Mono Inc.

Mono Inc. – Darkness

Die eigene Stärke und das innere Licht auf einem Album namens „Darkness“ feiern – solche Gegensätze sind kein Problem für Mono Inc. Vor 25 Jahren in Hamburg gegründet, schaffte das Dark-Rock-Quartett 2011 den Durchbruch dank einer gemeinsamen Tour mit Unheilig. Seitdem ging es für die Band stetig bergauf, die letzten beiden Alben „The Book Of Fire“ und „Ravenblack“ erreichten gar beide den Spitzenplatz in den deutschen Albencharts. Und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich dieser Trend mit dem bereits dreizehnten Mono Inc.-Studioalbum „Darkness“ nicht fortsetzen wird.

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PLAIINS

PLAIINS – Happy Faces

Chris Reardon zog 2020 von London nach Hamburg und gründete Ende des Jahres eine Band – was soll man auch sonst zwischen Lockdowns machen? PLAIINS haben die stotternde Anfangszeit längst überstanden, inzwischen über 20 Tracks veröffentlicht, die auf diversen Radio- und Streamer-Playlists landeten, von mächtiger Bühnenpräsenz ganz abgesehen. Mit ihrem Sound zwischen Indie, Punk und Rock rennen sie offene Türen ein und sind inzwischen bei Long Branch Records untergekommen. „Happy Faces“ ist das erste komplette Album der britisch-amerikanischen Formation.

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Martyr

Martyr – Dark Believer

Die Niederlande haben in der Metalszene vielleicht nicht den gleichen Status wie die skandinavischen Länder, doch gibt es durchaus einige Szene-Größen, die weit über die Landesgrenzen Bekanntheit erlangt haben. Seien es die großen Symphonic Metal-Bands wie Within Temptation oder Epica, das Prog-Projekt Ayreon, die Hard Rocker von Vengeance oder echte Death Metal-Größen wie Asphyx, Legion Of The Damned, Pestilence und Gorefest – sie alle waren oder sind durchaus prägend. Lediglich im klassischen Heavy Metal spielen die Niederlande keine größere Rolle – und das, obwohl die Utrechter von Martyr zumindest im Underground Bekanntheit erlangt haben. Ihr 1985er Debütalbum „For The Universe“ gilt als Kult, doch nach einem ordentlichen Nachfolger kam es schnell zur Auflösung. Seit 2011 veröffentlicht das Quintett aber wieder regelmäßig Alben. Mit „Dark Believer“, ihrem siebten Album, erscheint nun das beste Album seit ihrem Comeback!

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Pile

Pile – Sunshine And Balance Beams

Bei Pile weiß man nie so genau, was man bekommt, und das trägt letztlich ungemein zum Reiz dieser Band bei. Der einstige Solo-Schauplatz von Rick Maguire häutet sich seit dem ersten, vor nunmehr 18 Jahren veröffentlichen Album mit wunderbarer Regelmäßigkeit, mag seine Experimente ebenso wie den nahezu konstanten Paradigmenwechsel. „Sunshine And Balance Beams“, das mittlerweile neunte Studioalbum und zugleich Einstand für Sooper Records, versucht gleich mehrere Konzepte auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Es geht um das Streben nach Glück, den Einklang mit der Natur und dem Selbst, und den Ausdruck von Haltung in einer kommerziell geprägten Gesellschaft.

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Trainer

Trainer – Oh, Mandy!

Bass, Bass, wir brauchen … mehr Gitarren. Trainer ringen mit einer ausgeprägten Tieftönerallergie und bringen diese in ihre Musik ein. Das Saarbrückener Quartett, bestehend aus aktuellen und ehemaligen Musikern so illustrer Formationen wie Steakknife, Chandler und Zesura, steht auf bissigen und experimentell veranlagten Noise Rock, der bevorzugt den eigenen Horizont ignoriert und mit kantigen, wüsten Eruptionen versieht. Ob Garagen-Riffs, (Post-)Hardcore, No Wave oder sogar ein wenig Alternative – hier wird mit wachsender Begeisterung dekonstruiert und anti-harmonisiert. Mit etwas Anlauf landet nun ihr zweites Album „Oh, Mandy!“, das für das Quartett ein neues Barry Mani-High darstellt.

