Kategorie: Reviews & Previews

Proper.

Proper. – I Spent The Winter Writing Songs About Getting Better

Aus Great Wight werden Proper., für Frontmann Erik Garlington ein bissiger wie wertvoller Seitenhieb auf befremdliche Reaktion, wie schön (engl. „proper“) er doch spräche. Rasse und Hautfarbe spielen eine entsprechend wichtige Rolle im Sound des Trios, ebenso Familie und sexuelle Identität. Garlingtons Ausbruch aus dem Bible Belt und Leben in New York City als junger Erwachsener, von der Kreativität eines Kanye West oder Max Bemis (Say Anything) inspiriert, bilden das Rückgrat für „I Spent The Winter Writing Songs About Getting Better“.

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Caamp

Caamp – By And By

Manchmal ist weniger so viel mehr. Das gilt für die Musik von Caamp, drei Freude aus Ohio, die sich bereits seit Jahren kennen. Beinahe konstant betouren sie ihre US-amerikanische Heimat, die bisherigen Releases wurden über 120 Millionen Mal auf Spotify gestreamt und selbst für erste Europa-Konzerte reichte es bereits. Mit ihrem lockeren, charmanten Mix aus Americana und Folk, begleitet von Texten über die Kindheit und Jugend, über Liebe und Herzschmerz, treffen sie offensichtlich den Nerv der Zeit. „By And By“ ist ihr Debütalbum.

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Mac Powell And The Family Reunion

Mac Powell And The Family Reunion – Back Again

Bruce Springsteen, Tom Petty – großartige Musiker mit starken Bands im Rücken. Mac Powell verfolgt eine ähnliche Vision. Der ehemalige Frontmann der kürzlich aufgelösten Christian-Rock-Band Third Day – sieben Millionen verkaufte Platten in den USA – widmet sich gemeinsam mit seiner Family Reunion der Musik seiner Eltern. Southern Rock, Country, MOR und Singer/Songwriter treffen auf charmante Weise zusammen, der Titel „Back Again“ ist durchaus programmatisch zu verstehen.

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Swain

Swain – Negative Space

Das Leben nach This Routine Is Hell war für die Niederländer Swain bislang spannend. Ihr Album „The Long Dark Blue“ lieferte spannende Ansätze, kam jedoch nur selten aus dem ersten Gang heraus. Man tourte mit diversen Post-Hardcore-Bands, legte den Selbsthass der Vergangenheit ab und begann sich musikalisch umzuorientieren. Ob „Negative Space“ nun eine Episode dieses Wandels ist oder bereits die neue, fertige Form Swains, muss sich erst zeigen. Spannend ist diese neue Platte allemal.

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Bill Ryder-Jones

Bill Ryder-Jones – Yawny Yawn

Nach dem wunderschönen „Yawn“, Ende vergangenen Jahres erschienen, juckte es Bill Ryder-Jones noch in den Fingern. Irgendetwas musste er daran verändern, die Beach Boys dienten als Inspiration. Surf-Chöre und „Good Vibrations“ gibt es keine, dafür eine komplette Neuinterpretation der Platte, einzig von Gesang und Klavier begleitet. „Yawny Yawn“ erscheint nun digital – und Ryder-Jones meint süffisant, er hätte seither eine Abneigung gegen das Aussehen seiner Hände entwickelt.

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Marathonmann

Marathonmann – Die Angst sitzt neben dir

Nach dem Release von „Mein Leben gehört dir“ nahmen sich Marathonmann erstmals etwas Zeit, um ein wenig Abstand vom Bandleben zu gewinnen und die leer getourten Akkus einigermaßen aufzuladen. Entsprechend frisch und erholt widmete man sich dem Thema Album #4. Dieses Mal dreht sich alles um Ängste, steter Begleiter von Geburt bis Tod. Auch wenn sich die Art und Form der Ängste verändern, man wird sie doch nie los. „Die Angst sitzt neben dir“ könnte in Zeiten wie diesen kaum wichtiger sein. Dazu passt auch verfeinerte musikalische Ausrichtung der Band.

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Subshine

Subshine – Easy Window

Lorraine dürfte dem einen oder anderen noch ein Begriff sein. Die Norweger, später auch als Blackroom bekannt, hatten Anfang der 2000er ein paar kleinere Hits („Heaven“, „I Feel It“) und begleiteten unter anderem Mew und Pet Shop Boys auf Tour. Ole Gunnar Gunderson ist mittlerweile solo unterwegs und widmet sich als Subshine 80s-Pop mit Wave-Einflüssen und einem Hauch von Americana. Entsprechend abwechslungsreich und eingängig gestaltet sich das Debütalbum „Easy Window“.

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The Dead Sound

The Dead Sound – Cuts

Ende vergangenen Jahres schrieb Love A-Schlagzeuger Karl Brausch erste Demos für ein herrlich düsteres Soloprojekt, auf der Bühne gemeinsam mit Bandkollege Dominik Mercier – die beiden spielen auch gemeinsam bei Matches – und Lars Borrmann von den mittlerweile aufgelösten Freiburg umgesetzt. Mittlerweile sind The Dead Sound eine Band, mit Crazysane Records wurde das passende Label gefunden. Auf dem Einstand „Cuts“ finden sich neun hibbelige, bedrohliche Tracks zwischen Post Punk, Dark Wave, Shoegaze und krautigem Psychedelic Rock.

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Metz

Metz – Automat

Wenn irgendwo eine verzerrte, komplett entstellte Gitarre laut aufheult, sind Metz meistens nicht weit. Die ungekrönten Noise-Garage-Punk-Könige aus Toronto können auf drei überaus lebhafte, kratzbürstige Alben zurückblicken. Dazu kommen eine Reihe an Kleinformaten und Sampler-Beiträgen, die nun endlich einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auf „Automat“ sammeln Metz diverseste Singles, B-Seiten und Raritäten der letzten zehn Jahre.

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Imperial Teen

Imperial Teen – Now We Are Timeless

Wenn Roddy Bottum nicht gerade für Faith No More in die Tasten haut, agiert er als Frontmann von Imperial Teen, und das zuletzt eher selten. Stolze sieben Jahre sind seit dem Release von „Feel The Sound“ vergangen, ganze 23 Jahre seit dem Debütalbum. Als Indie-Pop-Institution der etwas unorthodoxen Art hat das Quartett aber nach wie vor einiges zu sagen. „Now We Are Timeless“ holt sich einen Eisberg aufs Cover und deutet einen von vielen Widersprüchen an.

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