Schlagwort: Psychedelic Rock

Meltt

Meltt – Pathways

Nach einer längeren Tour und einer Platte, die zwischen Konzerten entstand, brauchten Meltt eine kleinere Pause. Mit etwas kreativer Distanz ergaben sich letztlich über 100 Ideen, die von den vier Herren aus Vancouver nach und nach in Songs verwandelt wurden. Ihrem bestens gelaunten Indie Pop mit schillernden Gitarren und psychedelischen Ausritten blieben sie treu, produzierten zudem alles selbst und holten sich einzig für den Mix mit Chris Coady (u. a. Beach House, TV On The Radio) etwas Unterstützung. Das dritte Studioalbum „Pathways“ setzt sich mit dem Älterwerden – die Kanadier werden demnächst 30 – und dem eigenen Lebensweg auseinander.

Weiterlesen
Les Big Byrd

Les Big Byrd – Ruin Everything

Seit nunmehr stolzen 15 Jahren sorgen Les Big Byrd in schöner Regelmäßigkeit für psychedelische Hochspannung. Längst hat das Quartett aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm seinen ganz eigenen Sound gefunden – zugleich krautig, spacig und poppig. Für die Aufnahmen ihres inzwischen fünften Studioalbums ging es in ein geschichtsträchtiges Studio nördlich der Heimat, umgeben von vornehmlich analogem Equipment, um die Live-Atmosphäre auf Platte einzufangen. „Ruin Everything“ nimmt die nordische Apokalypse Ragnarök als Ausgangspunkt für düstere Auseinandersetzungen mit dem Hier und Jetzt.

Weiterlesen
All Them Witches

All Them Witches – House Of Mirrors

Eine Zeit des Zweifels liegt hinter All Them Witches, die mitunter die vergleichsweise lange Pause von gut fünfeinhalb Jahren seit dem letzten neuen Album erklärt. 2024 verließ Robby Staebler, Drummer und Gründungsmitglied, die Band. Christian Powers sprang für Live-Aktivitäten ein und wurde letztlich fix ins Line-up integriert. Bereits beim zweiten gemeinsamen Gig spürte man wieder so etwas wie Leben in der Band, so Gitarrist und Sänger Ben McLeod. Die Liebe zur Musik wurde erneut entfacht, „House Of Mirrors“ ist das packende Ergebnis und macht die beim Schreiben und Spielen gefundene Chemie hör- und greifbar.

Weiterlesen
Go Mahhh

Go Mahhh – Doppelgänger

Berlins Bühnen sind bereits fest in ihrer Hand, nun folgt der nächste Schritt: Go Mahhh zählen zu den interessantesten Psych-Bands der Hauptstadt. Das Quartett liebt seine verwegene Reise durch Space und Zeit, irgendwie retro und doch fest im Hier und Jetzt verankert, wie eine Art imaginärer Missing Link zwischen Motorpsycho und den Crumpets. Eine erste EP spülte sie unter anderem auf die große Desertfest-Bühne, nun folgt der sprichwörtliche nächste Schritt. Auf „Doppelgänger“ loten die Musiker aus Peru, Deutschland und Irland ihren eigentümlichen Psych-Ansatz mit Fuzz-, Alternative- und Gaze-Note ein weiteres Mal konzentriert aus.

Weiterlesen
White Denim

White Denim – 13

Im Grunde steuerte alles auf diese magische Nummer zu: James Petralli wurde am 13. August geboren. Es ist sein 13. Studioalbum. Die letzte Platte hieß „12“. Und doch ist die neue Platte von White Denim doch so viel mehr als ’nur‘ eine mythische Zahl. Letztlich sollte es um das Leben und die Erfahrungen Petrallis gehen, was – wie die Zahl selbst – sowohl Glück als auch Unglück, Kreativität und Chaos bedeuten kann. Entsprechend vielseitig, abwechslungsreich und gerne unvorhersehbar zeigt sich „13“, wagt sich noch weiter hinaus und fügt sich doch perfekt in den schrägen, doch stets sympathischen Reigen des bisherigen Schaffens ein.

