Schlagwort: Singer/Songwriter

Games We Play

Games We Play – I Wish I Never Quit

Zurück auf Start: Die vermeintlich beste Phase seiner jungen Karriere endete für Emmyn Calleiro mit einer Identitätskrise. Als Games We Play verlor er den Plattenvertrag mit seinem Lieblingslabel, seine Band zerfiel und nach Support-Slots für Fall Out Boy und Yungblud war er plötzlich wieder alleine unterwegs. Das klappte erstaunlich gut, wurde aber von einer Existenzkrise begleitet. Als Jungvater ging es darum, einen für sich und seine Familie sinnvollen weiteren Weg zu finden. Nachdem er seit seiner Jugend Hilfe hatte, schrieb er dieses Mal alle Texte selbst, arbeitete die Musik über ein Jahr hinweg aus und wagte sich über vermeintliche Pop-Punk-Limits hinaus. Das Ergebnis hört auf den Namen „I Wish I Never Quit“.

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Brennan Wedl

Brennan Wedl – Brennan Wedl

In Minnesota aufgewachsen und mittlerweile in Nashville residierend, erarbeitete sich Brennan Wedl seit ihren ersten Solo-Releases 2012 eine treue, zunehmend wachsende Fangemeinde. Seither gab es diverse Releases, auch mit den viel zu früh verschwundenen Dazey & The Scouts, zuletzt vor zwei Jahren eine Serie an Singles. Inzwischen steht Wedl bei ANTI- Records unter Vertrag und widmet sich all den kleinen und großen Sollbruchstellen des Lebens und den Lehren, die damit einhergehen. Schlicht und ergreifend „Brennan Wedl“ betitelt, geht der Mix aus Rock, Americana und Folk in eine spannende nächste Runde.

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Family Stereo

Family Stereo – The Thread

Als sich Everything But The Girl 2023 mit ihrem ersten Album seit fast 14 Jahren zurückmeldeten, war die Überraschung groß. Im Hintergrund brachte sich bereits die nächste Generation in Position: Blake Watt ist eines der Kinder der EBTG-Masterminds Tracey Thorn und Ben Watt, veröffentlicht seit 2020 diverse EPs unter dem Künstlernamen Family Stereo. Seine musikalische Identität befasst sich aber vor allem mit Folk, Singer/Songwriter und ein wenig Indie. Im Laufe der Zeit gestaltete sich Watts Songwriting nach eigenen Angaben zusehend schlichter und reduzierter, auf das Wesentliche eines Songs konzentriert. „The Thread“ ist das erste komplette Album.

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Jacob Brodovsky

Jacob Brodovsky – Tell The Kids We Tried

Das nennt man wohl eine ‚Self-fulfilling Prophecy‘: Jacob Brodovsky nahm in den letzten Jahren von Verlust und Enttäuschung geprägte Songs auf, die im Vorjahr Realität wurden. Nachdem er weite Teile seines Lebens – zuletzt mit seiner Frau als Co-Geschäftsführer – in jüdischen Sommercamps verbracht hatte, brachten ihn politische Spannungen zum Rückzug von seiner Gemeinschaft. Diese Mischung aus Verlust und Verwirrung, aber auch aus Hoffnung und der Ermutigung, das Gute in einer schweren Situation zu sehen, prägt Brodovskys zweites Album „Tell The Kids We Tried“ – auch unter dem Eindruck der Geburt seines zweiten Sohns.

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Fink

Fink – The City Is Coming To Erase It All

Was Fin Greenall aka Fink seit Jahren aus seiner Akustik-Gitarre herausholt, weiß zu beeindrucken. Der Musiker und nahezu Dauer-Tourende sieht das zunehmende Verschwimmen von Leidenschaft und Beruf, sich auflösende Grenzen und die fortschreitende, nicht gerade freiwillige Zuwendung zum Hamsterrad. Symbolisiert wird dies durch die personifizierte Stadt, zugleich Thema des neuesten Albums. „The City Is Coming To Erase It All“ setzt sich mit veränderter Wahrnehmung, der von den Sorgen des Alltags beeinflussten Kunst an sich und der fragilen Ruhe der Heimat in Cornwall, die selbst über kurz oder lang von urbaner Überforderung – Greenall wohnt mittlerweile in Berlin – überrollt werden wird, auseinander.

