Schlagwort: Psychedelic Rock

Bananagun

Bananagun – The True Story Of Bananagun

Nick van Bakel wuchs mit Skate-Videos und HipHop-Beats auf. Der Multi-Instrumentalist verfiel schnell einer großen Fülle an Sounds und Einflüssen, sammelte Ideen wie andere Briefmarken. Aus den Schlafzimmer-Demos entstand irgendwann Bananagun, im Laufe diverser Kleinformate zur kompletten Band gewachsen. Das australische Quintett lässt von diesen Skate-Sounds aber wenig erkennen, denn hier kollidieren Afrobeat und Afropunk mit Indie Rock und funkigen Pop-Sounds, weiterhin vom Faible für lockere Beats begleitet. „The True Story Of Bananagun“ ist der Full-Length-Einstand der Krummobst-Kanoniere.

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Khruangbin

Khruangbin – Mordechai

Nach über drei Jahren auf Tour rund um den Globus wollten es Khruangbin endlich wieder ein wenig ruhiger angehen, sich beim Songwriting und den Aufnahmen etwas Zeit lassen. Laura Lee Ochoa fand durch einen neuen Freund zur Entschleunigung. Sein Name: Mordechai. Seit einer gemeinsamen Wanderung samt Sprung in einen Wasserfall fühlt sich Ochoa wie neugeboren. Dieses neue Lebensgefühl schlägt sich auch im Sound der Band nieder. War Gesang für die drei Texaner bislang eine Ausnahme, ist er nun nahezu omnipräsent, selbstverständlich weiterhin mit den bestens vertrauten musikalischen Einflüssen aus aller Welt vermengt. Natürlich kann diese Platte nach der Wiedergeburt nur einen Namen tragen: „Mordechai“.

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Mayflower Madame

Mayflower Madame – Prepared For A Nightmare

Die bekömmliche Schwere von „Observed In A Dream“ hievte Mayflower Madame vor vier Jahren in die Riege düsterer Hopefuls. Schroffer Post Punk, verwaschener Shoegaze und desolater Noir-Psych gaben sich die Klinke in die Hand, 2018 durch „Premonition“, eine Sammlung apokalyptischer Liebeslieder, verdichtet. In der Zwischenzeit tourten die Norweger durch Europa und Nordamerika, tankten sich durch den Festival-Loop und nahmen zudem eine neue Platte auf. „Prepared For A Nightmare“ setzt das Traumkonstrukt fort und taucht noch tiefer in den beklemmenden Sound ein.

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Louise Patricia Crane

Louise Patricia Crane – Deep Blue

Über Jahre hinweg sammelte Louise Patricia Crane verschiedenste Ideen, einzig ein kreativer Partner fehlte. Als sie etwas Gesang für Stephen Carneys Projekt The Eden House aufnehm, fand sie in ihm genau diese Person; eine Person, die ähnliche Klänge und Künstler*innen schätzt, sogar eine ähnliche musikalische Herangehensweise an den Tag legt. Später sollte noch Jakko Jakszyk von den legendären King Crimson an Bord kommen, außerdem nahm kein Geringerer als Ian Anderson (Jethro Tull) ein paar Flötenpassagen auf. Längst hatte sich die Platte verselbstständigt und erscheint nun unter dem Titel „Deep Blue“.

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Dool

Dool – Summerland

Die Suche nach dem eigenen Sound scheint für Dool abgeschlossen zu sein. Als sich die fünf Niederländer 2015 fanden, war noch weitestgehend unklar, wohin die Reise gehen soll. Das passt durchaus, denn der Bandname bedeutet übersetzt so viel wie „Umherwandern“. Und so einigte man sich auf „Here Now, There Then“ auf eine Art Mix aus Dark Rock, Psychedelic Rock und Post-Something mit metallischer Kante. Eine kleine EP später steht der Nachfolger „Summerland“ in den Startlöchern. Wer The Devil’s Blood mag, jedoch gut und gerne auf billige Teufelsgesten verzichten kann, ist hier richtig.

