Schlagwort: Singer/Songwriter

Nadia Reid

Nadia Reid – Out Of My Province

So geht Tapetenwechsel: Nadia Reid wollte ihr drittes Album mit neuen, noch unbekannten Menschen aufnehmen. Sie verließ Neuseeland und nahm ihren folkigen Sound nach Amerika mit. Aus dem zusammengewürfelten Team vor Ort wurde eine Familie, die mitgebrachten und unterwegs gesammelten Reiseberichte zur Collage für persönliches Wachstum und innere Reflexion. Entsprechend überschreitet „Out Of My Province“ eigene, mentale und physische Grenzen.

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Kevin Krauter

Kevin Krauter – Full Hand

Vor zwei Jahren machte Kevin Krauter erstmals auf sich aufmerksam. Der junge Singer/Songwriter aus Indiana mit einem Händchen für anspruchsvolle Pop-Klänge schwamm sich auf „Toss Up“ frei und legte den Grundstein für das, was jetzt auf „Full Hand“ deutlich erwachsener und (selbst-)kritischer klingt. Krauter setzt sich mit seinem religiös geprägten Elternhaus, der eigenen Sexualität und wachsendem Selbstvertrauen auseinander – eine Art innere, persönliche Inventur in zwölf Kapiteln.

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Nathan Gray

Nathan Gray – Working Title

Wenn Nathan Gray etwas aktuell nicht kennt, dann wohl kreatives Kargland. Vor zwei Jahren erschien sein prächtiges Solo-Debüt „Feral Hymns“, eine Mischung aus neuen Songs und Alleingang-Vertonungen von Exzerpten seiner diversen Bandprojekte, Anfang letzten Jahres ein grandioses Live-Paket. Von Wiederholungen hält Gray herzlich wenig, reizt nun den Bandsound – unter anderem von Boysetsfire– und Sisters Of Mercy-Mitgliedern unterstützt – aus und präsentiert mit „Working Title“ eine ermutigende Platte des Aufbäumens mit neuer musikalischer Vielschichtigkeit.

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Beans On Toast

Beans On Toast – The Inevitable Train Wreck

Das neue Beans On Toast-Album am 1. Dezember – eine lieb gewonnene Tradition in der Vorweihnachtszeit, so wie Glühwein und Kekse für andere. Jay McAllister veröffentlicht seit mittlerweile zehn Jahren neue Musik an seinem Geburtstag. Nachdem „A Bird In The Hand“ den Blick nach innen richtete, deutlich von der Geburt seiner Tochter beeinflusst, widmet „The Inevitable Train Wreck“ nun sämtliche Aufmerksamkeit den Katastrophen der Gegenwart. Musikalisch sollte die neue Platte ebenfalls anders klingen, und so ließ sich Beans On Toast klassische Rock’n’Roll-Arrangements von Lewis & Kitty Durham (Kitty, Davis & Lewis) zu seinen Texten zimmern.

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Bonnie "Prince" Billy

Bonnie „Prince“ Billy – I Made A Place

Will Oldham war und ist fleißig. Der 46jährige aus Louisville, Kentucky veröffentlicht in schöner Regelmäßigkeit neue Platten, häufig als Bonnie „Prince“ Billy. Seit dem letzten Album mit Bonnie-Originalen zogen tatsächlich acht Jahre ins Land, dazwischen gab es unter diesem Pseudonym vornehmlich Kollaborationen und Fremdkompositionen. Auf „I Made A Place“ kehrt Oldham nun zu seinen Wurzeln zurück, entdeckt hawaiianische Musik für sich und zeigt sich bestürzt über den globalen Status Quo.

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Julian Nantes

Julian Nantes – Now

Nach einer kleinen Überraschungssingle im Frühjahr 2018 greift Julian Nantes wieder zur Gitarre. Der Salzburger Singer/Songwriter veröffentlicht seit gut fünf Jahren immer wieder kleine Songperlen im klassischen One-Man-Band-Gewand. Die Vorbilder sind klar umrissen – britisches Understatement kollidiert bevorzugt mit amerikanischer Breitbeinigkeit – der feinsinnige und doch so treibende Sound etabliert. Auf der neuen EP „Now“ geht es um Reduktion und Herzblut.

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Baldabiou

Baldabiou – Hélène

Gute Musik ist ohne gute Texte undenkbar, auch wenn man noch so gerne daran vorbeihören möchte und das bei manchen Künstlern auch gerne täte. Baldabiou verschreiben sich dem Crossover zwischen Ton und literarischem Anspruch. Sänger Sebastian van Vugt stellt den Alben seiner Band Kurzromane zur Seite – so geschehen beim Debüt „1861“, und auch für den Nachfolger steht geschriebene Kunst in streng limitierter Auflage bereit. „Hélène“ wagt sich einmal mehr auf den schmalen Grat zwischen Singer/Songwriter, Folk und Indie, ohne auch nur annähernd gen Kitsch zu taumeln. Ach, und Tausendsassa Jan Frisch gibt sich ebenfalls die Ehre.

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City And Colour

City And Colour – A Pill For Loneliness

Vor einiger Zeit las Dallas Green von einer experimentellen Studie. Durch Zugabe eines Hormons in Tablettenform sollten Gefühle der Einsamkeit reduzieren werden. Von derlei Ambitionen hält der kanadische Enddreißiger herzlich wenig und erklärte die verschiedensten Formen des Alleineseins – gewollt wie ungewollt – zum Konzept für seine neue City And Colour-Platte. Diese kommt zu einem überaus interessanten Zeitpunkt, denn nach mehrjähriger Pause hat sich Greens eigentliche Hauptband Alexisonfire wieder zusammengefunden. Auf den Sound von „A Pill For Loneliness“ hatte das natürlich keine Auswirkungen.

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Leeroy Stagger

Leeroy Stagger – Strange Path

So etwas wie die sprichwörtliche faule Haut scheint es im Wortschatz von Leeroy Stagger nicht zu geben. Der kanadische Alternative-Country-Songwriter kann auf elf Alben und zwei EPs in 17 Jahren zurückblicken, veröffentlichre erst vor ein paar Monaten die feine Americana-Platte „Me And The Mountain“. „Strange Path“ ist das Pendant dazu mit zeitgenössischeren Rock-Sounds, herrlichem Biss und packendem MOR-Gefühl.

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Keine Übung

Keine Übung – Singer-Songwriter zu Pflugscharen

Musikalische Regeln sind dazu da, mit Wonne gebrochen zu werden. Jan Frisch hat hörbar Spaß daran. Der Gitarrist der Alin Coen Band wagte vor einem Jahr mit Aua Aua fragmentierte Sinnsuche zwischen Krautrock, Jazz und Liedermacherei. Bei letzterem Genre blieb er hängen und bricht dieses im Bandformat nun auf. Keine Übung ist die lauteste Singer-Songwriter-Formation der Welt und verbindet den Bruch von Hörgewohnheiten mit intellektuellem Anspruch. „Singer-Songwriter zu Pflugscharen“ entpuppt sich als kleines Glanzlicht.

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