Schlagwort: Disco

Jungle

Jungle – Loving In Stereo

Nach eineinhalb miesen Jahren wäre ein Besuch in der Disco gar nicht mal verkehrt. Ob man nun unter Menschen möchte oder nicht, Jungle holen den stilvollen Retro-Tanzschuppen in die eigenen vier Wände. Das britische Produzentenduo Josh Lloyd-Watson und Tom McFarland erreichte mit den beiden bisherigen Platten die Top 10 in der Heimat, das selbstbenannte Debüt war sogar für den prestigeträchtigen Mercury Prize nominiert. Für „Loving In Stereo“ schlossen sich Jungle mehr oder minder ein Jahr lang im Studio ein, mit ein paar ausgewählten Freunden, und schrieben den passenden Soundtrack für die große Post-Lockdown-Euphorie.

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Róisín Murphy

Róisín Murphy – Róisín Machine

Die ewige Hohepriesterin of Cool landet mit einem Longplayer. Tatsächlich arbeitet sich Róisín Murphy seit mittlerweile mehr als einem Vierteljahrhundert durch die Musikwelt, nicht dass man es ihr anmerken würde. Von ihren bahnbrechenden Alben als Teil von Moloko über unzählige Kollaboration bis zu einer nicht minder eindrucksvollen Solokarriere gibt die Irin nach wie vor die Schlagzahl am Dancefloor vor. Ihre fünfte Platte nennt sich „Róisín Machine“, und genau das ist sie auch.

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Hank von Hell

Hank von Hell – Dead

Im Herbst 2018 kehrte Hank von Hell zurück, dieses Mal solo. Der ehemalige Turbonegro-Frontmann befasste sich auf „Egomania“ mit seinem musikalischen Erbe – ohne große Überraschungen, dafür mit guten Songs. Seinen Zylinder hat er zwar gegen ein Bandana eingetauscht, sonst hat sich aber wenig verändert. „Dead“ spielt mit dem Ableben der Kunstfigur, die letztlich doch – erwartungsgemäß – wie Phönix aus der Asche steigt.

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Tom Misch & Yussuf Dayes

Tom Misch & Yussef Dayes – What Kinda Music

Die Geschichte hinter dem gemeinsamen Album von Tom Misch und Yussef Dayes ist so erstaunlich wie passend. Misch sah Dayes im Grundschulalter bei einer Talentshow Schlagzeug spielen, man behielt sich im Auge, fand aber erst 2018 zusammen. Bei der Launch-Party zu Mischs Debüt-Album begannen die kreativen Funken zu fliegen, aus ersten Ideen wurde schnell ein komplettes Album. Nun fusionieren der Multi-Instrumentalist und der Jazz-Drummer die verschiedensten Genres – Vintage-HipHop, Soul, Jazz und Disco – und erklären „What Kinda Music“ zur Spielwiese für kleine Experimente und große Ideen. Und was für eine Spielwiese das geworden ist.

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Surf Curse

Surf Curse – Heaven Surrounds You

Lieder über Herzschmerz und Entfremdung, direkt aus dem jugendlichen Leben gegriffen, beschäftigten Surf Curse zu Beginn ihrer Karriere. Das ist bald zehn Jahre her, damals spielten Nick Rattigan und Jacob Rubeck noch punkigen Rock. Kürzlich zog das Duo von Reno nach Los Angeles, zugleich wurde der Sound eine Spur sonniger und verträumter. Indie Rock, Post Punk und ein wenig Dream-Pop geben sich auf dem mittlerweile dritten Studioalbum „Heaven Surrounds You“ die sprichwörtliche Klinke in die Hand.

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Hercules & Love Affair – Omnion

Disco is alive and well – das beweisen Hercules & Love Affair von Album zu Album immer wieder aufs Neue. Oberflächlicher Hedonismus trifft auf clevere Texte und Self-Reflexion, gekleidet in Nu- und House-Variationen. „Omnion“ ist aber viel mehr als ’nur‘ eine Dance-Platte, sondern versteht sich als Konzept-Album zum aktuellen Weltgeschehen. In elf Kapiteln geht es um Vertrauen und Toleranz vor der Kulisse weltpolitischer Unruhen und Katastrophen.

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Cut Out Club – Cut Out Club

Tel Avivs erfrischen bunte Muskszene wirft acht besonders schräge Vögel ab. Cut Out Club spielen in verschiedenen Formationen zusammen und haben sich vor allem als Liveband einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Aber auch auf Platte machen die Israelis unheimlich viel Laune. Rock’n’Roll, Funk, Glam und Disco geben sich auf dem schlicht „Cut Out Club“ betitelten Album die Klinke in die Hand. Zeit für eine riesige Party!

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Giorgio Moroder – Déjà Vu

So schnell kann’s gehen: Eigentlich hatte sich Giorgio Moroder schon längst aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Nach einer mehr als erfolgreichen Karriere, die mit je vier Grammys und Golden Globes sowie unzähligen Gold- und Platinauszeichnungen gekrönt wurde, ist das auch durchaus vertretbar. Doch nach seinem 2013er Intermezzo auf Daft Punks Album „Random Access Memories“ standen die Plattenfirmen wieder bei Moroder Schlange. Sony bekam den Zuschlag und akquirierte eine Großzahl hochkarätiger Musiker für „Déjà Vu“, das Comeback-Album des Südtirolers. Darunter auch Kylie Minogue, mit der der 75-jährige Produzent Anfang 2015 „Right Here, Right Now“, die erste Vorab-Single, veröffentlichte.

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Stefanie Heinzmann – Chance Of Rain

Drei Jahre scheint ihr neuer Rhythmus zu sein: So viel Zeit nahm sich die Schweizerin Stefanie Heinzmann bereits für ihr grandioses drittes Album und so viele Jahre liegen seit dem bereits zurück. Anfang des Jahres gab es mit einem Musikvideo zu „Stranger In This World“ bereits einen etwas ruhigeren Vorgeschmack auf das neue Album „Chance Of Rain“. Mit „In The End“, der eigentlichen Lead-Single, wirft Heinzmann jedoch wieder alles nach vorne und erklomm bereits die Top 25 der deutschen Singlecharts.

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Aretha Franklin – Sings The Great Diva Classics

Wenn man keine neuen Ideen hat, bringt man einfach ein ‚Greatest Hits‘-Album oder eine Cover Platte – eine Faustregel, die auf Aretha Franklin nun wirklich nicht zutrifft. Die Queen of Soul hat sich mit ihren 72 Lenzen bereits knapp sechs Jahrzehnte im Musikgeschäft gehalten – stets frisch, stets aufregend, stets überraschend. Wenn die Franklin also klassische und zeitgenössische Songs legendärer Sängerinnen covern möchte, soll sie es tun. „Aretha Frankling Sings The Great Diva Classics“ überrascht – positiv wie negativ.

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