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Paul Holland

Paul Holland – SUNFLOWER

Die Mutter aus München, der Vater aus London, aufgewachsen in Ulm, später als Straßenmusiker tätig und schließlich mit eigenen Songs positiv aufgefallen: Paul Holland ist gerade mal 27 Jahre alt und konnte sich als Singer/Songwriter mit Herz für 70s- und Westcoast-Rock bereits einen Namen machen. 2023 erschien eine erste EP, in weiterer Folge ging es für den deutsch-britischen Musiker ins Vorprogramm von The White Buffalo, King Hannah und Jesper Munk. Gemeinsam mit Produzent Raiv Milberg (Die Nerven) sowie in Bandbesetzung landet nun „SUNFLOWER“, das erste komplette, wunderbar zeitlose Album.

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Kevin Morby

Kevin Morby – Little Wide Open

Die bislang längste Albumpause seiner Solokarriere liegt hinter Kevin Morby. Wobei, untätig war er nach dem Release von „This Is A Photograph“ vor fast auf den Tag genau vier Jahren keinesfalls. Es gab eine kleine Compilation-Fortsetzung, eine Soundtrack-Arbeit, zudem kam die Einladung, The National in London zu supporten. Deren Gitarrist Aaron Dessner meldete sich nach seinen Arbeiten mit Taylor Swift, Ed Sheeran und Gracie Abrams kurze Zeit später bei Morby, um dessen neue Platte zu produzieren. Gesagt getan: Mit „Little Wide Open“ findet eine eher zufällig entstandene Trilogie, die die eigene Zeit im Mittleren Westen dokumentiert, ihren Abschluss.

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New Idea Society

New Idea Society – Fire On The Hill

Die dauerbeschäftigten Mike Law (Wild Arrows) und Stephen Brodsky (Cave In, Mutoid Man) machen wieder gemeinsame Sache. Ein letztes Album von New Idea Society hat inzwischen über fünfzehn Jahre auf dem Buckel, zwischendurch erschien zumindest der eine oder andere Song. Aktuell ist man wieder rein als Duo unterwegs und konzentriert sich auf einen gewissen Minimalismus, dessen Lo-Fi-Ansatz an die Anfangstage angelehnt ist. „Fire On The Hill“ befasst sich mit Liebe und all den Formen, die sie annehmen kann – zwischen Schönheit und Schmerz, Hoffnung und Verlust.

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The Reds, Pinks And Purples

The Reds, Pinks And Purples – Acknowledge Kindness

Ein gewisses Maß an Melancholie ist für The Reds, Pinks And Purples keinesfalls neu, doch kleidete der nach wie vor überaus eifrige Glenn Donaldson diese bislang gerne in funkelnde Arrangements, wieder und wieder von kantigen Gitarren und feinen Melodien begleitet. Das ist dieses Mal nicht so. Ein bewusster Blick zurück, mehr Selbstbewusstsein und Nostalgie lassen die Songs reduzierter und schwerer erscheinen. Es geht um das Hervorholen schmerzhafter Gefühle und Erlebnisse, ohne dabei auf sympathische Warmherzigkeit zu vergessen. „Acknowledge Kindness“ unterstreicht einmal mehr Donaldsons Qualitäten als Songwriter.

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Sean Solomon

Sean Solomon – The World Is Not Good Enough

Zwei Alben lang unterstrichen Moaning ihre Ambitionen, im Post-Punk- und Indie-Rock-Sektor steil zu gehen, bevor die Band 2023 eine Pause auf unbestimmte Zeit bekannt gab. Sänger und Gitarrist Sean Solomon begann daraufhin, Solosongs zu schreiben und zu sammeln, stolze zwei Jahre lang, und verband diese mit kreativen Ideen von seinem zweiten Standbein als Animator. In Jarvis Taveniere (u. a. Whitney, Purple Mountain, Waxahatchee) fand er einen Gleichgesinnten, der die Produktion, den Bass und etwas Percussion übernahm. „The World Is Not Good Enough“ ist Solomons Versuch, die Welt um ihn herum zu begreifen, und sich eine Gemeinschaft aufzubauen.

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