Kategorie: Alben

Duke Garwood – Heavy Love

Bislang hat Duke Garwood den Ruf eines Musician’s Musician inne – eines Musikers, der vor allem unter Kollegen geschätzt wird. Der 45jährige Brite nahm bereits mit Mark Lanegan und Archie Bronson Outfit auf, gilt darüberhinaus als Freund diverser Musiker aus dem Queens Of The Stone Age-Umfeld, unter anderem Greg Dulli und Alain Johannes. Nach der Lanegan-Kollaboration „Black Pudding“ unterschrieb der Blues Rock-Veteran bei Heavenly, wo nun auch sein fünftes Soloalbum „Heavy Love“ erscheint.

Weiterlesen

Frankie Chavez – Heart & Spine

Für deutsche Ohren unter Umständen noch ein Newcomer, hat sich Frankie Chavez in Südeuropa bereits einen Namen gemacht. Der 34jährige – gerne als „europäische Ein-Mann-Version der Black Keys“ bezeichnet – bewegt sich musikalisch im breiten Spannungsfeld zwischen Blues, Folk, Garage, Rock’n’Roll, Americana und gefühlt zig weiteren Genres. Was nach einer schier ungreifbaren und zusammenhanglosen Menge klingt, funktioniert auf der neuen Platte „Heart & Spine“ gar prächtig und höchst amüsant.

Weiterlesen

Deichkind – Niveau weshalb warum

Nicht zuletzt dank „Bück dich hoch“ und „Leider geil“ konnten Deichkind für ihr letztes Album „Befehl von ganz unten“ erstmals Platin einfahren. Das Trio, das sich besonders durch seine unkonventionellen Live-Shows und die unverkennbar kuriose Video-Ästhetik zwischen Neon-Fasching und Realsatire auszeichnet, gründete daraufhin die Plattenfirma Sultan Günther Music und veröffentlichte zum Einstand den etwas anderen WM-Song „Ich habe eine Fahne“. Dieser fehlt zwar auf „Niveau weshalb warum“, dafür gibt es ordentlich Nachschub für jene, die den Nummer-Zwei-Vorgänger zu schätzen wussten.

Weiterlesen

Nörd – Na und? Wir kennen euch doch auch nicht

Nörd, so die Mär, kennen ihr Publikum nicht, und packen diese Feststellung direkt in den Titel ihres Debütalbums „Na und? Wir kennen euch doch auch nicht“. Seit geraumer Zeit tänzeln die Berliner durch das Feuilleton, lieferten den Soundtrack für einen Film mit Uwe Ochsenknecht, begrüßten u.a. Westernhagen und Klaas Heufler-Umlauf als Protagonisten in einem Musikvideo, arbeiteten eng mit Oliver Koletzki zusammen und tourten als Support von Bosse. Für besagten Erstling zähmt man nun das gute alte Pop-(Diana-)Ross von sämtlichen Seiten auf.

Weiterlesen

Funeral For A Friend – Chapter And Verse

Es scheppert, rattert, klappt und rollt weiterhin bei Funeral For A Friend. Längst sind die Waliser Routiners im breiten Spannungsfeld zwischen Hardcore und Punk. Der stete Mut zu überraschen und Veränderungen – im Kleinen wie im Großen – herbeizuführen, ist längst Markenzeichen des Quintetts. Nach „Conduit“ beschränkt sich „Chapter And Verse“ nun auf das Wesentliche. Epische Elemente werden zurückgereiht, dafür brettern die Veteranen auf ihrem siebten Studioalbum so direkt und launig wie schon lange nicht mehr voran.

Weiterlesen

Menace Beach – Ratworld

Ihren Namen haben sie von einem surrealen NES-Spiel, der Sound bewegt sich irgendwo zwischen Pavement, My Bloody Valentine und The Jesus And Mary Chain: Menace Beach aus Leeds sorgten vor einem Jahr mit ihrer EP „Lowtalker“ für Scripting-Fehler in der Blogosphäre. Schnell wurden die Briten von Memphis Industries gesignt, wo nun das Debütalbum „Ratworld“ erscheint und verträumten, herrlich entstellten 90s-Noise-Pop hochleben lässt.

Weiterlesen

Hanni El Khatib – Moonlight

Hanni El Khatib ist stets für Überraschungen gut. Sein Debütalbum „Will The Guns Come Out“ wurde im eigenen Schlafzimmer aufgenommen, für den Major-Ausflug „Head In The Dirt“ gab er sich gemeinsam mit Dan Auerbach (The Black Keys) analogen Träumen hin. Dieses Mal wurde Isolation zum Impuls gebenden Stilmittel auserkoren in Kombination mit musikalischen Crossover-Fragen. Die Antwort auf Überlegungen, wie eine Kollaboration von RZA, Iggy Pop und Tom Waits klingen könnte, gibt „Moonlight“.

Weiterlesen

Sleater-Kinney – No Cities To Love

In der heutigen Zeit über beinahe zwei Jahre ein Geheimnis dieser Größenordnung zu bewahren, ist ein Kunststück. So war es tatsächlich eine gewaltige Überraschung, als Sleater-Kinney vergangenen Herbst mit der Veröffentlichung ihres Boxsets „Start Together“ ihr Comeback samt neuem Studioalbum ankündigten, nachdem sie zuvor bereits zwei Jahre mit der Idee gespielt und auch geprobt hatten. An der Einstellung des Trios hat sich durch Carrie Brownsteins Medienpräsenz – ihre TV-Serie „Portlandia“ wurde für einen Emmy nominiert – nichts geändert und so macht „No Cities To Love“ letztlich dort weiter, wo Sleater-Kinney ein Jahrzehnt zuvor unterbrachen.

Weiterlesen

Sons Of Bill – Love And Logic

Hinter den durchaus eigentümlich benannten Sons Of Bill stecken unter anderem die drei Brüder Sam, Abe und James Wilson aus Charlottesville, Virginia. Wessen Söhne sie sind – man kann es sich zusammenreimen. Gemeinsam mit (einem) Seth Green und Todd Wellons lassen sie Alternative Country, eine längst in den Hintergrund gerückte Spielart, gepaart mit einer ordentlichen Portion Roots-Rock aufleben. Ex-Wilco-Drummer und nunmehriger Produzent Ken Coomer meint im neuen Album „Love And Logic“ den kreativen Höhenflug seiner einstigen Band zu hören und könnte damit durchaus recht haben.

Weiterlesen

The Migrant – Flood

Fernweh und die Liebe zur Musik machten aus dem Dänen Bjarke Bendtsen The Migrant. Nach einigen Jahren bei The Elephants brach der Mann aus dem ländlichen Jütland auf in die USA und reiste immer wieder durch Nordamerika; Erlebnisse, die seine ersten drei Alben beeinflussen sollten. Zwar wohnt Bendtsen mittlerweile – wieder – in Kopenhagen, das texanische Austin ist jedoch für ihn zu einer Art zweiten Heimat geworden und dient als steter Quell der Inspiration. Die neue Platte „Flood“ wurde dennoch in Dänemark aufgenommen, und zwar erstmals unter Live-Bedingungen mit voller Unterstützung durch Bendtsens Band.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?