Schlagwort: Psychedelic Rock

Spiral Drive

Spiral Drive & Lord Fascinator – Reise

Lord Fascinator sammelt musikalische Partner wie andere Menschen Pokémon. Mehr als 100 Kollaborateure aus aller Welt sind nunmehr Teil des ‚Fasciverse‘ des herrlich kauzigen australischen Psych-Pop-Musikers. Neu dabei ist Raphael Neikes aka Spiral Drive aus Mannheim. Sein letztes Album „Visions In Bloom“, zumindest teilweise im Bandformat erarbeitet, hat über drei Jahre auf dem Buckel, ein Nachfolger ist in Arbeit. Für die gemeinsame Platte mit dem Lord ging es aber in eine komplett andere Richtung – krautig, psychedelisch, elektronisch und motorisch. „Reise“ versteht sich als genau das, eine lange Tour mit verschiedenen Transportmitteln.

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Teksti-TV 666

Teksti-TV 666 – 4

Der wohl ultimative Permanent-Geheimtipp für Post-Punk- und Kraut-Fans reitet wieder. Wobei, eigentlich ist das ’neue‘ Mini-Album von Teksti-TV 666 alles andere als neu. Bereits Anfang April erschienen vier Songs, etwas unspektakulär digital veröffentlicht und beinahe übersehen – zu Unrecht, versteht sich. Svart Records sieht das wohl ähnlich und spendiert „4“ im August eine limitierte Vinyl-Auflage. Mit dabei ist alles, was die vielleicht kauzigste Big-Band verwaschener Gitarrenmusik auszeichnet: schier endlose Jams, motorisierte Peitschenhiebe, eine unerwartete Portion Punk und psychedelische Riffs der anderweltlichen Art. Nun denn.

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Temples

Temples – BLISS

Seit bald 15 Jahren ackern sich Temples aus Kettering durch ihren ureigenen Psych- und Alternative-Mikrokosmos. Nachdem ihre ersten drei Alben in den UK-Charts gelandet waren, der Einstand sogar auf Platz 7, lief mit „Exotico“ im Frühjahr 2023 rein gar nichts. Einige Fans, die die Band auf Tour getroffen hatten, wussten nicht einmal von der neuen Platte. Dieser Schock musste erst einmal verdaut werden. Neue Songs ergaben sich erst nach und nach anhand von Home-Recording-Ideen, man baute sich ein neues Team auf, wechselte zu V2 Records und nahm zudem alles in Eigenregie auf, arbeitete einzelne Tracks sogar erst im Studio fertig aus. „BLISS“ ist mehr als nur ein lautstarkes Lebenszeichen geworden.

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Pond

Pond – Terrestrials

Nach zehn Alben kann man schon mal auf schräge Ideen kommen. Für Pond ist das so und so täglich Brot. Die australische Psych-Band mit Pop-Kante stellte für den neuesten Streich ein paar Regeln auf. Balladen und Pink-Floyd-Zeugs hatten ebenso wenig Platz wie übermäßiger Fuzz-Pedal-Einsatz. Stattdessen entwickelte sich nach und nach das selbstverständlich höchst alltägliche Konzept ‚Goths im Pub‘ – Post Punk, australischer Pub Rock, Kajal und feinsinnige Pop-Weisheiten. Zudem befasst sich „Terrestrials“ mit elementaren menschlichen und gesellschaftlichen Gegensätzen, von unwiderstehlichen Harmonien und kauzigen 80s-Ideen begleitet.

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Meltt

Meltt – Pathways

Nach einer längeren Tour und einer Platte, die zwischen Konzerten entstand, brauchten Meltt eine kleinere Pause. Mit etwas kreativer Distanz ergaben sich letztlich über 100 Ideen, die von den vier Herren aus Vancouver nach und nach in Songs verwandelt wurden. Ihrem bestens gelaunten Indie Pop mit schillernden Gitarren und psychedelischen Ausritten blieben sie treu, produzierten zudem alles selbst und holten sich einzig für den Mix mit Chris Coady (u. a. Beach House, TV On The Radio) etwas Unterstützung. Das dritte Studioalbum „Pathways“ setzt sich mit dem Älterwerden – die Kanadier werden demnächst 30 – und dem eigenen Lebensweg auseinander.

