Kategorie: Alben

Nerd School – Blue Sky For White Lies

Knapp sechs Jahre nach ihrem Debütalbum „Ready Set Go“ meldet sich das Power-Duo Nerd School wieder zurück aus dem Studio. Tom und Lars machen aus instrumentalem Minimalismus reihenweise starke Tracks zwischen Blues, Alternative, Punk und einem Hauch von Metal – vergleichsweise schlicht, ordentlich nach vorne und verdammt hymnisch. Zwischen Rock-Ohrwurm und unbequemen Gedankenreisen platziert sich das bärige „Blue Sky For White Lies“.

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Kim Wilde – Here Come The Aliens

Die neben Madonna und Tina Turner hierzulande erfolgreichste englischsprachige Sängerin der 80er Jahre meldet sich zurück! Die Rede ist natürlich von Kim Wilde, der damals das Kunststück glückte, nach ihrer erfolgreichen New Wave-lastigen Frühphase zur Hochzeit des Synthie-Pops Mitte der 80er ein furioses Comeback hinzulegen. Nachdem es in den 90ern ruhiger um die Britin wurde, gab es 2010 und 2011 mit den Alben „Come Out And Play“ und „Snapshots“ die letzten beiden Comeback-Versuche – zumindest mit Ersterem gelang ihr in Deutschland ein Top 10-Erfolg. Jetzt, nach einer weiteren längeren Pause, will sie es noch mal so richtig wissen: „Here Come The Aliens“ ist musikalisch nicht nur eine Rückbesinnung auf ihre Frühphase, sondern auch der Beweis, dass die wilde Kim auch auf rockigem Terrain bestehen kann.

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Garden City Movement – Apollonia

Israels Live- und Club-Szene überrascht aktuell immer wieder aufs Neue mit stilistischer Pluralität und ungemeiner Spielfreude. Neben dem kunterbunten Cut Out Club bedienen Garden City Movement aktuell die etwas ruhigere Schiene. Chillwave, Experimental House und Electro-Pop begleiten das Schaffen des Trios aus Tel Aviv, das schon mal gerne gen RnB, Pop und Jazz schielt. Nach diversen Kleinformaten ist „Apollonia“ nun ihr Debütalbum.

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Black Foxxes – Reiði

Erst vor vier Jahren gegründet, gingen Black Foxxes mit ihrem Debütalbum „I’m Not Well“ binnen kürzester Zeit durch die Decke. Ihr emotional aufgeladener Alternative Rock, unter anderem vom Gesundheitszustand von Frontmann Mark Holley beeinflusst (der Brite leidet an Morbus Chron), kratzte und harmonisierte sich zu Radio-Airplay, gut besuchten Tourneen und Festival-Gigs. Vor den Aufnahmen zum Nachfolger reiste er nach Island, um sich frische Inspiration zu holen. Mit „Reiði“ (dt. „Wut“) trägt die Platte sogar einen isländischen Titel.

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Durand Jones & The Indications – Durand Jones & The Indications

Manche Platten verlangen einen zweiten Anlauf. Case and point: Durand Jones. Der Soul-Sänger versetzte 2016 die amerikanische Szene mit seinem selbstbetitelten Debüt in helle Aufregung. Gemeinsam mit seiner Band The Indications erinnert er an legendäre Stimmen, kultiviert dabei dennoch seinen ureigenen, klassischen Sound. Otis Redding und Smokey Robinson lassen grüßen – „Durand Jones & The Indications“ erhält seinen verdienten Re-Release.

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Black River Delta – Vol. II

Ein wenig Blues hat noch nie geschadet, und so machen sich Black River Delta auf, klassisch amerikanische Klänge aus dem hohen Norden in den Rest der Welt zu tragen. Das schwedische Trio fiel bereits vor zwei Jahren mit ihrem intensiven Debütalbum „Devil On The Loose“ positiv aus. Mit einer Slide-Gitarre, wilden Drums und ordentlich Roots-Energie bewaffnet, trifft nun auch der schlicht „Vol. II“ betitelte Nachfolger ins Schwarze.

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Young Fathers – Cocoa Sugar

Young Fathers waren – und klangen – immer schon ein wenig anders. Unwahrscheinlich präzise Lyrics, fieser Rap und feister Soul, dazu unorthodoxe Arrangements brachten dem schottischen Trio gleich mit seinem Debüt „Dead“ den renommierten Mercury Prize ein. Der Nachfolger „White Men Are Black Men Too“ stellte besagtes Werk sogar noch in den Schatten. Entsprechend hoch liegt jetzt die Messlatte: Kann „Cocoa Sugar“ mit diesen beiden Monsteralben mithalten?

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Turbowolf – The Free Life

Dicke Gitarren, mächtige Drums und der omnipräsente Schalk im Nacken: Turbowolf befinden sich seit jeher auf dem Sprung und sind zu höheren Weihen berufen. Ihr letztes Album „Two Hands“ donnerte vor drei Jahren durch sämtliche Rock- und Punk-Spielarten, von präzisem Synthi-Einsatz begleitet. Davon gibt es nun mehr, wobei die Briten bei den Aufnahmen zu „The Free Life“ fast wahnsinnig wurden. Sich komplett von der Außenwelt abzuschotten, mag vielleicht keine allzu gute Idee gewesen sein, das Ergebnis spricht allerdings für sich.

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Suuns – Felt

Was ist eigentlich Musik? Und warum muss über dieses Thema immer wieder debattiert werden? Grenzgänger stoßen Diskussionen an und sind längst drei Türen weiter, während sich Fans und Experten den Kopf zerbrechen. Case and point Suuns, deren krautig-psychedlischer Art-Sound die Grenzen zwischen Rock und Electro regelmäßig verwischt. „Felt“ ist bereits das vierte Studioalbum der Kanadier, mit dem sie noch tiefer in den musikalischen Wahnsinn einer längst vergangen scheinenden Zukunft eintauchen.

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Moaning – Moaning

Die schiere Frequenz und Wucht, mit der neue Rock-Hoffnungsträger aktuell aus dem Boden schießen, macht beinahe Angst. Fast monatlich schlägt ein weiteres Powerhouse auf und verlangt volle Aufmerksamkeit. Dieses Mal sind Moaning aus Los Angeles dran. Das US-Trio versteht sich auf eine schrammelige, bissige und doch eingängige Mischung aus Post Punk und Indie Rock. Harmonien treffen auf gelebte Dissonanz und pointierte Selbstaufgabe, auf ihrem eponymen Debütalbum in zehn Kapiteln vertont.

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