Schlagwort: Dark Wave

The Dead Sound

The Dead Sound – Cuts

Ende vergangenen Jahres schrieb Love A-Schlagzeuger Karl Brausch erste Demos für ein herrlich düsteres Soloprojekt, auf der Bühne gemeinsam mit Bandkollege Dominik Mercier – die beiden spielen auch gemeinsam bei Matches – und Lars Borrmann von den mittlerweile aufgelösten Freiburg umgesetzt. Mittlerweile sind The Dead Sound eine Band, mit Crazysane Records wurde das passende Label gefunden. Auf dem Einstand „Cuts“ finden sich neun hibbelige, bedrohliche Tracks zwischen Post Punk, Dark Wave, Shoegaze und krautigem Psychedelic Rock.

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Gary Numan – Savage (Songs From A Broken World)

Wer sich mit den Anfängen der New Wave-Musik der 80er Jahre beschäftigen möchte, kommt an dem Namen Gary Numan kaum vorbei. Kein Wunder, hat der 59-jährige Brite mit „Are Friends Electric“ und „Cars“ doch gleich zwei der ersten großen Hits dieser Szene geschaffen. Schon damals ging Gary Numan einen Sonderweg, denn anders als zeitgenössische Prä-New Wave-Interpreten wie The Stranglers, Public Image Ltd oder Ultravox waren er und seine damalige Band Tubeway Army in keiner Weise vom Punk beeinflusst, sondern in erster Linie von Elektronik-Vorreitern wie Kraftwerk. Und dieser Sonderweg setzt sich auch im Jahr 2017 fort, denn anstatt auf den grassierenden 80er-Revival-Trend aufzuspringen, überrascht er die Hörer mit „Savage (Songs From A Broken World)“, einem ziemlich sperrigen, aber nichtsdestotrotz hochklassigem Elektronik-Album.

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Nathan Gray Collective – Until The Darkness Takes Us

Nathan Gray ist immer wieder für Überraschungen gut. Neben der Boysetsfire-Reunion, die seit mehreren Alben kreative Meisterleistungen ausspuckt, bemüht der Sänger nun auch ein Alter Ego. Bereits 2014 legte er den Grundstein für einen deutlich düsteren Sound, nun wagt er sich mit Daniel E. Smith und seinem Nathan Gray Collective gen Dark Wave, Industrial und Gothic vor. Wer die NTHN GRY EP mochte, wird das kompromisslose „Until The Darkness Takes Us“ lieben.

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Austra – Future Politics

Nach einem halben Jahrzehnt ohne festen Wohnsitz, das Katie Stelmanis fast durchgehend auf Tour verbrachte, ließ sich die Kanadierin in Montreal nieder, um sich mit verschiedenen Formen von Einsamkeit und Isolation auseinanderzusetzen und der illustren Karriere der Kritikerlieblinge Austra ein neues Kapitel hinzuzufügen. Spätestens mit dem Umzug nach Mexiko-Stadt fand Stelmanis die radikale Dimension von Musik und Text wieder, trommelte die Band zusammen, und nahm das wuchtige, avantgardistisch-zerstörerische „Future Politics“ auf.

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Kirlian Camera – Ghlóir Ar An Oíche

Seit 31 Jahren gibt es das italienische Dark Wave- / Electro-Projekt Kirlian Camera inzwischen schon. Bisherige Höhepunkte der Karriere waren die Erfolge von Titeln wie „Blue Room“ oder „Heldenplatz“ in den 80ern innerhalb der Wave-Szene, sowie später in den 90ern das Album „Todesengel“ und die Single „Schmerz“ in der sich damals gerade bildenden Gothic-Szene. Als bisheriger Tiefpunkt sind dagegen die völlig unhaltbaren Nazi-Vorwürfe auszumachen, welche glücklicherweise schnell widerlegt werden konnten. Danach wurde es etwas ruhiger um Kirlian Camera, obwohl weiterhin in unregelmäßigen Abständen neue Alben veröffentlicht wurden. Nachdem zuletzt hauptsächlich Sampler mit älteren Stücken erschienen sind, gibt es nun endlich wieder neues Material der Kultband.

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Deine Lakaien – Indicator

Ein Indikator kann vieles sein: Messinstrument, Hinweis, chemische Substanz, Tendenz und Auslöser für Interpretation. Ein bewusst gesetzter Titel für ein Album, der dem Hörer einerseits genügend Raum für die eigene Deutung lässt und andererseits die neue Zeit einleitet. Seit mehr als 20 Jahren sind Alexander Veljanov und Ernst Horn nun bereits gemeinsam musikalisch aktiv, die Historie ihres Schaffens liest sich so eindrucksvoll wie erfolgreich. Bisher schimmerte in allen Werken das geniale Spiel mit Metaphorik und musikalischer Vertracktheit durch, auch wenn über die Jahre die Leitmotive wechselten. Mit „Indicator“ macht die Band nach den großartigen Ausflügen in die Crossover-Klassik und der eigenen Retrospektive nun einen merklichen Cut.

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