Blick in den Social-Media-Alltag sollte als Antwort reichen. Die vier Niederländer*innen zelebrieren forschen, hymnischen Hardcore Punk, der gerne auch mal ins Rockige ausschlägt und Vergleiche mit The Distillers oder The Pearl Harts nahelegt. „Set Loose“, der Titel ihres zweiten Albums, hat was von einem Mission Statement.

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The Slow Readers Club

The Slow Readers Club – The Joy Of The Return

The Smiths. Oasis. The Stone Roses. Manchester kann auf eine gewaltige Musiktradition und unzählige Bands sowie Künstler von Weltformat zurückblicken. The Slow Readers Club wollen in diese Fußstapfen treten. Sie schafften es bereits vor einigen Jahren, ohne Plattenvertrag, einige der größten Venues der Stadt auszuverkaufen und stiegen mit ihrer letzten Platte sogar in die britischen Top 20 ein. Der hymnische Indie-Sound, irgendwo zwischen Pop und Alternative angesiedelt, findet sich auch auf dem vierten Studioalbum „The Joy Of The Return“ wieder.

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Petra und der Wolf

Petra und der Wolf – Surface!

Vor geraumer Zeit waren Petra und der Wolf als Trio unterwegs. Ihr Debütalbum hieß „Chlorine“ und bestach mit eigentümlichem Sound – Alternative Rock, Grunge-Riffs, ein wenig Prog und Singer/Songwriter zum Drüberstreuen. Mittlerweile machen Petra Schrenzer (Gitarre, Gesang) und Aurora Hackl Timón (Schlagzeug, Saxofon) zu zweit weiter, ihr Sound ist noch eine Spur knackiger und doch verschrobener geworden. Knapp sechs Jahre nach dem Einstand tauchen sie wieder auf – „Surface!“ nennen sie das und bringen gar Spannendes aufs Tableau.

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The Animen

The Animen – Same Sun / Different Light

Nach zwei Alben und einem etablierten Sound wollten The Animen raus aus ihrer Haut. Erste Songs für einen Nachfolger zu „Are We There Yet?“ standen bereits nach der anschließenden XXL-Tour, wiederholen wollten sich die Schweizer allerdings nichts. Neue Regel: Jeder muss jeden Track gleichermaßen mögen. Bei der Gelegenheit wurden alte Aufnahmemuster aufgebrochen und neue Einflüsse zugelassen. Entsprechend bunt und doch fokussiert präsentiert sich „Same Sun / Different Light“.

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