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The Dirty Nil

The Dirty Nil – The Lash

Seit Jahren sind The Dirty Nil eine sichere Bank für dreckig-hymnischen Rock mit mächtig Energie, Punk-Esprit und gezieltem Blick über den Tellerrand. Aktuell ist das Kern-Duo Luke Bentham (Gesang, Gitarre) und Kyle Fisher (Drums) wieder als solches unterwegs, sprengt die Power-Trio-Formation zum ersten Mal seit den Anfangsjahren, kurz vor dem 20jährigen Jubiläum der Kanadier. Und doch scheint ihnen dieser Fokus auf das personell Wesentliche gut zu bekommen. Binnen zwei Wochen aufgenommen, bringt „The Lash“ einmal mehr sämtliche Qualitäten der Herren aus dem Norden höchst gekonnt auf den Punkt.

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The K's

The K’s – Pretty On The Internet

Ausverkaufte Konzerte, umjubelte Festival-Gigs und Top 3 in England: The K’s starteten im Vorjahr mit ihrem Einstand „I Wonder If The World Knows?“ scheinbar aus dem Nichts durch. Tatsächlich gibt es das Quartett aus Earlestown im Norden des Landes bereits seit 2016. Jahrelange harte Arbeit, mehrere Singles, EPs und Live-Platten sowie ungebrochene Live-Präsenz sind die Zutaten für den mehr als verdienten Durchbruch, von richtig guten Indie-Tracks ganz zu schweigen. Nur 15 Monate später landet der Nachfolger „Pretty On The Internet“ – Schnellschuss oder Bestätigung des frühen Erfolgs?

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Laura Jane Grace In The Trauma Tropes

Laura Jane Grace In The Trauma Tropes – Adventure Club

Zwei Einladungen nach Griechenland binnen sechs Monaten legen den Grundstein für ein grandioses Album: Laura Jane Grace reiste im Vorjahr wiederholt nach Südeuropa. Erst war sie von der Onassis Foundation eingeladen worden, das etwa 100 Jahre alte Gedicht „Walls“ von Constantine P. Cavafy für eine Kurzdoku zu vertonen, bevor es im Sommer ein Residency-Programm in Athen sein durfte. Gemeinsam mit (Noch?)-Ehefrau Paris Campbell Grace und diversen lokalen Musikern entstanden neue Songs. Und daraus wurde schließlich ein komplettes Album: „Adventure Club“, so der Spitzname für ihre hellenische Freundes- und Musikgruppe, kommt dem Against Me!-Sound so nahe wie lange nicht.

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Themis

Themis – Self Mythology

Düster, treibend, energisch und gerne mal noisig: So präsentiert sich der Stuttgarter Musiker Themis und arbeitet ganz nebenbei daran, seinen Zwei-Jahres-Release-Rhythmus beizubehalten. Zuletzt befasste er sich nach eigenen Angaben mit einem genauen Blick auf sein Leben und sein Umfeld, suchte und fand Einklang mit der inneren Stimme, erzählt zudem Geschichten von Freunden sowie von Menschen und ihren gesellschaftlichen Konflikten und Erlebnissen. Die Rede ist von dunklen und bittersüßen Klängen, von mehr Punk und Queer-Attitüde. Rausgekommen ist unterm Strich „Self Mythology“, das Mythen rankt und kontextualisiert, begleitet von mehr musikalischer Vielfalt.

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Red Mess

Red Mess – Hi-Tech Starvation

Berlin. Berlin. Sie fuhren nach Berlin. 2013 im brasilianischen Londrina gegründet, veröffentlichten Red Mess ein Album und mehrere Kleinformate, bevor sie nach Corona eine Europatour spielten und gleich den großen Sprung in die deutsche Hauptstadt wagten. Eine weitere Platte folgte, die Zahl der Konzerte nahm zu, der Sound reifte. Inzwischen haben die Noisolution-Feinschmecker zugeschlagen und gewähren dem fieberhaften wie abgehangenen Sound des Trios eine starke, verdiente Bühne. „Hi-Tech Starvation“ räumt in aller Kürze ab und verpasst den drückenden Wüstenklängen frische Akzente.

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