Schlagwort: Psychedelic Rock

Coma System

Coma System – Wired Machines

Das Spiel mit Klängen und Klangräumen zählt zu den großen Stärken von Coma System. 2018 in der steirischen Landeshauptstadt Graz gegründet, widmet sich das Trio verschiedenen Spielweisen des Rock, gerne in düstere bis noisige, ja sogar psychedelische Gefilde abdriftend. Zwischen emotionalen Live-Auftritten und ausdauernder Studioarbeit erarbeiteten sich die Österreicher in kürzester Zeit einen starken Ruf als kommende Meister alternativ-experimenteller Klänge mit 90er- und Früh-00er-Einschlag. „Wired Machines“ ist bereits ihr zweites Album und bestätigt die bestechende Frühform gar souverän.

Weiterlesen
Goblyns

Goblyns – Hunki Bobo

Die ersten Ideen zur gemeinsamen Band reiften bereits in Südafrika, doch erst als es die drei Musiker hinter Goblyns nach und nach auf den europäischen Kontinent verschlagen hatte, wurde Nägel mit Köpfen gemacht. Nunmehr zwischen Berlin und Amsterdam ansäßig, versteht man sich auf rein instrumentale Musik mit deutlichem Psych-Fokus, die aber ebenso auf Groove, auf Kraut sowie auf diverse World-Music-Elemente setzt – als würden Khurangbin und Can eine unheilige Allianz eingehen. Auf eine erste EP folgt mit „Hunki Bobo“ ein hypotisierendes komplettes Album.

Weiterlesen
Daily Thompson

Daily Thompson – Chuparosa

Eine gewisse Affinität für Seattle gab es bei Daily Thompson immer schon. Nun konnte sich das Trio endlich einen Wunsch erfüllen und in der Heimat des Grunge aufnehmen. Für den Nachfolger von „God Of Spinoza“ ging es über den großen Teich, abermals under der Ägide von Tony Reed, der zudem den Dortmunder*innen die Stadt und die Region zeigte, kurzfristige Club-Shows arrangierte oder einen prominenten Gast für ein herzhaftes Solo engagierte. Der Geist der Stadt und dieser besonderen Zeit ist in jeder einzelnen Note des mittlerweile sechsten Studioalbums „Chuparosa“ zu hören.

Weiterlesen
The Third Sound

The Third Sound – Most Perfect Solitude

Etwa zwei Jahre nach „First Light“ melden sich The Third Sound mit ihrem inzwischen sechsten Album zurück. Die Berliner tourten zuletzt ausgiebig, packten zwischendurch eine Session-LP aus und erweiterten das Line-up. Neben dem Kern-Duo Hakon Adalsteinsson und Robin Hughes sind nun Frankie Broek und Wim Janssens von Golden Hours am Start. Gemeinsam widmet man sich einmal mehr verträumten bis forschen Klängen aus dem psychedelischen Mikrokosmos, der mit wachsender Begeisterung auf unterschiedlichste Ebenen ausstrahlt. Obwohl man aufgrund eines betont engen Zeitrahmens recht schnell arbeiten musste, ist „Most Perfect Solitude“ doch alles andere als ein Schnellschuss geworden.

Weiterlesen
Dool

Dool – The Shape Of Fluidity

Die Düsternis und Schwere, die Dool in jede einzelne Note ihres Schaffens stecken, sorgt immer wieder für hochgradige Faszination. Mit ihrem ans Metallische grenzenden Mix aus Dark Rock, Prog, Psych und dezent okkulten Noten rennt das Quintett um Raven van Dorst offene Türen ein. Zuletzt zeigte man sich auf „Summerland“ eine Spur geordneter und konzentrierter, was dem Sound der Niederländer*innen richtig gut bekam. „The Shape Of Fluidity“, das sich unter anderem mit van Dorsts ursprünglich angeborener Intersexualität befasst, kostet die musikalischen Möglichkeiten weiter aus.

