Schlagwort: Indie Rock

Alex Lahey

Alex Lahey – The Best Of Luck Club

„I Love You Like A Brother“ mischte im Herbst 2017 zumindest die Musikszene Down Under auf. Alex Lahey landete mit einer herrlich scharfsinnigen, humorvollen und eingängigen Platte zwischen Alternative Rock, Indie und ein wenig Singer/Songwriter einen Volltreffer, der hierzulande allerdings nicht annähernd ausreichend Aufmerksamkeit erreichte. Ob es jetzt besser klappt? Lahey widmet sich Selbstzweifeln, mentaler Gesundheit, Trennungen und neuen Beziehungen sowie der Gelangweiltheit ihrer Generation. „The Best Of Luck Club“ entpuppt sich als kleine Offenbarung.

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Burning Alms

Burning Alms – Afternoon Sass

Burning Alms lassen nicht sonderlich viele Informationen über sich aus und rücken stattdessen die Musik in den Mittelpunkt. Macht auch Sinn, denn was das mittlerweile in London ansässige Trio auf Platte bannt, weiß zu faszinieren. Schrammeliger Rock mit Noise-, Punk- und sogar Jazz-Einschlag experimentiert mit wachsender Begeisterung und findet doch immer wieder zu unerwartet eingängigen Sounds Marke Trail Of Dead oder Sebadoh zurück. „Afternoon Sass“ ist ihr neuester Nackenschlag.

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Charly Bliss

Charly Bliss – Young Enough

Vor zwei Jahren schlugen Charly Bliss, scheins aus dem Nirgendwo, mit dem poppig-punkigen Nackenschlag „Guppy“ auf und setzten Stoßwellen frei. Eva Hendricks‘ glockenheller Gesang, von scharfkantigen Gitarren umgarnt, war ein Happening für sich. Auf dem Zweitling „Young Enough“ schwimmen sich die New Yorker mehrfach frei. Einerseits setzen sie neue musikalische Akzente, andererseits rechnet Hendricks mit einer missbrauchenden Beziehung ab, richtet ein überdimensionales ‚Fuck you!‘ an den Ex und richtet sich in einem Kraftakt wieder auf.

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An Horse

An Horse – Modern Air

Nach mehreren Jahren im ununterbrochenen Tour-Album-Tour-Zyklus, von mehreren privaten Schicksalsschlägen begleitet, waren An Horse am Ende. Kate Cooper und Damon Cox verordneten sich eine künstlerische Pause und verließen ihre australische Heimat in Richtung Montreal bzw. New York. Stolze sechs Jahre sollte diese Auszeit dauern, in der man freundschaftlich verbunden blieb, dann ging alles ganz schnell. Ideen wurden hin- und hergeschickt, über Weihnachten ging es nach Brisbane, dann folgte der Feinschliff in Kanada und schon steht „Modern Air“ in den Startlöchern.

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van Kraut

van Kraut – Zäune aus Gold

Gute Musik muss keine Bäume ausreißen. Manchmal reicht die Reduktion aufs Wesentliche: Gesang, Schlagzeug und Gitarre, mehr braucht es nicht. Das Duo van Kraut aus Hamburg singt von Beklemmung, Elend und Leid, ohne in Selbstmitleid zu verfallen. Indie Rock, ein Hauch von Post Punk und dezentes Pop-Appeal begleiten „Zäune aus Gold“, den bereits zweiten Streich von Christoph Kohlhöfer und Tobias Noormann.

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Jade Bird

Jade Bird – Jade Bird

Beinahe im Monatstakt schießen aktuell junge, unheimlich talentierte Musikerinnen aus dem Boden und verlangen nach verdienter Aufmerksamkeit. Eigentlich waren sie immer schon da, wenn man genau sein will, bloß hat es ein wenig gedauert mit der verdienten Bühne. Dass Jade Bird – ihr echter Name – erst 21 ist, hört man der jungen Südlondonerin kaum an. Zu schmissigen Indie- und Folk-Klängen arbeitet sie sich an Traurigkeit und Melancholie ab. „Jade Bird“ ist ein starkes Debüt geworden.

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Sad Planets

Sad Planets – Akron, Ohio

Eine Stadt, eine Freundschaft: Die Wurzeln von Patrick Carney (The Black Keys) und John Petkovic (Cobra Verde, Sweet Apple) liegen in der einstigen Reifenmetropole Akron im US-Bundesstaat Ohio. Hier traf man sich erstmals 1999 in einem Museum, hier fand man wieder zusammen, hier liegt das Zentrum sämtlicher Inspiration. Ganz spontan wurden zehn gemeinsame Songs aufgenommen und mit Sad Planets die dazugehörige Band gegründet. Das Album konnte natürlich nur einen Titel tragen: „Akron, Ohio“.

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Auletta – Auletta

Die deutsche Indie-Szene schien Auletta zu Füßen zu liegen. Nach einem ersten Minihit („Meine Stadt“), der auf dem Soundtrack eines bekannten Fußball-Videospiels enthalten war, sowie der Teilnahme am Bundesvision Song Contest ging das zweite Album 2011 in die Top 40. Ein Jahr später verschwanden die Mainzer nach einen Auftritten von der Bildfläche, Leichtigkeit und Spaß an der Musik waren verloren gegangen. Erst 2017 begannen die Arbeiten an neuem Material, Crowdfunding öffnete Vertriebswege: „Auletta“ ist nun endlich da und zeigt mehr Ecken und Kanten, ohne dabei auf feinsinniges Fingerspitzengefühl zu verzichten.

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Ulf

Ulf – Es ist gut

„Vier gute Lieder“ – irgendwo zwischen Selbstbewusstsein und Selbstironie legten Ulf mit dieser 4-Song-Demo den Grundstein für eines der interessanten Debütalben des noch jungen Jahres. 2014 in Hamburg gegründet, setzt das Quintett auf Punk mit Indie- und sogar 90s-Emo-Einschlag. Querverweise auf Captain Planet und Turbostaat kommen von ganz alleine, wenn „Es ist gut“ auf dem Plattenteller landet. Und ja, ‚gut‘ sind diese elf Tracks allemal.

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Martha

Martha – Love Keeps Kicking

Martha kommen aus Pity Me, sind aber alles andere als bemitleidenswert – das obligatorische Wortspiel wäre hiermit abgedeckt. Tatsächlich konnte sich das britische Quartett mit gleich mehreren Stimmen ohne Frontanker in den letzten fünf Jahren beständig ein kleines aber feines Publikum erspielen, das die Mischung aus Punk, Indie und Garage Rock hörbar zu schätzen weiß. Auf „Love Keeps Kicking“ befassen sich Martha nun mit dem Ende einer Beziehung und stellen diese episodenweise in den Kontext der gegenwärtigen weltpolitischen und gesellschaftlichen Abwärtsspirale.

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