Schlagwort: Singer/Songwriter

Jens Kuross

Jens Kuross – The Man Nobody Can Touch

Für einen ausgebildeten Jazz-Schlagzeuger mit Abschuss am Berklee College of Music gibt es nichts Logischeres als… mit diversen Electro-Künstlern auf Tour zu gehen? In den vergangenen Jahren begleitete Jens Kuross unter anderem RY X, Howling und The Acid. Zwischendurch verbesserte er seine Keyboard-Skills und beschloss schließlich eigene Musik zu schreiben, anstatt dauernd jene von anderen Musikern zu lernen. Nach mehreren Kleinformaten landet nun das Debütalbum „The Man Nobody Can Touch“.

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Gus Dapperton

Gus Dapperton – Orca

Wo ist Gus Dappertons Leichtigkeit abgelieben? Die ersten Singles und das Debütalbum des jungen US-Amerikaners flimmerten geschickt durch verschiedenste alternative Pop-Gefilde. Zugleich brachte ihn die dazugehörige Tour aus dem Gleichgewicht. Alkohol, Drogen und Depressionen wurden zu unwillkommenen Begleitern. Dapperton wollte sich weiterhin musikalisch intensiv mit seinem Innersten auseinandersetzen, hatte dennoch Bedenken, sich derart verwundbar zu zeigen. Gerade das macht sein neues Album „Orca“ jedoch zum vollen Erfolg.

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Kathleen Edwards

Kathleen Edwards – Total Freedom

Nach vier erfolgreichen Alben, diversen Preisen und umjubelten Tourneen benötigte Kathleen Edwards eine Auszeit. 2014 zog sich die kanadischer Singer/Songwriterin aus der Musikwelt zurück, um eine Art Sabbatical anzutreten. Sie gründete den ironisch benannten Coffee Shop „Quitters“ und wurde zur erfolgreichen Kleinunternehmerin. Dieser Abstand gab Edwards die nötige Energie und Perspektive, um mit voller Kontrolle über die eigene Karriere wieder durchzustarten. „Total Freedom“ ist die erste Platte seit acht Jahren, als „Voyageur“ bis auf Platz 2 in ihrer kanadischen Heimat kletterte.

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Daniel Blumberg

Daniel Blumberg – On&On

Persönliche Einschnitte inspirierten Daniel Blumberg zu „Minus“, einem Soloexkurs zwischen Dekonstruktion und halb-improvisierter Liedästhetik. Das ehemalige Mitglied von Cajun Dance Party und Yuck, zugleich ebenso als Soundtrack-Experte und bildender Künstler tätig, bricht auf Solopfaden vertraute Strukturen auf. So entstand seine neue Platte im Rahmen von Live-Sessions mit Musiker*innen der Londoner Improv-Bühne Café OTO. „On&On“ dreht sich um die Suche nach dem endlosen Lied.

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Friedemann Weise

Friedemann Weise – Das Weise Album

Seher der „heute-show“ und Frequentierer von Kleinkunstbühnen sind mit Friedemann Weise bestens vertraut. Der Liedermacher und Satirist ist aber kein reiner Comedy-Künstler, sondern begnadeter Songwriter und gewitzter Beobachter mit messerscharfem Blick. Ab und an veröffentlicht der 47jährige Alben, wobei das letzte bereits acht Jahre auf dem Buckel hat. Unter der Ägide von Jungproduzent Nicolas Epe (u.a. The Screenshots) entstand „Das Weise Album“.

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L.A. Salami

L.A. Salami – The Cause Of Doubt & A Reason To Have Faith

Es gibt viel zu wenig gute Storyteller in der Musikwelt. Unter ihnen ist L.A. Salami ein Outlier. Mit Meistern des Genres wie Bob Dylan aufgewachsen, zugleich aber so unterschiedliche Einflüsse wie Indie, Folk, HipHop und Blues in einen Topf werfend, steht Lookman Adekunle Salami – kein Künstlername – für eklektische, unpolierte Rohdiamanten im XXL-Format. Sein drittes Album „The Cause Of Doubt & A Reason To Have Faith“ dreht sich lose um das Konzept eines Gottes, und wie sich Menschen solche Figuren durch technologische Konzepte selbst erschaffen.

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Owen

Owen – The Avalanche

Seitdem American Football durch die Decke gingen, hat Mike Kinsella vergleichsweise wenig Zeit für seine anderen Schauplätze. Das betrifft vor allem das Soloprojekt Owen, wo bislang neun Alben zwischen Indie-Klängen und fragilen Singer/Songwriter-Sounds mit Lo-Fi-Ansatz erschienen waren. Gemeinsam mit Produzent Sean Carey (Bon Iver, Peter Gabriel) und Engineer Zach Hanson (The Tallest Man On Earth, Waxahatchee) zog er sich in ein Studio in Eau Claire, Wisconsin züruck. Von äußeren Einflüssen unbeeindruckt und ungestört, entwickelten sich deutlich detailliertere Arrangements und direkteres Songwriting als zuletzt. Passenderweise rollt „The Avalanche“ wie eine emotionale Lawine an.

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Blanco White

Blanco White – On The Other Side

Als Josh Edwards zehn Jahre alt war, nahmen seine Eltern ihn und seine beiden kleinen Schwestern aus der Schule für eine Rundreise durch Lateinamerika. Für Edwards, zwischen West-London und den Black Mountains in Südwales aufgewachsen, war dies die Initialzündung für eine bis heute andaudernde Liebe für alles Spanische, vor allem die Musik. Als Blanco White bringt er nun die Klänge seiner britischen Heimat mit jenen Lateinamerikas zusammen. Nach mehreren EPs ist „On The Other Side“ das Debütalbum.

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Katie Von Schleicher

Katie Von Schleicher – Consummation

Ein paar Lo-Fi-Power-Balladen auf Platte zu pappen und diese Sammlung „Shitty Hits“ zu nennen, hat sicherlich Charme. Katie Von Schleicher sorgte mit ihrem Debüt für verdientes Aufsehen, nur um all das weit hinter sich zu lassen. Die musikalische Öffnung ist da – Chamber-Pop, pulsierende Electro-Rocker, interstellare Zwischenfälle, kurze Noise-Eruptionen und mehr schmücken den Nachfolger „Consummation“ aus. Und all das zumindest teilweise von einer alternativen Interpretation des Hitchcock-Klassikers „Vertigo“ inspiriert.

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H.B. Nielsen

H.B. Nielsen – Grand Opening

Wenn ein Reisender nachhause zurückkehrt, bringt er in der Regel viele Geschichten mit. Das gilt in hohem Maße für Henric Beckenäs Nielsen. Vor vielen Jahren zog er von Schweden nach New York, um College-Eishockey zu spielen, nahm aber schnell stattdessen die Gitarre zur Hand. Später entdeckte er das Tatöwieren für sich, machte aus der Leidenschaft einen Beruf und reiste um die Welt, bevor er sich 2018 in Göteborg niederließ und erneut die Klampfe auspackte. Auf seinem Debüt „Grand Opening“ gibt er nun seinen Erfahrungsschatz weiter und konzentriert sich vor allem um Abschiede sowie damit verbundene Zweifel.

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