Menace Beach – Ratworld

Ihren Namen haben sie von einem surrealen NES-Spiel, der Sound bewegt sich irgendwo zwischen Pavement, My Bloody Valentine und The Jesus And Mary Chain: Menace Beach aus Leeds sorgten vor einem Jahr mit ihrer EP „Lowtalker“ für Scripting-Fehler in der Blogosphäre. Schnell wurden die Briten von Memphis Industries gesignt, wo nun das Debütalbum „Ratworld“ erscheint und verträumten, herrlich entstellten 90s-Noise-Pop hochleben lässt.

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Hanni El Khatib – Moonlight

Hanni El Khatib ist stets für Überraschungen gut. Sein Debütalbum „Will The Guns Come Out“ wurde im eigenen Schlafzimmer aufgenommen, für den Major-Ausflug „Head In The Dirt“ gab er sich gemeinsam mit Dan Auerbach (The Black Keys) analogen Träumen hin. Dieses Mal wurde Isolation zum Impuls gebenden Stilmittel auserkoren in Kombination mit musikalischen Crossover-Fragen. Die Antwort auf Überlegungen, wie eine Kollaboration von RZA, Iggy Pop und Tom Waits klingen könnte, gibt „Moonlight“.

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Sleater-Kinney – No Cities To Love

In der heutigen Zeit über beinahe zwei Jahre ein Geheimnis dieser Größenordnung zu bewahren, ist ein Kunststück. So war es tatsächlich eine gewaltige Überraschung, als Sleater-Kinney vergangenen Herbst mit der Veröffentlichung ihres Boxsets „Start Together“ ihr Comeback samt neuem Studioalbum ankündigten, nachdem sie zuvor bereits zwei Jahre mit der Idee gespielt und auch geprobt hatten. An der Einstellung des Trios hat sich durch Carrie Brownsteins Medienpräsenz – ihre TV-Serie „Portlandia“ wurde für einen Emmy nominiert – nichts geändert und so macht „No Cities To Love“ letztlich dort weiter, wo Sleater-Kinney ein Jahrzehnt zuvor unterbrachen.

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Sons Of Bill – Love And Logic

Hinter den durchaus eigentümlich benannten Sons Of Bill stecken unter anderem die drei Brüder Sam, Abe und James Wilson aus Charlottesville, Virginia. Wessen Söhne sie sind – man kann es sich zusammenreimen. Gemeinsam mit (einem) Seth Green und Todd Wellons lassen sie Alternative Country, eine längst in den Hintergrund gerückte Spielart, gepaart mit einer ordentlichen Portion Roots-Rock aufleben. Ex-Wilco-Drummer und nunmehriger Produzent Ken Coomer meint im neuen Album „Love And Logic“ den kreativen Höhenflug seiner einstigen Band zu hören und könnte damit durchaus recht haben.

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The Migrant – Flood

Fernweh und die Liebe zur Musik machten aus dem Dänen Bjarke Bendtsen The Migrant. Nach einigen Jahren bei The Elephants brach der Mann aus dem ländlichen Jütland auf in die USA und reiste immer wieder durch Nordamerika; Erlebnisse, die seine ersten drei Alben beeinflussen sollten. Zwar wohnt Bendtsen mittlerweile – wieder – in Kopenhagen, das texanische Austin ist jedoch für ihn zu einer Art zweiten Heimat geworden und dient als steter Quell der Inspiration. Die neue Platte „Flood“ wurde dennoch in Dänemark aufgenommen, und zwar erstmals unter Live-Bedingungen mit voller Unterstützung durch Bendtsens Band.

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Angra – Secret Garden

Metal aus Brasilien? Gleich nach den Thrashern von Sepultura wird dem Szene-Kenner vermutlich das Power Metal-Quintett Angra in den Sinn kommen. Immerhin existiert die Band bereits seit 1991 und hat seitdem sieben Alben veröffentlicht, darunter mit „Holy Land“ (1996) und „Temple Of Shadows“ (2004) zwei großartige Klassiker – ersteres noch mit Sänger André Matos, zweiteres bereits mit dessen Nachfolger Eduardo Falaschi. Dieser hat der Band nach dem etwas schwachbrüstigen letzten Album „Aqua“ (2010) nun ebenfalls den Rücken gekehrt und wurde durch eine echte Szenegröße ersetzt. Niemand Geringeres als das Rhapsody Of Fire-Goldkehlchen Fabio Lione, ursprünglich nur als Zwischenlösung angedacht, übernimmt die Rolle des Sängers auf dem neuen Album „Secret Garden“. Nachdem die Formel „neuer Sänger – neues Glück“ bereits einmal aufging, stellt sich natürlich auch die Frage, ob der Band nun der dritte Meilenstein ihrer Geschichte gelingen wird.

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The Sonnenbergs – You Only Call Me When You’re Stoned

The Sonnenbergs haben sich eine schöne Geschichte ausgedacht. Ursprünglich hießen sie Serbian Mouth Sauna, mussten ihren Namen aber nach Unterlassungsdrohungen der International Association of Mouth Sauna Operators (IAMSO) und der Serbian League of Mouth Sauna Operators (SLMSO) ändern. Der nunmehrige Name stammt von einem Stadtteil Wiesbadens, Geburtsstadt Rocky und Andy Sonnenbergs. Musikalisch handelt es sich um die Hälfte der Band Rekord, die einst als erste Band auf Rewika releasen durften; nun auch Heimat der Sonnenbergs für ihre Debüt-Doppel-A-Seite.

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Spidergawd – II

Kaum angekommen, sind Spidergawd erneut am Start, und das als ausgewiesene Urgewalt. Das eponyme Debütalbum zeigte vergangenes Frühjahr, dass es sich hier um viel mehr als ein bloßes Motorpsycho-Nebenprojekt handelt. Für ein wenig Evolution ist auf „II“ nun gesorgt. Ein ellenlanger Jam fehlt, Überlänge gibt es kaum. Stattdessen setzen die Norweger vermehrt auf feinsten Classic Rock mit Blues-Einschlag, vergessen dabei aber zu keiner Zeit auf die obligatorische Prog-Note. Erhältlich ist auch diese Platte nur auf Vinyl mit beigelegter CD.

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Abramowicz – Generation

Deutschland, deine Gitarrenbands. Mit festem Schritt und kurzweiligen Melodien treten Abramowicz an, um das Erbe jener Bands anzutreten, die gar nicht daran denken sich zur Ruhe zu setzen. Bereits 2010 gegründet, wuchsen die Hamburger erst im Sommer vergangenen Jahres vom Trio zum Quintett mit Verpflichtung eines Lead-Gitarristen und eines Keyboarders. Die Idee: Garage-Punk, kurzweiliger Rock, eine fette Portion Eingängigkeit und ein wenig Genreclash zwischen nordamerikanischen Springsteen-Rock-Jüngern und heimischen Globetrotter. Die 4-Song-EP „Generation“ macht schon mal Bock auf mehr.

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The Munitors – Sleepless Careless Dreamless

Von der Wetterau nach Frankfurt am Main: The Munitors sind in die Stadt gezogen und entwickeln sich nicht nur musikalisch weiter. Zwischen Studium und Ausbildung feilen die vier Herren Anfang 20 in einem alten Bunker an neuen Songs. Die zweite EP „Sleepless Careless Dreamless“ klingt tatsächlich erwachsener und eine Spur melancholischer. In fünf Episoden entdecken sie sämtliche Facetten des von Echo und Schönheitsfehlern angetreibenen Indie Rock.

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