Kategorie: Alben

The British Expeditionary Force – Chapter Two: Konstellation Neu

Nach dem viel zu frühen Ende der Alt.Prog-Visionäre Yourcodenameis:milo haben sich deren Mitglieder in alle Himmelsrichtungen verstreut. Justin Lockey gründete 2007 gemeinsam mit seinem Bruder James und Aid Burrows The British Expeditionary Force, nur um kurze Zeit später das nur via E-Mail entstandene Debüt „Chapter One: A Long Way From Home“ zu veröffentlichen. Für das zweite Kapitel haben sich die drei Nordengländer ein wenig Zeit gelassen, was sich jedoch noch lohnt: „Chapter Two: Konstellation Neu“ ist ein kleines Meisterwerk zwischen feinfühliger Elektronik und Prog- bzw. Post-Rock geworden.

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Miike Snow – Happy To You

Als Produzenten von und Songwriter für Britney Spears, Mark Ronson und Daniel Merriweather waren sie im Hintergrund erfolgreich, als Miike Snow schreiben sie Hits am laufenden Band. Allein ihr weltweit mehr als 200.000 Mal verkauftes Debütalbum „Miike Snow“ hat mit „Silvia“, „Black & Blue“ und „Animal“ eine Fülle an Leckerbissen für Electro-Pop-Fans abgeworfen. Auf ihrer zweiten Platte „Happy To You“ geben sich Christian Karlsson, Pontus Windnerg und Andrew Wyatt nun eine Spur ruhiger und lassen sich 80er-Jahre-Synthis an die entspannt-poppige Oberfläche treiben.

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Gazpacho – March Of Ghosts

In unverändert hoher Frequenz veröffentlichen Gazpacho neue Musik und sind damit längst zu Hoffnungsträgern der neuen Art- bzw. Post Rock-Generation geworden. Dennoch konnten die Norweger trotz starker Platten ihren Geheimtippstatus nicht ablegen. Nach drei Konzeptalben in Folge („Night“, „Tick Tock“ und „Missa Atropos“) widmet man sich auf „March Of Ghosts“ nun einer Serie an Kurzgeschichten über Geister (lebendig wie tot), die in einer langen Nacht an der Erzählerfigur vorbeischreiten und ihm (und damit auch den Hörern) einen Einblick in ihr Leben gewähren.

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Stefanie Heinzmann – Stefanie Heinzmann

Da wurde eine Zwangspause doch mal perfekt genutzt: Nach dem durchaus erfolgreichen zweiten Album „Roots To Grow“, aus dem mit dem Titelsong auch eine Top 20-Single ausgekoppelt wurde, musste sich Stefanie Heinzmann einer Stimmbandoperation unterziehen lassen, auf die dann logischerweise eine längere Gesangspause folgen musste. Bis zum nächsten Album sollten schließlich zweieinhalb Jahre vergehen – ein langer Zeitraum, doch das Ergebnis spricht für sich. Bei der schlicht „Stefanie Heinzmann“ betitelten Platte hat man nämlich das Gefühl, dass jede Sekunde, die in die Arbeit daran  gesteckt wurde, perfekt ausgenutzt wurde. Die geniale Vorabsingle „Diggin‘ In The Dirt“ schlägt sich bereits hervorragend in den Charts und das Album ist definitiv das stärkste in der Karriere der 22-jährigen Schweizerin.

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Esperanza Spalding – Radio Music Society

Es war der große Aufreger der Grammy-Verleihung 2011: Nicht etwa die favorisierten Drake oder Justin Bieber, sondern die dem Mainstream weitestgehend unbekannte Jazz-Sängerin und -Bassistin Esperanza Spalding wurde als beste Newcomerin ausgezeichnet – nicht ernstzunehmende Morddrohungen von pubertierenden Beliebers inklusive. Entsprechend gespannt durfte man im Vorfeld der Veröffentlichung ihres vierten Soloalbums „Radio Music Society“ sein, mit dem sie versucht, zeitgenössischen Jazz der Radiowelt ein wenig näher zu bringen.

