Kategorie: Alben

King Mothership

King Mothership – The Ritual

Zwischen den ersten beiden Alben seiner Hauptband Periphery begann Sänger Spencer Sotelo still und heimlich mit den Arbeiten an einem Soloprojekt. Sotelo veröffentlichte ein paar Demos über Soundcloud, bevor er keinen Bock mehr auf die eingeschlagene Richtung hatte und die Songs ins Archiv packte. Immer wieder von Fans darauf angesprochen, grub er die Sessions vor ein paar Jahren erneut aus und entschloss sich, das King Mothership getaufte Soloprojekt zu komplettieren und neu abzumischen. Neun Jahre nach der ersten geschriebenen Note landet „The Ritual“ nun endlich.

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Elvis Perkins

Elvis Perkins – Creation Myths

Was war eigentlich vor dem ersten Album? Tatsächlich schrieb Elvis Perkins bereits vor seinem Debüt „Ash Wednesday“ einige Songs, die jedoch bestensfalls als Demos oder Open-Mic-Performances überlebten. Nach einer Soundtrack-Arbeit 2017 („The Blackcoat’s Daughter“, ein Film seines älteren Bruders Oz) ergab sich ein Fenster, bevor es zurück ans Songwriting gehen sollte. Perkins kramte im Archiv, grub neun Schätze aus und nahm diese neu auf. „Creation Myths“ wirft einen Blick zurück auf die Anfänge, aufgenommen mit modernem Auge.

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Sophia

Sophia – Holding On / Letting Go

Nach einem knappen Vierteljahrhundert – erstmals seit dem Debütalbum „Fixed Water“ – gibt es Sophia wieder im Bandformat. Der mittlerweile in Berlin wohnhafte Robin Proper-Sheppard hat sein Kollektiv aus wechselnden Musikern in ein halbwegs festes Line-up gepackt. Sicherlich mag das nur eine Momentaufnahme sein, doch das neue Basislager des musikalischen Nomaden und das frische kreative, personelle Umfeld bekommt Proper-Sheppard, wie auch Sophia, offenkundig gut. Ursprünglich für April angekündigt und aus bekannten Gründen mehrmals verschoben, entdeckt „Holding On / Letting Go“ das ‚Wir‘ des Lebens für sich und erkennt, dass man doch nie so ganz alleine ist.

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Jamie Lenman

Jamie Lenman – King Of Clubs

Hat da jemand ‚Trilogie‘ gesagt? Eine solche beschließt Jamie Lenman aktuell, obwohl entsprechende Pläne erst jetzt bekannt werden. Das Überalbum „Devolver“ und die experimentelle Cover-Platte „Shuffle“ erschienen nämlich ohne einen solchen Überbau. Nun liefert Lenman also das, wie er es nennt, Abschiedskapitel einer besonders kreativen und unterhaltsamen Zusammenarbeit mit Space, der unter anderem bereits für Idles und Black Futures produzierte. Das wütende und politische „King Of Clubs“ präsentiert sich bewusst als Minialbum, da der Musiker kein komplettes Album in diesem verstärkt an sein altes Betätigungsfeld Reuben erinnernden Stil hätte durchdrücken können.

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Aaron Taylor

Aaron Taylor – Icarus

In den Händen Aaron Taylors ist Soul ein lebendiges, atmendes, sich wandelndes Konstrukt. Der Newcomer transportiert Klänge aus den 70ern in das Hier und Jetzt, von vielschichtigen Neo-, Jazz-, RnB- und dezent elektronischen Einflüssen befeuert. Taylor sieht in dieser schweren, spaltenden Zeit die Chance für große Kunst. Ob sein Debütalbum „Icarus“ das ist? Die Platte über Intimität in den verschiedensten Formen nahm der Sänger und Songwriter in seinem eigenen Studio zuhause auf.

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Jens Kuross

Jens Kuross – The Man Nobody Can Touch

Für einen ausgebildeten Jazz-Schlagzeuger mit Abschuss am Berklee College of Music gibt es nichts Logischeres als… mit diversen Electro-Künstlern auf Tour zu gehen? In den vergangenen Jahren begleitete Jens Kuross unter anderem RY X, Howling und The Acid. Zwischendurch verbesserte er seine Keyboard-Skills und beschloss schließlich eigene Musik zu schreiben, anstatt dauernd jene von anderen Musikern zu lernen. Nach mehreren Kleinformaten landet nun das Debütalbum „The Man Nobody Can Touch“.

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Kaskadeur

Kaskadeur – Uncanny Valley

Nach mehreren spannenden Alben und Touren waren Stonehenge ihrem Korsett entwachsen. Bei den Aufnahmen zur neuesten Platte merkten die Druiden aus Potsdam, dass die Songs den musikalischen Rahmen zwischen Retro und Stoner endgültig gesprengt hatten. Deswegen nun also ein neuer Name – Kaskadeur – und ein zweites Debütalbum, wenn man so will. „Uncanny Valley“ ist alles und nichts, ein wildes Festival der Gitarrenmusik mit Elementen aus Prog, Psychedelic, Stoner, Heavy, Post, Math und sogar ein wenig Pop-Appeal. Was sich auf den ersten Blick konfus und überladen liest, ist in Wirklichkeit alles andere als das.

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Gus Dapperton

Gus Dapperton – Orca

Wo ist Gus Dappertons Leichtigkeit abgelieben? Die ersten Singles und das Debütalbum des jungen US-Amerikaners flimmerten geschickt durch verschiedenste alternative Pop-Gefilde. Zugleich brachte ihn die dazugehörige Tour aus dem Gleichgewicht. Alkohol, Drogen und Depressionen wurden zu unwillkommenen Begleitern. Dapperton wollte sich weiterhin musikalisch intensiv mit seinem Innersten auseinandersetzen, hatte dennoch Bedenken, sich derart verwundbar zu zeigen. Gerade das macht sein neues Album „Orca“ jedoch zum vollen Erfolg.

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Eivør

Eivør – Segl

Zumindest auf Albumebene machte sich Eivør Pálsdóttir in den vergangenen Jahren rar. Die färingische Sängerin, die vor mittlerweile 20 Jahren – damals noch ein Teenager – ihre erste Platte veröffentlichte, war zuletzt vornehmlich mit Orchester- und Soundtrackarbeiten beschäftigt, nahm zwischendurch eine englische Version ihres aktuellsten Werks „Slør“ auf, im Original auch schon wieder knapp fünf Jahre her. „Segl“, zu Deutsch „Siegel“, ist mehr als nur ein kräftiges Lebenszeichen.

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