Schlagwort: Singer/Songwriter

Owen

Owen – The Avalanche

Seitdem American Football durch die Decke gingen, hat Mike Kinsella vergleichsweise wenig Zeit für seine anderen Schauplätze. Das betrifft vor allem das Soloprojekt Owen, wo bislang neun Alben zwischen Indie-Klängen und fragilen Singer/Songwriter-Sounds mit Lo-Fi-Ansatz erschienen waren. Gemeinsam mit Produzent Sean Carey (Bon Iver, Peter Gabriel) und Engineer Zach Hanson (The Tallest Man On Earth, Waxahatchee) zog er sich in ein Studio in Eau Claire, Wisconsin züruck. Von äußeren Einflüssen unbeeindruckt und ungestört, entwickelten sich deutlich detailliertere Arrangements und direkteres Songwriting als zuletzt. Passenderweise rollt „The Avalanche“ wie eine emotionale Lawine an.

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Blanco White

Blanco White – On The Other Side

Als Josh Edwards zehn Jahre alt war, nahmen seine Eltern ihn und seine beiden kleinen Schwestern aus der Schule für eine Rundreise durch Lateinamerika. Für Edwards, zwischen West-London und den Black Mountains in Südwales aufgewachsen, war dies die Initialzündung für eine bis heute andaudernde Liebe für alles Spanische, vor allem die Musik. Als Blanco White bringt er nun die Klänge seiner britischen Heimat mit jenen Lateinamerikas zusammen. Nach mehreren EPs ist „On The Other Side“ das Debütalbum.

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Katie Von Schleicher

Katie Von Schleicher – Consummation

Ein paar Lo-Fi-Power-Balladen auf Platte zu pappen und diese Sammlung „Shitty Hits“ zu nennen, hat sicherlich Charme. Katie Von Schleicher sorgte mit ihrem Debüt für verdientes Aufsehen, nur um all das weit hinter sich zu lassen. Die musikalische Öffnung ist da – Chamber-Pop, pulsierende Electro-Rocker, interstellare Zwischenfälle, kurze Noise-Eruptionen und mehr schmücken den Nachfolger „Consummation“ aus. Und all das zumindest teilweise von einer alternativen Interpretation des Hitchcock-Klassikers „Vertigo“ inspiriert.

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H.B. Nielsen

H.B. Nielsen – Grand Opening

Wenn ein Reisender nachhause zurückkehrt, bringt er in der Regel viele Geschichten mit. Das gilt in hohem Maße für Henric Beckenäs Nielsen. Vor vielen Jahren zog er von Schweden nach New York, um College-Eishockey zu spielen, nahm aber schnell stattdessen die Gitarre zur Hand. Später entdeckte er das Tatöwieren für sich, machte aus der Leidenschaft einen Beruf und reiste um die Welt, bevor er sich 2018 in Göteborg niederließ und erneut die Klampfe auspackte. Auf seinem Debüt „Grand Opening“ gibt er nun seinen Erfahrungsschatz weiter und konzentriert sich vor allem um Abschiede sowie damit verbundene Zweifel.

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Gerry Cinnamon

Gerry Cinnamon – The Bonny

In Großbritannien, insbesondere Schottland, kennt und liebt man Gerry Cinnamon. Der Storyteller aus Glasgow unterhält mit seinem Mix aus Singer/Songwriter, (Anti-)Folk und Indie, seine Konzerte sind regelmäßig in Rekordzeit ausverkauft und die Charts im Norden gehören ihm. Vier der fünf bislang ausgekoppelten Singles von „The Bonny“ landeten in den Top 10 der schottischen Hitliste, selbst eine erste Nummer Eins gab es bereits, zwischen die sommerlichen Regentschaften von Taylor Swift und Lil Nas X gepresst. Und nun ist auch besagtes Album endlich erhältlich.

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Fink

Fink – Bloom Innocent – Acoustic

Wer braucht schon Songstrukturen, dachte sich Fin Greenall wohl, als er vergangenes Jahr „Bloom Innocent“ veröffentlichte. Das UK-Suffix hat der als Fink auftretende Wahlberliner mittlerweile verloren, sein Händchen für starke Musik aber keineswegs – ein aufwühlender Aufbruch mit innovativem Storytelling war das Ergebnis. Und doch suchte der gebürtige Brite nach einer Alternative zu den recht üppigen Arrangierungen. So ging es für zwei weitere Tage ins Studio, wo mehrere Takes diverser Album-Tracks aufgenommen wurden – keine Overdubs, nur Live-Spirit. Die besten Versionen erscheinen nun als „Bloom Innocent – Acoustic“.

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Meanwhile Project Ltd

Meanwhile Project Ltd – Marseille

Vom Soloprojekt zur Band – das hört man doch recht oft. So liest sich auch die Kurzgeschichte von Meanwhile Project Ltd, wobei die Kölner zumindest im Studio weiterhin als Duo unterwegs sind und den Schritt zum erweiterten Line-up erst auf der Bühne vollziehen. Sei es, wie es sei, auch mit zwei Personen lässt sich ordentlich Lärm zwischen feinen Emotionen machen. Marcell Birreck und Marcus Adam, die bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten zusammen musizieren, widmen sich einer Mischung aus Alternative, Indie, Post Rock, Americana und Singer/Songwriter, durchaus bewegend und doch in den richtigen Momenten verschroben. „Marseille“ ist ihr zweites Album unter diesem Namen.

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Pleil

Pleil – Die Spur des Kalenders

Seit drei Jahrzehnten ist Marco Pleil mittlerweile unterwegs, zuerst mit Strange (Pop-Punk), danach als Teil von Cloudberry (Alternative / Indie Rock). Beide Bands gibt es seit geraumer Zeit nicht mehr, Pleil selbst macht aber weiterhin Musik und tritt seit 2011 solo auf, nur mit Gesang und E-Gitarre bewaffnet. Dieser etwas andere Singer/Songwriter-Ansatz brachte ihn bereits auf gemeinsame Bühnen mit Therapy? und Tito & Tarantula, erst vergangenen Mai ging es ins Studio für ein Debütalbum. „Die Spur des Kalenders“ fängt die spontane Lo-Fi-Atmosphäre von Pleils Musik ein und schließt die Lücke zwischen Klez.e und Tocotronic.

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Nadia Reid

Nadia Reid – Out Of My Province

So geht Tapetenwechsel: Nadia Reid wollte ihr drittes Album mit neuen, noch unbekannten Menschen aufnehmen. Sie verließ Neuseeland und nahm ihren folkigen Sound nach Amerika mit. Aus dem zusammengewürfelten Team vor Ort wurde eine Familie, die mitgebrachten und unterwegs gesammelten Reiseberichte zur Collage für persönliches Wachstum und innere Reflexion. Entsprechend überschreitet „Out Of My Province“ eigene, mentale und physische Grenzen.

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Kevin Krauter

Kevin Krauter – Full Hand

Vor zwei Jahren machte Kevin Krauter erstmals auf sich aufmerksam. Der junge Singer/Songwriter aus Indiana mit einem Händchen für anspruchsvolle Pop-Klänge schwamm sich auf „Toss Up“ frei und legte den Grundstein für das, was jetzt auf „Full Hand“ deutlich erwachsener und (selbst-)kritischer klingt. Krauter setzt sich mit seinem religiös geprägten Elternhaus, der eigenen Sexualität und wachsendem Selbstvertrauen auseinander – eine Art innere, persönliche Inventur in zwölf Kapiteln.

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