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Olli Schulz – SOS – Save Olli Schulz

Seinen Major-Ausflug hat Olli Schulz hinter sich, der Hund Marie ist bei Tomte gelandet, den Bundesvision Song Contest konnte er nicht nach Hamburg holen. Für sein zweites Soloalbum „SOS – Save Olli Schulz“ ließ er sich von Produzent Moses Schneider in eine kleine Kabine im Berliner Transporterraum-Studio einsperren, nahm Stunden an Musik mit seiner Akustikgitarre und Schlagzeug-Begleitung von Ben Lauber auf. Herausgekommen sind 14 Songs und einige Zwischenspiele, die Schulz als vitalen Songwriter zwischen autobiographischen Erlebnissen, humorvollen Beobachtungen und nachdenklichen Geschichten zeigen.

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Anti-Flag – The General Strike

Arabischer Frühling, #Occupy-Bewegung, politischer Stillstand und nicht enden wollende Unterdrückung von Minderheiten – Anti-Flags Rolle als generationsübergreifendes Sprachrohr scheint wichtiger denn je zu sein. Die Punk Rock-Veteranen aus Pittsburgh, Pennsylvania sind längst bei SideOneDummy an- und damit in den Underground zurückgekommen, wo sie sich am wohlsten fühlen und bestens austoben können. Ihr achtes Studioalbum trägt den Titel „The General Strike“ und legt acht Fäuste in die eitrigen Wunden der Reichen und Korrupten.

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MIA. – Tacheles

Was 1997 in Berlin als Schülerband begann, ist mittlerweile zu einer Institution der deutschen Pop/Rock-Landschaft gereift: MIA. haben sich im Lauf ihrer Karriere von den verschiedensten Seiten gezeigt, waren Electropunker, spielten „Stille Post“, tingelten zwischen Zirkus und Club hin und her. Dreieinhalb Jahre nach ihrem bis dato letzten Studioalbum „Willkommen im Club“ erscheint nun mit „Tacheles“ die fünfte Platte der mittlerweile zu einem Quartett geschrumpften Berliner, die sich 2012 durch 80er-Dissen, britische Elektronik und eine feine Prise NDW beißen.

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Michael Kiwanuka – Home Again

2012 soll ein beseeltes Jahr werden, wenn es nach der BBC-Jury geht. Michael Kiwanuka aus London, Sohn ugandischer Eltern, startete seine Karriere als Session-Gitarrist, arbeitete mit Tinie Tempah-Produzent Labrinth und wurde schließlich ein Teil von Communion Records, das Label von Mumford & Sons‘ Ben Lovett. Seine gemeinsame Tour mit Adele brachte ihn schließlich zu einem Majorlabel, verglichen wird seine Stimme mit jener von Legenden wie Bill Withers und Otis Redding. Der 24jährige Brite ist tief in klassischen Soul-, RnB und Blues-Klängen verwurzelt, wie man auf nun auf seinem Debütalbum „Home Again“, dessen Release angesichts des großen UK-Hypes um zwei Wochen vorverlegt wurde, nachhören kann.

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Lockerbie – Ólgusjór

So kunterbunt die isländische Musikszene auch ist, man denkt automatisch an Sigur Rós, wenn man von einer neuen Band vom Inselstaat hört. Im Fall von Lockerbie ist dies auch durchaus gerechtfertigt, denn das Quartett um den auch solo erfolgreichen Jónsi zählt zu den erklärten Vorbildern der Mannen aus Hafnarfjörður und Reykjavík, die sich 2008 fanden und nach zwei Demos ein Jahr später eigentlich schon auflösen wollten. Als Keyboarder Davíð Arnar Sigurðsson von einem Songcontest einer isländischen Radiostation hörte, schickte er prompt ein Demotape ein und Lockerbie gewannen. Ihr Debüt-Album „Ólgusjór“ erscheint nun auch auf dem europäischen Markt.

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