Schlagwort: Psychedelic Rock

Blackbird Mantra

Blackbird Mantra – 2 AM

Ist es noch tief in der Nacht oder ist der nächste Morgen bereits nah? Zwischen ausgeprägter Finsternis und dem anstehenden Tageslicht breiten Blackbird Mantra ihre magischen Schwingen aus. Stolze sechs Jahre sind seit ihrem ersten und – bis jetzt – einzigen Album vergangen, begleitet von privaten und globalen Veränderungen. Irgendwann musste das Quartett aus Hamburg die ewig kreisenden Gedanken zu Papier und Band bringen, nach und nach in ausgedehnten Songwriting-Sessions zusammengebastelt und schließlich in Lissabon nahezu sonnig abgemischt. „2 AM“ lässt den Psych-Sound aus der Garage ein weiteres Mal wachsen.

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ACUA

ACUA – Flood My Eyes

Das Leben on tour kann eine Band verändern. Nach dem Release von „Is There More Past Or More Future“ spielten ACUA mehr als 50 Konzerte, tourten fleißig – unter anderem in Kanada, Japan und Großbritannien – und gewannen vor allem einiges an Erfahrungen. Keyboarderin und Sängerin Maja machte die Kölner zum Quartett, zudem entstand die neue Platte deutlich kollaborativer. Alle vier Musiker:innen brachten sich ein, singen sogar ab und an Leads, während zugleich dem Pop deutlich mehr Platz eingeräumt wurde. „Flood My Eyes“ traut sich in jeder Hinsicht mehr und lässt frischen Wind wehen.

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Spiral Drive

Spiral Drive & Lord Fascinator – Reise

Lord Fascinator sammelt musikalische Partner wie andere Menschen Pokémon. Mehr als 100 Kollaborateure aus aller Welt sind nunmehr Teil des ‚Fasciverse‘ des herrlich kauzigen australischen Psych-Pop-Musikers. Neu dabei ist Raphael Neikes aka Spiral Drive aus Mannheim. Sein letztes Album „Visions In Bloom“, zumindest teilweise im Bandformat erarbeitet, hat über drei Jahre auf dem Buckel, ein Nachfolger ist in Arbeit. Für die gemeinsame Platte mit dem Lord ging es aber in eine komplett andere Richtung – krautig, psychedelisch, elektronisch und motorisch. „Reise“ versteht sich als genau das, eine lange Tour mit verschiedenen Transportmitteln.

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Teksti-TV 666

Teksti-TV 666 – 4

Der wohl ultimative Permanent-Geheimtipp für Post-Punk- und Kraut-Fans reitet wieder. Wobei, eigentlich ist das ’neue‘ Mini-Album von Teksti-TV 666 alles andere als neu. Bereits Anfang April erschienen vier Songs, etwas unspektakulär digital veröffentlicht und beinahe übersehen – zu Unrecht, versteht sich. Svart Records sieht das wohl ähnlich und spendiert „4“ im August eine limitierte Vinyl-Auflage. Mit dabei ist alles, was die vielleicht kauzigste Big-Band verwaschener Gitarrenmusik auszeichnet: schier endlose Jams, motorisierte Peitschenhiebe, eine unerwartete Portion Punk und psychedelische Riffs der anderweltlichen Art. Nun denn.

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Temples

Temples – BLISS

Seit bald 15 Jahren ackern sich Temples aus Kettering durch ihren ureigenen Psych- und Alternative-Mikrokosmos. Nachdem ihre ersten drei Alben in den UK-Charts gelandet waren, der Einstand sogar auf Platz 7, lief mit „Exotico“ im Frühjahr 2023 rein gar nichts. Einige Fans, die die Band auf Tour getroffen hatten, wussten nicht einmal von der neuen Platte. Dieser Schock musste erst einmal verdaut werden. Neue Songs ergaben sich erst nach und nach anhand von Home-Recording-Ideen, man baute sich ein neues Team auf, wechselte zu V2 Records und nahm zudem alles in Eigenregie auf, arbeitete einzelne Tracks sogar erst im Studio fertig aus. „BLISS“ ist mehr als nur ein lautstarkes Lebenszeichen geworden.