Weiterlesen
Yeast Machine

Yeast Machine – Bad Milk

Wasser ist nass und die Rock-Kommune rockt – so weit, so unspektakulär. Einer solchen entsprangen Yeast Machine aus Tübingen, sprachen und sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache und leben zudem noch zusammen. Die fünf Freude traten bislang mit einer EP, einem Album und diversen Festival-Auftritten in Erscheinung, begleitet von einem stark 90er-Jahre geprägten Sound mit Grunge, Alternative, Stoner und Konsorten. Noisolution ist ihre neue Label-Heimat, „Bad Milk“ ihr neues Album. Ranzig ist hieran aber glücklicherweise rein gar nichts.

Weiterlesen
Motorpsycho

Motorpsycho – The Gaia II Space Corps

Das Unerwartete hat bei Motorpsycho einmal mehr Hochkonjunktur. Wohin sie die kreative Reise mal eben zieht, weiß man vorher nur selten – mal akustisch und verspielt, dann psychedelisch, krautig und möglichst ausladend. Eine relativ direkte, trocken rockende Platte servieren die Veteranen aus dem hohen Norden aber selten. Allerdings gefielen ihnen Tracks wie „Stanley (Tonight’s The Night)“ und „The Comeback“ von ihrem jüngsten Album so gut, dass diese direkt als Vorlage des Nachfolgers dienen durften. „The Gaia II Space Corps“ wirkt so unmittelbar und gitarrenlastig wie lange nicht, ohne jedoch komplett aus dem Rahmen zu fallen.

Weiterlesen
Harvey Rushmore & The Octopus

Harvey Rushmore & The Octopus – Mindsuckers

Die eierlegende Wollmilchsau reitet wieder, denn Harvey Rushmore & The Octopus melden sich mit frischem Stoff zurück. Nach der Europa-Tour zu „Freedomspacecake“ legte das Quartett aus Basel eine kleine kreative Pause ein, um den fuzzigen, psychedelisch angehauchten Rock aus der Garage weiter zu festigen. Exakt das macht sich nun lautstark bemerkbar: Inspiriert von alten Horrorstreifen, schlechten B-Filmen, kollabierender Realität und KI-Dystopien, macht sich „Mindsuckers“ auf, mit wütendem Drive und krautigen Untiefen nach so etwas wie einen silbernen Leitfaden in den Untiefen zwischen Sein und Schein zu suchen.

Weiterlesen
Weedpecker

Weedpecker – V

Eine Zeit starker, einschneidender Veränderungen liegt hinter Piotr Dobry. Der Mastermind von Weedpecker erkannte, dass nichts für die Ewigkeit bestimmt ist, dass selbst die schönsten Dinge ganz plötzlich und unerwartet verschwinden können. Dobry konnte und kann dieses Gefühl selbst nicht so richtig beschreiben und versucht es auf dem neuesten Album seiner Band zu verarbeiten. Die gut fünf Jahre Wartezeit auf „V“ zogen sich vielleicht, dafür machten sich die sehr detailorientierten Arbeiten über mehrere Monate und in mehreren Studios nach einem kompletten Jahr Songwriting und Demo-Aufnahmen hörbar bezahlt.

Weiterlesen
GUV

GUV – Warmer Than Gold

Erst war er Young Governor, dann Young Guv, jetzt nur noch GUV: Ben Cook verkürzt seinen Namen ein weiteres Mal, bleibt seinem Faible für feine, unwiderstehliche Popsongs mit Ecken und Kanten jedoch treu. Dieses Mal begegnet er den großen Fragen und Themen des Lebens mit ebenso großen Beats und Hooks. Mehr Britpop, mehr Madchester und mehr Psychedelia halten Einzug in den Sound, abermals mit Dauer-Songwriting-Partner James Matthew Seven (No Warning) erarbeitet. Zwar hatte man bei den gemeinsamen Sessions in Portugal am Ende mehr Spaß als fertige Songs, doch war das Fundament für die verfeinerte Ausrichtung von „Warmer Than Gold“ gelegt.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?