Kategorie: Alben

Brendan Lewes

Brendan Lewes – Nine Songs Sung From The End

Vor fünf Jahren zog der britische Singer/Songwriter Brendan Lewes nach Kiel. Die Gitarre war natürlich im Gepäck. Seither spielte er über 300 Konzerte in allen Ecken Deutschlands und zeigte sich während Lockdown und Social Distancing kreativ – Auftritte vor geparkten Autos, hinter Plexiglasscheiben und in Gärten begleiteten ihn durch Frühjahr und Sommer. Ganz nebenbei spielte er noch ein durch Crowdfunding finanziertes Album ein, begleitet von befreundeten Musikern aus Kiel, den Gambling Ambers. „Nine Songs Sung For The End“ steht als Titel symbolisch für die düstere Gegenwart.

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Babeheaven

Babeheaven – Home For Now

Das Gefühl für gute Musik und starkes Songwriting war den Mitgliedern von Babehaven in die Wiege gelegt. Nancy Andersens Vater schrieb Werbejingles, Jamie Travis‘ Vater Geoff gründete 1978 Rough Trade Records. Der gemeinsame Nenner ist soulig, elektronisch und durchaus poppig, eine Art Indie-Version vertrauter TripHop-Klänge mit viel Gefühl und sympathischer Energie. Was vor vier Jahren mit einer ersten Single begann, mündet nun im großartigen „Home For Now“.

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Chamberlain

Chamberlain – Red Weather

In den 90er Jahren legten Chamberlain mehrere maßgebliche Midwestern-Emo-Leckerbissen vor. 2000 löste sich die Band auf und fand nach einer Mini-Reunion erst vor zwei Jahren wieder zusammen, um eine Jubiläumstour ihres letzten Albums zu begehen. Wobei dieses „letzte Album“ mittlerweile überholt ist, denn aus den Revival-Gigs wurde ein komplettes Comeback, das sogar zurück ins Studio führte. Mit Emo-Klängen haben die gestandenen Herren mittlerweile aber wenig am Hut, und so klingt das Comeback-Werk „Red Weather“ nach gestandenem Heartland-Rock aus den Tiefen des amerikanischen Songbook.

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Alpha Male Tea Party

Alpha Male Tea Party – Infinity Stare

Schwere, schmerzhafte Verluste brachten den kreativen Prozess von Alpha Male Tea Party zum Erliegen. Besonders der Tod ihres guten Freundes Dan Wild-Beesley von der Band Cleft ließ sich nur schwer bewältigen. Erst im Zuge des Covid-Lockdowns entfachten die Briten ihr musikalisches Feuer neu und nahmen Songs auf, die zwischen Euphorie, Melancholie und Hoffnung pendeln. „Infinity Stare“ haucht dem Math Rock des Trios frischen Esprit ein.

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The Kills

The Kills – Little Bastards

In bald 20 Jahren Bandgeschichte sammelte sich bei The Kills einiges an Material an, auch jenseits der fünf Studioalben. Gerade in den Anfangsjahren wurden unzählige B-Seiten aufgenommen – kleine Rohdiamanten und verborgene Schätze, die dem Perfektionisten Jamie Hince aufgrund ihrer oftmals recht rohen Ausarbeitung die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Der Rückblick zeigte Hince und Mitstreiterin Alison Mosshart allerdings die eigentliche Schönheit dieser versteckten Perlen. „Little Bastards“ packt nun gleich 20 davon auf eine kurzweilige Compilation.

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Less Than Jake

Less Than Jake – Silver Linings

In einem Horrorjahr lauert die Hoffnung ganz am Ende. Nein, es geht ausnahmsweise nicht um die US-Präsidentschaftswahl, sondern um den sprichwörtlichen Silberstreif am Horizont. Oder, noch besser, gleich mehrere. Genau die haben Less Than Jake im Gepäck, die ihr erstes Album seit sieben Jahren mitbringen. Auf „Silver Linings“ müssen die Ska-Punk-Veteranen erstmals ohne Gründungsmitglied Vinnie Fiorello und somit ohne ihren Haupttexter auskommen. Mit diesem vermeintlichen Manko geht das Quintett aus Florida aber gewohnt locker um.

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Sigur Rós

Sigur Rós – Odin’s Raven Magic

Geduld ist eine Tugend, die Fans von Sigur Rós mittlerweile perfektioniert haben sollten. Tatsächlich hat das immer noch aktuelle Studioalbum „Kveikur“ bereits sieben Jahre auf dem Buckel, seither setzte es ein paar einzelne Songs, Remix-Arbeiten und Klanginstallation sowie das stete Zusammenschrumpfen der Band, begleitet von einigen suboptimalen News. Kurz nach dem Release des neuen Soloalbums von Frontmann Jónsi folgt nun ein etwas anderer Blick in die Vergangenheit: Für „Odin’s Raven Magic“ graben die Isländer ein etwas anderes Live-Erlebnis aus dem Jahr 2002 aus

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Calexico

Calexico – Seasonal Shift

Eigentlich wollten Calexico nur eine kleine saisonale EP aufnehmen, bloß kein Weihnachtsalbum. Dass es nun doch ein noch dazu im Hochsommer aufgenommenes Full-Length-Werk geworden ist, passt irgendwie ins Bild. Und wie sich das so gehört, klingt es eben nicht nur festlich, sondern tankt sich durch die musikalische Weltgeschichte, bringt ein paar Cover-Versionen sowie diverse Gäste mit. „Seasonal Shift“ widmet sich der Zeit vor, während und nach Weihnachten auf gewohnt multikulturelle und leidenschaftliche Weise.

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Red City Radio

Red City Radio – Paradise

Eine kleine kreative Pause ist nie verkehrt. Das dachten sich wohl auch Red City Radio, als sie nach dem Release ihres selbstbetitelten Albums vor fünf Jahren deutlich langsamer machten und zwischenzeitlich nur eine kleine EP veröffentlichten. Und dann biegen sie in diesem Jahr mit einer Platte namens „Paradise“ ums Eck, weil: natürlich. Tatsächlich war das Album bereits vor Covid fertiggestellt, passt allerdings hervorragend zur ermattenden Gegenwart. Zudem streckt sich das Quartett aus Oklahoma musikalisch ein wenig.

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Dreimalumalpha

Dreimalumalpha – Jugend ans Geld verloren

Schrammelnder Gitarren-Pop, knackige Parolen und philosophische Texte – da war doch mal etwas in Hamburg. Tatsächlich machen Dreimalumalpha keinen Hehl um ihre musikalischen Vorbilder. Das Trio aus der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck arbeitet frontal und doch durchdacht, schreibt dabei richtig gute Songs und dreht die Uhr mal eben um zwei bis drei Jahrzehnte zurück, ohne dabei altbacken zu wirken. Wie bitte? „Jugend ans Geld verloren“, so der Titel des Debütalbums, will keine offenen Fragen beantworten und zieht stattdessen seinen Stiefel durch.

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