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Pond

Pond – Terrestrials

Nach zehn Alben kann man schon mal auf schräge Ideen kommen. Für Pond ist das so und so täglich Brot. Die australische Psych-Band mit Pop-Kante stellte für den neuesten Streich ein paar Regeln auf. Balladen und Pink-Floyd-Zeugs hatten ebenso wenig Platz wie übermäßiger Fuzz-Pedal-Einsatz. Stattdessen entwickelte sich nach und nach das selbstverständlich höchst alltägliche Konzept ‚Goths im Pub‘ – Post Punk, australischer Pub Rock, Kajal und feinsinnige Pop-Weisheiten. Zudem befasst sich „Terrestrials“ mit elementaren menschlichen und gesellschaftlichen Gegensätzen, von unwiderstehlichen Harmonien und kauzigen 80s-Ideen begleitet.

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Meltt

Meltt – Pathways

Nach einer längeren Tour und einer Platte, die zwischen Konzerten entstand, brauchten Meltt eine kleinere Pause. Mit etwas kreativer Distanz ergaben sich letztlich über 100 Ideen, die von den vier Herren aus Vancouver nach und nach in Songs verwandelt wurden. Ihrem bestens gelaunten Indie Pop mit schillernden Gitarren und psychedelischen Ausritten blieben sie treu, produzierten zudem alles selbst und holten sich einzig für den Mix mit Chris Coady (u. a. Beach House, TV On The Radio) etwas Unterstützung. Das dritte Studioalbum „Pathways“ setzt sich mit dem Älterwerden – die Kanadier werden demnächst 30 – und dem eigenen Lebensweg auseinander.

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Les Big Byrd

Les Big Byrd – Ruin Everything

Seit nunmehr stolzen 15 Jahren sorgen Les Big Byrd in schöner Regelmäßigkeit für psychedelische Hochspannung. Längst hat das Quartett aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm seinen ganz eigenen Sound gefunden – zugleich krautig, spacig und poppig. Für die Aufnahmen ihres inzwischen fünften Studioalbums ging es in ein geschichtsträchtiges Studio nördlich der Heimat, umgeben von vornehmlich analogem Equipment, um die Live-Atmosphäre auf Platte einzufangen. „Ruin Everything“ nimmt die nordische Apokalypse Ragnarök als Ausgangspunkt für düstere Auseinandersetzungen mit dem Hier und Jetzt.

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All Them Witches

All Them Witches – House Of Mirrors

Eine Zeit des Zweifels liegt hinter All Them Witches, die mitunter die vergleichsweise lange Pause von gut fünfeinhalb Jahren seit dem letzten neuen Album erklärt. 2024 verließ Robby Staebler, Drummer und Gründungsmitglied, die Band. Christian Powers sprang für Live-Aktivitäten ein und wurde letztlich fix ins Line-up integriert. Bereits beim zweiten gemeinsamen Gig spürte man wieder so etwas wie Leben in der Band, so Gitarrist und Sänger Ben McLeod. Die Liebe zur Musik wurde erneut entfacht, „House Of Mirrors“ ist das packende Ergebnis und macht die beim Schreiben und Spielen gefundene Chemie hör- und greifbar.

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Go Mahhh

Go Mahhh – Doppelgänger

Berlins Bühnen sind bereits fest in ihrer Hand, nun folgt der nächste Schritt: Go Mahhh zählen zu den interessantesten Psych-Bands der Hauptstadt. Das Quartett liebt seine verwegene Reise durch Space und Zeit, irgendwie retro und doch fest im Hier und Jetzt verankert, wie eine Art imaginärer Missing Link zwischen Motorpsycho und den Crumpets. Eine erste EP spülte sie unter anderem auf die große Desertfest-Bühne, nun folgt der sprichwörtliche nächste Schritt. Auf „Doppelgänger“ loten die Musiker aus Peru, Deutschland und Irland ihren eigentümlichen Psych-Ansatz mit Fuzz-, Alternative- und Gaze-Note ein weiteres Mal konzentriert aus.

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