Alex Clare – The Lateness Of The Hour

Noch vor einem Monat war der Name Alex Clare maximal Fans und Branchen-Insidern ein Begriff. Seitdem sein Song „Too Close“ als Untermalung für den aktuellen Internet Explorer-Werbespot verwendet wurde, kriegt vor allem Deutschland – der 25jährige Londoner steht zwar weltweit in den Charts, allerdings nirgendwo so hoch wie hierzulande – nicht genug von ihm. Während die Single in dieser Woche die Spitze der heimischen Charts erklimmt, steigt sein 2011 nur digital, jetzt auch auf CD veröffentlichtes Debütalbum „The Lateness Of The Hour“ neu auf der #27 ein. Nun stellt sich eine entscheidende Frage: Hat die Platte mehr als nur einen großen Werbehit zu bieten?

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Der König tanzt – Der König tanzt

Ende 2010 kündigten Fettes Brot eine kleine Schaffenspause auf unbestimmte Zeit an, um sich anderen Projekten zu widmen. Eines davon ist Der König tanzt, Solo-Spielweise von Boris Lauterbach aka König Boris. Ob er sich dabei vom gleichnamigen belgischen Historienfilm über Jean-Baptiste Lully, Komponist am Hof Ludwigs des XIV., inspirieren ließ, ist jedoch nicht bekannt. Dafür liebt er den Manchester-Sound der frühen 90er Jahre und schätzt generell die britische Kultur, wie man auf dem schlicht „Der König tanzt“ betitelten Debütalbum bestens hören kann.

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Blek Le Roc – Blek Le Roc

Anfang 2005 gewann Tobias Dirr einen Bandwettbewerb, der mit einem Auftritt beim Münchner Tollwood Festival dotiert war. Problem daran: Er hatte zu diesem Zeitpunkt keine Band am Start. In Lucas Fernandes und Benedikt Abé wurden zwei Mitstreiter gefunden, das Konzert ging gut über die Bühne. Tags drauf erhielt man einen Anruf, ob man nicht für die Vorband von Status Quo einspringen wolle, da diese im Stau stecke. Gesagt, getan: Seither waren Blek Le Roc gemeinsam mit Glasvegas, The Veils und Manfred Mann’s Earth Band unterwegs. 20 Songs hatten sich über die Jahre angesammelt, elf davon haben es auf das eponyme Debütalbum geschafft, das den Bogen von Britpop über Slut zu Post Rock spannt.

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Bastille – Overjoyed

Während sich das Frühlingswetter noch von seiner alles andere als beständigen Seite zeigt, liefern Bastille eben jene melancholische Süße, die gerade den Monat April musikalisch perfekt beschreibt. Aus dem Soloprojekt von Dan Smith – Smiths Geburtstag, der 14. Juli, ist gleichzeitig der Jahrestag des Sturms auf die Bastille – ist mittlerweile eine Band geworden, die zuletzt mit der EP „Laura Palmer“ (ein Querverweis auf David Lynch) und dem gratis erhältlichen Mixtape „Other People’s Heartache“ in Erscheinung getreten ist. Mit der Single „Overjoyed“ wollen Bastille nun auch in Deutschland Fuß fassen.

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The Rasmus – The Rasmus

Die Erfolgsgeschichte der finnischen Rockband The Rasmus beginnt keineswegs erst 2003, als sie mit „In The Shadows“ ganz Europa im Sturm eroberten. Im Gegenteil: Bereits 1994 im zarten Alter von 15 Jahren machten Leadsänger Lauri Ylönen und seine drei Kollegen in der hauseigenen Garage ihre ersten musikalischen Gehversuche. 18 Jahre später kann das Gespann in ihrer Heimat mit vier Nr. 1-Alben und fünf Nr. 1-Singles eine schier unglaubliche Bilanz ziehen. Und auch international läuft es seit Hits wie „First Day Of My Life“, „No Fear“ oder dem oben genannten prächtig. Nach einer langjährigen Pause kehrt die Gruppe 2012 wieder auf die große Bühne zurück und veröffentlicht nach ihrer Single „I’m A Mess“ nun den dazugehörigen selbstbetitelten Longplayer, der poppigere Töne anschlägt und die große Rockshow ein wenig vermissen lässt.

