Bosse – Kraniche

Es spricht schon für Axel Bosses Musik. Während andere Künstler nach einem fulminanten Start in den Charts mit jeder weiteren Veröffentlichung federn lassen müssen, etabliert sich der gebürtige Bielefelder Sänger und Songwriter von Album zu Album mehr in der deutschen Musikszene. „Schönste Zeit“, das erste Lebenszeichen nach eineinhalb Jahren Kreativpause und Lead-Single des neuen Albums „Kraniche“, pulverisierte seine bisherige Höchstposition in den Single-Charts gleich in der ersten Woche (#29) und lässt erahnen, zu was die dazugehörige LP im Stande sein könnte.

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The Good Natured – 5-HT

Mit Verzögerung landeten The Good Natured auch in Deutschland. Dank Werbe-Unterstützung reichte es für „Skeleton“ zu einem CD-Release und vier Wochen in den Charts, wobei Platz 68 das Höchste der Gefühle war. Das britische Trio war keineswegs untätig, auch wenn man hierzulande herzlich wenig davon mitbekommen hat. Die Wartezeit auf das Debütalbum unterbrechen die Electro-Popper (sofern man The Good Natured in eine Schublade stecken kann) mit „5-HT“.

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The Black Marbles – Made In Concrete

Er will nicht aussterben, der gute, alte Rock’n’Roll. Dass man mit vermeintlich ollen Kamellen immer noch abräumen kann, zeigen aktuell Bands wie The Answer und Airbourne. Möglicherweise muss man künftig The Black Marbles dieser illustren Liste hinzufügen. Das schwedische Quartett gibt es seit 2009, nach ein paar Umbesetzungen begann man aber erst im vergangenen Jahr an den Arbeiten zum Debütalbum. „Made In Concrete“ erscheint über das bandeigene Label und soll Vergleichen mit 70s-Größen wie Free, Humble Pie und The Faces standhalten. Das ist zumindest mutig, funktioniert über weite Strecken aber überraschend gut.

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deadmau5 & Imogen Heap – Telemiscommunications

Nicht zuletzt durch seinen opulenten Helm ist der kanadische DJ deadmau5 weltweit ein Begriff. Zwar schlägt sich das außerhalb von Nordamerika und Großbritannien selten in guten Chartpositionen nieder, zeigt jedoch, dass man präsent sein kann, ohne eine repetitive Fließband-Produktion nach der anderen abzuwerfen. Einmal mehr kreativ ist der Titel seines aktuellen Albums, „> album title goes here <„, auf dem er unter anderem mit Cypress Hill und Gerard Way von My Chemical Romance kollaboriert. Für die vierte Auskopplung „Telemiscommunications“ lud sich deadmau5 Imogen Heap ins Studio ein.

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Laing – Paradies Naiv

Die Vorzeichen könnten eigentlich nicht besser stehen: Erstens ziert mit „Morgens immer müde“ ein Song die Diskografie der vier Berliner Schnauzen von Laing, der es – wenn auch nicht bis an die Spitze der Charts – ins Langzeitgedächtnis eines großen Teils der deutschen Musikhörer geschafft hat. Zweitens erlangte die Band durch die überaus erfolgreiche Teilnahme an einem Gesangswettbewerb (Bundesvision Song Contest 2012) vor Millionenpublikum überregionale Bekanntheit. Diese scheinbar perfekte Kombination wird jedoch – die Geschichte lehrt es immer wieder – schnell zu einem Fluch. Davon möchte die Formation um Nicola Rost in ihrem „Paradies Naiv“ nichts wissen, auch wenn es gerade die trockenen Wahrheiten des Lebens sind, die sie auf ihrer ersten LP charmant anzusprechen weiß.

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Silly – Deine Stärken

Mit dem Album „Alles rot“ gelang der ehemaligen Ostband Silly vor drei Jahren der große Wurf: 250.000 verkaufte Einheiten sprechen klar für sich; die Fusion mit der neuen Frontfrau Anna Loos also eine rosige Fügung für das Comeback der Pop-Rocker. Nun bricht die Band zur Freude ihrer zahlreichen Fans erneut das Schweigen. Und vielleicht hofft man mit „Deine Stärken“ zudem noch eine weitere Zielgruppe ins Silly-Boot holen zu können.

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Stereophonics – Graffiti On The Train

Rückblickend haben sich die Stereophonics mit „Keep Calm And Carry On“ keinen Gefallen getan. Nach ihrem Best-of-Album wollten Kelly Jones und Konsorten gängige Strukturen aufbrechen und experimentieren, es fehlten jedoch wirklich große Songs. In Großbritannien verfehlte man erstmals die Top 10, in Deutschland gar die Top 100. Ist die Zeit für einen Neuanfang gekommen? Mittlerweile veröffentlicht man über das bandeigene Label Stylus Records, erkundet dafür weiterhin neue und alte musikalische Betätigungsfelder. Der große Unterschied zum Vorgänger: „Graffiti On The Train“, das bereits achte Studioalbum der Waliser, ist trotz aller oberflächlicher Zerrissenheit in sich stimmig.

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David Bowie – The Stars (Are Out Tonight)

An seinem 66. Geburtstag, dem 8. Januar 2013, brach David Bowie das Schweigen und kündigte „The Next Day“, sein erstes Album seit zehn Jahren (das 24. insgesamt) an, begleitet von der Single „Where Are We Now?“, die erstmals seit zwei Dekaden die Top 10 in Großbritannien erreichte. Auch in Deutschland reichte es für die höchste Chartposition seit „Jump They Say“ 1993. Bevor besagte neue Platte am 8. März erscheint, schickt der Altmeister eine weitere Auskopplung voraus: „The Stars (Are Out Tonight)“.

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New Found Land – New Found Land

Zu Beginn der Aufnahme-Sessions für ihr neues, drittes Album realisierte Anna Roxenholt, dass sich etwas ändern musste. Im Bandformat konnte sie als New Found Land kleinere Erfolge schaffen, darunter Radio-Rotation in Deutschland und die Platzierung auf diversen US-Serien-Soundtracks. Nach zehn Tagen Aufnahmen mit ihren Musikern zog sich Roxenholt aufs schwedische Land in das Haus ihrer Mutter zurück und arbeitete im Alleingang an den Songs weiter, nur um zu realisieren, dass New Found Land im Endeffekt eine einzige Person ist, nämlich sie alleine. Das neue Soloprojekt, wenn man so will, gibt sich selbstbewusst und doch wehmütig. „New Found Land“, das dritte Album, singt gleich mehrere Lieder davon.

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Milo Greene – Milo Greene

Wenn man – neben einem ebenso talentierten Drummer – mit gleich vier Sängern, die obendrein auch noch Multi-Instrumentalisten sind, aufwarten kann (und somit im Prinzip vier Frontleute hat), wäre es nicht naheliegend, eine energiegeladene Liveshow zu fahren, in der sich die potentiellen Rampensäue gegenseitig pushen? Nicht bei diesem Quintett aus Los Angeles. Hier ist Teamwork das A und O, weswegen eine fiktive Gestalt geschaffen wurde, die gleichzeitig Manager und Booker ist: Milo Greene. Egos haben bei den US-Amerikanern nichts zu suchen, wohl aber ein bekömmlicher Mix aus Pop und Neo-Folk, vereint auf dem selbstbetiteltem Debütalbum.

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