Schlagwort: Hard Rock

Nightstalker – As Above, So Below

Seit fast einem Vierteljahrzehnt veröffentlichen die Griechen Nightstalker regelmäßig neue Alben und bedienen sich Retro-Riffs, die sich bis auf die 60s und 70s zurückverfolgen lassen. Von musikalischen Schubladen hält das Quartett jedoch nichts, gerade mit dem in jüngerer Vergangenheit bemühten Stoner-Vergleich kann man nichts anfangen. Und doch lassen die zwischen Black Sabbath und Kyuss verorteten Riffs auf „As Above, So Below“ kaum anderweitig zuordnen.

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Airbourne – Breakin‘ Outta Hell

Keine Airbourne-Rezension ohne AC/DC-Vergleich – bringen wir diese lästige Pflicht somit am besten gleich zu Beginn dieses Textes hinter uns. Natürlich erinnert die Musik der genau wie die großen Vorbilder aus Australien stammenden Hard Rock-Band rund um die Brüder Joel und Ryan O’Keeffe auch im Jahr 2016 stark an eben jene Rock-Giganten, hier und da garniert mit dezenten Anleihen bei anderen Bands aus dem hart rockenden Blues Rock-Spektrum wie z.B. Whitesnake. Will man als Gruppe jedoch auf lange Sicht bestehen, ist auch das Entwickeln einer eigenen Identität von Nöten. Mit „Breakin‘ Outta Hell“ ist dieser Tage das vierte Airbourne-Album in die Läden gekommen. Grund genug also, einmal abzuchecken, wie gut es um die Identität des Quartetts bestellt ist.

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Hansen & Friends – XXX – Three Decades In Metal

Jubiläen sind ja immer so eine Sache. Oft werden sie von Bands dazu genutzt, eine Best Of-Rückschau ihres Schaffens in die Läden zu bringen, in anderen Fällen werden alte Songs neu eingespielt und auf zumeist eher zweifelhaften Retroscheiben veröffentlicht. Kai Hansen, seines Zeichens Ex-Helloween-Gitarrist und Sänger sowie Gitarrist und Songschreiber bei seiner Band Gamma Ray und bei Unisonic, geht einen anderen Weg. Nicht nur, dass es ungewöhnlich ist, wenn ein Künstler, der sonst nur aus Bandzusammenhängen bekannt ist, zu seinem persönlichen 30-jährigem Schaffensjubiläum eine Soloscheibe veröffentlicht, nein, sein Album „XXX – Three Decades In Metal“ ist auch frei von aufgewärmten Altlasten und enthält zehn brandneue Kompositionen und jede Menge Kollaborationen mit dem Who-is-Who der deutschen Heavy-Szene.

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Franklin Zoo – Red Skies

Dänemark konnte sich in den letzten Jahren als wahre Rock- und Metal-Talenteschmiede etablieren. Bestes Beispiel dafür sind die hierzulande bis dato kaum bekannten Franklin Zoo. Ein Sänger, der an Chris Cornell erinnert, dazu der Sound von Alter Bridge, Mastodon und diversen Post-Grunge-Größen. Zwischen schier unheimlicher Power und rohen Emotionen packt das Quintett nun sein zweites Studioalbum „Red Skies“ aus, das einen heißen Gitarrenherbst einläutet.

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King Of The North – Get Out Of Your World

Auch wenn man es ihnen nicht anhört, so stecken hinter King Of The North gerade einmal zwei Musiker. In punkto Intensität und Hingabe führen sie die Power-Duo-Tradition von Johnossi, Death From Above 1979 und The Black Keys fort, erinnern musikalisch aber eher an den wuchtigen Hard Rock von Wolfmother, ergänzt durch Stoner- und Punk-Elemente. Auf ihrem zweiten Album „Get Out Of Your World“ packen die beiden Australier Andrew Higgs und Steve Tyssen einmal mehr den Groove-Hammer aus.

