Schlagwort: Psychedelic Rock

The Pink Moon

The Pink Moon – Cosmic Heart Attack

Der geschmackvolle Garagen-Rock von The Pink Moon entlädt sich bevorzugt auf Raten. Prinzipiell halten die Norweger herzlich wenig davon, etwas übers Knie zu brechen, und lassen sich Zeit zwischen den Releases – eine Art Drei-Jahres-Rhythmus konnte sich bei den neuerdings zum Quartett geschrumpften Skandinaviern etablieren. Auf ihre musikalischen Qualität hat das allerdings keine Auswirkungen, im Gegenteil: „Cosmic Heart Attack“ knüpft locker an den unterhaltsamen Vorgänger an.

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Kaskadeur

Kaskadeur – Uncanny Valley

Nach mehreren spannenden Alben und Touren waren Stonehenge ihrem Korsett entwachsen. Bei den Aufnahmen zur neuesten Platte merkten die Druiden aus Potsdam, dass die Songs den musikalischen Rahmen zwischen Retro und Stoner endgültig gesprengt hatten. Deswegen nun also ein neuer Name – Kaskadeur – und ein zweites Debütalbum, wenn man so will. „Uncanny Valley“ ist alles und nichts, ein wildes Festival der Gitarrenmusik mit Elementen aus Prog, Psychedelic, Stoner, Heavy, Post, Math und sogar ein wenig Pop-Appeal. Was sich auf den ersten Blick konfus und überladen liest, ist in Wirklichkeit alles andere als das.

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Mother's Cake

Mother’s Cake – Cyberfunk!

Wahre Größe entspringt an Skisprungschanzen – klingt komisch, trifft aber zumindest im Fall von Mother’s Cake zu. Die Bergisel-Live-Platte der drei Innsbrucker entpuppte sich als musikalisches Wunderwerk größter Ausnahmeklasse. Für den Nachfolger schaffte man sich einen echten Ideen-Pool an, wählte echte Perlen aus und entwickelte diese zu in mehreren Takes aufgenommenen Songs – so weit, so trocken. Tatsächlich ist „Cyberfunk!“ aber alles andere als das, sondern ein erstaunliches Abbild des ideal gewählten Albumtitels.

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All Them Witches

All Them Witches – Nothing As The Ideal

Ruhe und Vorhersehbarkeit? Für All Them Witches ein Ding der Unmöglichkeit. Obwohl das Trio aus Nashville tief im psychedelischen Universum verhaftet ist, häutet es sich mit jedem Release von vorne und legt neue Facetten frei. Zuletzt bemühte sich „ATW“ um etwas mehr Fokus und Songdienlichkeit. Das kann man vom Nachfolger nicht wirklich behaupten, wobei es, nimmt man es genau, keine eindeutige Richtung gibt. Das in den legendären Abbey Road Studios aufgenommene „Nothing As The Ideal“ drängt zeitgleich gefühlt überall hin und nimmt so ziemlich alle bisherigen Phasen der US-Veteranen mit.

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Motorpsycho

Motorpsycho – The All Is One

Durchatmen? Nachlassen? Über solche Pläne können Motorpsycho bestenfalls müde lächeln und beschließen stattdessen ihre Gullvåg-Trilogie, die eigentlich nicht als solche gedacht war. Und doch ergab sich diese irgendwann nach dem Release von „The Tower“ und „The Crucible“. Ursprünglich für das Frühjahr angedacht und, wie so viele andere Platten auch, kräftig verschoben, schlägt „The All Is One“ komplett über die Stränge: zwei CDs, 85 Minuten und ein auf zwei Seiten aufgeteiltes Monstrum, das die halbe Spielzeit beansprucht.

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Daily Thompson

Daily Thompson – Oumuamua

Im September 2017 entdeckten Forscher in Hawaii einen zigarrenförmigen Himmelskörper, zunächst hektisch und durchaus zwinnkernd als Alien-Raumschiff bezeichnet, später als Komet und Asteroid deklariert. Passenderweise setzen Daily Thompson ebenfalls gerade zur Landung aus interstellaren Sphären an, denn sie erscheinen erstmals bei Noisolution. Dort findet der anspruchsvolle Sound zwischen Stoner, Psychedelic und Space eine hervorragende Heimat. Der Name des Himmelskörpers ist auch der Titel der neuen Platte: „Oumuamua“.

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Bananagun

Bananagun – The True Story Of Bananagun

Nick van Bakel wuchs mit Skate-Videos und HipHop-Beats auf. Der Multi-Instrumentalist verfiel schnell einer großen Fülle an Sounds und Einflüssen, sammelte Ideen wie andere Briefmarken. Aus den Schlafzimmer-Demos entstand irgendwann Bananagun, im Laufe diverser Kleinformate zur kompletten Band gewachsen. Das australische Quintett lässt von diesen Skate-Sounds aber wenig erkennen, denn hier kollidieren Afrobeat und Afropunk mit Indie Rock und funkigen Pop-Sounds, weiterhin vom Faible für lockere Beats begleitet. „The True Story Of Bananagun“ ist der Full-Length-Einstand der Krummobst-Kanoniere.

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Khruangbin

Khruangbin – Mordechai

Nach über drei Jahren auf Tour rund um den Globus wollten es Khruangbin endlich wieder ein wenig ruhiger angehen, sich beim Songwriting und den Aufnahmen etwas Zeit lassen. Laura Lee Ochoa fand durch einen neuen Freund zur Entschleunigung. Sein Name: Mordechai. Seit einer gemeinsamen Wanderung samt Sprung in einen Wasserfall fühlt sich Ochoa wie neugeboren. Dieses neue Lebensgefühl schlägt sich auch im Sound der Band nieder. War Gesang für die drei Texaner bislang eine Ausnahme, ist er nun nahezu omnipräsent, selbstverständlich weiterhin mit den bestens vertrauten musikalischen Einflüssen aus aller Welt vermengt. Natürlich kann diese Platte nach der Wiedergeburt nur einen Namen tragen: „Mordechai“.

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Mayflower Madame

Mayflower Madame – Prepared For A Nightmare

Die bekömmliche Schwere von „Observed In A Dream“ hievte Mayflower Madame vor vier Jahren in die Riege düsterer Hopefuls. Schroffer Post Punk, verwaschener Shoegaze und desolater Noir-Psych gaben sich die Klinke in die Hand, 2018 durch „Premonition“, eine Sammlung apokalyptischer Liebeslieder, verdichtet. In der Zwischenzeit tourten die Norweger durch Europa und Nordamerika, tankten sich durch den Festival-Loop und nahmen zudem eine neue Platte auf. „Prepared For A Nightmare“ setzt das Traumkonstrukt fort und taucht noch tiefer in den beklemmenden Sound ein.

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Louise Patricia Crane

Louise Patricia Crane – Deep Blue

Über Jahre hinweg sammelte Louise Patricia Crane verschiedenste Ideen, einzig ein kreativer Partner fehlte. Als sie etwas Gesang für Stephen Carneys Projekt The Eden House aufnehm, fand sie in ihm genau diese Person; eine Person, die ähnliche Klänge und Künstler*innen schätzt, sogar eine ähnliche musikalische Herangehensweise an den Tag legt. Später sollte noch Jakko Jakszyk von den legendären King Crimson an Bord kommen, außerdem nahm kein Geringerer als Ian Anderson (Jethro Tull) ein paar Flötenpassagen auf. Längst hatte sich die Platte verselbstständigt und erscheint nun unter dem Titel „Deep Blue“.

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