Skrillex – Bangarang

Bereits mit 16 Jahren wagte Sonny Moore als Sänger der Screamo-Band From First To Last den Sprung in die Musikwelt, zog sich aber nach einigen Jahren aufgrund von gesundheitlichen Problemen zurück und startete eine Solokarriere. Als Skrillex arbeitete er mit KoRn an einigen Songs ihres aktuellen Albums „The Path Of Totality“ und bringt aktuell Dubstep dem Mainstream näher. Nebenbei sackte er fünf Grammy-Nominierungen ein und hat Youtube-Klicks im neunstelligen Bereich – allein „Scary Monsters And Nice Sprites“ wurde bislang 60 Millionen Mal gesehen. Die neue EP „Bangarang“, Top 20 in den USA, erhält hierzulande nun auch einen CD-Release via Bitclap, die nun auch in Deutschland durchstarten mit Künstlern wie Wynter Gordon, Afrojack und Skrillex‘ BBC Sound of 2012-Mitstreiter Flux Pavilion – der lange vermisste Warner-Nachfolger für Fuel (Moguai, The Disco Boys) scheint nun gefunden.

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Marlon Roudette – Anti Hero (Brave New World)

Mit einem derartigen Comeback hatte im Falle des ehemaligen Mattafix-Sängers Marlon Roudette wohl kaum jemand gerechnet. Zwar war der Erfolg seiner Solo-Debüt-Single „New Age“ auf den deutschsprachigen Raum beschränkt und unter anderem durch die Beliebtheit und den Bekanntheitsgrad des „What A Man“-Soundtracks bedingt, dennoch spricht es für sich, dass der Song in Deutschland unter den zehn größten Hits des Jahres 2011 zu finden ist. Das dazugehörige Album „Matter Fixed“ knackte immerhin die Top 10, auf einen Nachfolgehit musste man bis dato aber warten. Jetzt wurde mit dem Rhythmusbetonten „Anti Hero (Brave New World)“ endlich eine weitere Single auserkoren.

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Underworld – A Collection

2012 wird ein heißes Jahr für die britischen Electro-Legenden Underworld. Nicht nur, dass man 20jähriges Jubiläum feiert – zumindest erschien vor zwei Jahrzehnten die erste, wie man selbst sagt, „anständige Single“ – gemeinsam mit „Trainspotting“-Regisseur Danny Boyle ist man für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele in London verantwortlich. Karl Hyde und Rick Smith leiten das große Jahr mit gleich zwei Compilations ein. Während „The Anthology 1992-2012“ eine Art Update des zehn Jahre alten Best of-Albums auf drei CDs mit zahlreichen Raritäten für Fans und Sammler sein soll, gibt es auf „A Collection“ kompakt sämtliche Underworld-Hits in verkürzten Edits auf einem Silberling.

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Ray Wilson & Stiltskin – First Day Of Change

Der Einstieg bei Genesis gehörte für Ray Wilson vermutlich zu den größten Fehlentscheidungen seiner musikalischen Laufbahn. Nachdem er mit seiner Band Stiltskin Mitte der 90er große Erfolge mit der durch einen Levi’s-Werbespot gepushten Single „Inside“ und dem Album „The Mind’s Eye“ feiern konnte, wurde er später von den Genesis-Fans zu keiner Zeit als würdiger Phil Collins-Nachfolger akzeptiert. Nachdem Genesis nach dem Flop der „Calling All Stations“-Scheibe schließlich vorläufig in die ewigen Jagdgründe eingingen, reaktivierte Ray Wilson 2005 mit Unterstützung durch neue Weggefährten seine alte Band. Seine derzeitige Veröffentlichungspolitik fällt zwar etwas undurchsichtig aus, doch immerhin gelang ihm mit dem „Genesis vs. Stiltskin“-Album nach langen Jahren mal wieder ein kleinerer Charterfolg in Deutschland.

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Vierkanttretlager – Die Natur greift an

„Husum, verdammt!“, schrie Jan Windmeier einst in „Insel“ und machte die nordfriesische Kreisstadt im Punk-Mikrokosmos unsterblich. Einige Jahre später tourten Turbostaat mit Vierkanttretlager aus eben jenem Husum, die sich obendrein im zarten Alter von Anfang 20 anschicken, als potentielle Nachfolger von Tocotronic die deutschsprachige Indie-Krone an sich zu reißen. Bei der Veröffentlichung der EP „Penzion Kanonir“ im Sommer 2010 hatten Teile der Band die Schule noch nicht abgeschlossen, nun stellt man sich – gestärkt durch eine gemeinsame Tour mit Casper – mit dem Debütalbum „Die Natur greift an“ dem zarten Hype.

