Super Duper Alice Cooper

1964 wollte der 16jährige Schüler und Läufer Vincent Furnier am Talentwettbewerb seiner Schule teilnehmen. Gemeinsam mit Teamkollegen gründete er The Earwigs, aus denen The Spiders und schließlich Alice Cooper werden sollten. Der Bandname sollte später zu Furniers bürgerlichem Namen werden, er verkörperte die Kunstfigur beinahe zwei Jahrzehnte lang Tag und Nacht mit allen Highlights und Abgründen. „Super Duper Alice Cooper“ wagt einen Blick zurück auf die ersten beiden Jahrzehnte Furniers und Coopers in einer ganz eigenen Dokumentationsform, die man so wohl noch nie gesehen hat.

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Sivert Høyem – Endless Love

Erneut wird die Karriere Sivert Høyems durch einen Todesfall erschüttert. Vor sechs Jahren setzen das Ableben seines Bandkollegen Robert Burås einen Schlusspunkt hinter Madrugada, nun ist es der langjährige Manager und Freund Per Eirik Johansen, den der Norweger während der Fertigstellung seines neuen Soloalbums verlor. Der Trauerfall hatte zwar keine direkte musikalische Auswirkung auf „Endless Love“, das Album wurde dafür ihm gewidmet. Es ist Høyems bislang bunteste Soloplatte, sofern man verschiedene Schwarz-Schattierungen als ‚bunt‘ bezeichnen möchte.

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Newmen – Rush Hush

Die fünf Herren hinter Newmen kennen sich bereits seit mehreren Jahren, fanden sich aber erst 2012 in Frankfurt am Main zusammen, um gemeinsam Musik zu machen – und die ist, wie man im Englischen so schön sagt, ‚all over the place‘. Auf „Rush Hush“ treffen Synthesizer, 60s-Rock-Gitarren, semi-elektronische Klangflächen und technoide Drumpattern aufeinander für eine Platte, die den klassischen Indie Pop/Rock-Duktus mit schelmisch-anzüglichem Funk und ausladenden, geradezu krautig-poppigen Instrumentals vermengt.

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School Of Language – Old Fears

Neben seinen extensiven Field Music-Aktivitäten fand David Brewis zwischendurch Zeit, sein Nebenprojekt School Of Language zu reaktivieren und einen Nachfolger für das 2008 erschienene „Sea From Shore“ zu schreiben. „Old Fears“ wurde zwischenzeitlich um ein Monat verschoben, vollbringt aber auch mit Verspätung eine Punktlandung zwischen obskurem Indie Pop/Rock mit elektronischer Schlagseite und einem Händchen für an Math-Patterns orientierten Gitarren.

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Douglas Dare – Whelm

Ein faszinierender Künstler wagt sich an das Albumformat. Singer/Songwriter Douglas Dare ließ im vergangenen Jahr mit der EP „Seven Hours“ aufhorchen. Gemeinsam mit Produzent und Perkussionist Fabian Prynn begab sich der in London lebende Musiker im November des vergangenen Jahres in die Studios von Klangschmied Flood, wo schon PJ Harvey und Depeche Mode aufnahmen. Binnen kürzester Zeit enstand eine Platte, die neoklassische Klaviermusik-Ansätze mit Elektronik und alten Synthesizern vermischt. Das Ergebnis: „Whelm“, weder over noch under.

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Daily Thompson – Daily Thompson

Proberaum, Aufnahmestudio, Liveshow – in diesem unspektakulären aber effektiven Zyklus agieren Daily Thompson seit Bandgründung vor zwei Jahren. Das Trio aus Dortmund hat sich dem großen Fuzz-Wahnsinn verschrieben, kombiniert Stoner-, Grunge- und Hardrock-Elemente auf unwiderstehliche Art und Weise. Nach einem Demotape erscheint nun das eponyme Debütalbum via 141records. Rad und Riff werden nicht neu erfunden, dafür hagelt es links und recht bauchgesteuerte Arschtritte.

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Michael Jackson – Xscape

Einen Plattenvertrag über 250 Millionen Dollar abzuschließen, der vorsieht, bis zum Jahr 2017 insgesamt zehn Alben zu veröffentlichen, davon träumt ohne Frage jeder Künstler. Über diese Ehre kann sich derjenige, dem sie zuteil wurde, jedoch nicht mehr wirklich freuen: Die Rede ist vom Erbe des einzigartigen King of Pop, Michael Jackson. Dessen Nachlassverwalter haben sich mit dem Labelriesen Sony Music auf diesen unglaublichen Deal geeinigt. Nachdem Ende 2010 die erste posthume CD namens „Michael“ veröffentlicht wurde, wartet man nun kurz vor seinem fünfjährigen Todestag mit dem neuen Album „Xscape“ auf, das die Handschrift erfolgreicher Produzenten wie Timbaland, Rodney Jerkins und John McClain trägt.

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Anastacia – Resurrection

Anastacia Lyn Newkirk, kurz: Anastacia, hätte für ihr neues Album keinen passenderen Titel als „Resurrection“ auswählen können. Er passt nicht nur zu ihrem musikalischen Comeback, sondern auch zu ihrer wiedererlangten Gesundheit. Mit Vollgas und der Single „Stupid Little Things“ meldete sich die 45-jährige US-Amerikanerin im April zurück und möchte nun den Beweis antreten, dass auch das restliche Album die Qualität des Vorboten mithalten kann.

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Nausica – The Molecules Fall Closer

Vier Musiker, drei Länder, eine Vielzahl an Genres: Nausica trafen sich an der Musikhochschule im Arnheim (neben den Niederlanden kommt man ebenso aus Deutschland und Polen) und brachten verschiedenste Einflüsse sowie unterschiedlische geographische Bedingungen in einen gigantischen Melting Pot ein. Die letztjährige, eponyme EP gab sich bereits verheißungsvoll, nun explodiert jedoch der eklektische, experimentelle Stil des Quartetts mit seiner Basis irgendwo im weiten Indie Pop/Rock-Feld. „The Molecules Fall Closer“ lässt sich so schnell in keine Schublade stecken.

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Dio – Live In London – Hammersmith Odeon 1993

Auch mittlerweile vier Jahre nach seinem Tod purzeln immer wieder neue Dio-Releases in die Läden. Das Eindrucksvolle daran: Qualitative Schwankungen sind kaum festzumachen, was für den legendären Sänger an sich und auch für seine Nachlassverwalter (insbesondere seine Frau Wendy Dio) spricht. Nach einem Tribute-Sampler für Dios Krebs-Stiftung gibt es nun – wieder mal – Live-Material. Auf „Live In London“ wurde der Abschlussgig der Europa-Tour 1993 aus dem Londoner Hammersmith Odeon zu Dios sechstem Studioalbum „Strange Highways“ festgehalten.

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