Kategorie: Reviews & Previews

Villagers – The Art Of Pretending To Swim

Nach dem hochspannenden, reduzierten „Darling Arithmetic“ wollte Conor O’Brien wieder einiges anders machen und zum deutlich bunteren Sound der ersten beiden Villagers-Alben zurückkehren. So schloss er sich in ein kleines Dachgeschosszimmer ein und nahm fast die gesamte Platte dort auf. „The Art Of Pretending To Swim“ bemüht sich nicht nur um Rückbesinnung, sondern möchte auch einiges anders machen. Unter anderem halten erstmals Samples Einzug.

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The Holy – Daughter

The Holy – nicht gerade ein Bandname, der besonders Google-freundlich wirkt. Dahinter verbirgt sich ein junges Quintett aus Finnland, erst vor wenigen Jahren gegründet und musikalisch in schroffen bis hymnischen Alternative- und Indie-Rock-Gefilden verankert. Auf dem Debütalbum „Daughter“ verarbeitet Frontmann Eetu Henrik Iivari in groben Zügen seine Kindheit und Jugend, seinen Umgang mit Depressionen und den politischen und sozialen Faktoren, die dafür mitverantwortlich waren.

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Insert Coin – Way Out

Dank eines Werbespots sind Insert Coin seit 2015 Stammgäste bei Rock am Ring. Zwei Songs der Skate-Punks aus dem Ruhrgebiet finden sich in einem Rockstar Energy-Clip wieder. Aber auch ohne diese absolut verdiente Aufmerksamkeit trifft das Quintett mit schöner Regelmäßigkeit ins Schwarze. Seit über zehn Jahren tourt man durch die Lande, veröffentlichte bis dato zwei Alben und diverse Kleinformate. Auf „Way Out“ rückt Skate-Punk nun – vergleichsweise – in den Hintergrund und trifft auf einen deutlich mächtigeren, abwechslungsreicheren Sound.

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Sluff – On Debris

Ein Charmbolzen mit Ankündigung: Bereits auf ihrer ersten EP „Constructions“ zeigten sich die Wiener von ihrer spannenden Seite. Die DIY-Platte ging als erster Vorgeschmack auf den im besten Sinne aufwühlenden Sound des Indie-Trios in Ordnung. Für das erste reguläre Album widmet man sich nun dem Drang nach Veränderungen, dem Versuch aus der chaotischen Gegenwart auszubrechen mit allen Hoffnungen und Enttäuschungen. „On Debris“ gibt sich musikalisch überaus mitreißend und tänzelt hin und wieder sogar gen Shoegaze.

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We Were Promised Jetpacks – The More I Sleep The Less I Dream

Geduld ist relativ – und für Fans von We Were Promised Jetpacks mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. 2014 tauchten die Schotten nach ihrer letzten Tour unter, hatten mit einigen Veränderungen zu kämpfen und beschlossen, ihre ganze Energie ins Songwriting zu stecken. Material für zwei Platten entstand, einiges davon wurde jedoch verworfen, weil es, so das Quartett, aus den ‚falschen Gründen‘ entstanden sei. Auf „The More I Sleep The Less I Dream“ zeigt sich – musikalisch wie textlich – eine Band, die erwachsen geworden ist und mit all den damit einhergehenden Vor- und Nachteilen zu kämpfen hat.

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Black As Chalk – Ouro

Black As Chalk sind reif für den großen Wurf. Die Göttinger bereichern seit Jahren die heimische Rockszene, die große und verdiente Explosion blieb dem Indie-Trio bis dato jedoch verwehrt. Und so geben sie sich auf ihrer mittlerweile vierten Platte noch eine Spur härter und bissiger. „Ouro“ entdecken eine neue Klangästhetik und spielten ihre Songs live ein. Dieser Mut zu Blut, Schweiß, Tränen und ungeschönter Präsentation macht sich bezahlt.

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The Dirty Nil – Master Volume

Sie tourten um die Welt, spielten in den dreckigsten Clubs und schliefen in den ranzigsten Hotels. All das stärkte The Dirty Nil hörbar. Nach ihrem Debütalbum „Higher Power“ und „Minimum R&B“, einer Compilation früherer Kleinformate, steht nun endlich der Zweitling in den Startlöchern. Hier macht sich der Anfang 2017 hinzugestoßene Bassist Ross Miller bemerkbar, denn sein Hang zu mehr Dynamik und Tempowechseln gibt „Master Volume“ zusätzliche Power mit auf den Weg.

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Farflung – This Capsule

Sie zählen zu den US-Psych-Urgesteinen und treten dennoch vornehmlich in der zweiten Reihe auf. Die Rede ist von Farflung, die kurz vor einem Vierteljahrhundert Bandgeschichte stehen und mit Sicherheit eine der produktivsten Bands ihres Genres sind. Und doch bleiben die Herren aus Los Angeles eher zurückhaltend, tummeln sich vor allem im Untergrund und dürfen sich auf eine überaus treue Fanschar verlassen. „This Capsule“ ist ihr neuester Streich.

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Lygo – Schwerkraft

Seit Jahren fühlen sich Lygo von einem eigenartigen Zwiespalt begleitet, der irgendwo zwischen Zuversicht und Resignation klebt. Gesellschaftliche Verhältnisse sorgen für Frust, und doch steckt das Trio aus Bonn jegliche Anflüge von Unmut viel lieber in die Musik. Nach Jahren zwischen Proberaum und JuZ entwachsen Jan Heidebrecht, Daniel Roesberg und Simon Meier ihrem Dunstkreis endgültig. Das zweite gemeinsame Album „Schwerkraft“ schlägt geschickt in die Fjørt’sche Kerbe, und ist doch so viel mehr.

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EMP!RE – Glue

Seit dem großen kommerziellen Durchbruch von Biffy Clyro drängen mehr und mehr britische Alternative-Rock-Bands gen Genre-Speerspitze; zumindest wirkt es so. Aktuellstes Beispiel für diesen Trend sind EMP!RE. Das Quintett teilte sich unter anderem bereits die Bühne mit HIM, Arcane Roots und InMe, und gilt unter der britischen Fachpresse als heißer Newcomer-Tipp. Kann das Debütalbum „Glue“ diese Vorschusslorbeeren erfüllen?

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