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Sport – Aus der Asche, aus dem Staub

Eilig hatten es Sport noch nie. Die Hamburger sind mittlerweile zum Quartett angewachsen – Jan-Eike Michaelis stieg bereits zur letzten Tour ein – und tauchten nach dem druckvollen „Unter den Wolken“ wieder ein klein wenig unter. Frontmann Felix Müller arbeitete mit Kante unter anderem an der musikalischen Untermalung zur „Antigone“-Inszenierung von Friederike Heller, weswegen die neuen Songs in den verschiedensten Studios und Proberäumen zwischen Hamburg und Berlin aufgenommen werden mussten. Dieses Hin- und Herspringen hört man „Aus der Asche, aus dem Staub“ – dem vierten Sport-Album in 15 Jahren Bandgeschichte – jedoch nicht an, denn 2012 wirken die Herren fokussierter und in sich ruhender denn eh und je.

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Rihanna – You Da One

Neues Jahr, neues Glück: Auch 2012 setzt die umtriebige und omnipräsente Rihanna ihren Siegeszug durch die weltweiten Charts fort und bringt mit „You Da One“ die zweite Single aus ihrem Album „Talk That Talk“ raus. Und so mancher Hörer wird Parallelen zu den Auskopplungen des Vorgängeralbums „Loud“ feststellen, lässt die rassige Chanteuse doch auf einen wuchtigen Floorfiller erneut einen ruhigen, Reggae-angehauchten Track folgen. Anders als bei „What’s My Name“ 2010 zusammen mit Drake präsentiert sie sich hier solo und kehrt musikalisch mal wieder zu ihren Wurzeln zurück.

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Crippled Black Phoenix – (Mankind) The Crafty Ape

Auf ihrer Homepage versuchen Crippled Black Phoenix einige Missverständnisse aus der Welt zu räumen. Die Briten seien keine Post-Rock-Supergroup, kein Mogwai- oder Portishead-Nebenprojekt und kein Kollektiv, verlautbaren sie, ihre Bandinitialen CBP ständen weder für „Crippled Back Penis“ oder „Canadian Border Patrol“. So weit, so informativ. Wesentlich spannender ist jedoch, dass die Briten ihren überaus eklektischen Sound zwischen Progressive, Folk und Alternative Rock im Rahmen ihres fünften Studioalbums „(Mankind) The Craft Ape“ auf ein zwei CDs umfassendes Konzeptwerk bannen, mit dem sie selbst das so faszinierende „I, Vigilante“ übertreffen.

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B.o.B feat. André 3000 – Play The Guitar

Gerade im HipHop-Feld ist der Crossover-Gedanke stärker ausgeprägt denn je. Stellvertretend dafür steht der 22jährige Bobby Ray Simmons aka B.o.B, der gemeinsam mit Bruno Mars, Paramore-Sängerin Hayley Williams und Jessie J Hit an Hit reihen konnte. Sein Soloalbum „B.o.B Presents: The Adventures Of Bobby Ray“ floppte dennoch. Aus dem für März angekündigten Nachfolger „Strange Clouds“ soll nach dem Titeltrack (sein vierter Top 10-Hit in den USA) nun bereits ein zweiter Song digital und ohne großen Promo-Aufwand veröffentlicht werden. Schade drum, denn wie schon das gecancelte „Magic“ macht „Play The Guitar“ mit seinen Rock-Elementen Laune.

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Mint Julep – Save Your Season

Läge im modernen Shoegazing keine Sehnsucht, könnte klassische Romantik keine frischen Züge haben, ja, wären Keith und Hollie Kenniff gar nicht verheiratet als Mann und Frau – ihre Musik wäre sicherlich ähnlich klanggewaltig, aber vermutlich nicht derart psychedelisch beseelt. Nach Demo und EP präsentiert das Duo Mint Julep mit „Save Your Season“ sein erstes Album. So verlockend wie atmosphärisch vollkommen. Eine Frage des Geschmacks, sicherlich, doch macht ja auch die Minze erst den Mint Julep Cocktail.

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