Mutiny Within – Mutiny Within

Der Jugendstil hält weiterhin Einzug in die internationale Metal-Landschaft. Mutiny Within aus New Jersey könnten demnächst eine ähnliche Führungsrolle für das junge Publikum übernehmen, wie es in den letzten Jahren bereits Bullet For My Valentine und Sonic Syndicate getan haben. Das schlicht „Mutiny Within“ betitelte Debütalbum punktet mit schlagenden Argumenten und einem Sound, der zwar vertraut wirkt, dabei aber erfrischend und eigenständig verpackt wurde.
Am ehesten lässt sich der überaus moderne, druckvolle Sound als Mischung aus Killswitch Engage, Dream Theater und – im kleineren Ausmaß – Protest The Hero beschreiben. Chris Clancys mächtiger Gesang, der gelegentlich an Howard Jones erinnert, wird immer wieder von Growls gestützt, werden proggige Ausflüge und Keyboardparts die technische Brillanz der Jungspunde unterstützen. So ist das Solo des Openers „Awake“ Konsolen-Material, während der Hit „Year Of Affliction“ mit einem hymnischen Refrain erster Güteklasse aufwarten kann.
Flitzefinger, Core-Druck, große Refrains – die Mischung ist relativ simpel, dafür aber effektiv. „Lethean“, „Hours“ (mit Muse-Part) und „Oblivion“ zünden sofort, Füllmaterial sucht man vergebens. Elf Killersongs, die – mal schneller, mal langsamer – durchstarten, klassische Ideen im frischen, leidenschaftlichen Soundgewand, ein ungewohnter, dafür aber verheißungsvoller Mix – Mutiny Within tragen das Wort ‚Durchbruch‘ auf die Stirn tätowiert. Wer problemlos mit Dark Tranquillity, Sonata Arctica, Soilwork und Death Angel touren kann, ohne sich musikalisch wie künstlerisch zu verbiegen, muss etwas richtig machen.
VÖ: 07.05.2010
Roadrunner Records (Warner Music)
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