Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Lirr. – God’s On Our Side; Welcome To The Jungle

Zwei Mammutsongs, ein großes Hallo: Lirr. debütierten vergangenes Jahr gar grandios mit der 12″ „Ritual“ und gingen unter anderem mit Turbostaat auf Tour. Der wuchtige und doch herrlich eingängige Mix aus Post-Hardcore, Emo und Screamo rief sogar, etwas uncharakteristisch, das Grand Hotel van Cleef auf den Plan. Hier erscheint nun das Debütalbum mit dem kuriosen Titel „God’s On Our Side; Welcome To The Jungle“ und einem noch kurioseren musikalischen Mix.

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Inheaven – Inheaven

Inheaven beantworten die ungestellte Frage, wie eine Supergroup bestehend aus Mitgliedern von My Bloody Valentine und The Subways klingen würde. Shoegaze-Power auf der einen Seite, eingängige Indie-Arschtritte auf der anderen – das Quartett aus Brighton macht aktuell ordentlich Wellen, und das vollkommen verdient. Nach diversen Klein-Releases und Festival-Auftritten steht nun das schlicht „Inheaven“ betitelte Debütalbum in den Startlöchern.

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Frère – Void

Ein Songwriter, mit seiner Gitarre und einem Stift bewaffnet, beginnt seinen Alltag zu Papier zu bringen. Drei Jahre und ca. 150 Gigs später, steht der Bochumer Alexander Körner als Frère gemeinsam mit Band auf den Bühnen des Landes und kreuzt elektronisch befeuerten Folk mit Post-Rock-Elementen. Das nunmehr erscheinende Debütalbum „Void“ kleidet die Schönheit des Moments in ausladende, clever umherwogende Arrangements.

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Hercules & Love Affair – Omnion

Disco is alive and well – das beweisen Hercules & Love Affair von Album zu Album immer wieder aufs Neue. Oberflächlicher Hedonismus trifft auf clevere Texte und Self-Reflexion, gekleidet in Nu- und House-Variationen. „Omnion“ ist aber viel mehr als ’nur‘ eine Dance-Platte, sondern versteht sich als Konzept-Album zum aktuellen Weltgeschehen. In elf Kapiteln geht es um Vertrauen und Toleranz vor der Kulisse weltpolitischer Unruhen und Katastrophen.

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Gran Noir – Electronic Eyes

Das digitale Zeitalter birgt so manche Schattenseite in sich. Vereinsamung, Ausbeutung und Kontrollverlust sind drei Schlagworte, mit denen sich Gran Noir aktuell beschäftigen. Das in Peking gegründete schweizerisch-deutsche Quintett debütierte bereits vor sechs Jahren mit kraft- und anspruchsvollem Alternative Rock, der Eingängigkeit neben ausgeklügelte Konzepte stellt. „Electronic Eyes“ ist ihr zweites Studioalbum, das so manche vertraute Note in sich trägt.

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Black Lung vs. Nap – Split 12″

Weggefährten, Tour-Genossen, Labelmates – die Wege von Black Lung und Nap kreuzen sich immer wieder. Nun wagen das einstige Nebenprojekt der Flying Eyes und die Newcomer aus Oldenburg den gemeinsamen Schritt zum musikalischen Traualtar mit einer Split 12″. Drei Songs pro Seite und Band, Wendecover, sympathisch limitierte Auflage und dazu kleinere musikalische Überraschungen – da darf und soll, nein, muss man unbedingt ein Ohr riskieren.

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We Invented Paris – Catastrophe

Alles neu und doch gewissermaßen vertraut bei We Invented Paris: Das Künstlerkollektiv um den Schweizer Flavian Graber meldet sich nach einer Schaffenspause tiefenentspannt und tanzbar zurück. An die 70 Songs schrieb der Basler für sein neues Album, 13 haben es letztlich auf die Platte geschafft. Vom folkigen Pop vergangener Tage ist allerdings nichts mehr zu hören. Graber schnallt sich auf „Catastrophe“ eine Keytar um und kleidet gesellschaftskritische Texte in 80s-Synth-Pop.

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Sion Hill – Elephant

Irland, Heimat längst überholter Klischees und großartiger Musiker. Nathan Johnston gehört klar und deutlich zu zweiterer Kategorie. Der junge Singer/Songwriter aus Mullingar in den Midlands brachte sich mit elf Jahren selbst das Gitarrespielen bei, schrieb bereits ein Jahr später eigene Songs und tourte in diversen Formationen durch die Lande. Mittlerweile ist er unter dem Pseudonym Sion Hill solo unterwegs, spielte auf den Straßen Berlins und unterschrieb einen Plattenvertrag. „Elephant“ tauscht Scheuklappen gegen richtig gutes Songwriting ein.

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Able Baker Fox – Visions

Bei den Arbeiten an einer gemeinsamen EP Anfang der 2000er lernten sich Mike Reed, Ben Reed und Jeff Gensterblum von Small Brown Bike und Nathan Ellis von Casket Lottery kennen. Die Chemie stimmte, sodass man gleich weiter gemeinsam Musik schrieb und Able Baker Fox gründete. 2008 erschien das Debütalbum „Voices“, seither war Funkstille. Nun steht plötzlich ein Nachfolger in den Startlöchern. „Visions“ nimmt keine Gefangenen.

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The Pink Moon – Let The Devil Take Tomorrow

Trondheims unwahrscheinlich bunte, abwechslungsreiche Musikszene präsentiert seine neuesten Lieblinge. Ursprünglich nahm Morten Kristiansen (u.a. Hedge Hog, Thrush) einige Demos in seinem Heimstudio auf, die viel zu gut waren, um verworfen zu werfen. Nach und nach entstand eine Band um den Sänger und Gitarristen. Als The Pink Moon verschreibt sich das norwegische Quintett nun klassischem Garage Rock der späten 60er Jahre mit dezent psychedelischen Untertönen. „Let The Devil Take Tomorrow“ ist ihr Debütalbum.

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