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Spidergawd – III

Längst mehr als ’nur‘ ein Motorpsycho-Nebenprojekt, konnten sich Spidergawd mittlerweile zu einem Fixstern am gediegenen Rocker-Himmel etablieren. Ihre Alben erscheinen fleißig im Jahresrhythmus und zeugen vom steten Drang nach Weiterentwicklung. Ließ das eponyme Debüt noch experimentelle Epen und folkige Magie zu, entwickelte sich „II“ mehr und mehr zum 70s-Rock-Rundumschlag mit deutlichem Fokus auf Songdienlichkeit. „III“ vertieft derlei Bestrebungen, steht musikalischem Freigeist aber weiterhin offen gegenüber.

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Axel Rudi Pell – Game Of Sins

Axel Rudi Pell und kein Ende! Auch nach dem 25-jährigen Jubiläum seiner nach ihm betitelten Band denkt der Wattenscheider Gitarrist in keiner Weise ans Aufhören. Warum auch, steht sein Name doch wie kaum ein anderer für traditionellen hochwertigen Hard Rock der ganz alten Schule. Alle zwei Jahre ein neues Album – dieser Logik folgend erscheint pünktlich zum Jahresbeginn der Nachfolger des 2014er-Werkes „Into The Storm“. Wer die bisherige Bandgeschichte kennt, wird sicherlich eine Vorstellung davon entwickeln können, wie „Game Of Sins“ in etwa klingen mag. „Kennste eine, kennste alle“, schimpfen die Neider, während die Anhänger Pells von Markenzeichen und Traditionsbewusstsein sprechen. Recht haben beide Seiten ein bisschen – entscheidend ist aber immer noch die Qualität und die spricht eindeutig für Axels neues Werk.

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Ghost – Meliora

Psychedelic Doom? Okkult Rock? Oder schlicht und einfach Heavy Metal mit 60s- und 70s-Einflüssen? Egal wie man die Musik von Ghost auch nennen mag, eigenständig ist der Sound des Sextetts definitiv. Die Band, die in klassischer Alice Cooper-, Lordi– oder Powerwolf-Manier auf Pseudonyme zurückgreift, mischt auf gekonnte Weise den Psychedelic Rock der 60er mit dem Doom der 70er und dem Heavy Metal der 80er. Mit dieser Masche und dem zweiten Album „Infestissumam“ konnten sie in ihrer schwedischen Heimat bereits den ersten Platz der Albencharts erobern. Wer sich aber überhaupt hinter Ghost verbirgt, kann man höchstens erahnen – auf der Bühne treten sie nämlich als fünf maskierte namenlose Ghule nebst einem als „Papa Emeritus“ bezeichneten Sänger, der bisher nach jedem Album ausgetauscht wurde, auf. So gibt es denn auch auf der neuen, dritten Scheibe „Meliora“ mit „Papa Emeritus III.“ wieder eine neue Stimme zu hören.

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Radkey – Dark Black Makeup

Eminem, Jesse James, Jane Wyman – die Liste der berühmten Töchter und Söhne der Stadt St. Joseph im US-Bundesstaat Missouri könnte unterschiedlicher kaum sein. Auch die drei Brüder Darrion, Isaiah und Solomon Radke, 22, 20 und 18 Jahre jung, wuchsen dort auf, zogen mit ihrer 2010 gegründeten Band Radkey aber kürzlich nach Kansas City, wo nach ihren Angaben deutlich mehr los sein soll. Vermeintliche ländliche Zurückgezogenheit hört man ihrem Debütalbum „Dark Black Makeup“ sowieso nicht an. Stattdessen lehren sie unter anderem alten Danzig-Anhängern das Fürchten.

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Ivan & The Parazol – Mode Bizarre

Ivan & The Parazol sind mittlerweile gern gesehene Festival-Dauergäste, steuerten unter anderem die Veranstaltungshymnen für das SXSW und das Sziget bei. In hiesigen Gefilden fristen die Ungarn mit ihrem zackigen Gitarren-Sound von klassischem 70s-Rock bis zur hibbeligen Garage-Bombe allerdings noch ein Randgruppendasein. Folglich spät schafft es ihr zweites Album „Mode Bizarre“ nach Deutschland und entpuppt sich sogleich als Indie-Wundertüte.

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