Schlagwort: Disco

Chet Faker – Built On Glass

2011 nahm Nicholas Murphy aus Jux und Tollerei eine Cover-Version des Blackstreet-Klassikers „No Diggity“ auf, die sich fortan wie ein Lauffeuer durch das Internet verbreiten und den Grundstein für Chet Faker, das Soloprojekt des Australiers, legen sollte. Gefangen zwischen souligem Singer/Songwritertum und einem breiten Disco- / House-Background, entstand nach zwei EPs das unverschämt smoothe Debütalbum „Built On Glass“, auf dem kuscheliger House-Pop und post-urbaner Electro-Soul auf semi-analoge Produzententüfteleien treffen.

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Justin Timberlake – Take Back The Night

Es war das mit Spannung erwartete Comeback des Jahres: „The 20/20 Experience“, so hieß Justin Timberlakes neues Baby, das erste Album seit 2006 und sein drittes insgesamt. Fast schon vorhersehbar konnte es spielend sämtliche Erwartungen erfüllen und in unzähligen Ländern an die Spitze der Charts klettern. Warum also nicht weiter auf der Erfolgswelle reiten? Das dachte sich wohl auch Justin selbst und so schießt der frischgebackene vierfache Gewinner der MTV Video Music Awards im September „The 20/20 Experience (2 Of 2)“ hinterher, bevor es schließlich auf seine knapp einjährige Welttournee geht. Seit Mitte Juli steht mit „Take Back The Night“ die erste Single daraus als Download zur Verfügung, für die er seinen inneren Michael Jackson rausgelassen hat.

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Retro Stefson – Retro Stefson

Island, so denkt man, sei aufgrund seines Klimas und Künstlern wie Björk und Sigur Rós eine magische Eislandschaft. Natürlich ist das Quark, wie man spätestens seit „Kimbabwe“, dem internationalen Debüt und gleichzeitig insgesamt zweiten Album von Retro Stefson weiß. Das blutjunge Septett vermischte Afrobeat und World Music mit Rock, Pop und Electro auf schwer zu kategorisierende, dafür überaus tanzbare Art und Weise. Mittlerweile haben sich die Isländer nicht nur einen Ruf als gute Liveband erspielt, ein neues Album haben sie ebenfalls im Gepäck. Wer „Kimbabwe“ mochte, muss sich auf „Retro Stefson“ erst einmal zurecht finden.

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Tyson – Mr Rain

Wenn in diesen Tagen der Name Tyson fällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass damit weder der ehemalige Profiboxer Mike Tyson noch die amerikanische Lebensmittelkette gemeint ist. Tyson lautet nämlich auch der Name eines Newcomers, der sich ganz und gar der Discomusik verschrieben hat – genauer gesagt dem amerikanischen Disco-Sound der 80er Jahre. Der 27-jährige Londoner, der aus einer musikbegeisterten Familie stammt – sein Vater gehörte gar der legendären Reggaeband Misty In Roots an – und schon bei der Band Unklejam mit seiner einzigartigen Stimme für Aufsehen sorgen konnte, wird am 19. Oktober sein Debütalbum „Die On The Dancefloor“ veröffentlichen. Mit „Mr Rain“ fiel die Wahl der Vorab-Single glücklicherweise auf einen der interessantesten Songs der CD.

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Michael Jackson – Bad (25th Anniversary Edition)

Totgesagte leben länger, und sei es nur in den Herzen der Fans. So oder so ähnlich könnte man wohl die posthume Karriere, die Michael Jackson seit seinem Tod am 25. Juni 2009 macht, am ehesten beschreiben. Freuen dürften sich vor allem die Nachlassverwalter sowie die Hinterbliebenen des einstigen King Of Pop, der bereits ein Jahr nach seinem Ableben mehr als eine Milliarde (!) Dollar auf der Habenseite verbuchen konnte. Inwiefern der Rekordvertrag mit Sony Music über zehn weitere Alben bis ins Jahr 2017 moralisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt Papier; und egal ob man nun von Profitgier oder gar Leichenfledderei sprechen möchte: der Mythos lebt weiter. So ist es auch durchaus nachvollziehbar, dass pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum seines Kultalbums „Bad“ ebenjenes in einer „25th Anniversary Edition“ veröffentlicht wird, das in der Tat mal wieder sämtliche nur denkbare Grenzen sprengt.

