Kategorie: Alben

Ensiferum – Two Decades Of Greatest Sword Hits

Dass zum zwanzigjährigen Bandjubiläum ein „Best Of“-Album in die Läden kommt, ist gängige Praxis. Häufig ist es in solchen Fällen nicht mal die erste „Best Of“, denn in den heutigen schnelllebigen Zeiten bringen viele Bands bereits zum zehnjährigen Bestehen die erste Hitkollektion heraus – oder die Ex-Labels überschütten den Markt mit Greatest Hits-Scheibletten ihrer ehemaligen Schützlinge. Im Falle der Folk-/Viking Metal-Hitgaranten von Ensiferum war eine „Best Of“-Scheibe allerdings mehr als überfällig. Immerhin hat das finnische Quintett um Sänger Pedri Lindroos seit Bestehen sechs hochwertige Studioalben randvoll mit hitverdächtigen Hymnen in die Läden gebracht. Einige der besten dieser Songs finden sich nun auf dem beim Ex-Label Spinefarm erscheinenden „Two Decades Of Greatest Sword Hits“ wieder.

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Douglas Firs – The Long Answer Is No

Nach Trixie Whitley ist Douglas Firs der nächste belgische Musiker, der sich hörbar als Kosmopolit versteht und außerhalb seiner Comfort Zone bewegt. Hinter diesem Pseudonym steckt Gertjan Van Hellemont, der nach erfolgreichem Debütwerk auf Road-Trip entlang der US-amerikanischen Westküste und nach Kanada ging. Herausgekommen ist dabei „The Long Answer Is No“ ein herrlicher Hybrid aus Folk, Indie Rock und Americana.

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Lucer – Bring Me Good News

Die große Zeit des Britpop mag mittlerweile zwar Jahrzehnte her sein, doch das hindert junge Bands rund um den Globus nicht daran, sich am Sound der Granden zu versuchen. Case and point Lucer, ein Trio aus Dänemark um die Brüder Lasse und Anders Bøgemark sowie Jonathan Nørgaard. Das Trio ist erst Anfang 20 und hilft gelegentlich als Backing-Band sowie Support-Act für die dänische Rocklegende Mike Tramp (u.a. White Lion) aus. Auf ihrem Debütalbum „Bring Me Good News“ klingen sie allerdings eher nach Oasis und den Foo Fighters.

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Childrenn – Animale

Manche Platten sind einfach zu schräg, um sie zu ignorieren. Unter diese Kategorie fällt auch das Debüt des dänischen Quartetts Childrenn. Hinter diesem ominösen Banner versteckt sich eine Reihe bekannter Musiker, die unter anderem mit SPEkTR, Hymns From Nineveh und The Raveonettes aktiv waren bzw. sind. Der gemeinsame musikalische Nenner liegt bei Gitarrenmusik aller Art und so pendelt „Animale“ zwischen forschen Stompern und krautigen Psychedelic-Exkursen.

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The Thermals – We Disappear

Kurz, prägnant und knackig: The Thermals waren noch nie Freude ausufernder Platten und kommen stattdessen lieber möglichst schnell auf den Punkt. Entsprechend sind die drei Jahre, die seit dem bis dato letzten Studioalbum „Desperate Ground“ vergangen sind, auch überraschend lang. Für den Nachfolger „We Disappear“ befasst sich das Trio aus Portland nun mit den drei Eckpunkten Liebe, Tod und Technologie.

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Underworld – Barbara Barbara, We Face A Shining Future

Die besondere musikalische Beziehung von Karl Hyde und Rick Smith dauert mittlerweile dreieinhalb Jahrzehnte an, die sie weitestgehend mit Underworld und einer kompletten Reformierung jener Klänge, die allgemein als Techno, Rave und Electro bezeichnet werden, verbrachten. Das letzte reguläre Studioalbum „Barking“, eine Kollaboration mit verschiedensten Produzenten, hat bereits fünfeinhalb Jahre auf dem Buckel. Auf „Barbara Barbara, We Face A Shining Future“ konzentrieren sich Hyde und Smith wieder weitestgehend auf sich selbst.

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Heimatt – With You I Will Dance…

Heimatt, ein neu-norwegischer Begriff für „heimwärts“, beschreibt die Suche des Dänen Magnus Grilstad nach seinem Wohlfühlort. Dieser liegt in Norwegen, wo er einen Großteil seiner Jugend verbrachte. Weite Natur und nordische Wildnis inspirierten den Sound seiner Band, die mit ihrem Debütalbum Folk-Pop im Stile von Of Monsters And Men zelebriert. Wie die Platte heißt? Tief Luft holen: „With You I Will Dance All The Way Through The Night. I Will Tie Your Hands And Go Blind. If You Just Let Me.“

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Hodja – Halos

Der verrückte Rock’n’Roll, den Hodja auf ihrem Debütalbum mit Blues, Soul und Gospel bombardierten, ist schon wieder passé. Das Trio mit Teilzeitkräften von Reverend Shine Snake Oil Co. denkt schon wieder mindestens drei Schritte weiter und kniet sich noch tiefer in den Blues rein. Wobei, so ganz stimmt das auch nicht. „Halos“ verzichtet auf eingängige Granaten und zäumt das sprichwörtliche Pferd stattdessen von hinten auf.

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Hey Ruin – Irgendwas mit Dschungel

Punk auf Deutsch genießt aktuell ein verdientes Revival, zumindest in einer etwas emotionaleren, bissig rockenden Variante – siehe und höre aktuell Fjørt oder Marathonmann. Vielleicht reihen sich auch Hey Ruin demnächst in diese Riege ein. Hier sind drei Viertel von MNMNTS beteiligt, allerdings mit deutschen Texten und melancholisch-emotionaler Schlagseite. „Irgendwas mit Dschungel“ ist von 90s-Emo-Klängen durchzogen und entpuppt sich als bewegende Zeitreise mit verdienter Dosis Sozialkritik.

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The Coral – Distance Inbetween

So plötzlich sie sich eine Auszeit nahmen, so unerwartet tauchten The Coral vor wenigen Monaten mit neuem Material auf und kündigten nach Solo-Aktivitäten ein neues Studioalbum an. Zuvor war es mehrere Jahre ruhig gewesen, sieht man vom Quasi-Outtake-Album „The Curse Of Love“ ab. Nun also neuer Stoff, noch eine Spur psychedelischer und abgehobener. Auf „Distance Inbetween“ lehnen sich die einstigen Jung-Hippies besonders weit aus dem Fenster und zelebrieren eine Platte zwischen mitreißenden Überraschungsmomenten und temporärer Tristesse.

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