Kategorie: Alben

Broncho – Double Vanity

„Class Historian“ war ein erster kleiner Indie-Hit, mit dem Broncho auf sich aufmerksam machten. Anstatt auf dieser Armada an Hooks aufzubauen, widmet sich das Quartett aus dem US-Bundesstaat Oklahoma nun einem Hauch von Nachdenklichkeit. Zittrige Gitarren, klare 80s-Referenzen und betonte Schwerfälligkeit schlagen ein neues Kapitel in der noch jungen Bandgeschichte auf. „Double Vanity“, das dritte Studioalbum, bricht mit dem bisherigen Schaffen.

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Drowners – On Desire

Der Sommer scharrt in den Startlöchern und auch die Musik passt sich der warmen Jahreszeit an. Luftig-leicht soll sie sein, etwas unbeschwert, zuweilen sogar tanzbar. All das und noch viel mehr trifft auf Drowners um den gebürtigen Waliser Matthew Hitt zu, der seit seinem Umzug nach New York Indie Rock mit New-Wave-Anteilen zelebriert. Das bereits zweite Studioalbum „On Desire“ sammelt zehn unterhaltsame Perlen, die allerdings nicht durchgehend fröhlich und locker anmuten.

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Laura Mvula – The Dreaming Room

Gleich mit ihrem Debütalbum „Sing Me To The Moon“ erreichte Laura Mvula vor drei Jahren die britischen Top 10. Ihre ganz besondere, im Positiven eigentümliche Mischung aus Soul, Jazz und einem Hauch von Bon Iver’scher Kammermusik machte sie zum Kritikerliebling. Wenig später nahm sie die Platte sogar mit einem Orchester neu auf. Nun folgt der nächste Entwicklungsschritt: „The Dreaming Room“ setzt auf vertraute Klänge, bemüht sich aber ebenso um frische Akzente und hat so manch unerwarteten Unterstützer an Bord.

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Cut Out Club – Cut Out Club

Tel Avivs erfrischen bunte Muskszene wirft acht besonders schräge Vögel ab. Cut Out Club spielen in verschiedenen Formationen zusammen und haben sich vor allem als Liveband einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Aber auch auf Platte machen die Israelis unheimlich viel Laune. Rock’n’Roll, Funk, Glam und Disco geben sich auf dem schlicht „Cut Out Club“ betitelten Album die Klinke in die Hand. Zeit für eine riesige Party!

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Ben Abraham – Sirens

Musik wurde Ben Abraham bereits in die Wiege gelegt. Seine Eltern, ein Folk-Pop-Duo, waren große Stars in ihrer indonesischen Heimat. Sohn Ben schien sich zunächst in Richtung Mainstream-Pop zu entwickeln, versuchte sich nach demütigenden Erfahrungen aber stattdessen lange Jahre als Drehbuchautor und kam erst über Umwege zur Musik zurück. Der gebürtige Australier tritt auf seinem Debütalbum „Sirens“ in elterliche Fußstapfen mit ähnlich fragilen, zuweilen folkigen Pop-Perlen, die nach Eigenvertrieb in der Heimat dank Secretly Canadian nun um die Welt gehen.

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Garbage – Strange Little Birds

Mit Garbage ist es schon ein kleines Kuriosum. Da sind Shirley Manson, Butch Vig und Konsorten immer wieder jahrelang weg, tauchen plötzlich auf und werden für ihren nach wie vor frischen Sound verdient bejubelt. Wer sich über zwei Dekaden immer wieder neu erfindet und sich dabei dennoch treu bleibt, hat das auch verdient. „Strange Little Birds“ kehrt stellenweise ein wenig zur musikalischen Präsentation des Debüts zurück und setzt verstärkt auf Elektronik.

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The Invisible – Patience

Die bloße Existenz von „Patience“ ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Während den Aufnahmen zum Vorgänger „Rispah“ starb Dave Okumus Mutter, kurz vor Album-Veröffentlichung erlitt er einen lebensbedrohlichen Stromschlag auf der Bühne. Aber auch diverse Nebenschauplätze holten die Musiker ein, darunter Performances als Backingband (Adele, Lianne La Havas), Verpflichtungen in anderen Gruppen und Producer-Arbeiten. Nun sind sie endlich wieder da: als The Invisible.

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Air

Air – Twentyears

Mit Nicolas Godin und Jean Benoît Dunckel lernte Frankreich das Träumen. Gut 20 Jahre nach ihrer ersten Single ziehen Air Bilanz. Reihenweise Gold-Auszeichnungen, kleine Hits und faszinierende Videos sprechen für einen vermeintlichen Nischen-Act. Mit „Twentyears“ zieht das Duo nun auf einer Doppel-CD Bilanz. Auf einer Scheibe sammeln sie die besten und erfolgreichsten Tracks ihrer Karriere, während der zweite Silberling Raritäten und unveröffentlichtes Material sammelt.

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LFNT – Time To Bleed

Als Teil von Asaf Avidan & The Mojos hatte Ran Nir einen tanzbaren, wankelmütigen Welthit. Während Avidan seit dem Split solo weitermacht, kümmert sich Nir um die Belange seiner Band LFNT, bei der er auch den Gesang übernimmt. Ein erstes Album wurde 2012 in der israelischen Heimat veröffentlicht, der Nachfolger entstand rund um den Umzug nach Berlin. „Time To Bleed“ spielt sämtliche Pop/Rock-Stückchen, ist dabei aber eigenständig und anspruchsvoll genug, um sich von der gängigen Radiopampe abzuheben.

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There Will Be Blood – Horns

Vergeltung ist ein steiniger, blutiger Pfad. Das muss auch der Protagonist des dritten Albums von There Will Be Blood (nomen est omen) erkennen. Ein einsamer Wanderer sucht Erlösung und trifft dabei auf allerlei befremdliche Gestalten – so weit, so gut. Richtig spektakulär ist allerdings der Sound der Italiener, die sich über Blues, Soul, Gospel, Country, Stoner und Rock’n’Roll hermachen. Klingt wild, ist es auch, zumal bei „Horns“ der Name Programm ist.

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