Kategorie: Alben

Last Chance To Reason – Level 2

Die Herren von Last Chance To Reason als gewogen wahnsinnig zu bezeichnen, wäre wohl dezent untertrieben. Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten Releases ist das Sextett aus dem US-Bundesstaat bei Maine bei Prosthetic Records gelandet, wo sie ihre dezent obskure, sehr modern ausgerichtete Vision von Progressive Metal weiterkultivieren werden. „Level 2“ ist nicht nur eine wahnwitzige Platte, es dient auch als Soundtrack zu einem eigenen Computerspiel, das aktuell im Netz die Runde macht.

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Karma To Burn – V

Es waren schwere verbale Auseinandersetzungen nötig – der Legende nach mit den Worten ‚you L.A. c*nt‘ endend – um Karma To Burn 2009 zu ihrem Comeback zu bringen, nachdem sieben Jahre zuvor der Ofen aus war. Mit „Appalachian Incantation“ hat sich das Instrumental-Stoner-Trio im April 2010 überaus eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Nachfolger „V“ wurde binnen kürzester Zeit in Dave Grohls Studio 606 unter der Regie von John Lousteau eingespielt und bietet gleich drei Songs mit Gesangsverstärkung.

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Tangowerk by NHOAH – Tangowerk

2005 tauchte der deutsche Produzent NHOAH (Bronski Beat, The Pogues, Mia.) tief in die faszinierende argentinische Hauptstadt Buenos Aires ein. Gekommen um sich vor künstlerischer Stagnation zu retten, ließ er sich von der Faszination Tango vollends erfassen und legte die Basis für Tangowerk by NHOAH, eine spektakuläre Mischung aus der Kraft und der Melancholie des Tangos, elektronischer Musik und analogen 20er-Jahre-Einflüssen. Das schlicht „Tangowerk“ betitelte Album klingt wie eine Zeitreise in eine längst vergangene Zukunft, liefert den Soundtrack für ein post-modernes Buenos Aires und thematisiert das Phänomen ‚Weltschmerz‘ auf besonders einzigartige Weise.

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Natasha Bedingfield – Strip Me Away

Schaut man sich die bisherige Diskografie der britischen Singer/Songwriterin Natasha Bedingfield an, hat sie seit 2004 mit „Unwritten“, „N.B.“ und „Strip Me“ drei Studioalben veröffentlicht. Extrapoliert man diese Liste allerdings hinsichtlich der unterschiedlichen internationalen Versionen, kommt man plötzlich auf ganze fünf Longplayer. Dies liegt daran, dass sie ihr zweites Album in den USA unter dem Namen „Pocketful Of Sunshine“ rausgebracht hat. Selbige Strategie verfolgt die bereits für einen Grammy nominierte Sängerin nun mit ihrer (eigentlich erst dritten) Platte „Strip Me Away“, die sie extra für den europäischen Markt neu zusammengestellt hat.

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Gentlemans Pistols – At Her Majesty’s Pleasure

Black Sabbath, Cream, Deep Purple – manchmal sind es eben doch die Klassiker, die man hören will. So verwundert es auch nicht, das heute noch zig Bands dem klassischen Riff nachjagen. Gentlemans Pistols haben mit derlei Hektik nichts am Hut, sie zocken einfach ein paar Rocksongs, die auch aus den 70s stammen könnten. Ihr zweites Album „At Her Majesty’s Pleasure“, natürlich bei Rise Above erschienen, ist ein echter Retro-Leckerbissen geworden. Neu mit an Bord: Bill Steer, Mastermind von Firebird, ehemals Carcass.

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Jennifer Lopez – Love?

Nachdem es zuletzt mit der Schauspielkarriere nicht mehr so richtig rund lief und Erfolge bis auf „Plan B für die Liebe“ 2010 ausblieben, versucht die jüngst vom „People Magazine“ zur schönsten Frau der Welt gekürte Jennifer Lopez ihr zweites Standbein, die Musik, wieder auf Trab zu bringen. Und dies gelingt ihr auf Anhieb: Knapp sechs Jahre nach ihrem letzten Top-Ten-Hit „Get Right“ aus dem Jahr 2005 schoss sie mit ihrer neuen Single „On The Floor“ an sämtliche Chartspitzen der Welt. Das neue Album „Love?“ soll es ihr nun gleichtun und verspricht vor allem Fans von Klassikern wie „If You Had My Love“ oder „Love Don’t Cost A Thing“ einige musikalische Schmankerl.

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Hugh Laurie – Let Them Talk

Denkt man an musizierende Schauspieler, so laufen einem kalte Schauer über den Rücken, gerade wenn Russell Crowe und Kevin Costner vor seinem geistigen Auge sieht. Lobenswerte Ausnahmen wie Juliette Lewis und Jared Leto bekommen nun Hugh Laurie an die Seite gestellt, der als zynischer TV-Arzt House ein komplettes Genre revolutioniert hat. Nur wenige wissen jedoch von seinen beachtlichen Fähigkeiten als Gitarrist, Sänger und Pianist, die er auf seinem ersten Soloalbum „Let Them Talk“ zur Schau stellt. Dabei geht es aber keineswegs um zeitgenössischen Pop/Rock, sondern um eine Reise durch die Blues-Welten der US-amerikanischen Südstaaten mit starkem New Orleans-Einschlag.

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Dredg – Chuckles And Mr. Squeezy

Vor Dredg muss man den Hut ziehen. Wie sich das Quartett aus Los Gatos, Kalifornien von ihrem genial durchdachten Indie-Release „Leitmotif“ über die Modern-Prog-Blaupause „El Cielo“ hin zu den deutlich eingängigeren, cleveren Werken „Catch Without Arms“ und „The Parrot, The Pariah, The Delusion“ entwickelt haben, ist durchaus beeindruckend. Wer das letzte Album bereits als zu ‚massenkompatibel‘ empfunden hat, darf es nun mit der Angst zu tun bekommen. Auf „Chuckles And Mr. Squeezy“ zelebrieren Dredg ihre Vision von düsterer Popmusik. Ohne Netz und doppelten Boden.

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Blackmail – Anima Now!

Nach dem großen Nackenschlag und vermeintlichen Aus melden sich Blackmail zurück. Die Trennung von Sänger Aydo Abay am 11. Dezember 2008 hat ein mittleres Erdbeben in der deutschen Rocklandschaft ausgelöst und im Gegenzug neue Musik der (Neben-)Projekte KEN und Scumbucket vorangetrieben. In Mathias Reetz wurde mittlerweile ein Nachfolger gefunden, der auf dem gemeinsamen Einstand „Anima Now!“ – der erste Release über das eigene Label 45 Records – in große Fußstapfen treten muss.

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