Kategorie: Alben

Sinoptik

Sinoptik – The Calling

Sinoptik sind Fremde im eigenen Land. Die drei ukrainischen Musiker stammen aus der Region Donetsk und mussten aus Sicherheitsgründen nach Kiev ziehen. Dort werden sie, wie auch andere Mitbürger*innen aus dem konfliktreichen Gebiet, für den Ausbruch des Kriegs mit Russland beschuldigt. „The Calling“, das bereits fünfte Album der Band, thematisiert dieses paradoxe Gefühl und versucht Eskapismus durch die Musik zu schaffen. Rock-Sounds mit deutlichem 70s-Einschlag zwischen Progressive, Alternative und semi-okkulter Finsternis begleiten dieses Unterfangen.

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AFI

AFI – Bodies

Gefühlt häuten sich AFI mit jedem Album ein wenig. Zwar stehen sich manche Platten näher als andere, wie Gitarrist Jade Puget zu Protokoll gibt, doch das ist schon alles. Und so lauert bereits seit 30 Jahren a fire inside, denn Frontmann Davey Havok gründete die Band in ihrer Urform 1991 in der High School. Seither ist viel passiert, der Stil ändere sich gleich mehrmals, man hatte einen Major-Vertrag und ging in den USA sogar auf Platz 1. Das nunmehr elfte Studioalbum „Bodies“ bestätigt den auf dem eponymen Blutalbum eingeschlagenen Weg: Gothic Rock, New Wave, Post- und anderer Punk geben sich die retrolastige Kajalklinke in die hitverdächtige Hand.

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Lukas Nelson & Promise Of The Real

Lukas Nelson & Promise Of The Real – A Few Stars Apart

Im vergangenen Jahr fand Lukas Nelson so etwas wie inneren Frieden. Obwohl er zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt nicht auf Tournee gehen konnte, von entsprechender Unsicherheit begleitet, sorgte die Zeit mit der Familie für Ausgeglichenheit und ein erneuertes Heimatgefühl. Als es dann doch wieder zurück ins Studio ging, erklärte Nelson das Heimkommen sowe Beziehungen in verschiedensten Formen zum Leitmotiv für die neue Platte. Gemeinsam mit seiner Band Promise Of The Real konzentriert er sich auf „A Few Stars Apart“ auf das, was ihn ausmacht: Songwriter zu sein.

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cleopatrick

cleopatrick – Bummer

Die Suche nach kompetenten Musikern in einer Kleinstadt bringt gewisse Schwierigkeiten mit sich. cleopatrick können ein Lied davon singen. Luke Gruntz und Ian Fraser aus Coburg, Ontario sind beste Freunde seit dem Kindergarten, ein anständiger Bassist ließ sich aber partout nicht finden. Also geht es ohne, schon ging man als cleopatrick durch die Decke. Das Duo widmet sich klassischen Hard-Rock-Klängen mit Retro-Elementen, fühlt sich aber ebenso dem HipHop zugetan. Dessen Wucht und Kniffe halten auf dem Debütalbum „Bummer“ Einzug.

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latewaves

latewaves – Hell To Pay

Nach einer langen Nacht im Jahr 2016 wachten Shawna Grabowski und Mike Pellegrino an einem Strand in New Jersey auf und beschlossen, ihren alten Pakt endlich in die Tat umzusetzen. Sie gründeten latewaves, holten ihren alten Freund Howie Cohen ins Boot und siedelten sich irgendwo zwischen Alternative Rock, Emo und etwas Punk an. Einige Tourneen und EPs später steht nun das erste Album in den Startlöchern. Unterstützt von Szeneveteranen wie Brett Romnes (u. a. Produzent für Seaway und Free Throw) sowie Vinnie Caruana (The Movielife, I Am The Avalanche) entstand „Hell To Pay“.

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James

James – All The Colours Of You

Die unkaputtbaren James bestehen bereits seit 1982, eine mehrjährige Pause nach dem zwischenzeitlichen Ausstieg von Sänger Tim Booth ausgeklammert, und sind aktuell in bestechender Form. Sie schwammen einst auf der großen Madchester-Welle mit und sind weiterhin eine Indie-Institution, die zumindest in der britischen Heimat regelmäßig für Top-10-Alben sorgt. Die Aufnahmen zu „All The Colours Of You“ zogen sich ein wenig, zumal der Frontmann seit geraumer Zeit in den USA lebt. Irgendwann fanden sich die sieben Musiker doch zusammen für ein Werk, hinter dessen gewohnt großen Melodien bissige, pointierte Texte stecken.

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Superbloom

Superbloom – Pollen

Grunge lebt, nicht etwa im Kühlregal. Superbloom halten die 90s-Flagge hoch und streuen noch ein wenig Alternative Rock drüber. Das Quartett aus Brooklyn, New York gilt in Kennerkreisen schon länger als aufgehender Stern, die bisherigen Singles und eine vergriffene EP sprechen eine deutliche, energische Sprache. Jetzt geht es also ans Albumformat mit allen Zutaten, die bereits vor zwei bis drei Jahrzehnten Erfolg einbrachten. „Pollen“ ist allerdings kein bloßer Abklatsch alter Größen, das zeigt sich im Laufe dieser zwölf Tracks immer wieder.

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Lou Barlow

Lou Barlow – Reason To Live

Bislang hat Lou Barlow ein fantastisches Jahr. Nicht nur, dass er auf der neuen Dinosaur Jr.-Platte deutlich mehr Raum zur freien Entfaltung erhielt, nur fünf Wochen später veröffentlicht der Indie-Veteran sein viertes Soloalbum. „Reason To Live“ ist das erste Lebenszeichen im Alleingang seit 2015 und zeigt einen Barlow, der aus dem Chaos erstaunliches Selbstbewusstsein bezog. Endlich konnte er sein Leben als Familienvater mit seinem musikalischen Dasein verbinden. Entsprechend ausgeglichen und doch eindringlich zeigt sich diese Sammlung.

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The Datsuns

The Datsuns – Eye To Eye

Zu Beginn des Jahrtausendwechsels, als The-Bands in aller Munde waren, mischten auch The Datsuns für ein paar Alben mit. Die Neuseeländer packten drei starke Alben mit dem einen oder anderen Indie-Hit („Harmonic Generator“, „Blacken My Thumb“) aus, tourten mit den Folgewerken vor allem durch die Heimat, Australien, Japan und Nordamerika, nur um lange Zeit einfach komplett unterzutauchen. Das siebte Studioalbum erscheint nun sieben Jahre nach dem Vorgänger. Ist „Eye To Eye“ der erhoffte Comeback-Husarenritt aus der Garage?

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Watching Tides

Watching Tides – We’ve Been So Close // Yet So Alone

Läuft aktuell ein kleines Midwest-Emo-Revival an? Gefühlt scheinen sich überdurchschnittlich viele Bands mit dem 90s-Sound zu befassen, von tatsächlichen Comebacks ganz zu schweigen. Watching Tides befinden sich ebenfalls in diesem ungefähren Dunstkreis. Das Trio aus Berlin bringt obendrein etwas Post-Hardcore und sogar leicht angepunkten Drive in den Mix ein, der sie bereits auf zwei EPs begleitete. „We’ve Been So Close // Yet So Alone“ ist ihr Debüt auf Albumlänge und rechnet mit diversen Altlasten aus der persönlichen Vergangenheit ab, mit alten Freundschaften und der Heimat.

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