Kategorie: Alben

Ultimate Painting – Dusk

Wenn Coolness wehtun würde, wären Ultimate Painting ununterbrochen auf Schmerzmitteln; zumindest auf musikalischer Ebene. Der lässige, kunstvolle Pop-Sound von Jack Cooper und James Hoare erinnert ein wenig an Velvet Underground, wirkt mal verträumt, dann wieder psychedelisch, stellenweise sogar folkig. Mit ihren ersten beiden in kurzer Abfolge erschienenen Alben sicherten sich die Briten wohlverdiente Aufmerksamkeit, und auch an „Dusk“ wurde nicht lange geschraubt. Dass die zehn neuen Songs dennoch so stylish klingen, spricht für die kreative Energie der Londoner.

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God Damn – Everything Ever

Kaum zu glauben, dass sich die Musiker hinter God Damn einst als Indie-Pop-Band versuchten. Der rohe, schroffe, punkige gegenwärtige Sound deutet keinesfalls daraufhin. Ein lebensgefährlicher Kollaps von Dave Copson führte einst zum Reset und dem mächtigen Debüt „Vultures“. Auf den durchaus sensationellen Einstand folgt nun „Everything Ever“, das einmal mehr Riffgewalt mit Melodik, bärtigen Rock mit eingängiger Punk-Dynamik koppelt.

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All diese Gewalt – Welt in Klammern

Wenn Max Rieger nicht gerade mit Die Nerven Krawall und Noise mit Pop-Ideen kreuzt, widmet er sich experimentellen Solo-Platten. Als All diese Gewalt vermengt er Post Rock, Elektronik, Avantgarde und unterschwellige Pop-Melodien mit durchaus literarischem Anspruch. Zwischen Drone und Easy-Listening spielt „Welt in Klammern“ mit Erwartungen, Hörgewohnheiten und Songwriting-Ansätzen.

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Beach Slang – A Loud Bash Of Teenage Feelings

Rauer Gesang, Punk-Attitüde, mörderlische Hooklines, Rock-Drive: Beach Slang debütierten Ende letzten Jahres mit dem charmanten „The Thing We Do To Find People Who Feel Like Us“ und klopften sogar an die Pforte der US-Album-Charts. Zahlreiche Auszeichnungen und umjubelte Live-Shows folgten. Für den Nachfolger „A Loud Bash Of Teenage Feelings“ ließ sich Frontmann James Alex von den Geschichten seiner jugendlichen Fans inspirieren. Teenage Angst, Weltschmerz, Euphorie, Hoffnung und Party prägen einen unterhaltsamen Zweitling.

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Hansen & Friends – XXX – Three Decades In Metal

Jubiläen sind ja immer so eine Sache. Oft werden sie von Bands dazu genutzt, eine Best Of-Rückschau ihres Schaffens in die Läden zu bringen, in anderen Fällen werden alte Songs neu eingespielt und auf zumeist eher zweifelhaften Retroscheiben veröffentlicht. Kai Hansen, seines Zeichens Ex-Helloween-Gitarrist und Sänger sowie Gitarrist und Songschreiber bei seiner Band Gamma Ray und bei Unisonic, geht einen anderen Weg. Nicht nur, dass es ungewöhnlich ist, wenn ein Künstler, der sonst nur aus Bandzusammenhängen bekannt ist, zu seinem persönlichen 30-jährigem Schaffensjubiläum eine Soloscheibe veröffentlicht, nein, sein Album „XXX – Three Decades In Metal“ ist auch frei von aufgewärmten Altlasten und enthält zehn brandneue Kompositionen und jede Menge Kollaborationen mit dem Who-is-Who der deutschen Heavy-Szene.

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Kytes – Heads And Tales

Die erste EP nach einem halben Jahr, kein Jahr später das Debütalbum: Kytes halten nichts davon, sich Zeit zu lassen. Für die vier Herren aus München geht der Sommer so und so weiter, dann zwischen hibbeligen, tanzbaren Electro-Pop-Perlen und etwas nachdenklicheren Indie-Rock-Klängen lebt es sich wahrlich gut. Ernste Mienen und gute Laune sind auf „Heads And Tales“ alles, nur kein Widerspruch.

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Against Me!

Against Me! – Shape Shift With Me

Laura Jane Grace hat sich gefunden. Vier Jahre nach ihrem Coming Out, einem gefeierten wie schwierigen Album und einer überaus erfolgreichen Tour kann sie endlich frei über sich und ihr Leben als Transsexuelle schreiben. Against Me! sprinten überdies mittlerweile in einem gefestigten Lineup voran. „Shape Shift With Me“ wurde während diverser Konzertreisen geschrieben und im direkten Anschluss aufgenommen – ein deutliches Zeichen für die neue kreative Freiheit der charismatischen Frontfrau.

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Moddi – Unsongs

Ein Dialog mit der norwegischen Sängerin Birgitte Grimstead, der einst die Performance eines Protestsongs in Israel verboten wurde, brachte ihren Landsmann Pål Moddi Knutsen auf die Idee, diesen zu covern und sich schließlich mit aus verschiedenen Gründen verbotenen Lieder auseinanderzusetzen. Aus dieser Idee heraus entstand „Unsongs“, für das sich Moddi, wie er sich auf der Bühne nennt, gleich zwölf solcher Tracks zu eigen macht, teils neu arrangiert und sogar umschreibt.

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Sauropod – Roaring At The Storm

Darf man im Fall von Sauropod bereits von einem Hype sprechen? Eingängige Szene-Medien überschlagen sich bereits mit Lob und sprechen von einer der besten Newcomer-Platten des Jahres. Dabei scheinen sich die drei Norweger selbst eher in Understatement zu üben und lassen vornehmlich die Musik sprechen. Und die hat es tatsächlich in sich: „Roaring At The Storm“ vereint Grunge, Alternative und Indie, Punk, Pop und Acoustic auf einer knappen halben Stunde.

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St. Paul & The Broken Bones – Sea Of Noise

Motown, Rock, Soul und alter RnB säumten „Half The City“, das vor zwei Jahren erschienene Debütalbum von St. Paul & The Broken Bones. Angetrieben von ihrem charismatischen Heiligen, Paul Janeway, sorgt das Oktett seither vor allem live für beste Laune, verkaufte die Platte auch gleich über 115.000 Mal und kletterte in die amerikanischen Top 60. Für den Nachfolger wurde ein eigenes Label, schlicht Records genannt, gegründet, hinter dem Fachmann Barry Weiss und der Publishing-Verlag von Lorde und The Weeknd stecken. „Sea Of Noise“ hat sich diese Sonderbehandlung aber auch hörbar verdient.

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