Kategorie: Alben

Dreamcar – Dreamcar

No Doubt ohne Sängerin Gwen Stefani, dafür verstärkt durch das Organ von AFI-Vokalist Davey Havok? Zumindest von der Besetzung her könnte man das US-amerikanische Quartett Dreamcar auf diese simple Weise umschreiben, den musikalischen Kern würde man damit aber nur unzureichend treffen. Die 2014 gegründete Band erinnert nämlich allerhöchstens dezent an den punkigen Pop-Rock von No Doubt, während Post-Hardcore à la AFI hier gar keine Rolle spielt. Stattdessen geht die Reise auf dem Debütalbum „Dreamcar“ zurück in die 80er: New Wave, Post Punk und besonders New Romantic geben hier musikalisch den Ton an, angereichert durch einen dezenten Zuckerguss neuzeitlicher Elemente. Ob Dreamcar im Zuge des grassierenden 80er-Booms mit dieser Mischung eigene Akzente setzen können?

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Jim Jones & The Righteous Mind – Super Natural

Keine Zeit zum Verschnaufen: Nach The Jim Jones Review, Black Moses und Thee Hypnotics hat der britische Sänger und Gitarrist Jim Jones schon wieder das nächste Projekt am Start. Jim Jones & The Righteous Mind widmen sich schweißtreibendem Garage Rock im hitzigen Spannungsfeld zu schweren, mächtigen Blues-Tönen. Das Debütalbum „Super Natural“ wird als erdiges, spirituelles und doch blutiges Werk angekündigt – Treffer und versenkt.

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Woman – Happy Freedom

Ist der Erdkern in Wahrheit eine Discokugel? Das Cover zum ersten Album von Woman lässt dies vermuten. Die Wurzeln der Band aus Köln reichen bis ins Jahr 2012 zurück; bis sich das Trio jedoch musikalisch gefunden hatte, sollte es eine ganze Weile dauern. Irgendwo zwischen Electro, Disco, Psych und RnB gehen zehn aufs Vinylformat zugeschnittene Songs auf dystopische und (post-)urbane Sinnsuche. Schnell stellt man fest: „Happy Freedom“ ist nur eine Illusion. Oder doch nicht?

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Dirty Sound Magnet – Western Lies

Mit dem Ausstieg ihres Sängers brach für Dirty Sound Magnet eine neue Zeitrechnung an. Bis zu diesem Zeitpunkt verwalteten die Schweizer das musikalische Erbe von Led Zeppelin auf zwei Alben und knapp 200 Konzerten. Nun also der Neustart als Trio mit Gitarrist und Texter Stavros an gesanglicher Front. Auf „Western Lies“ ist nun alles anders – weg von klassischem Rock, hin zu Psych, Prog, Indie, Space und zig weiteren Facetten anspruchsvoll-verkopfter Gitarrenmusik. Das muss man erst einmal sacken lassen.

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Hazel English – Just Give In / Never Going Home

Sie gilt als eine der größten Pop-Hoffnungsträgerin des Jahres. Der verträumte Sound von Hazel English löst nicht nur in der Blogosphäre Begeisterung aus, sondern dringt nun endlich auch von Australien nach Deutschland vor. Die mittlerweile in Oakland ansässige junge Dame konzentriert sich auf verträumte Klänge mit Beach-Untertönen und packt gleich zwei EP-Releases auf ein Album. „Just Give In / Never Going Home“ zeigt sowohl die gemächliche als auch die direkte Seite der Australierin.

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Nick Cave And The Bad Seeds – Lovely Creatures

Eigentlich wollte Nick Cave vor drei Jahren eine kleine Werkschau zu 30 Jahren mit The Bad Seeds veröffentlichen. Diese verschob sich jedoch, sodass zwischenzeitlich die schmerzhafte wie eindrucksvolle, berührende Trauerarbeit „Skeleton Tree“ das Licht der Welt erblickte. Folglich findet sich auch keiner dieser Songs auf eben jener Compilation, die nun – endlich – als „Lovely Creatures“ erscheint und auf drei prall gefüllten CDs jeder Cave’schen Dekade einen Silberling widmet – ohne Soundtrack-Projekte, ohne schroffe Nebenschauplätze.

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Blondie – Pollinator

Als Sängerin Deborah Harry und Gitarrist Chris Stein vor 43 Jahren die US-Band Blondie gründeten, war die New Wave-Bewegung noch nicht mal in ihren Kinderschuhen. Neben Größen wie Ultravox und The Human League waren es schließlich Blondie selbst, die dieser Musikrichtung zum Durchbruch wie auch zum Ruhm verholfen haben. Nach der Trennung 1982 und dem Comeback mit dem 1999er Hit „Maria“, wurde es jedoch wieder ruhiger um Blondie. Die letzten beiden Alben „The Curse Of Blondie“ (2003) und „Panic Of Girls“ (2011) floppten, so dass man anno 2017 beinahe von einem weiteren Neustart sprechen kann. Passend dazu wurde das neue Werk „Pollinator“ in ungewohnter Umgebung eingespielt – es handelt sich um das letzte Album, das im New Yorker Studio „The Magic Shop“, den heiligen Hallen David Bowies, vor deren Schließung aufgenommen wurde.

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Day Wave – The Days We Had

Musik statt Krankenbett: Als Jackson Phillips mit einer schweren, schmerzvollen Erkrankung zu kämpfen hatte, steckte er seine ganze Energie in die Musik. Daraus entstand Day Wave, ein Soloprojekt, das zumindest auf der Bühne längst zur Band geworden ist. Nach zwei gefeierten EPs veröffentlicht der US-Amerikaner nun sein Debütalbum „The Days We Had“, das geschickt zwischen weichen Surf-Harmonien und 80s-Wave-Melancholie pendelt.

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Hoops – Routines

Was gibt es Schöneres an einem lauen Sommerabend als… Verletzlichkeit und Melancholie? Wenn es nach Hoops aus dem US-Bundesstaat Indiana geht, ist poppige Schwerfälligkeit das Nonplusultra. Ihr leichtfüßiger und doch erdrückender Sound zwischen Wave-Twang, Dream-Pop und Indie erinnert schon mal an die Landsleute Real Estate und wird mit gleich drei Sängern entsprechend unberechenbar wie vielfältig umgesetzt. Das Debütalbum „Routines“ ist der Lohn jahrelanger harter Arbeit.

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Mollono.Bass & AVA Asante – Birds Flying High

Zuerst die EP, nun gleich ein ganzes Album: Vergangenen Sommer machten 3000grad-Boss Mollono.Bass und Sängerin/Geigerin AVA Asante mit einer spannenden, groovenden Weltreise auf sich aufmerksam. Dichte Stücke, elektrisierende Atmosphäre und meditative House-Klänge führten rund um dem Globus. Statt einer Fortsetzung gibt es nun gleich beide Teile auf einem kompakten Album. „Birds Flying High“ driftet gen Frühsommer.

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