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Les Big Byrd

Les Big Byrd – Ruin Everything

Seit nunmehr stolzen 15 Jahren sorgen Les Big Byrd in schöner Regelmäßigkeit für psychedelische Hochspannung. Längst hat das Quartett aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm seinen ganz eigenen Sound gefunden – zugleich krautig, spacig und poppig. Für die Aufnahmen ihres inzwischen fünften Studioalbums ging es in ein geschichtsträchtiges Studio nördlich der Heimat, umgeben von vornehmlich analogem Equipment, um die Live-Atmosphäre auf Platte einzufangen. „Ruin Everything“ nimmt die nordische Apokalypse Ragnarök als Ausgangspunkt für düstere Auseinandersetzungen mit dem Hier und Jetzt.

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All Them Witches

All Them Witches – House Of Mirrors

Eine Zeit des Zweifels liegt hinter All Them Witches, die mitunter die vergleichsweise lange Pause von gut fünfeinhalb Jahren seit dem letzten neuen Album erklärt. 2024 verließ Robby Staebler, Drummer und Gründungsmitglied, die Band. Christian Powers sprang für Live-Aktivitäten ein und wurde letztlich fix ins Line-up integriert. Bereits beim zweiten gemeinsamen Gig spürte man wieder so etwas wie Leben in der Band, so Gitarrist und Sänger Ben McLeod. Die Liebe zur Musik wurde erneut entfacht, „House Of Mirrors“ ist das packende Ergebnis und macht die beim Schreiben und Spielen gefundene Chemie hör- und greifbar.

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Go Mahhh

Go Mahhh – Doppelgänger

Berlins Bühnen sind bereits fest in ihrer Hand, nun folgt der nächste Schritt: Go Mahhh zählen zu den interessantesten Psych-Bands der Hauptstadt. Das Quartett liebt seine verwegene Reise durch Space und Zeit, irgendwie retro und doch fest im Hier und Jetzt verankert, wie eine Art imaginärer Missing Link zwischen Motorpsycho und den Crumpets. Eine erste EP spülte sie unter anderem auf die große Desertfest-Bühne, nun folgt der sprichwörtliche nächste Schritt. Auf „Doppelgänger“ loten die Musiker aus Peru, Deutschland und Irland ihren eigentümlichen Psych-Ansatz mit Fuzz-, Alternative- und Gaze-Note ein weiteres Mal konzentriert aus.

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White Denim

White Denim – 13

Im Grunde steuerte alles auf diese magische Nummer zu: James Petralli wurde am 13. August geboren. Es ist sein 13. Studioalbum. Die letzte Platte hieß „12“. Und doch ist die neue Platte von White Denim doch so viel mehr als ’nur‘ eine mythische Zahl. Letztlich sollte es um das Leben und die Erfahrungen Petrallis gehen, was – wie die Zahl selbst – sowohl Glück als auch Unglück, Kreativität und Chaos bedeuten kann. Entsprechend vielseitig, abwechslungsreich und gerne unvorhersehbar zeigt sich „13“, wagt sich noch weiter hinaus und fügt sich doch perfekt in den schrägen, doch stets sympathischen Reigen des bisherigen Schaffens ein.

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Yeast Machine

Yeast Machine – Bad Milk

Wasser ist nass und die Rock-Kommune rockt – so weit, so unspektakulär. Einer solchen entsprangen Yeast Machine aus Tübingen, sprachen und sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache und leben zudem noch zusammen. Die fünf Freude traten bislang mit einer EP, einem Album und diversen Festival-Auftritten in Erscheinung, begleitet von einem stark 90er-Jahre geprägten Sound mit Grunge, Alternative, Stoner und Konsorten. Noisolution ist ihre neue Label-Heimat, „Bad Milk“ ihr neues Album. Ranzig ist hieran aber glücklicherweise rein gar nichts.

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