Schlagwort: Folk

The Wood Brothers – One Drop Of Truth

Seit 2006 veröffentlicht das US-amerikanische Folk-Trio The Wood Brothers regelmäßig erfrischend schöne und musikalische Alben, von denen außerhalb ihrer nordamerikanischen Heimat jedoch wenig Notiz genommen wird. Klar, der Mix aus Folk, Blues und Americana ist nach wie vor ein Nischenthema, und doch spielen die Herren aus NYC und Atlanta so herrlich frisch und von jeglichen musikalischen Konventionen befreit auf, dass man ihnen zwangsläufig mindestens ein Ohr leihen will, geradezu muss. „One Drop Of Truth“ ist ihr mittlerweile sechstes Studioalbum.

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Ciaran Lavery – Sweet Decay

In seiner irischen Heimat gilt Ciaran Lavery als einer der wichtigsten Song-Poeten der jüngeren Vergangenheit. Über 80 Millionen Spotify-Streams weltweit sprechen eine deutliche Sprache. So war es Lavery auch besonders wichtig, seine volle Konzentration den Texten seines mittlerweile dritten Albums zu widmen. Für „Sweet Decay“ ließ er sich von Kurzgeschichten inspirieren und vertont eigene Entwürfe in Songform, begleitet von vertrauter Gemächlichkeit zwischen Singer/Songwriter und Folk.

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Beans On Toast – Cushty

Seit 2009 veröffentlicht Jay McAllister aka Beans On Toast jedes Jahr zu seinem Geburtstag am 1. Dezember ein neues Album – pünktlich wie ein Uhrwerk, stets überraschend anders. So widmete sich der Drunk-Folk-Storyteller im vergangenen Jahr erstmals einer rein elektronischen Platte und verzichtete auf seine etatmäßige Gitarre. Auf „Cushty“, dem mittlerweile neunten Album, ist aber wieder alles beim Alten. Beans On Toast hat viel zu sagen und zeigt sich in bestechender Form.

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Mt. Wolf – Aetherlight

Gäbe es eine Band wie Mt. Wolf nicht, man müsste sie erfinden. Die schroffe Hibbeligkeit von Holy Esque trifft auf die verklärte Elektronik von Bon Iver und M83, die wiederum mit charmantem Indie-Pathos Marke Elbow kollidiert. Klingt komisch, funktioniert aber. Elektronisch behafteter, zuweilen dezent avantgardistisch angehauchter Folk-Sound mit glockenhellem Gesang wagt schwierige Experimente. Auf „Aetherlight“ trifft viel Licht auf so manchen Schatten.

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Trevor Sensor – Andy Warhol’s Dream

Die Stimme. Diese unfassbar eigentümliche Stimme. Schräg, schrill und schroff, zugleich aber tief und weise. Und das von diesem Babyface. Wenn Trevor Sensor den Mund aufmacht, kollidieren ganze Planeten. Der 23jährige wollte sich eigentlich seinem Literatur- und Philosophie-Studium widmen, als er bei einem Bar-Gig von Killers-Gitarrist Dave Keuning entdeckt wurde. Eine Sache führte zur nächsten, und nun steht Sensors Debütalbum „Andy Warhol’s Dream“ in den Läden.

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Justin Townes Earle – Kids In The Street

Wie der Vater so der Sohn: Ein Jahr nach Steve Earles starker Platte mit Shawn Colvin zieht nun Filius Justin Townes, benannt nach Townes Van Zandt, nach. Der 35jährige unterschrieb vor kurzem bei New West und zeigt sich auf seinem mittlerweile achten Studioalbum hörbar gereift. Earle heiratete, wurde Vater und nahm erstmals außerhalb von Nashville auf. „Kids In The Street“ ist eine bewegende wie bewegte Platte geworden.

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The Wooden Sky – Swimming In Strange Waters

The Wooden Sky werfen gleich eine Reihe an Fragen auf. Wohin wollen sie musikalisch gehen? Antworten bleiben aus. Welches Konzept steckt hinter dem wilden Soundmix mit zig lyrischen Fäden, die sich im Nirgendwo verlaufen? Auch das wollen die Kanadier nicht verraten. Einzig – das lässt sich mit Sicherheit sagen – der Albumtitel stammt von Frank Herberts Sci-Fi-Roman „Dune“. „Swimming In Strange Waters“ ist bereits das fünfte Album von The Wooden Sky, das abermals Indie, Psychedelia, Americana und Art-Rock in einen großen Topf wirft.

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Emily Millard – By Heron & By Season

Als Miss Emily Brown setzte sie jahrelang musikalische Glanzlichter, nun veröffentlicht Emily Millard unter ihrem bürgerlichen Namen kunstvolle Art-Folk-Songs, die irgendwo zwischen Singer/Songwriter und Jazz tummeln. Die Dame aus Montreal ist hierzulande zwar bestenfalls ein Geheimtipp, hat sich aber offene Ohren verdient. Mit etwas Verzögerung erscheint ihr neues Album „By Heron & By Season“ nun auch in Deutschland.

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Moddi – Unsongs

Ein Dialog mit der norwegischen Sängerin Birgitte Grimstead, der einst die Performance eines Protestsongs in Israel verboten wurde, brachte ihren Landsmann Pål Moddi Knutsen auf die Idee, diesen zu covern und sich schließlich mit aus verschiedenen Gründen verbotenen Lieder auseinanderzusetzen. Aus dieser Idee heraus entstand „Unsongs“, für das sich Moddi, wie er sich auf der Bühne nennt, gleich zwölf solcher Tracks zu eigen macht, teils neu arrangiert und sogar umschreibt.

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Colvin & Earle – Colvin & Earle

Eine seit 30 Jahren währende Freundschaft findet endlich ihre musikalische Erfüllung. Folksängerin Shawn Colvin („Sunny Came Home“) und Roots-Musiker Steve Earle („Copperhead Road“) lernten sich auf der Bühne kennten und blieben sich seither stets verbunden, tourten 2014 sogar gemeinsam. Inspiriert durch die gemeinsame Akustik-Reise, entstand ein schlicht „Colvin & Earle“ betiteltes gemeinsames Album, das neues Material und Interpretationen von Genreklassikern zwischen Folk, Country, Roots Rock und Americana verbindet.

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