Kategorie: Reviews & Previews

Vierkanttretlager – Krieg&Krieg

In einer ersten Prognose wurde das vor über drei Jahren veröffentlichte Vierkanttretlager-Debüt „Die Natur greift an“ als mögliches Sturm-und-Drang-Album bezeichnet, als ruppiger Auftakt jener Husumer, die das Zeug zu den künftigen Elder Statesmen des deutschsprachigen Indie Rock-Genres haben. Meinte man, wird nun aber eines Besseren belehrt. „Krieg&Krieg“ vertont die nahende Apokalypse und das Dahinscheiden der letzten Menschen; „Krieg&Krieg“ stellt der neuen Post-Punk-Generation um Die Nerven und Karies die Rute ins Fenster.

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Citizens! – European Soul

Als Citizens! vor drei Jahren mit ihrem von Alex Kapranos (Franz Ferdinand) produzierten „Here We Are“ debütierten, schickten sie sich an den guten, alten Gevatter Pop zu retten. So ganz mag das den Londonern zwar nicht gelungen sein, unterhaltsam war der Versuch allemal und zieht nun ein zweites Album nach sich. „European Soul“ wurde von Laurent d’Herbecourt (u.a. Phoenix) produziert und findet neue Inspiration in amerikanischem Soul.

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Villagers – Darling Arithmetic

Nach zwei erfolgreich, mehrfach ausgezeichneten und für den Mercury Prize nominierten Alben entschloss sich Conor O’Brien für ein wenig Umorientierung und nahm seinem Soloprojekt Villagers den vielschichtigen Detailreichtum, um – musikalisch wie textlich – die nackte Songidee offenzulegen. Der Ire gibt auf „Darling Arithmetic“ wesentlich mehr von sich preis als je zuvor und schüttelt neun Perlen zwischen Pop, Indie, Folk und Singer/Songwriter aus dem Ärmel.

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Raglans – Raglans

Als The Fray Ende vergangenen Jahres durch Deutschland tourten, hatten sie vier junge Iren dabei, die mit radiofreundlichen Indie Pop/Rock-Songs ihre Sache als Einheizer gut machten. Besagte Männer von der grünen Insel sind die 2010 gegründeten Raglans, die auch schon mit Haim und den Libertines auftraten, und nun ihr Debütalbum in hiesige Gefilde tragen. Schlicht Raglans betitelt, wird eingängiger Britrock mit einer Prise Folk und großen Pop-Melodien serviert.

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Calexico – Edge Of The Sun

In Mexico City fanden Joey Burns und John Convertino eine neue musikalische Heimat für Calexico. Coyocán, eine stille Oase gesäumt von prächtigen Herrschaftshäusern aus der Zeit der spanischen Konquistadoren, inspirierte zu einer Platte, die den bisherigen kreativen Prozess aufbrechen ließ. Fast jeder Song auf „Edge Of The Sun“ entstand mit einem anderen Kollaborationspartner. Das Ergebnis ist angenehm anders und doch typisch Calexico.

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Blank & Jones – Milchbar // Seaside Season 7

Mit den mittlerweile legendären und in den Verkaufscharts überaus erfolgreichen Compilations konnten Blank & Jones den Milchbar-Sound weit über die Grenzen Norderneys hinaus berühmt machen. Die sechste Ausgabe schaffte es vergangenes Jahr sogar auf Platz 4 der deutschen Hitliste. Was auf „Milchbar // Seaside Season 7“ vielleicht fehlt, sind die ganz großen Namen, doch das stört keineswegs, denn wie jedes Jahr stimmt die Qualität. Zudem gibt es einige neue oder (noch) weniger bekannte Künstler zu entdecken.

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Drenge – Undertow

Der Name Drenge ist angelehnt an das dänische Wort für „Jungs“. Viel mehr sind die britischen Brüder Eoin und Rory Loveless auch nicht, die 2013 mit ihrem eponymen Debütalbum für hochgezogene Augenbrauen sorgten. So erinnerte das Duo mit ihrer Mischung aus Grunge, Punk, Noise und Blues nicht selten an ein Zwischenstück aus Nirvana und The Black Keys. Dieser Eindruck zieht sich auch durch so manche Stelle des Nachfolgers „Undertow“.

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Madeon – Adventure

Wenn man mit zwanzig Jahren sein erstes Album als Interpret, Produzent und Songwriter in Personalunion veröffentlicht, dann ist das eine beachtliche Leistung. Fragt man Hugo Leclerq, den jungen Franzosen, von dem die Rede ist, dann ist das reichlich spät. Denn bereits 2011 machte der unter dem Künstlernamen Madeon auftretende Nachwuchs-Künstler mit seinem Mash-Up „Pop Culture“ von sich reden und produzierte sogar drei Songs für Lady Gagas 2013er Album „Artpop“. Es überrascht daher wenig, dass er bereits für sein Debüt-Album „Adventure“ mit Dan Smith von Bastille, Passion Pit und Mark Foster (ohne The People) einige Gastsänger von Rang und Namen gewinnen konnte.

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The Prodigy

The Prodigy – The Day Is My Enemy

The Prodigy sind wütend. Besonders Liam Howlett ist über den gegenwärtigen Stand der DJ-Kultur empört und sieht vor allem Plattendreher, die abends ihren USB-Stick einstecken, um für den Rest des Abends möglichst cool aussehen und grenzdebil ins Publikum winken zu können. Entsprechend wütend fällt das neue Album „The Day Is My Enemy“, der direkte Nachfolger des vor sechs Jahren gelandeten „Invaders Must Die“, aus. Die einstigen Rave-Magnaten zieht es endgültig gen Nacht und elektronische Organik.

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Stefanie Heinzmann – Chance Of Rain

Drei Jahre scheint ihr neuer Rhythmus zu sein: So viel Zeit nahm sich die Schweizerin Stefanie Heinzmann bereits für ihr grandioses drittes Album und so viele Jahre liegen seit dem bereits zurück. Anfang des Jahres gab es mit einem Musikvideo zu „Stranger In This World“ bereits einen etwas ruhigeren Vorgeschmack auf das neue Album „Chance Of Rain“. Mit „In The End“, der eigentlichen Lead-Single, wirft Heinzmann jedoch wieder alles nach vorne und erklomm bereits die Top 25 der deutschen Singlecharts.

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