Schlagwort: Indie Rock

Spider Bags – Someday Everything Will Be Fine

Nach ein paar ruhigeren Jahren melden sich Spider Bags endlich wieder mit einer neuen Platte zurück, vier Jahre nach ihrem Debüt für Merge Records. Ihren lässigen, gerne mal etwas bissigen Sound zwischen Indie und Garage ließen sich die Herren aus North Carolina dieses Mal vom einem Vintage-Aufnahme- und Mischgerät verfeinern. Klingt technisch, passt aber bestens zum Trio: „Someday Everything Will Be Fine“ ackert sich in gut 38 Minuten durch das musikalische Erbe der Band.

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The Rock*A*Teens – Sixth House

Mitte/Ende der 90er Jahre veröffentlichten The Rock*A*Teens mehrere gutklassige Alben, der ganz große Wurf blieb der Band aus Cabbagetown in Atlanta, Georgia jedoch versagt und so löste man sich 2002 auf. Vor vier Jahren trat man erstmals wieder gemeinsam auf. Das Feuer war schnell wieder entfacht und so setzt es wieder feinen Indie Rock aus dem Süden. „Sixth House“ tauscht ungestümen Sturm und Drang gegen hymnische Direktheit ein.

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The Hunna – Dare

Die nächste junge, britische Gitarrenband schickt sich an, die Welt zu erobern. Tatsächlich schafften es The Hunna vor zwei Jahren mit ihrem Debütalbum in die Top 20 in ihrer Heimat und durften sich an die Bühne mit so manchen Granden teilen. Durchschnaufen gilt allerdings nichts, denn nun steht das vermeintlich schwere zweite Album in den Startlöchern. ‚Vermeintlich‘ ist hier das Schlüsselwort, denn „Dare“ gibt sich über weite Strecken angenehm leicht und sympathisch.

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Berlin Syndrome – Sweet Harm

Von der WG hinaus in die Weltgeschichte. Graeme Salt zog 2013 von Manchester nach Magdeburg, lerne beim Gitarrespielen in der WG-Küche Robert Meinel kennen und schrieb erste Songs. Schnell war ein Band-Line-up gefunden, Berlin Syndrome wollten in die Weltgeschichte hinaus. Nach einer charmanten EP wird das Quintett nun flügge. „Sweet Harm“ zelebriert charmant-verspielten, gelegentlich düster angehauchten Indie Rock der überwiegend britischen Schule.

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Rolling Blackouts Coastal Fever – Hope Downs

Aktuell machen sich wieder ein paar Gitarrenbands auf den Weg, ein Genre zu retten. Zumindest will die Hype-Presse Entsprechendes suggerieren. Rolling Blackouts Coastal Fever lassen sich davon jedoch herzlich wenig beeindrucken und stehen über den Dingen. Das australische Quintett machte mit diversen kurzweiligen Kleinformaten auf sich aufmerksam und bannt seinen dezent angepunkten Gitarren-Pop via Sub Pop – wo auch sonst? – erstmals auf Studiolänge. „Hope Downs“ bestätigt sämtliche Vorschusslorbeeren unwahrscheinlich lässig.

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Stephen Malkmus & The Jicks – Sparkle Hard

Stillstand? Für einen getriebenen Musiker wie Stephen Malkmus eigentlich undenkbar, und so ruft er seine Band The Jicks zum bereits siebten Studioalbum herbei – eine Release-Karriere, die mittlerweile fast doppelt so lange wie jene von Pavement andauert. Auf „Sparkle Hard“ wollte Malkmus gängige Strukturen aufbrechen. Entsprechend vertraut und letztlich doch ganz anders geben sich diese elf brandneuen Songs.

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Lauren Ruth Ward – Well, Hell

Eigentlich wünschte sich Lauren Ruth Ward nichts sehnlicher, als gemeinsam mit ihren Freunden eine Band zu gründen, was jedoch aus beruflichen Gründen nicht klappen sollte. Eines Tages ließ Ward ihr Leben als Hairstylistin in Baltimore hinter sich, ging nach Los Angeles und fand tatsächlich musikalische Unterstützung. Bandnamen braucht es allerdings keinen, denn der neuen Vorzeige-Stimme des Rock gebührt der verdiente Platz im Rampenlicht. „Well, Hell“ ist ihr überaus vielseitiges Debüt.

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Fuck Yeah – Funny Farm

Fuck Yeah – der Name ist Programm. Anlaufschwierigkeiten kennt das Quartett aus München nicht, denn kurz nach Bandgründung erschien eine erste EP, wenige Monate später das Debütalbum „Fuck Yeah“. Was dort zu hören war, torpedierte Gevatter Rock mit Presslufthämmern und Bontempi-Orgeln: Freigeist pur mit guten Songs und gutgemeinten Experimenten. Mehr von dieser unorthodoxen wie kurzweiligen Mischung landet nun auf „Funny Farm“.

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Forth Wanderers – Forth Wanderers

Als Band mögen sie in den letzten Jahren gewachsen sein, die Songwriting-Strategie der Forth Wanderers änderte sich seit ihren High-School-Tagen jedoch kaum: Gitarrist Ben Guterl kleistert ein instrumentales Korsett zusammen und gibt an Ava Trilling weiter, die sich um Lyrics und Gesangsmelodie kümmert, dann arbeitet das Quintett zusammen an der Demo. Obwohl man unweit von einander entfernt im Bundesstaat New Jersey lebt, bleibt es bei diesem Stückwerk – die bisherigen Releases sprechen für diese Taktik. Mit dem schlicht „Forth Wanderers“ betitelten Zweitling feiern die US-Amerikaner nun ihren Einstand für Sub Pop.

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Please Madame – Young Understanding

Die Mozartstadt Salzburg darf gerne als musikalisch vorbelastet betrachtet werden. Hier brodelt es ordentlich mit unerwarteter musikalischer Breite, gerade im weit gesteckten Gitarrenbereich. Please Madame drängen nun ein zweites Mal an die Oberfläche. Nach einem sympatischen Debütalbum und gemeinsamen Auftritten mit Hurts und Mia. ging es zurück ins Studio, um den hymnischen, unverschämt eingängigen Indie Rock in Form zu gießen. „Young Understanding“, das Ergebnis mehrmonatiger Arbeiten, kann sich hören lassen.

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