Schlagwort: Folk

Eurovision Song Contest 2010: Vorschau (3)

Lena singt für Deutschland! Was haben wir uns dieses Jahr Mühe gegeben, erst ein neues Konzept und dann eine demokratisch untermauerte Vertreterin zu finden. Schließlich gab es in den vergangenen Jahren genug ernüchternde Ergebnisse. Die bisher letzte Top-10-Platzierung datiert aus dem Jahr 2004 mit Max Mutzke. Damals wie heute war der Impulsgeber Stefan Raab. Zumindest weiß er, wie man ambitionierte Talente fordert und fördert. Dass er das für die Öffentlich-Rechtlichen tat, spricht eine deutliche Sprache – eigentlich gegen eben jene Fernsehanstalt und deren hoffnungslose Lage in den Punkteuntiefen, aber für Deutschland 2010.

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Eurovision Song Contest 2010: Vorschau (2)

Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren gibt es auch dieses Mal Änderungen beim Abstimmungsmodell. So werden nicht nur im Finale, sondern bereits in den Halbfinals Jurys zum Einsatz kommen. Während die Zuschauer also über neun der Qualifikanten bestimmen, wird der zehnte Startplatz an einen potentiell erfolgreichen Beitrag vergeben, der sich nicht über das Voting qualifizieren konnte. Selbiges startet außerdem bereits ab dem ersten Act.

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Eurovision Song Contest 2010: Vorschau (1)

Zwischen Tradition, Pop und Kitsch – der jährliche Musikwettstreit des Eurovision Song Contest wird auch bei seiner 55. Ausgabe den multikulturellen Spagat versuchen. Dieses Jahr in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Denn dank Alexander Rybaks „Fairytale“ darf man dort zum dritten Mal (nach 1996 und 1986) der Veranstalter sein. Wie üblich gibt es vor dem Finale zwei Semifinale, dieses Jahr mit je siebzehn Teilnehmerländern. Beatblogger hört voraus, was im ersten am 25. Mai geboten wird.

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Los Campesinos! – Romance Is Boring

Sympathisch, diese Los Campesinos!. Veröffentlichen zunächst zwei Alben innerhalb von acht Monaten, nur um dann ein klein wenig auf Tour zu gehen und das Kollektiv (14 Fäuste für ein Halleluja) bei Laune zu halten. Nun also „Romance Is Boring“, bereits letzten Sommer aufgenommen. Blasinstrumenten und Experimenten wird mehr Platz eingeräumt, was gelegentlich auch songdienlich sein kann.

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Helgi Hrafn Jónsson – For The Rest Of My Childhood

Island ist ein Mekka musikalischer Schönheit, egal ob man Björk, Minus oder Sigur Rós Minus heißt. Helgi Hrafn Jónsson kennt letztere Post-Rock-Größe besonders gut, hat er neben Teitur und Tina Dico doch auch das Quartett mit dem Geigenbogen bereits live unterstützt. Billiges Namedropping, um einer Obskurität nahe dem Polarkreis Gehör zu schenken? Mitnichten, denn mit Jónssons zweitem Soloalbum „For The Rest Of My Childhood“ halt die Natur belassene Schönheit wieder Einzug in das Singer / Songwritertum.

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Lynyrd Skynyrd – God & Guns

Lynyrd Skynyrd? Sind das nicht die Opas von Kid Rock? Nicht ganz, auch wenn es die Southern-Rock-Legenden in seiner Urform bereits seit 45 Jahren gibt. Kaum eine Band hatte mit so vielen menschlichen Tragödien zu kämpfen wie die Herren aus Jacksonville, Florida. Man denke an das Flugzeugunglück 1977 zurück, aber auch an die letzten Monate, in denen Gründunsmitglied Billy Powell und Bassist Ean Evans verstorben sind. Ihr Geist schwebt über „God & Guns“, dem zwölften Studioalbum seit 1973.

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Aviv Geffen – Aviv Geffen

Aviv Geffen ist ein Superstar. Zumindest in seiner Heimat Israel, wo er bislang elf Studioalben veröffentlicht hat. Er ist das, was man einen unbequemen Künstler nennt: Friedensaktivist, Jugendidol, Wehrdienstverweigerer. In unseren Breitengraden ist er allerdings nur ein Insider-Tipp, am ehesten noch durch seine Arbeiten mit Steven Wilson (Porcupine Tree) als Blackfield bekannt. Nun veröffentlicht Geffen sein erstes englischsprachiges Album, schlicht und ergreifend „Aviv Geffen“ betitelt.

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Nelly Furtado – Manos Al Aire

Spätestens seit ihrem letzten Album „Loose“ zählt Nelly Furtado wohl zu den musikalischen Weltstars der heutigen Zeit. Dabei war das Ausmaß des Erfolges so überwältigend, dass sich wohl niemand getraut hätte, auch nur davon zu träumen. Die Singles sorgten für Rekorde, das Album hielt sich fast ein ganzes Jahr in den Top 10 und fast jeder eiferte dem Timbaland-Sound nach. Doch drei Jahre später möchte Nelly Furtado wieder anders klingen. „Mi Plan“ heißt ihr erstes spanischsprachiges Album, aus dem vorab „Manos Al Aire“ als Leadsingle veröffentlich wird.

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The Dø – At Last!

Es raschelt in den Feuilletons, denn The Dø haben in Frankreich ein eindrucksvolles Debüt hingelegt. Das Duo, bestehend aus Dan Levy, Komponist und Multiinstrumentalist, sowie Sängerin Olivia Merilahti fand bei der gemeinsamen Arbeit an einer Filmmusik zusammen. Vor zwei Jahren beschloss es, gemeinsam ein paar Songs zu schreiben, ehe 2008 schließlich das Album „A Mouthful“ erschien. Damit nicht genug, denn man grüßte sogar von der Spitze der französischen Albencharts. Erstaunlich dabei, The Dø singen nicht etwa in ihrer Heimatsprache, sondern weitestgehend auf Englisch. Vorhang auf für die erste Kostprobe hierzulande: „At Last!“.

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Dennis Lisk – Suchen & Finden

Denyo, Denyo 77, Dennis Deutschland, Dennis Dubplate – der 32jährige Dennis Lisk hat bereits seit Beginner-Zeiten mit den verschiedensten Pseudonymen gearbeitet, tritt nun aber erstmals unter seinem bürgerlichen Namen aus. Statt HipHop gibt es dieses Mal handgemachte Musik, eine Art Wechsel zum Liedmachertum, der mit „Suchen & Finden“ durchaus als gelungen zu betrachten ist.

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