Stefanie Heinzmann – Stefanie Heinzmann

Da wurde eine Zwangspause doch mal perfekt genutzt: Nach dem durchaus erfolgreichen zweiten Album „Roots To Grow“, aus dem mit dem Titelsong auch eine Top 20-Single ausgekoppelt wurde, musste sich Stefanie Heinzmann einer Stimmbandoperation unterziehen lassen, auf die dann logischerweise eine längere Gesangspause folgen musste. Bis zum nächsten Album sollten schließlich zweieinhalb Jahre vergehen – ein langer Zeitraum, doch das Ergebnis spricht für sich. Bei der schlicht „Stefanie Heinzmann“ betitelten Platte hat man nämlich das Gefühl, dass jede Sekunde, die in die Arbeit daran  gesteckt wurde, perfekt ausgenutzt wurde. Die geniale Vorabsingle „Diggin‘ In The Dirt“ schlägt sich bereits hervorragend in den Charts und das Album ist definitiv das stärkste in der Karriere der 22-jährigen Schweizerin.

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Udo Lindenberg feat. Jan Delay – Reeperbahn 2011 (What It’s Like) (MTV Unplugged)

Huldigungen von Städten, Sehenswürdigkeiten oder Landschaften kommen musikalisch vertont eigentlich immer gut an. Vor allem, wenn sich zwei Ausnahmekünstler der jüngeren deutschen Musikhistorie die Klinke in die Hand geben, um der Hamburger Reeperbahn ein Ständchen zu widmen. Udo Lindenberg und Jan Delay – zwei Quergeister, Vater und Sohn im Geiste, haben Lindenbergs mittlerweile bereits legendären MTV-Unplugged-Auftritt zum Anlass genommen, um gemeinsam den Track „Reeperbahn 2011 (What It’s Like)“ zu performen.

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Esperanza Spalding – Radio Music Society

Es war der große Aufreger der Grammy-Verleihung 2011: Nicht etwa die favorisierten Drake oder Justin Bieber, sondern die dem Mainstream weitestgehend unbekannte Jazz-Sängerin und -Bassistin Esperanza Spalding wurde als beste Newcomerin ausgezeichnet – nicht ernstzunehmende Morddrohungen von pubertierenden Beliebers inklusive. Entsprechend gespannt durfte man im Vorfeld der Veröffentlichung ihres vierten Soloalbums „Radio Music Society“ sein, mit dem sie versucht, zeitgenössischen Jazz der Radiowelt ein wenig näher zu bringen.

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Olli Schulz – SOS – Save Olli Schulz

Seinen Major-Ausflug hat Olli Schulz hinter sich, der Hund Marie ist bei Tomte gelandet, den Bundesvision Song Contest konnte er nicht nach Hamburg holen. Für sein zweites Soloalbum „SOS – Save Olli Schulz“ ließ er sich von Produzent Moses Schneider in eine kleine Kabine im Berliner Transporterraum-Studio einsperren, nahm Stunden an Musik mit seiner Akustikgitarre und Schlagzeug-Begleitung von Ben Lauber auf. Herausgekommen sind 14 Songs und einige Zwischenspiele, die Schulz als vitalen Songwriter zwischen autobiographischen Erlebnissen, humorvollen Beobachtungen und nachdenklichen Geschichten zeigen.

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Anti-Flag – The General Strike

Arabischer Frühling, #Occupy-Bewegung, politischer Stillstand und nicht enden wollende Unterdrückung von Minderheiten – Anti-Flags Rolle als generationsübergreifendes Sprachrohr scheint wichtiger denn je zu sein. Die Punk Rock-Veteranen aus Pittsburgh, Pennsylvania sind längst bei SideOneDummy an- und damit in den Underground zurückgekommen, wo sie sich am wohlsten fühlen und bestens austoben können. Ihr achtes Studioalbum trägt den Titel „The General Strike“ und legt acht Fäuste in die eitrigen Wunden der Reichen und Korrupten.

