The Jayhawks – Paging Mr. Proust

Seit stolzen drei Jahrzehnten sind The Jayhawks unterwegs und legten mit ihrem Alternative-Country-Sound den Grundstein für Bands wie Low oder Lambchop. In jüngeren Jahren gab es mehr Pausen als neue Musik, doch wenn sich Gary Louris und Konsorten wieder an ein neues Album wagen, dann setzt es gewohnt fantastische, ja geradezu begeisternde Kost. „Paging Mr. Proust“ wurde von R.E.M.s Peter Buck und Tucker Martine, der unter anderem bereits mit The Decemberists und Modest Mouse arbeitete, aufgenommen.

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Into It. Over It. – Standards

Was passiert, wenn der Geo-Graf vom Dienst erstmals in seiner Solokarriere auf ortsspezifische Referenzen verzichtet? Ob einzelne Songs oder ganze Alben, Orte haben bei Evan Weiss immer eine ganz wichtige Rolle gespielt, doch auf dem dritten Album seines Projekts Into It. Over It. sind keinerlei solcher Referenzen zu finden. Nicht nur das, auf „Standards“ wagt er sich noch dazu an musikalische Entschlackung und versucht sich an einer kleinen Neuausrichtung. Mehr Indie, mehr Pop, mehr Experimente – geht das gut?

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Doomsquad – Total Time

Mit diesem Namen müsste man eigentlich dicken, finsteren Metal machen. Doomsquad aus Toronto bewegen sich hingegen in ganz anderen Gefilden und packen psychedelische, elektronische Klänge mit avantgardistischer Note aus. Zig weitere Stilrichtungen schwingen hier ebenso mit und so entwickelt sich „Total Time“, das zweite Album des Trios, zu einer gleichermaßen einlullenden wie aufwühlenden Reise durch Klang und Zeit.

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Drangsal – Harieschaim

Max Gruber wollte immer schon anders als andere sein. Mixtapes, MTV und Marilyn Mansons „The Dope Show“ als Früherziehung, lackierte Fingernägel als Jugendlicher auf einer Landschule – ein Charakter, wenn man so will. Später geriet er an Produzent Markus Ganter, freundete sich mit Sizarr und Casper an. Gruber ist mittlerweile Anfang 20 und veröffentlicht unter dem Künstlernamen Drangsal „Harieschaim“, sein Debütalbum mit deutlichem Faible für 80s-Pop, Industrial und Post Punk.

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My Sound Of Silence – Low Velocity Bullets

Die brodelnde Musikszene Umeås ist Heimat einer spannenden neuen musikalischen Beziehung. Helena Andersson und Therese Lithner wurden einander 2009 von gemeinsamen Freunden aus der lokalen Szene vorgestellt, die ihre musikalische Kompatibilität erkannt hatten. Seither feilen die schwedischen Perfektionistinnen an ihrem Sound, der im Laufe der Zeit noch eine Spur scharfkantiger und emotionaler geworden ist. Als My Sound Of Silence veröffentlichen sie nun ihr Debütalbum „Low Velocity Bullets“ und vereinen Folk in seiner Lo-Fi-Ausprägung mit einem Händchen für Pop und sperrige Gitarrenmusik.

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Crematory – Monument

25 Jahre in stetigem Wandel – so könnte man die Geschichte der rheinland-pfälzischen Gothic-Metal-Band Crematory in einem Satz beschreiben. War das Debütalbum noch im Death Metal verwurzelt, fand das Quintett auf ihrem zweiten Album „Just Dreaming“ endgültig zu ihrem stark von Keyboards bestimmten Gothic-Metal-Sound. Eine Kurskorrektur hin zu professionelleren, aber mit den Jahren auch immer kommerzielleren Klängen stellte 1999 der Einstieg von Gitarrist Matthias Hechler dar. Da er sich auch als Songschreiber betätigte, verlor die Band 2015 mit seinem Ausstieg eines ihrer wichtigsten Mitglieder. Doch das Ende eines Weges bietet immer auch neue Chancen und so wagen Crematory auf ihrem vorliegendem Album „Monument“ – verstärkt durch gleich zwei neue Gitarristen – endlich die von vielen Fans lang ersehnte Rückkehr zu metallischeren Klängen.

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Night Moves – Pennied Days

George Harrisons legendäres Triple-Album „All Things Must Pass“ forcierte einst die freundschaftlichen Bande von John Pelant und Micky Alfano, aus denen schließlich Night Moves entstand. Die Band aus Minneapolis vermengt verträumten Pop mit energischen Rock-Gitarren und erinnert damit nicht selten an Mercury Rev oder The Flaming Lips. Die Aufnahmen zum Zweitling „Pennied Days“ zogen sich ein wenig, weil die Beiden unter anderem wieder zurück zum Folk fanden und jene Klänge mit dem Technicolor-Sound ihres Debüts vermischten.

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Blank & Jones – Milchbar // Seaside Season 8

Zum achten Mal treffen Blank & Jones und die Milchbar für eine ganz besondere musikalische Hochzeit aufeinander. Darf man nach all den Jahren mittlerweile von so etwas wie Routine sprechen? Unverkennbare Gemütlichkeit, der Charme von Norderney und ausschließlich CD-Premieren mit exklusiven Neuentdeckungen auf knapp 90 Minuten – „Milchbar // Seaside Season 8“ macht abermals so ziemlich alles richtig und hat auch die erste deutschsprachige Single des Duos am Start.

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Hot Panda – Bad Pop

Kanadas Berufswahnsinnige Hot Panda melden sich mit ihrem vierten Studioalbum zurück und kämpfen, nun nur noch als Trio unterwegs, gegen das Erwachsenwerden an. Ein bisschen Revolte ist natürlich dabei, aber auch viel Melodie. „Bad Pop“ ist genau das, weil Popmusik hier nicht vorkommt. Art Punk, Noise, Indie Rock und Psychedelia geben sich die Klinke in die Hand und rauschen durch 38 herrlich überdrehte Minuten.

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Teleman – Brilliant Sanity

Erst Anfang 2013 veröffentlichten Teleman ihre allererste Single, nun steht bereits ihr zweites Album in den Startlöchern. Nunmehr zum Quartett angewachsen, entwickelten sich die Londoner mit „Cristina“ und der dazugehörigen Platte „Breakfast“ schnell zu Lieblingen von Hookline-Fetischisten. Ob sie nun den Status des Alternative-Geheimtipps hinter sich lassen können? „Brilliant Sanity“ hat mit seinen elf Indie Pop/Rock-Perlen zumindest das Zeug dazu.

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