Kategorie: Alben

Leopold And His Fiction – Darling Destroyer

Nach mehreren Jahren mit seiner Folk-Band Cowboy And Indian widmet sich Daniel Leopold wieder seiner eigentlichen, alten Liebe Leopold And His Fiction. Der US-Amerikaner kehrt zumindest zu einer herrlich ausgewogenen Packung Retro-Rock mit Blues-, Soul- und Motown-Einflüssen zurück. Hörbar von seiner mittlerweile fünfjährigen Tochter, deren Geburt und Aufwachsen beeinflusst, wird „Darling Destroyer“ zu seiner bislang persönlichsten Platte.

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Frank Carter & The Rattlesnakes – Modern Ruin

Wie wütend ist Frank Carter anno 2017? Oder: Muss er überhaupt noch wütend sein? Sein einstiges Hardcore-Punk-Betätigungsfeld Gallows ließ er ebenso hinter sich wie die melodischeren Pure Love. Mit seiner neuen Band The Rattlesnakes verarbeitete er vor eineinhalb Jahren private Tragödien und Rückschläge, kehrte auf „Blossom“ sogar ein wenig zum wütenden Sound seiner Anfänge zurück. Umso verwunderlicher ist, dass das Songwriting des Nachfolgers „Modern Ruin“ direkt nach dem Release des Rattlesnakes-Debüt begann, denn dieses Mal zeigt sich Carter musikalisch noch reifer und breiter aufgestellt.

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Bonobo – Migration

Skrillex, Disclosure, Four Tet – wenn es um musikalische Lieblinge geht, berufen sie alle sich auf Bonobo. Als Simon Green im britischen Brighton geboren, schlug der 40jährige bereits vorJahren seine Zelte in Los Angeles auf und verdichtet seine gefühlsbetonte Vision von elektronischer Musik seither konsequent weiter. Auf „Migration“ befasst er sich nun mit dem Gedanken von Heimat in Verbindung mit Identität in multikulturellen Zeiten.

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Austra – Future Politics

Nach einem halben Jahrzehnt ohne festen Wohnsitz, das Katie Stelmanis fast durchgehend auf Tour verbrachte, ließ sich die Kanadierin in Montreal nieder, um sich mit verschiedenen Formen von Einsamkeit und Isolation auseinanderzusetzen und der illustren Karriere der Kritikerlieblinge Austra ein neues Kapitel hinzuzufügen. Spätestens mit dem Umzug nach Mexiko-Stadt fand Stelmanis die radikale Dimension von Musik und Text wieder, trommelte die Band zusammen, und nahm das wuchtige, avantgardistisch-zerstörerische „Future Politics“ auf.

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Klez.e – Desintegration

Funkstille ist doof. Das haben – glücklicherweise – auch Klez.e endlich erkannt und präsentieren ihr erstes Album seit 2009 („Vom Feuer der Gaben“). Auf „Desintegration“ reisen sie zurück ins Jahr 1989, lassen für kurze Momente die Mauer wiederauferstehen und setzen sich gewissermaßen mit der Kindheit und Jugend von Mastermind Tobias Siebert im Osten Deutschlands auseinander. Mehr noch, 1989 war auch das Jahr, in dem das legendäre Cure-Album „Disintegration“ erschien.

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Yalta Club – Hybris

Würde man eitel Sonnenschein in Musik umwandeln, käme dabei Yalta Club heraus. Fünf Franzosen und eine deutsche Mitstreiterin reisen durch die Welt zwischen feinsten Indie-Melodien, Pop-Espirit und unverschämt gute Laune, die auch mal leise, bedächtige Töne zulässt. Mit neuem Label und zwei neuen Mitgliedern im Gepäck, erscheint nun das zweite Studioalbum „Hybris“. Das Credo der musikalischen Reise ist so einfach wie wichtig: mit positiven Gedanken jeder Krise und Tragödie trotzen.

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Orango – The Mules Of Nana

Bei den norwegischen Südstaaten-Fetischsten Orango geht es aktuell schnell: Keine 21 Monate nach „Battles“ steht bereits ein Nachfolger in den Läden, der Blues- und Southern-Fans vereint, dabei aber auch das nötige Händchen für Soul und Folk mitbringt. Für „The Mules Of Nana“ packt das Trio zehn neue, leicht verträumte Songs aus, die mit ihren Harmonien die goldenen 60s und 70s amerikanischer Rockmusik heraufbeschwören.

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Nicole Sabouné – Miman

In ihrer schwedischen Heimat durchaus bestens bekannt, bläst Nicole Sabouné nun auch zum Angriff auf den Rest Europas. Ihr düsterer, bedrohlicher Sound erinnert ein wenig an die finsteren Größen der 80er Jahre, wie Dead Can Dance und Cocteau Twins. Mit ein wenig Verzögerung erhält nun Sabounés zweites Album „Miman“ den verdienten Deutschland-Release. Inspiriert von einem Gedicht Harry Martinsons aus dem Jahr 1956, behandelt sie die Gier der Menschheit und deren Pfad zur Selbstzerstörung.

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Kid Cudi – Passion, Pain & Demon Slayin‘

Unruhe und Verunsicherung beim Künstler und im Fanlager – so oder so ähnlich lassen sich die letzten beiden Cudi-Jahre zusammenfassen. Hierzulande vor allem durch den tanzbaren Remix von „Day ‚N‘ Nite“ sowie Raps auf kuriose Indie-Samples bekannt, verwirrte der US-Amerikaner seine Fans zunächst mit einem handgemachten Psych-Grunge-Album, rantete danach gegen die Branche und ließ sich schließich wegen Depression und suizidalen Gedanken behandeln. Kurz vorm Jahreswechsel erscheint „Passion, Pain & Demon Slayin’“, mit dem sich der 32jährige wieder seiner Bestform nähert.

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Shovels & Rope – Little Seeds

Shovels & Rope, das klingt irgendwie nach einer Episode von ‚Justified‘. Tatsächlich verbirgt sich hinter diesem ominösen Namen das amerikanische Ehepaar Cary Ann Hearst und Michael Trent, deren geschmackvolle Mischung aus Country-Pop, Americana und Neo-Folk in der US-Heimat bereits vielfach ausgezeichnet wurde. Ende Januar 2017 kommt das Duo für drei Shows nach Deutschland. Mit im Gepäck: das fünfte Studioalbum „Little Seeds“.

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