Schlagwort: Disco

Hercules & Love Affair – Omnion

Disco is alive and well – das beweisen Hercules & Love Affair von Album zu Album immer wieder aufs Neue. Oberflächlicher Hedonismus trifft auf clevere Texte und Self-Reflexion, gekleidet in Nu- und House-Variationen. „Omnion“ ist aber viel mehr als ’nur‘ eine Dance-Platte, sondern versteht sich als Konzept-Album zum aktuellen Weltgeschehen. In elf Kapiteln geht es um Vertrauen und Toleranz vor der Kulisse weltpolitischer Unruhen und Katastrophen.

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Cut Out Club – Cut Out Club

Tel Avivs erfrischen bunte Muskszene wirft acht besonders schräge Vögel ab. Cut Out Club spielen in verschiedenen Formationen zusammen und haben sich vor allem als Liveband einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Aber auch auf Platte machen die Israelis unheimlich viel Laune. Rock’n’Roll, Funk, Glam und Disco geben sich auf dem schlicht „Cut Out Club“ betitelten Album die Klinke in die Hand. Zeit für eine riesige Party!

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Giorgio Moroder – Déjà Vu

So schnell kann’s gehen: Eigentlich hatte sich Giorgio Moroder schon längst aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Nach einer mehr als erfolgreichen Karriere, die mit je vier Grammys und Golden Globes sowie unzähligen Gold- und Platinauszeichnungen gekrönt wurde, ist das auch durchaus vertretbar. Doch nach seinem 2013er Intermezzo auf Daft Punks Album „Random Access Memories“ standen die Plattenfirmen wieder bei Moroder Schlange. Sony bekam den Zuschlag und akquirierte eine Großzahl hochkarätiger Musiker für „Déjà Vu“, das Comeback-Album des Südtirolers. Darunter auch Kylie Minogue, mit der der 75-jährige Produzent Anfang 2015 „Right Here, Right Now“, die erste Vorab-Single, veröffentlichte.

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Stefanie Heinzmann – Chance Of Rain

Drei Jahre scheint ihr neuer Rhythmus zu sein: So viel Zeit nahm sich die Schweizerin Stefanie Heinzmann bereits für ihr grandioses drittes Album und so viele Jahre liegen seit dem bereits zurück. Anfang des Jahres gab es mit einem Musikvideo zu „Stranger In This World“ bereits einen etwas ruhigeren Vorgeschmack auf das neue Album „Chance Of Rain“. Mit „In The End“, der eigentlichen Lead-Single, wirft Heinzmann jedoch wieder alles nach vorne und erklomm bereits die Top 25 der deutschen Singlecharts.

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Aretha Franklin – Sings The Great Diva Classics

Wenn man keine neuen Ideen hat, bringt man einfach ein ‚Greatest Hits‘-Album oder eine Cover Platte – eine Faustregel, die auf Aretha Franklin nun wirklich nicht zutrifft. Die Queen of Soul hat sich mit ihren 72 Lenzen bereits knapp sechs Jahrzehnte im Musikgeschäft gehalten – stets frisch, stets aufregend, stets überraschend. Wenn die Franklin also klassische und zeitgenössische Songs legendärer Sängerinnen covern möchte, soll sie es tun. „Aretha Frankling Sings The Great Diva Classics“ überrascht – positiv wie negativ.

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Chet Faker – Built On Glass

2011 nahm Nicholas Murphy aus Jux und Tollerei eine Cover-Version des Blackstreet-Klassikers „No Diggity“ auf, die sich fortan wie ein Lauffeuer durch das Internet verbreiten und den Grundstein für Chet Faker, das Soloprojekt des Australiers, legen sollte. Gefangen zwischen souligem Singer/Songwritertum und einem breiten Disco- / House-Background, entstand nach zwei EPs das unverschämt smoothe Debütalbum „Built On Glass“, auf dem kuscheliger House-Pop und post-urbaner Electro-Soul auf semi-analoge Produzententüfteleien treffen.

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Justin Timberlake – Take Back The Night

Es war das mit Spannung erwartete Comeback des Jahres: „The 20/20 Experience“, so hieß Justin Timberlakes neues Baby, das erste Album seit 2006 und sein drittes insgesamt. Fast schon vorhersehbar konnte es spielend sämtliche Erwartungen erfüllen und in unzähligen Ländern an die Spitze der Charts klettern. Warum also nicht weiter auf der Erfolgswelle reiten? Das dachte sich wohl auch Justin selbst und so schießt der frischgebackene vierfache Gewinner der MTV Video Music Awards im September „The 20/20 Experience (2 Of 2)“ hinterher, bevor es schließlich auf seine knapp einjährige Welttournee geht. Seit Mitte Juli steht mit „Take Back The Night“ die erste Single daraus als Download zur Verfügung, für die er seinen inneren Michael Jackson rausgelassen hat.

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Retro Stefson – Retro Stefson

Island, so denkt man, sei aufgrund seines Klimas und Künstlern wie Björk und Sigur Rós eine magische Eislandschaft. Natürlich ist das Quark, wie man spätestens seit „Kimbabwe“, dem internationalen Debüt und gleichzeitig insgesamt zweiten Album von Retro Stefson weiß. Das blutjunge Septett vermischte Afrobeat und World Music mit Rock, Pop und Electro auf schwer zu kategorisierende, dafür überaus tanzbare Art und Weise. Mittlerweile haben sich die Isländer nicht nur einen Ruf als gute Liveband erspielt, ein neues Album haben sie ebenfalls im Gepäck. Wer „Kimbabwe“ mochte, muss sich auf „Retro Stefson“ erst einmal zurecht finden.

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Tyson – Mr Rain

Wenn in diesen Tagen der Name Tyson fällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass damit weder der ehemalige Profiboxer Mike Tyson noch die amerikanische Lebensmittelkette gemeint ist. Tyson lautet nämlich auch der Name eines Newcomers, der sich ganz und gar der Discomusik verschrieben hat – genauer gesagt dem amerikanischen Disco-Sound der 80er Jahre. Der 27-jährige Londoner, der aus einer musikbegeisterten Familie stammt – sein Vater gehörte gar der legendären Reggaeband Misty In Roots an – und schon bei der Band Unklejam mit seiner einzigartigen Stimme für Aufsehen sorgen konnte, wird am 19. Oktober sein Debütalbum „Die On The Dancefloor“ veröffentlichen. Mit „Mr Rain“ fiel die Wahl der Vorab-Single glücklicherweise auf einen der interessantesten Songs der CD.

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Michael Jackson – Bad (25th Anniversary Edition)

Totgesagte leben länger, und sei es nur in den Herzen der Fans. So oder so ähnlich könnte man wohl die posthume Karriere, die Michael Jackson seit seinem Tod am 25. Juni 2009 macht, am ehesten beschreiben. Freuen dürften sich vor allem die Nachlassverwalter sowie die Hinterbliebenen des einstigen King Of Pop, der bereits ein Jahr nach seinem Ableben mehr als eine Milliarde (!) Dollar auf der Habenseite verbuchen konnte. Inwiefern der Rekordvertrag mit Sony Music über zehn weitere Alben bis ins Jahr 2017 moralisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt Papier; und egal ob man nun von Profitgier oder gar Leichenfledderei sprechen möchte: der Mythos lebt weiter. So ist es auch durchaus nachvollziehbar, dass pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum seines Kultalbums „Bad“ ebenjenes in einer „25th Anniversary Edition“ veröffentlicht wird, das in der Tat mal wieder sämtliche nur denkbare Grenzen sprengt.

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