Die Spitz

Die Spitz – Something To Consume

Der Mötley Crüe-Streifen „The Dirt“ inspirierte vier Texanerinnen 2022 dazu, eine Band zu gründen. Die Spitz – der bestimmte feminine deutsche Artikel wurde bewusst gewählt – aus Austin mögen es laut, drückend und rifflastig, aber auch melodisch und gefühlvoll. Ihre Einflüsse beziehen sie unter anderem aus Punk, Metal, Hardcore und Alternative Rock, angetrieben durch Freundschaft und Zusammenleben, pointierte Texte und dem steten Spannungsverhältnis zwischen Politischem und Persönlichem. „Something To Consume“ ist ihr wuchtiges, intensives und mitreißendes erstes Album.

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shame

shame – Cutthroat

Große Themen, große Fragen, wenige Antworten: shame wollen sich mit den großen Themen der Zeit befassen, politischer und gesellschaftlicher Natur, und nehmen dafür kein Blatt vor den Mund. Nach drei starken Alben ging es dem britischen Quintett zudem darum, einerseits die rohe Direktheit ihrer Live-Shows einzufangen und andererseits neue Ufer anzusteuern. In Produzent John Congleton (St. Vincent, Angel Olsen) wurde ein kongenialer Partner gefunden, der ebenso für Unmittelbarkeit steht und den zynisch veranlagten Humor der Band aus South London förderte. „Cutthroat“ ist eine vielschichte No-Bullshit-Platte mit der einen oder anderen Überraschung geworden.

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Curtis Harding

Curtis Harding – Departures & Arrivals: Adventures Of Captain Curt

Curtis Harding bleibt seiner Heimat nur ungern fern. Sehnsucht und Unbehagen begleiten seine (Tour-)Reisen – und das geht sicher nicht nur ihm so. Aus diesen Überlegungen entstand eine Space Opera über eine Figur, die sich im Weltraum verirrt und auf ihren Reisen durch verschiedene Galaxien und Dimensionen den Weg nachhause sucht. Von Ridley Scott konzeptuell inspiriert, übernahm Harding erstmals seit seinem Einstand wieder die Produktion, um sämtliche Ideen nach seinen Vorstellungen umzusetzen, experimentierte mit Sounds und Genres, und spielte den Großteil der Platte live mit Band im Studio ein. „Departures & Arrivals: Adventures Of Captain Curt“ ist ohne Frage sein bisher ambitioniertestes Werk.

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Lawn Chair

Lawn Chair – You Want It! You Got It!

Vor drei Jahren gegründet, zwei EPs veröffentlicht, fleißig durch Deutschland getourt, dazu ein kleiner Abstecher nach England: Lawn Chair nahmen bislang so ziemlich alles mit, wenngleich es zuletzt eine Spur ruhiger um sie geworden war. Tatsächlich war das Quintett zuletzt mit den Aufnahmen ihres ersten kompletten Albums beschäftigt, für das man in langen Sessions nach und nach den eigenen Sound und die eigene Stimme perfektionierte. „You Want It! You Got It!“ ist laut und kritisch, aber ebenso voller Herz und Sehnsucht, getragen von Post Punk, Indie Rock und einer feinen Prise Pop-Charme.

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Ghostwoman

Ghostwoman – Welcome To The Civilized World

Erst veröffentlichten sie drei Alben binnen 18 Monaten, dann dauerte es annähernd zwei Jahre bis zum vierten Streich: unorthodox ist bei Ghostwoman Standard, inklusive neuer Schreibweise des Bandnamens. Und einer gesunden Portion Nihilismus, denn das Duo weiß um die Sinnlosigkeit ihres Unterfangens, Musik zu machen. Schließlich ist die Welt dem Untergang geweiht, und Evan Uschenko und Ille van Dessel geben die Band auf der Titanic, die während dem unaufhaltbaren Versinken weiterspielt. Entsprechend wurde „Welcome To The Civilized World“ einfach nur gemacht, weil man es konnte. Weil es eh schon egal ist. Ein Prosit der vergänglichen Gemütlichkeit.