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Sigur Rós – Ekki múkk

Eine ‚langsame Lawine‘ rollt im Zeitlupentempo auf das europäische Festland zu: Mit „Valtari“ erscheint am 25. Mai das erste Sigur Rós-Album seit vier Jahren. In der verlängerten Pause veröffentlichten die Isländer ein Live-Dokument, während Sänger Jónsi neben einer gemeinsamen Ambient-Platte mit seinem Lebensgefährten Alex Somers seine erste Soloplatte auf den Markt brachte. „Valtari“ (dt. „Dampfwalze“) soll nun deutlich ruhiger, zuweilen sogar elektronischer ausfallen. Die Vorabsingle „Ekki múkk“, im Rahmen des Record Store Day auch als streng limitierte 10″ mit der exklusiven B-Seite „Kuistur“ erhältlich, erscheint nun auch digital.

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Caroline Henderson – Jazz, Love & Henderson

In Schweden geboren, jahrelang in den USA gelebt und schließlich nach Dänemark gezogen – nicht nur geographisch hat Caroline Henderson eine bewegte Karriere hinter sich. Die Tochter eines US-amerikanischen Jazz-Schlagzeugers sang in ihrer Jugend in zahlreichen Jazzbands, verkaufte zwischen 1988 und 1992 mit der Pop/Rock-Band Ray Dee Ohh in Dänemark über eine halbe Million Alben, bevor sie sich solo zunächst an Popsongs, später an Disco-Coverversionen versuchte. Erst 2003 kehrte die heute 50jährige Henderson zu ihrer alten Liebe Jazz zurück und veröffentlicht aktuell ihr bereits zehntes Soloalbum „Jazz, Love & Henderson“, auf dem der Name Programm ist.

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Parov Stelar – The Princess

Mit ca. 15 Millionen Plays ist Parov Stelar mittlerweile der populärste österreichische Act auf der Scrobble- und Recommendation-Plattform last.fm – eine vermeintliche Kleinigkeit, die jedoch die Karriere des 37jährigen Linzer DJs und Produzenten Marcus Füreder auf den Punkt bringt. In der Heimat tut er sich ein wenig schwer, international hingegen ist sein Electroswing unheimlich populär. Das 2009 veröffentlichte Doppelalbum „Coco“ wurde mit ausgiebigen Tour-Aktivitäten promotet, „Booty Swing“ war zuletzt sogar Teil einer populären US-Werbekampagne und hält bereits seit Wochen wacker in den amerikanischen Electro-Download-Charts. Mit „The Princess“ erscheint nun ein neues Doppelalbum mit einer jazzig-loungigen und einer clubtauglichen Scheibe.

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Paradise Lost – Tragic Idol

Nur wenige Metalbands haben sich von Album zu Album derart weiterentwickelt wie Paradise Lost. War das Debütalbum noch Death Metal, wurde mit dem Zweitwerk „Gothic“ mal soeben der Gothic Metal neu erschaffen, welcher auf den weiteren Alben bis einschließlich „Draconian Times“ immer weiter perfektioniert wurde. Ende der 90er Jahre entwickelte sich die Band dann zu einer Art Depeche Mode-Kopie, nur um sich gleich darauf in elektro-rockige Gefilde zu begeben. Die Rückkehr zum reinrassigen Gothic Metal auf dem letzten Album „Faith Divides Us – Death Unites Us“ deutete sich auf den Vorgängern zwar schon an, doch erst jenes Album konnte an die großen Werke der 90er Jahre wirklich anschließen. Auf dem neuen Album „Tragic Idol“ setzt die Band diesen Kurs nun absolut linientreu fort.

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DragonForce – The Power Within

Als geflügelte Ewigkeit, feuerspeiend und mir kräftigen Klauen zum Angriff bereit – sind es diese mythologischen Reize eines Drachen, die DragonForce musikalisch dorthin getragen haben, wo man sie entweder als geniales Power-Pack oder als kitschigen Überfluss empfindet? Feststeht, in über zehn Jahren haben sich die Londoner Geschwindigkeits-Metaller mit ihrer Gitarrenarbeit weltweit einen Namen gemacht. Vier Alben zündeten den Turbo, zuletzt das eher ernüchternde „Ultra Beatdown“. Neue Hoffnung gibt der vorgenommene Wechsel am Mikrofon. Stagnation oder Attraktion – der neueste Streich ist wohl der größte Wegweiser in der Bandgeschichte. Ohren auf für „The Power Within“.

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