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Peel Dream Magazine

Peel Dream Magazine – Agitprop Alterna

Vor zwei Jahren gelang Joe Stevens eine Punktlandung. Der New Yorker rief Peel Dream Magazine ins Leben und veröffentlichte „Modern Meta Physic“, eine schwebende Melange aus Indie Pop, Psychedelic Rock und Shoegaze. An den Zutaten hat sich wenig geändert, an den Köchen des Breis allerdings schon: Für den Nachfolger lud sich Stevens Mitglieder seiner rotierenden Live-Band ins Studio ein, darunter Schlagzeuger Brian Alvarez und die mittlerweile wieder ausgestiegene Sängerin Jo-Anne Hyun. „Agitprop Alterna“ folgt der Brecht’schen Maxime, Kunst als Werkzeug zur Anregung der Aktion heranzuziehen.

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Disq

Disq – Collector

Zu Beginn des neuen Jahrtausends war Saddle Creek DIE ultimative Talenteschmiede für die lokale Szene von Omaha, Nebraska. Hier machten Conor Oberst (Bright Eyes, Desaparecidos) und Tim Kasher (Cursive, The Good Life) ihre ersten Schritte, später öffnete man sich für Bands außerhalb der Heimatstadt (Two Gallants, Rilo Kiley, The Thermals). Disq haben das Potenzial, sich in diese illustre Riege einzureihen. Das Quintett aus Madison, Wisconsin, allesamt zwischen dem Ende der Teens und den frühen Zwanzigern angesiedelt, veröffentlichte vor vier Jahren bereits ein Kleinod in Eigenregie. Dem Schülerband-Status entwachsen, widmet sich das Debütalbum „Collector“ einem überaus bunten musikalischen Mix.

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SONS

SONS – Family Dinner

Gut Ding will Weile haben, und so mussten SONS wiederholt Anlauf nehmen, um so richtig in Deutschland zu landen. Ihr Debütalbum „Family Dinner“ erschien bereits im Vorjahr in ihrer belgischen Heimat und wurde global gleich digital nachgeliefert. Diverse Festival-Auftritte sollten folgen, der große musikalische Angriff auf die Nachbarländer folgt aber erst jetzt. Nun reicht das Quartett seinen Einstand auch physisch nach und breitet damit herrlich chaotische Rock-Schwingen zwischen Indie, Garage und Psychedelic aus.

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Khruangbin & Leon Bridges

Khruangbin & Leon Bridges – Texas Sun

Im Jahr 2018 lernten sich das texanische Psychedelic-Funk-Trio Khruangbin und Soul-Sänger Leon Bridges im Rahmen einer gemeinsamen Nordamerika-Tour kennen und lieben. Als die Texaner einen Song schrieben, der mit Bridges‘ Stimme harmonieren könnte, schickten sie diesen ihrem Tour-Partner. Einen Tag später kam eine Version mit Gesang zurück. Die Chemie stimmte, schnell landete man im Studio und nahm die 4-Track-Single „Texas Sun“ auf, die frisch und neu, dennoch unverkennbar nach den beteiligten Musikern klingt.

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Coogans Bluff

Coogans Bluff – Metronopolis

Was auch immer Coogans Bluff anstellen, ihre Musik hat Hand, Fuß und unzählige weitere Körperteile, von denen man gar nicht wusste, dass man sie unbedingt benötigt. Die stete Suche nach neuen musikalischen Möglichkeiten im betont weit gesteckten Rock-Universum treibt kuriose Blüten, kokettiert schon mal mit Konzeptkunst und lotet die Fusion-Möglichkeiten vollends aus. „Metronopolis“ ist sozusagen der Zwischenstopp nach „Flying To The Stars“. Wo sich diese faszinierende Welt befindet? Das bleibt auch nach mehreren Durchläufen unklar.

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