Kategorie: Singles & EPs

Lea Porcelain – Lea Porcelain EP

Unter dem Banner Lea Porcelain kollidieren zwei Welten im Rhein-Main-Gebiet: Markus Nikolas, seit Jahren erfolgreich in der europäischen Independent-Szene unterwegs, und Julien Bracht, der einst bei Sven Väths Plattenfirma unter Vertrag war. Ihr gemeinsamer Sound basiert auf finsterer, alles verschlingender Elektronik in Verbindung mit Post Punk, depressiver Popmusik, Echokammer und tiefster Hochachtung vor Joy Division. Die erste EP trägt den Titel der Band und wagt sich in vier Kapiteln auf eine höchst faszinierende Forschungsreise.

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Kytes – On The Run

Aktuell befinden sich Kytes im letzten Drittel ihrer ersten Headlinertour. Erst im Mai 2015 gegründet, hatte das Quartett zu Beginn der großen Konzertreise bloß zwei Songs veröffentlicht, die sich aber bereits über Platzierungen in den Airplay- und Hochschulcharts freuen durften. Die Münchener vermischen ungemein eingängigen Electro-Pop mit Indie Rock und einem Händchen für smoothe Ohrwürmer. „On The Run“ ist ihre erste EP.

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It’s The Lipstick On Your Teeth – No Youth EP

Nach dem etwas anderen Sommerhit melden sich It’s The Lipstick On Your Teeth in erweiterter Form zurück. Das Wiener Quartett macht sich musikalische Gegensätze zu eigen und verbinden punkige Hektik mit Pop-Appeal, Math-Kalkül mit Kunst-Installation. Was sich abstrakt liest, funktioniert auf Platte, zumindest mit etwas Geduld. Auf „No Youth“ sind nun gleich sechs Tracks zu finden, teils bereits bekannt, nach wie vor bärenstark.

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Farben/Schwarz – Eins

Post-Hardcore auf Deutsch, längst ist das keine Randerscheinung mehr – einfach mal bei Marathonmann oder Fjørt nachfragen. Nun werfen sich auch Farben/Schwarz auf diesen Acker. Vier Hamburger, bei denen unter anderem Mitglieder der ominös stillen kju: mitwirken, stehen offensichtlich auf  Thrice und The Tidal Sleep. In fünf knappen, den Exitus heraufbeschwörenden Akten prügeln sich die vier Nordlichter durch ihre erste, programmatisch „Eins“ betitelte EP.

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Grave Pleasures – Crying Wolves

Nach der Implosion der Post-Punk-Hoffnungsträger Beastmilk war Frontmann Mat McNerney aka Kvohst darum bemüht, schnell ein Nachfolgeprojekt auf die Beine zu stellen. Neben Gründungsmitglied Valtteri Arino und der bereits live aktiven Linnéa Olsson (ex-The Oath) kamen noch Uno Bruniusson der aufgelösten In Soltiude sowie, semi-offiziell, Oranssi Pazuzus Juho Vahanen hinzu. Als Grave Pleasures verarbeiten sie ab 4. September den Trennungsschmerz auf „Dreamcrash“ und veröffentlichen mit „Crying Wolves“ schon jetzt einen ersten Vorgeschmack.

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Hippo Campus – Bashful Creatures

Vier junge Männer aus Minnesota wollten den Sommer mit ihren Indie-Klängen zum Zucken bringen. Hippo Campus gibt es erst seit zwei Jahren. In diesem Zeitraum wurde ein vorwitziger Sound zwischen Pop und Rock, Math und Art etabliert, der gleichermaßen tanzbar wie eingängig, verkopft wie geradlinig wirkt. Klingt sperrig, ergibt beim Anhören der ersten EP „Bashful Creatures“, die nun digital und auf Vinyl erhältlich ist, aber Sinn.

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It’s The Lipstick On Your Teeth – Summer Suicide

Moderne Misanthrophie, Sturm und Drang, Paramore und The Dillinger Escape Plan – It’s The Lipstick On Your Teeth umgeben sich mit blumiger Sprache und sich auf die Füße tretenden Querverweisen; möchte man meinen, bis die Wiener zu spielen beginnen. Tatsächlich verbinden sie komplexen Mathcore mit Indie-Klängen und unwiderstehlichen Popmelodien. „Summer Suicide“ ist erst der zweite Song in der noch jungen Karriere dieses Quartetts, wohl aber ein erstes gewaltiges Ausrufezeichen.

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ROMN – MMXV

Drei Jungs Anfang 20 arbeiten sich mit internationalem Sound aus der Südpfalz hinaus. ROMN verstehen sich auf verführerische Indietronica und schnörkellosen Pop – Elektronik, Eingängigkeit und ein Hauch Alternative, wenn man es genau nimmt. Damit beackern Dominik, Yannis und Patrick ein breites Feld, das mit Provinz rein gar nichts zu tun hat und doch die Herausforderung in sich birgt, aufgrund der damit verbundenen Breite ein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Die erste EP „MMXV“ lässt sich von derlei Widrigkeiten nicht beeindrucken.

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Hurts – Some Kind Of Heaven

Steuerten die Briten Hurts mit ihrer Hitsingle „Wonderful Life“ und ihrem Debütalbum „Happiness“ noch einen wichtigen Beitrag zum 80er-Synthiepop-Revival bei, ging ihr zweites Album schon in eine andere musikalische Richtung. Deutlich elektronischer und eher an den 90ern als an den 80ern orientiert, weniger melancholisch, dafür etwas düsterer schallten die Songs von „Exile“ aus den Boxen, das die Hörerschaft spaltete. Die einen attestierten der Band eine gelungene Weiterentwicklung, andere vermissten die Ohrwürmer des Debütalbums. Bleibt die Frage, ob sich Theo Hutchcraft und Adam Anderson beim neuen, noch unbetitelten Album eher am Debüt oder doch am Zweitwerk orientieren. Wie es aussieht, tun sie beides nicht, denn angesichts der Vorabsingle „Some Kind Of Heaven“ scheinen Hurts anno 2015 abermals neue Wege zu beschreiten.

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Inner Tongue – Tz, Ka EP

Eine komplizierte Stimmbandoperation drohte die Karriere des Wiener Mittzwanzigers Inner Tongue aus den Angeln zu heben, noch bevor sie begonnen hatte. Nach geglücktem Eingriff machte sich Unsicherheit breit, ob er das Schweigen je wieder durchbrechen können werde. In dieser Zeit entstanden die drei Songs der EP „Tz, Ka“, die Inner Tongue mit eigenem Gesang begleitet. Die Stimme kehrte zurück, das Happy End war da und findet nun eine musikalische Fortsetzung.

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