Schlagwort: Singer/Songwriter

Ryley Walker – Deafman Glance

Hört – und sieht – man den 28jährigen Ryley Walker, denkt man zunächst wahrscheinlich an einen weiteren von vielen jungen Singer/Songwritern. Rein oberflächlich bringt der US-Amerikaner auch das nötige Rüstzeug mit, doch seine Musik spricht eine andere Sprache. Zwischendurch lassen sich ein Kontrabass, ein Saxophon und diverse Tasteninstrumente blicken – Blues, Folk, Indie und Jazz geben sich sozusagen die Klinke in die Hand. Daran hat sich auch auf dem mittlerweile fünften Studioalbum „Deafman Glance“ nichts geändert.

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Courtney Barnett – Tell Me How You Really Feel

Binnen kürzester Zeit reifte Courtney Barnett von einer lokalen australischen Größe zu einer der wichtigsten weiblichen Rock-Stimmen der Gegenwart. Ihr charmantes Debüt und das gemeinsame Album mit Kurt Vile waren der perfekte Doppelschlag, um die Karriere der 30jährigen so richtig anzukurbeln. Auf „Tell Me How You Really Feel“ entdeckt Barnett nun eine neue musikalische Direktheit, die sich in pointierterem Songwriting äußert.

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Seán McGowan – Son Of The Smith

Seit 2009 arbeitet Seán McGowan an seiner musikalischen Karriere, wird Jahr für Jahr als Kandidat für den großen Durchbruch gehandelt, und bringt es letztlich doch nur auf das eine oder andere Kleinformat. Der Songwriter in bester Tradition von Frank Turner, Sam Duckworth oder Beans On Toast befasst sich bevorzeugt mit sozialkritischen und -politischen Themen, die einen ungeschönten Blick auf das heutige Großbritannien werfen. „Son Of The Smith“ ist sein Debütalbum.

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Lauren Ruth Ward – Well, Hell

Eigentlich wünschte sich Lauren Ruth Ward nichts sehnlicher, als gemeinsam mit ihren Freunden eine Band zu gründen, was jedoch aus beruflichen Gründen nicht klappen sollte. Eines Tages ließ Ward ihr Leben als Hairstylistin in Baltimore hinter sich, ging nach Los Angeles und fand tatsächlich musikalische Unterstützung. Bandnamen braucht es allerdings keinen, denn der neuen Vorzeige-Stimme des Rock gebührt der verdiente Platz im Rampenlicht. „Well, Hell“ ist ihr überaus vielseitiges Debüt.

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Shakey Graves – Can’t Wake Up

Als Alejandro Rose-Garcia, der Mann hinter Shakey Graves, vergangenen Dezember einen neuen Sound für sein Projekt ankündigte, klang das durchaus augenzwinkernd. Und doch wagt der Texaner eine kleine Neuausrichtung auf seinem zweiten regulären Studioalbum. Einst als Americana-Nachwuchstalent ausgezeichnet, ging Rose-Garcia zurück an einem Punkt, an dem er Neues erschaffen konnte. „Can’t Wake Up“ steht nun stellvertretend für seine neue Liebe zu den Beatles.

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Ciaran Lavery – Sweet Decay

In seiner irischen Heimat gilt Ciaran Lavery als einer der wichtigsten Song-Poeten der jüngeren Vergangenheit. Über 80 Millionen Spotify-Streams weltweit sprechen eine deutliche Sprache. So war es Lavery auch besonders wichtig, seine volle Konzentration den Texten seines mittlerweile dritten Albums zu widmen. Für „Sweet Decay“ ließ er sich von Kurzgeschichten inspirieren und vertont eigene Entwürfe in Songform, begleitet von vertrauter Gemächlichkeit zwischen Singer/Songwriter und Folk.

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Megan Nash – Seeker

Wie der Titel ihres neues Albums es schon umschreibt, ist Megan Nash eine Suchende. Einst ermutigte ein Punk-Konzert von Schulfreunden die damals 16jährige Kanadierin, sich der Musik zuzuwenden. Starke weibliche Stimmen und ihre Heimat Saskatchewan dienen bis heute als wichtigste Inspirationsquellen. Für ihre neue Platte „Seeker“, die mit etwas Verzögerung nun auch in Europa erscheint, engagierte Nash die kanadische Alternative-Rock-Band Bears In Hazenmore als Unterstützung.

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Jeff Rosenstock – POST-

Mit der Wahl und anschließenden Inauguration Trumps endete für Jeff Rosenstock vor allem eine gesellschaftliche Ära. Der Punk-Songwriter stellt fest, dass sich Amerika aktuell in einer Post-Phase befindet, die längst etablierte Umgangsformen pulverisiert und nach neuen Wegen sucht. So sperrte er sich nach der Wahl monatelang ein, um neue Songs zu schreiben, die zu Neujahr, nur zwei Wochen nach den Aufnahmen, urplötzlich digital erschienen. Nun erhält „POST-“ seinen verdienten CD- und Vinyl-Release.

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Nathan Gray – Feral Hymns

Das hatte sich angekündigt: Seit Jahren wollte Nathan Gray ein Solo-Album veröffentlichen, The Casting Out sollten ursprünglich schon vor zehn Jahren sein Alleingang werden. So rackerte sich eine der wichtigsten Post-Hardcore-Stimmen aller Zeiten zuletzt durch verschiedenste Projekte, trug diese wieder zu Grabe und ist nun doch endlich ganz alleine unterwegs. „Feral Hymns“ vereint brandneue Songs mit neuaufgenommen Klassikern von Grays diversen Band-Projekten.

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Get Cape. Wear Cape. Fly – Young Adult

Eigentlich hatte Sam Duckworth seinen Künstlernamen Get Cape. Wear Cape. Fly begraben, nur um zuletzt als Recreations mit elektronischen Klängen positiv zu überraschen. Und jetzt? Ist plötzlich wieder alles anders. Duckworth kramt sein Cape aus der Mottenkiste hervor und wagt den Sprung zwischen den musikalischen Welten. Zwischen dem fragilen Singer/Songwriter-Sound der Anfangstage und jüngeren, etwas moderneren Elementen sucht „Young Adult“ nach musikalischer Identität.

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