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Not Scientists

Not Scientists – Voices

Aktuell erleben No Scientists ein kreatives Hoch. Das Quartett aus dem französischen Lyon hat das dritte Jahr in Folge neues Material zu präsentieren – ein Album 2023, eine EP 2024, jetzt wieder ein neues Album, ihr insgesamt viertes. Dafür ging die Band nach Katalonien und arbeitete einmal mehr mit Santi Garcia zusammen, der ihre musikalische Vision beflügelt. Und die trägt weiterhin ordentlich Punk und Rock in sich, aber auch deutlich mehr Wave, Pop und Elektronik – drastisch, tanzbar, gerne mal eingängig und doch immer mit doppeltem Boden inmitten innerer und globaler Krise versehen. „Voices“ hat das Zeug zum großen Wurf.

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Boko Yout

Boko Yout – Gusto

Ein Album als Form der Selbsttherapie, um die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verarbeiten: Boko Yout verlangt seinem Full-Length-Einstand einiges ab. Aufgewachsen in Schweden, der Vater aus Togo, die Mutter aus Mosambik, dazu der überdimensionale Schatten der Evangelisch-Freikirchlichen Kirche für eine queere Person, die mit der eigenen Sexualität und Identität ringt – es hatte sich, gelinde gesagt, einiges aufgestaut. Und doch gilt Yout als eine der heißesten Aktien des Musiklandes, für diverse (Newcomer-)Preise nominiert, seine beiden EPs und die diversen Singles abgefeiert. Seinen Sound nennt er augenzwinkernd ‚Afro-Grunge‘ und liegt damit gar nicht mal so weit daneben. „Gusto“ befasst sich aber nicht nur mit den Kämpfen und Gräben der Jugend.

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Tristesse

Tristesse – Schönste Trauer

Eine fantastische EP, ein großartiges Album … und jetzt? Binnen kürzester Zeit konnten sich Tristesse zur neuen Top-Adresse für verträumten Rock mit Gaze und Alternative etablieren. Auf Lorbeeren sollen sich aber andere ausruhen, neues Material steht bereits in den Startlöchern. Nach diversen Singles landet mit „Schönste Trauer“ – je nach Sicht der Dinge – ein sehr kurzes Album oder eine etwas ausführlichere EP, erstmals als Quartett. In gerade einmal 19 Minuten liefern die Berliner ein Sammelsurium sympathischer und kurioser Beobachtungen aus ihrem Alltag, betonen Gegensätze und plädieren für Akzeptanz und das Gemeinsame.

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Helloween

Helloween – Giants & Monsters

Seit Helloween zu siebt mit gleich drei Sängern unterwegs sind, läuft es für die Hamburger Metal-Institution karrieretechnisch besser denn je. Das letzte Album „Helloween“ erreichte als erstes Album überhaupt in der Bandgeschichte den Spitzenplatz der deutschen Charts und enterte auch die Top 10 der Österreichischen und Schweizer Hitlisten. Auch die letzten Tourneen kamen bombastisch gut an, zudem sind einige Konzerte der im Oktober diesen Jahres beginnenden „40 Years Anniversary Tour“ bereits ausverkauft. Die Erwartungshaltungen an das neue Werk namens „Giants & Monsters“ sind dementsprechend groß, um nicht zu sagen: gigantisch und monströs.

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Balu Brigada

Balu Brigada – Portal

Darf es eine Portion Pop mit Ecken und Kanten sein? Balu Brigada aus Neuseeland schaffen es wie nur wenige andere, ein Radio- und Streaming-Publikum ebenso zu bedienen wie die Alternative- und Indie-Fangemeinde. Das Brüderduo Henry und Pierre Beasley macht seit knapp zehn Jahren Musik, veröffentlichte zwei EPs und schaffte zuletzt mit „So Cold“ seinen Durchbruch – weit über 30 Millionen Streams, US-Late-Night-Auftritte und ein Platz auf dem ‚EA FC 25‘-Soundtrack. Stolze drei Jahre arbeiteten sie an ihrem ersten Album, unter anderem in Los Angeles, Berlin, New York und der Heimat, nun ist „Portal“ bereit für den großen Wurf.

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