Schlagwort: Hard Rock

Foo Fighters – Sonic Highways

Nach dem unwahrscheinlich populären und vielfach ausgezeichneten Garagenalbum fürs Stadion, „Wasting Light“, wollte Dave Grohl mehr. Bloß ein Album aufzunehmen ist für den Tausendsassa längst nicht mehr genug, und so schickte er seine Foo Fighters auf eine Rundreise quer durch die USA. Acht Städte, acht Studios, acht Songs, acht Gäste, acht Dokufolgen – begleitet wurden die Aufnahmen durch eine HBO-Serie, die viel mehr als ein bloßes Making of ist, die auf die Musikszene der jeweiligen Städte eingeht. Beinahe droht „Sonic Highways“, das Album hinter diesem Multimedia-Konzept, verloren zu gehen. Bei all der Grandezza kann es für die Foo Fighters eigentlich nur ein Hit oder ein Flop werden. Dazwischen gibt es nichts.

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Queen – Queen Forever

Brian May und Roger Taylor halten das Queen-Banner nach wie vor hoch mit Herzblut und Einsatz. Gemeinsam mit Adam Lambert geht es nun auf große Nordamerika-Tour – eine Entscheidung, die, wie nicht anders zu erwarten war, das Fanlager spaltet. Große Vorfreude herrscht hingegen auf „Queen Forever“, eine Compilation, die vor allem auf Balladen und epische Momente setzt. Neben neu abgemischten und alternativen Versionen bekannter Songs stehen vor allem drei bislang unveröffentlichte Tracks im Mittelpunkt, darunter ein spektakuläres Duett.

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The Picturebooks – Imaginary Horse

Auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt, begehen The Picturebooks ihr mittlerweile drittes Album. Das dynamische Duo um Fynn Grabke und Maddin zog sich in die Garage zurück, rückte das Schlagzeug in den Vordergrund und ließ selbstgebaute Percussion-Instrumente zentrale Rollen übernehmen. Der Albumtitel stammt aus Fynns Kindheit. Beim „Imaginary Horse“ handelt es sich um Pon Pon, ein imaginäres Pferd, das den Sänger und Gitarristen während dessen Kindheit begleitete.

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Robert Plant – lullaby and… The Ceaseless Roar

Der Kreis schließt sich und bleibt doch weit geöffnet: Nach dem mehrfach ausgezeichneten Duett-Album „Raising Sand“ mit Alison Krauss sowie dem weitestgehend folkigen, introvertierten „Band Of Joy“ geht Robert Plant zwei Schritte zurück, um derer drei vorwärts zu gelangen. Seine Band heißt nun The Sensational Space Shifters und besteht aus Musikern, mit denen Plant teils schon vor dieser Roots- und Americana-Episode zusammenarbeitete. Auch musikalisch orientiert sich „lullaby and… The Ceaseless Roar“ überwiegend (aber nicht ausschließlich) an den Werken vor dieser Zeit; gewisse Überraschungen inklusive.

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The Bulletmonks – No More Warnings

Rotzig, ruppig, entfesselt – nicht gerade still und kaum heimlich haben sich The Bulletmonks ihren Ruf als treibende Kraft im Hard Rock-Sektor erarbeitet. Mittlerweile sind die Nürnberger zu fünft. Da sich Tyler Voxx nun voll und ganz auf den Gesang konzentrieren will, übernimmt mit Shark Shooster ein neuer Mann die Gitarre. Dazu ist seit Sommer 2013 Neuschlagzeuger Bristle Brush Johnson, ein Absolvent der L.A. Music Academy, an Bord. Gemeinsam nahm man das mittlerweile dritte Album „No More Warnings“ im Kellerstudio von DESSS Recordings auf.

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Rival Sons – Great Western Valkyrie

Ist die Zeit der großen Rockbands vorbei? Nur selten schaffen es heutzutage Künstler, sich den Stadionstatus vergleichbarer Vertreter der 60er bis 90er Jahre zu erspielen. Rein musikalisch hätten viele das Zeug dazu, darunter Rival Sons. Das Quartett aus Long Beach, Kalifornieren macht keinen Hehl aus seiner offenkundigen Vorliebe für Led Zeppelin. In ähnlich ausladenden und doch im Kern erdig-bluesigen Gefilden agiert auch das mittlerweile vierte Studioalbum „Great Western Valkyrie“; abermals über die ursprünglich als Krachmacher bekannten Earache Records veröffentlicht, abermals sich am Blueprint des guten, alten Rock’n’Roll orientierend.

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Black Lung – Black Lung

So mild der Winter in kontinentaleuropäischen Breitengraden auch war, in den USA war es sehr lange sehr kalt, bitterkalt geradezu in Baltimore an der Ostküste. The Flying Eyes waren nach der überaus erfolgreichen Tour zu ihrem bockstarken Album „Lowlands“ nach Hause gekommen und hatten eine neue Platte aufbereitet – ein psychedelisches Folkrock-Album, wie es heißt. Um Abstand zu gewinnen, reaktivierten Elias Schutzman und Adam Bufano in eben jenem langen Winter ihren Nebenschauplatz Black Lung mit Multi-Instrumentalist und Sänger Dave Cavalier. Binnen kürzester Zeit war das eponyme Debüt aufgenommen, das sicherlich mehr ist als eine bloße Überbrückung der Flying Eyes-Wartezeit.

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Super Duper Alice Cooper

1964 wollte der 16jährige Schüler und Läufer Vincent Furnier am Talentwettbewerb seiner Schule teilnehmen. Gemeinsam mit Teamkollegen gründete er The Earwigs, aus denen The Spiders und schließlich Alice Cooper werden sollten. Der Bandname sollte später zu Furniers bürgerlichem Namen werden, er verkörperte die Kunstfigur beinahe zwei Jahrzehnte lang Tag und Nacht mit allen Highlights und Abgründen. „Super Duper Alice Cooper“ wagt einen Blick zurück auf die ersten beiden Jahrzehnte Furniers und Coopers in einer ganz eigenen Dokumentationsform, die man so wohl noch nie gesehen hat.

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Daily Thompson – Daily Thompson

Proberaum, Aufnahmestudio, Liveshow – in diesem unspektakulären aber effektiven Zyklus agieren Daily Thompson seit Bandgründung vor zwei Jahren. Das Trio aus Dortmund hat sich dem großen Fuzz-Wahnsinn verschrieben, kombiniert Stoner-, Grunge- und Hardrock-Elemente auf unwiderstehliche Art und Weise. Nach einem Demotape erscheint nun das eponyme Debütalbum via 141records. Rad und Riff werden nicht neu erfunden, dafür hagelt es links und recht bauchgesteuerte Arschtritte.

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Dio – Live In London – Hammersmith Odeon 1993

Auch mittlerweile vier Jahre nach seinem Tod purzeln immer wieder neue Dio-Releases in die Läden. Das Eindrucksvolle daran: Qualitative Schwankungen sind kaum festzumachen, was für den legendären Sänger an sich und auch für seine Nachlassverwalter (insbesondere seine Frau Wendy Dio) spricht. Nach einem Tribute-Sampler für Dios Krebs-Stiftung gibt es nun – wieder mal – Live-Material. Auf „Live In London“ wurde der Abschlussgig der Europa-Tour 1993 aus dem Londoner Hammersmith Odeon zu Dios sechstem Studioalbum „Strange Highways“ festgehalten.

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