Weiterlesen
Khruangbin

Khruangbin – A La Sala

Ein Schritt zurück, um zwei Schritte nach vorne zu gelangen: Obwohl sie ob ihrer gemeinsamen Platten mit Leon Bridges und Vieux Farka Touré sowie diversen Live-Releases gefühlt eigentlich immer präsent waren, hat das letzte reguläre Album von Khruangbin tatsächlich knapp vier Jahre auf dem Buckel. Während man sich zuletzt musikalisch noch weiter öffnete, mehr Gesang hinzunahm und das Storytelling nicht alleine der Musik überließ, versteht sich die vierte reguläre Platte als Rückkehr zur Essenz des Trios, das sich fast ausschließlich instrumental durch mystische Stimmungen tankt und auf Reisen durch das Selbst begibt. „A La Sala“ orientiert sich wieder an den früheren Releases und betont zugleich das Persönliche der letzten Alben.

Weiterlesen
The Hanging Stars

The Hanging Stars – On A Golden Shore

Ein Quintett aus London zählt zu den interessantesten Americana-Bands der Gegenwart und wollte ein balearisches Country-Album aufnehmen – was sich überaus paradox anhört, wird im Fall von The Hanging Stars spannende Wirklichkeit. Die britische Formation zählt seit einigen Alben zu den großen Geheimtipps einer neuen UK-Szene, die mit vermeintlich typisch amerikanischen Sounds flirtet und diesen ihren ureigenen Stempel aufdrückt. Exakt das geschieht auch auf ihrem neuesten Longplayer: „On A Golden Shore“, ihr zweites Album für Loose Music, wurde mit dem vagen Anhaltspunkt, ein balearische Vibes und Country-Klänge verbinden zu wollen, eingespielt.

Weiterlesen
Les Big Byrd

Les Big Byrd – Diamonds, Rhinestones And Hard Rain

Les Big Byrd nehmen abermals einen Raum zwischen den Zeiten und Stühlen ein, der voll und ganz ihnen gehört. Die Band aus Stockholm um Joakim Åhlund und Frans Johansson widmet sich seit 2011 spacigen, psychedelischen Klängen, die auf Stimmungen und Tonalitäten ausgerichtet ist, sich gerne zu schier endlosen Jams hinreißen lässt, aber ebenso ihre Gedanken in kurze, knappe und halbwegs direkte Formen pressen kann. Ihr neuester Streich heißt „Diamonds, Rhinestones And Hard Rain“ und darf als Zusammenfassung der teils krassen Widersprüche gesehen werden, die sich auf diesem neuen Album mit Wonne tummeln.

Weiterlesen
Declan McKenna

Declan McKenna – What Happened To The Beach?

Platz 2 in den britischen Album-Charts und doch alles andere als entspannt: Mit seinem zweiten Album „Zeros“ gelang Declan McKenna nicht nur eine spannende Glam-Rock-Häutung, sondern ein mehr als verdienter Charterfolg, dem ausverkaufte Tourneen und große Festivalauftritte folgen sollten. Dennoch kämpfte der erst 25jährige mit Selbstzweifel und Impostor-Syndrom, suchte nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Das neue Material sollte mehr Raum zum Atmen bekommen, und so zog es ihn nach Kalifornien, um mit Gianluca Buccellati (u. a. Lana Del Rey, Arlo Parks) einen neuen Sound zu finden. „What Happened To The Beach?“ ist die dritte musikalische Häutung auf dem dritten Album und überrascht mit vergleichsweise luftigen, aufgeräumten bis chaotischen Tönen.

Weiterlesen
Coogans Bluff

Coogans Bluff – Balada

Seit Jahren befinden sich Coogans Bluff auf der Suche nach dem perfekten Sound. Es geht aber weniger darum, diesen auch tatsächlich zu finden, sondern um den Prozess, der das Quintett immer wieder zu Höchstleistungen antreibt. Vier Jahre nach „Metronopolis“ haben sich die Exil-Rostocker abermals gefunden, um sich freizuspielen und vermeintliche Schubladen ein weiteres Mal zu sprengen. „Balada“ ist nicht nur der Titel ihres neuesten Streichs, sondern auch ein portugiesisch-brasilianischer Begriff für Tanzen, Lied oder Feier. Groove und Lebensfreude statten passenderweise dieses Album gekonnt aus.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?