Kategorie: Alben

San Fermin – Belong

San Fermin sind so etwas wie eine Indie-Big-Band – sieben MusikerInnen und ebenso vielfältige wie bunte Einflüsse. Von Songwriter und Mastermind Ellis Ludwig-Leone gegründet und zusammengehalten, wurde aus dem einstigen Soloprojekt mit Sitz in Massachusetts längst eine unwahrscheinlich spannende Band, die immer wieder für Überraschungen gut ist. Zwei SängerInnen, Trompete, Violine und Saxophon sorgen neben dem typischeren Teil des Line-ups für ungewöhnliche Arrangements. Das bereits dritte Album „Belong“ sprüht nur so vor Spielfreude.

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Dune Rats – The Kids Will Know It’s Bullshit

Scott Green hat die besondere Kräutermedizin der Dune Rats gestohlen, als die Band auf dem Weg zu einer Hausparty war. Die Australier wollen ihr Zeugs zurück und begeben sich auf eine wilde, abgedrehte Jagd mit vielen verschiedenen Trips – klingt komisch, macht aber Laune. Hinter diesem wirren Konzept steckt „The Kids Will Know It’s Bullshit“, das zweite Album des Aussie-Trios Dune Rats, dessen poppiger Indie-Sound mit Surf-Hooks in der Heimat Down Under bereits an der Spitze der Charts stand und nun auch seinen Weg nach Europa findet.

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Deep Purple – inFinite

20 Alben in 50 Jahren – Deep Purple können auf eine stattliche, aber auch wechselvolle Karriere zurückblicken. Neben Black Sabbath und Led Zeppelin Ende der 60er zu den Gründervätern des Hard Rock gehörend, löste sich die Band 1976 nach mehreren Lineup-Wechseln auf. Seit 1984 rocken Deep Purple aber, in weiterhin wechselnden Besetzungen, wieder durch die Lande. Während Gitarrengott Richie Blackmore nach wie vor seinem Mittelalter-Projekt Blackmore’s Night frönt, gehören mit Ian Gillan, Roger Glover und Ian Paice derzeit immerhin drei Langzeitmitglieder zur aktuellen DP-Besetzung. Zwar ist das Karriereende bereits in Sicht, doch bevor es ab Mai auf große Abschiedstournee geht, bringt die Band mit „inFinite“ noch mal eben das beste Album seit „Perfect Strangers“ in die Läden.

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Hathors – Panem Et Circenses

Seattle? Nein, Hathors kommen immer noch aus der Schweiz, erinnern mit ihrem noisigen, angepunkten Garagen-Grunge aber durchaus an die 90er Jahre, als frustrierte Poesie und Flanellhemden groß im Trend waren. Alles nur Floskeln, zurück zu den Eidgenossen: Zwei Jahre nach „Brainwash“ sind sie zurück mit einem fix ins Lineup integrierten Drummer, der zugleich für neue Songwriting-Dynamik sorgte. Mehr Power und Wahnwitz: „Panem Et Circenses“ macht verdammt viel richtig.

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Mike + The Mechanics – Let Me Fly

Zwei Sänger und ein Gitarrist – in dieser Konstellation gründete der damals mit Genesis sehr erfolgreiche Mike Rutherford im Jahr 1985 seine Nebenband Mike + The Mechanics. Dass er mit dieser Truppe Welthits wie „Silent Running“, „All I Need Is A Miracle“ und „The Living Years“ abliefern würde, die seiner Hauptband in nichts nachstehen, hat vermutlich auch ihn überrascht. Doch Genesis liegen seit Jahren mehr oder weniger auf Eis und auch für Mike + The Mechanics lief es nach dem Tod ihres Sängers Paul Young und dem Ausstieg des zweiten Vokalisten Paul Carrack nicht gut. Glücklicherweise fand sich mit dem etablierten Soulsänger Andrew Roachford und dem eher unbekannten Tim Howar schnell Ersatz. Das in dieser Besetzung 2011 veröffentlichte Album „The Road“ war zwar ganz ordentlich, doch die brandneue Scheibe „Let Me Fly“ ist in jeder Hinsicht besser.

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sleepmakeswaves – Made Of Breath Only

Unverhofft kommt oft: Recht plötzlich, beinahe aus dem Stand kündigen sleepmakeswaves ihr drittes Studioalbum an. Die australischen Experten für rein instrumentalen Post Rock, in ihrer Heimat bereits mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet, sicherten sich das nötige Budget für die Aufnahmen durch Crowdfunding und konnten somit autonom an neuer Musik arbeiten. Nun international bei Pelagic unter Vertrag, macht das luftig-leichte „Made Of Breath Only“ seinem Namen alle Ehre.

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Said The Whale – As Long As Your Eyes Are Wide

In ihrer kanadischen Heimat mittlerweile so etwas wie eine Indie-Institution, versuchen sich Said The Whale nach wie vor am Sprung über den großen Teich. Nach zwei Top-20-Alben in ihrer Heimat sowie einem Alternative-Charttopper ging es bei den Arbeiten am nunmehr fünften Studioalbum eine Spur ruhiger und gemächlicher vor sich. „As Long As Your Eyes Are Wide“, im deutlich kompakteren Trio-Lineup aufgenommen, packt sämtliche poppigen Trümpfe aus.

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Sons Of Morpheus – Nemesis

Gevatter Rock gibt sich ein mächtiges Stelldichein und Sons Of Morpheus sind seine willfährigen Sklaven. Das Power-Trio verbindet Psych, Stoner, Blues und Hard Rock mit der nötigen Portion Freigeistigkeit und Spielfreude. Zweieinhalb Jahre nach ihrem eponymen Debüt melden sich die Schweizer endlich wieder auf Platte zurück und zeigen sich energischer denn je. Zugleich tritt „Nemesis“ den Beweis an, dass man an reihenweise vertraute Bands und Sounds erinnern kann, deswegen aber noch lange kein müder Abklatsch sein muss.

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Arbouretum – Song Of The Rose

Kaum jemand spielt so gut mit Emotionen und philosophisch-esoterischer Mystik wie Dave Heumann. Als Sänger und Gitarrist von Arbouretum ist er Vordenker einer der rustikalsten und zugleich verträumtesten Formationen Baltimores. Doomige Schwere, Drone-Intensität, folkige Verletzlichkeit und das zeitlose Gefühl nativer Americana-Klänge tragen das Quartett seit jeher durch die Lande. Für „Song Of The Rose“ nahmen sich Arbouretum ungewöhnlich viel Zeit – beim Songwriting wie auch im Studio.

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Pontiak – Dialectic Of Ignorance

Im Vergleich zu ihren ersten, äußerst umtriebigen Jahren ließen es Pontiak zuletzt vergleichsweise ruhig angehen. Die drei Carney-Brüder Van, Jennings und Lain gingen unter die Bierbrauer und richteten sich während den Arbeiten an ihrer neuen Platte sogar eine eigene Brauerei auf ihrer Farm in den Blue Ridge Mountains ein. Für Van Carney sind Musik und Brauerei gleichermaßen kreative Prozesse, die einen überallhin tragen können. Zu „Dialectic Of Ignorance“, dem neuen Studioalbum, gibt es nun also ein herzhaftes Prost mit auf den Weg.

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