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Blood Red Shoes – Cold

Vor mittlerweile sechs Jahren tasteten sich Laura-Mary Carter und Steven Ansell mit einer Serie von Singles erstmals an die Musiklandschaft ihrer britischen Heimat heran. Hohe Chartpositionen und exorbitante Verkäufe gehören zwar nicht zu den Spezialitäten der Blood Red Shoes, aber Songs wie „You Bring Me Down“, „Say Something, Say Anything“ und „Light It Up“ haben den beiden ein beachtliches Gefolge beschert, das auf ihr drittes, am 30. März erscheinendes Album „In Time To Voices“ hinfiebert. Die Vorabsingle „Cold“ zeigt Carter und Ansell noch eine Spur härter, sich von Indie- und Post-Punk-Elementen endgültig lösend.

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Killing Joke – In Cythera

Mit einem Paukenschlag meldeten sich Killing Joke im Sommer 2010 zurück. Das Original-Line-Up, das vor über drei Dekaden die Post Punk- und Industrial-Landschaft mitbegründete bzw. revolutionierte, gab mit der EP „In Excelsis“ und dem Album „Absolute Dissent“ ein mächtiges Lebenszeichen inklusive Querverweisen zu den Anfangstagen der Briten von sich. Am 30. März wird mit „MMXII“, dem mittlerweile 15. Studioalbum, entsprechend nachgelegt. Die Vorabsingle „In Cythera“ setzt sich jedoch nicht mit gängigen sozialkritischen und anti-kapitalistischen Themen auseinander, die Jaz Coleman als Konzept der neuen Platte ausgegeben hat, sondern gibt sich überraschend introspektiv und resümierend.

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Epic Fail Vol. 8: Kim Gloss feat. Rocco Stark – Is It Love?

Die ganze Welt wartet auf das nächste große Liebespaar. Vergesst Romeo und Julia, vergesst Honecker und Gorbatschow: hier kommen Kim Gloss und Rocco Stark. Die 19jährige DSDS-Teilnehmerin und der 25jährige Ochsenknecht-Sohn haben sich im Dschungelcamp kennen und lieben gelernt. Und dieses Mal stimmt es auch! Total crazy! Wir sind ja hier schließlich nicht bei Jay Khan und Indira Schlag-mich-tot. Und doch fragen sich die beiden: „Is It Love?“. Wie jetzt? Doch nicht so sicher? Eine bloße rhetorische Frage? Die Sprunghaftigkeit einer längst verloren geglaubten Generation? Aber nein doch! Junge Liebe ist schließlich fantastisch, rein, unverfälscht und mindestens so authentisch wie David Arquette als WCW World Heavyweight Champion.

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MIA. – Tacheles

Was 1997 in Berlin als Schülerband begann, ist mittlerweile zu einer Institution der deutschen Pop/Rock-Landschaft gereift: MIA. haben sich im Lauf ihrer Karriere von den verschiedensten Seiten gezeigt, waren Electropunker, spielten „Stille Post“, tingelten zwischen Zirkus und Club hin und her. Dreieinhalb Jahre nach ihrem bis dato letzten Studioalbum „Willkommen im Club“ erscheint nun mit „Tacheles“ die fünfte Platte der mittlerweile zu einem Quartett geschrumpften Berliner, die sich 2012 durch 80er-Dissen, britische Elektronik und eine feine Prise NDW beißen.

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Michael Kiwanuka – Home Again

2012 soll ein beseeltes Jahr werden, wenn es nach der BBC-Jury geht. Michael Kiwanuka aus London, Sohn ugandischer Eltern, startete seine Karriere als Session-Gitarrist, arbeitete mit Tinie Tempah-Produzent Labrinth und wurde schließlich ein Teil von Communion Records, das Label von Mumford & Sons‘ Ben Lovett. Seine gemeinsame Tour mit Adele brachte ihn schließlich zu einem Majorlabel, verglichen wird seine Stimme mit jener von Legenden wie Bill Withers und Otis Redding. Der 24jährige Brite ist tief in klassischen Soul-, RnB und Blues-Klängen verwurzelt, wie man auf nun auf seinem Debütalbum „Home Again“, dessen Release angesichts des großen UK-Hypes um zwei Wochen vorverlegt wurde, nachhören kann.

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