Schlagwort: Singer/Songwriter

Margo Price

Margo Price – Strays

Die Suche nach dem eigenen Sound, der eigenen Stimme, nach Selbstbestimmung – für Margo Price ist die selbstbewusste und zugleich fragile Präsentation ein zentraler Ankerpunkt ihrer Musik, die sich in den letzten Jahren deutlich veränderte. Ursprünglich als Country-Hoffnungsträgerin gestartet, ging es zuletzt stärker in Richtung Rock. Davon will „Strays“ jetzt noch mehr. Price baut sich selbst wieder auf, sagt ihren Dämonen den Kampf an und geht unverblümt mit diesen um. Quasi im Vorbeigehen entsteht ihr bislang bestes Album.

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Jamie Beale

Jamie Beale – Hello Nimbus

Um im Lockdown nicht komplett durchzudrehen, suchte und fand Jamie Beale eine eigene Welt, bemühte Eskapismus in Zeiten der Isolation und schrieb eigene Songs. Der Versuch, stets eine halbwegs positive Einstellung zu behalten und dabei die eigene Komfortzone zu verlassen, regte letztlich seine Kreativität an. Der Brite konnte mit seinen bisherigen Singles bereits einiges an Radio-Airplay genießen und wagt sich nun an das Albumformat. „Hello Nimbus“ ist eine kleine, (noch) versteckte Perle, die sich ordentlich Aufmerksamkeit verdient hat.

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Shitney Beers

Shitney Beers – This Is Pop

Dass Shitney Beers wesentlich mehr als nur ein großartiger Name ist, bewies sie im Sommer 2021 mit „Welcome To Miami“, einer kleinen Singer/Songwriter-Perle ohne Netz, geschweige denn doppelten Boden. Davon hat Maxi Haug nun mehr im Gepäck, weiterhin betont ungeschliffen und gefühlt komplett spontan. „This Is Pop“ befasst sich mit dem Konzept des Scheiterns auf allen Ebenen und liefert zugleich Ansätze, wie man selbst in Zukunft deutlich seltener scheitert. Und das weiterhin so intim, reduziert und fokussiert wie eh und je.

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Hayden Arp

Hayden Arp – With Eliza

Auf dem Weg von ersten Ideen bis zur Fertigstellung seines Debütalbums durchreiste Hayden Arp zahlreiche Städte, mehrere Länder und überquerte sogar einen Ozean. Erste Spuren entstanden bereits 2018, als er in Richmond mit den Musiker*innen Lucy Dacus und Ali Thibodeau (Deau Eyes) lebte. Die Schlagzeugspuren folgten 2019 in Nashville durch Jake Finch, weitere E-Gitarren kamen 2020 in Los Angeles hinzu. Gesang und Mixing schlossen die Angelegenheit schließlich im eigenen Homestudio in der neuen Heimat Wien ab. Entsprechend bemüht „With Eliza“ etwas Vergängliches und Vergangenes, vermengt Indie, Folk und Pop mit Nostalgie.

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Jeb Loy Nichols

Jeb Loy Nichols – United States Of The Broken Hearted

In den frühen 80er Jahren zog Jeb Loy Nichols von New York nach London und begann dort ein neues Leben als Musiker – neben seinen Solowerken war er unter anderem Teil der Fellow Travellers – und Künstler. Dabei schwebte ihm immer schon eine Platte im durch und durch amerikanischen Sound (in etwa das, was Gram Parsons „Cosmic American Music“ nannte) vor. Genau das ist nun endlich passiert: „United States Of The Broken Hearted“ bringt Singer/Songwriter und Folk, Country und Soul, Reggae und Jazz für einen eklektischen wie bewegenden, belebenden Mix zusammen.

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Júníus Meyvant

Júníus Meyvant – Guru

Moderne Popmusik mit Retro-Präsentation, so oder so ähnlich lässt sich der Sound von Júníus Meyvant zusammenfassen. Der 1982 als Unnar Gisli Sigmundsson geborene Isländer nennt seine Musik „Freaky Folk Pop“ und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Seine beiden bisherigen Alben waren wunderbar aus der Zeit gefallen, reich an dichten Texturen und warmen, wohligen Melodien. Und doch bezeichnet er „Guru“ als sein persönlichstes Werk – im Heimstudio entstanden und nur mit kleiner Band-Besetzung eingespielt. Hält die Reduktion Einzug auf den Vestmannaeyjar?

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L.A. Salami

L.A. Salami – Ottoline

Die Suche nach dem Selbst hinter dem Selbst treibt L.A. Salami seit jeher an. Der in Peckham geborene Lookman Adekunle Salami wollte immer schon mehr über seine eigene Identität, seine Familie und seine Herkunft erfahren. Unter anderem äußert sich das in seiner überaus vielschichtigen Musik, die gerne mal den Bogen von Folk und Singer/Songwriter über Indie Rock und Post Punk bis hin zu Rap und HipHop spannt. Was auf „The Cause Of Doubt & A Reason To Have Fate“ bereits höchst spannende Blüten trieb, genießt nun eine nicht minder spannende Fortsetzung in Form von „Ottoline“.

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Der Luger

Der Luger – Das muss reichen

Ob ums Eck oder nicht, Der Luger ist da. Grauenvolle Wortspiele sind seine Sache glücklicherweise nicht, auch gibt es glücklicherweise kein zusätzliches N in seinem Namen, das der österreichischen High Society Angst und Bange machen würde. Tatsächlich steckt dahinter Christof Langner, Sänger und Songwriter aus Frankfurt, sowie seine Band. Langner ist ein Storyteller, dessen deutsche Texte gerne mal den Finger in die Wunde legen und doch stets die Hoffnung auf ein besseres Ende haben. Fünf entsprechende Exkurse hält die neue EP „Das muss reichen“ bereit.

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Alex The Astronaut

Alex The Astronaut – How To Grow A Sunflower Underwater

Das Leben ist furchtbar genug – wie soll man da bloß glücklich sein? Diese Frage stellte sich die australische Singer/Songwriterin Alex The Astronaut gerade zu Lockdown-Zeiten wiederholt. Die Sonnenblume wurde zum Symbol für das Streben nach besseren Tagen. Und solche hätte sie sich definitiv verdient angesichts verschiedener Traumata und Rückschläge, die auf ihrem zweiten Album ebenso verarbeitet werden wie kuriose Alltagsbeobachtungen und humorvolle Euphorie. „How To Grow A Sunflower Underwater“ setzt sich offensiv mit posttraumatischem Wachstum auseinander und bemüht Blickwinkel, die das Hier und Jetzt glücklicher gestalten können.

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John Moreland

John Moreland – Birds In The Ceiling

Antworten werden überbewertet. John Moreland hat keine und bezweifelt, das sonst jemand welche bieten kann. Stattdessen werfen die Songs des 37jährigen aus Tulsa, Oklahoma Fragen auf. Er versucht, die Welt um sich herum zu verstehen, und tut dies mit den Werkzeugen eines Folk-Musikers, der aus den engmaschigen Verhältnissen seines vermeintlichen Käfigs ausbrechen möchte. Die ruhigen, meditativen und doch eindringlichen Songs nehmen ein gewisses Eigenleben an, waren unter anderem in „Sons of Anarchy“ zu hören und führten zu diversen Late-Night-Auftritten. Auf „Birds In The Ceiling“ verbreitet Moreland einmal mehr seine ureigene Magie.

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