Anna Calvi – Strange Weather

Als Stimmwunder und Art Rock-Hoffnungsträgerin schlug die Londoner Singer/Songwriterin Anna Calvi ein wie eine Bombe. Große Charterfolge sind die Sache der mittlerweile 33jährigen aus Twickenham nicht, wohl aber feine, kunstvoll geschmiedete Songs, die Fans wie Kritiker gleichermaßen begeistern. Neun Monate nach ihrem zweiten Soloalbum „One Breath“ kommt nun ein etwas atypischer Nachschlag: Auf der EP „Strange Weather“ covert die Britin fünf grundverschiedene Künstler und erhält dafür unerwartete Unterstützung.

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Eno • Hyde – High Life

Zwei Monate nach „Someday World“ melden sich Brian Eno und Karl Hyde mit einem weiteren gemeinsamen Album wieder. Eno spricht davon, nach der Fertigstellung der ersten Platten einen Lauf gehabt zu haben, und wollte unbedingt weitermachen mit neuen, bislang unerprobten Ideen sowie Vertiefungen bereits erarbeiteter Klangcollagen. „High Life“, so Hyde, setzt nun auf deutlich reduzierte Instrumentierung und basiert vornehmlich auf dem spontanen Zusammenspiel der beiden Musiker.

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The Acid – Liminal

Generischer Name, spannendes Zusammentreffen: The Acid mag nicht unbedingt originell oder kreativ klingen, die Idee sowie die Musiker dahinter lassen dafür auf Großes hoffen. Im Dreiländereck treffen sich der britische Produzent Adam Freeland, einst für einen Sarah Vaughan-Remix sogar für einen Grammy nominiert, der kalifornische Musiktechnologie-Professor Steve Nalepa sowie der australische Sänger Ry X. Unter „Liminal“ vereint das Trio einen berauschenden musikalischen Mix, der auf weitestgehend minimalistischen Electro-Klängen, Indie-Experimentalismus und einer Prise Soul beruht.

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Eugene McGuinness – Chroma

Ein Songwriter, ein Indie-Ästhet, ein Multitalent – 2007 veröffentlichte der heute 28jährige Eugene McGuinness seine erste EP und sprengte damit gängige Singer/Songwriter-Vorstellungen. Als fest in der britischen Alternative-Landschaft verhafteter Solokünstler nahm er in weiterer Folge drei Studioalben auf, davon eines mit seinem Bruder Dominic sowie weiteren Kollegen als Eugene + The Lizards. Dieses Mal, auf „Chroma“, ist er wieder ganz alleine unterwegs und tauscht die polierte Pop-Ästhetik des direkten Vorgängers gegen reduzierte Gitarrenarrangierung.

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George Ezra – Wanted On Voyage

Tobias Schacht mag seine Karriere mittlerweile zwar beendet haben, Jungen mit Gitarren gibt es aber nach wie vor in ausreichendem Maß. Einer von ihnen ist George Ezra, ein 21jähriger aus Bristol, dem die BBC ein großes Jahr vorausgesagt hat. Tatsächlich hat er mit „Budapest“ bereits einen Top-3-Hit in Deutschland zu Buche stehen – und das, obwohl der Singer/Songwriter mit einem Ohr für Indie, Folk und Blues eher für saisonal uncharakteristisch leise Töne zuständig ist. Mehr davon, wohl aber auch kleinere Experimente gibt es auf dem Debütalbum „Wanted On Voyage“ zu hören.

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Flood Of Red – Throw

Art Rock, Atmosphäre, progressive Kunst, Freiräume und viel Luft zum Atmen – die Musik von Flood Of Red wirkt unscheinbar, nimmt dabei kaum merkbar von Sekunde zu Sekunde mehr Raum ein. Die sechs Schotten gibt es bereits seit neun Jahren, neben widrigen Begleitumständen um den Release ihres Debütalbums „Leaving Everything Behind“ und einer über Myspace aufgebaute Fanbase war ihre bisherige Karriere von zahlreichen Aufs und Abs gekennzeichnet. Erstmals mit einem Labeldeal ausgestattet, bietet „Throw“ faszinierend weitläufige Musik mit Seele, Köpfchen und der einen oder anderen Überraschung.

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Malky – Soon

Zwei nicht gänzlich unbekannte Namen aus der zweiten Reihe wagen sich mit einem gemeinsamen Projekt in den Vordergrund. Eigentlich nahmen Malky bereits vor zwei Jahren einen Anlauf, der jedoch nicht von übermäßigem Erfolg gekrönt war. Nun versuchen es der bulgarisch-stämmige Sänger Daniel Stoyanov (u.a. Söhne Mannheims) und Keyboarder / Produzent Michael Vajna (Xavier Naidoo, Cassandra Steen, Culcha Candela, Jan Delay) eben ein zweites Mal. Beim Durchhören von „Soon“ stellt sich schnell Hoffnung ein, dass sich Qualität doch durchsetzen möge.

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St. Paul & The Broken Bones – Half The City

Aus den Südstaaten kommen neue Soul-Hoffnungsträger. St. Paul & The Broken Bones aus Birmingham, Alabama haben sich Motown-Klängen und klassischem RnB verschrieben, garniert mit einer Prise Rock und einem energiegeladenen Frontmann. Paul Janeway bzw. St. Paul sang in seiner Kindheit und Jugend im Kirchenchor vornehmlich Gospel-Songs, später in einer Led Zeppelin-Coverband und verliebte sich in die Musik Otis Reddings sowie Nick Caves. An „Half The City“, dem Debüt des Sextetts, arbeiteten sämtliche Bandmitglieder mit. In den USA mutierte das Album bereits zu einem absoluten Kritikerliebling, und das verdientermaßen.

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The Subways – My Heart Is Pumping To A Brand New Beat

The Subways sind mittlerweile eine typische Festival-Band. Ihre kleinen Indie-Hits gehen vor allem live besonders ab und brachten ihre beiden letzten Alben, „All Or Nothing“ und „Money And Celebrity“, in die deutschen Top 20. Neben diversen Auftritten im diesjährigen Festival-Sommer – Glastonbury, Hurricane, Southside und Taubertal stehen unter anderem auf dem Programm – arbeitet das Trio aktuell in Brüssel an einem neuen Album. Einen ersten Vorboten gibt es bereits jetzt: „My Heart Is Pumping To A Brand New Beat“.

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Strand Of Oaks – HEAL

Irgendetwas fühlt sich anders an, wenn man „HEAL“ einlegt. Rohes Understatement war lange Zeit das Markenzeichen von Strand Of Oaks, bevor Mastermind Tim Showalter mit einer schweren persönlichen Krise zu kämpfen hatte. Mitten in einer zwei Jahre andauernden Tour, in einer Herbstnacht im schwedischen Malmö, realisierte er die Beweggründe für seine Flucht: eine unter dem Musikerleben leidende Ehe, ein alles andere als perfektes Album und generelle Unzufriedenheit mit sich selbst. Der Heilungsprozess, den dieses Album nun mit sich bringt, bezieht sich ebenso auf einen schweren Autounfall vergangene Weihnachten, den Showalter und seine Frau mit Glück überlebten. Nun also „HEAL“, dieses überraschend bedrohliche, überbrandende und doch in sich gekehrte Monster.

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