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Gossip – Move In The Right Direction

Seit mittlerweile drei Jahren ist die dreiköpfige US-amerikanische Band Gossip vor allem bei uns dick im Geschäft – und das ist ganz und gar nicht despektierlich gegenüber Frontfrau Beth Ditto gemeint. Während sie in ihrer Heimat oder in Großbritannien eher nur eine Nebenrolle in den Charts spielen und lediglich mit früheren Werken wie „Standing In The Way Of Control“ 2006 punkten konnten, sind sie besonders in Deutschland seit ihrem Brett „Heavy Cross“ aus dem Jahr 2009 gefragter denn je. Auch das im Mai veröffentlichte neue Album „A Joyful Noise“ konnte mit Leichtigkeit an den Erfolg des Vorgängers „Music For Men“ anknüpfen. Nach der fast schon melancholischen ersten Single „Perfect World“ lassen es die drei Herrschaften aus Arkansas und Washington mit dem Nachfolger „Move In The Right Direction“ wieder mehr krachen, wobei unerwartet spannende Stilbrüche ausbleiben.

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Paloma Faith – Fall To Grace

Als etwas andere Vertreterin der unverschämt eingängigen, bewegenden Soul- und Jazz-Pop-Armada ist die schräge Paloma Faith – gerade in Mode-Dingen ein echtes Unikat – in ihrer britischen Heimat bereits ein Star. Ihr Debütalbum „Do You Want The Truth Or Something Beautiful?“ stieg in die Top 10 ein und hat mittlerweile Platinstatus erreicht. Mit den Singles „New York“ und „Stone Cold Sober“ hat sie es auch in die deutschen Charts geschafft. Auf dem direkten Nachfolger „Fall To Grace“, in UK auf der #2 gelandet, setzt sie ihren eingängig-kauzigen Weg unbeirrt fort.

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Gossip – Perfect World

Nur wahre Musikexperten konnten vor 2009 mit dem Bandnamen Gossip wirklich etwas anfangen. Dabei existiert die Gruppe um die vollschlanke Sängerin Beth Ditto bereits seit 1999, als sie sich in Olympia, der Hauptstadt Washingtons, gründete. Erste Zeichen setzten sie allerdings erst 2007 mit der Single „Standing In The Way Of Control“, die es in Großbritannien bis auf Platz 7 schaffte, das gleichnamige Album holte Platz 22. Der große Durchbruch gelang schließlich im Sommer 2009, als das energetische „Heavy Cross“ in mehreren Ländern die Top 10 knackte und bei uns den silbernen Rang erreichte. Mit ihrem fünften Studioalbum „A Joyful Noise“ und der dazugehörigen ersten Single „Perfect World“ wollen die drei US-Amerikaner nun an die bisherigen Erfolge anknüpfen.

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The Supermen Lovers – Fantasma Disco EP

2001 tanzte Europa einen Sommer lang zu „Starlight“, dem ersten und bislang einzigen Hit (#2 in Frankreich und Großbritannien, in Deutschland nicht über Platz 87 hinaus gekommen) von The Supermen Lovers. Hinter dem House-Projekt steckt der Franzose Guillaume Atlan, der unter diesem Pseudonym bis 2005 zwei weitere Alben, einige Singles und EPs veröffentlichte, bevor es fünf Jahre lang still um die One-Man-Show wurde. Zwei Singles später erschien vergangenen November das Album „Between The Ages“, hierzulande jedoch nur via Import erhältlich. Wer dennoch wissen möchte, wie The Supermen Lovers heute klingen, darf sich auf die EP „Fantasma Disco“ mit zwei Album-Tracks und zahlreichen Mixes freuen.

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The Disco Boys – Volume 12

Seit 2001 veröffentlichen Gordon und Raphael jährlich ihr „The Disco Boys“-Album, bestehend aus DJ Sets, in denen sie aktuelle House-Musik mit Disco-Klassikern vermischen. Zu Beginn noch ein Geheimtipp, kennt sie seit „For You“ 2005 nun wirklich jeder. Die Compilation-Reihe blieb über alle Jahre hinweg eine feste Konstante, die wenig Veränderung erfuhr. Um so mehr überraschen die Neuerungen zur zwölften Auflage.

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