Kategorie: Alben

The Animen – Are We There Yet?

Mit einem markigen „Hi!“ stürmten The Animen vor zwei Jahren durch die Anfänge des Rock’n’Roll und fuhren dafür Höchstnoten ein. Die vier Schweizer verbinden Pop-Appeal und Hit-Maschinerie mit British Invasion-Ethos und einer kräftigen Portion Soul. An diesem Rezept hat sich bis heute recht wenig geändert. Auf die euphorische Begrüßung folgt nun ein quengeliges „Are We There Yet?“ und der Versuch auf dem kolossalen Achtungserfolg aufzubauen.

Weiterlesen

Matthew Logan Vasquez – Solicitor Returns

Nach einem aufregenden Jahrzehnt nimmt sich Matthew Logan Vasquez eine kurze Auszeit von seiner Band Delta Spirit, um sich an einem Soloalbum zu versuchen – ein kurzer Ausflug, denn es soll definitiv gemeinsam weitergehen. Der frischgebackene Vater lässt sich als klassischer Singer/Songwriter abbilden, bewegt sich musikalisch aber eher zwischen Hanni El Khatib und Frankie Chavez. Rock’n’Roll und mehr serviert sein Debüt „Solicitor Returns“

Weiterlesen

Jeanne Added – Be Sensational

Nach knapp 38 Minuten Musik ist von den klassischen Wurzeln der Französin Jeanne Added gar nichts zu hören. Jazz-Untertöne? Vielleicht mit ein wenig Bauchweh, doch tatsächlich regiert auf „Be Sensational“ elektronisch befeuerte Populärmusik mit avantgardistischem Touch. Irgendwo zwischen Portishead und Lykke Li präsentiert sich ein selbstbewusstes Gesamtkunstwerk, das gar nicht erst um den heißen Brei herumtanzt und mit voller Energie in ein wildes Sammelsurium hineinkracht. Wohl bekomm’s.

Weiterlesen

Chris Isaak – First Comes The Night

Wer Chris Isaak ausschließlich auf seine beiden Hits „Wicked Game“ und „Blue Hotel“ reduziert, tut dem Sänger und Schauspieler, der gerne auch als Roy Orbison der 90er bezeichnet wird, definitiv Unrecht. Immerhin hat der Kalifornier, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiern wird, seit 1985 stolze elf Alben veröffentlicht, die vor hochklassigen Songs, teils im Rockabilly-Stil, teils Country-angehaucht, nur so strotzen. Und auch auf seinem zwölften, in seiner Heimat bereits Ende 2015 veröffentlichtem Album sind keine Ermüdungszeichen zu erkennen. Ganz im Gegenteil, denn auf „First Comes The Night“, das seit dieser Woche endlich auch hierzulande erhältlich ist, stehen die Zeichen auf Hit!

Weiterlesen

Submotion Orchestra – Colour Theory

Eilig haben sie es gehabt: Nur 15 Monate nach dem starken „Alium“ legen Submotion Orchestra nach. Das elektronische Westentaschen-Orchester mit Hang zu (Acid) Jazz, musste sich dieses Mal etwas anders orientieren, da sich Sängerin Ruby Wood etwas zurückzog – sie war erst kürzlich Mutter geworden. Mit einer Mischung aus instrumentalen Tracks und verschiedenen Gaststimmen knüpft „Colour Theory“ locker an seinen Vorgänger an.

Weiterlesen

Isolation Berlin – Und aus den Wolken tropft die Zeit

Tocotronic stecken in Gefühlsduseleien mit Zuckerguss fest, Kante residieren nach wie vor im Theater. Interesse an der hier entstandenen Lücke bekunden nun Isolation Berlin, die mit ein paar Kleinformaten bereits auf sich aufmerksam gemacht haben. Anstatt diese, wie ursprünglich geplant, nun für alle Zuspätgekommenen als Compilation zu verkaufen, wurden gleich zwölf neue Songs eingespielt. Nun erscheint beides: „Berliner Schule / Prototyp“, die Zusammenstellung alter Hits, und das brandneue Werk „Und aus den Wolken tropft die Zeit“. Zeitgleich. Orgasmisch.

Weiterlesen

Motorpsycho – Here Be Monsters

Auch nach einer faszinierenden Werkschau ist die Reise Motorpsychos alles andere als abgeschlossen, ganz im Gegenteil: nur vier Monate später steht ein brandneues Studioalbum in den Startlöchern. Teile der Musik auf „Here Be Monsters“ wurden gemeinsam mit Ståle Storløkken für das Jubiläum des Norwegischen Technikmuseums im November 2014 geschrieben. Ohne den verhinderten Storløkken wurde daraus ein komplettes Motorpsycho-Werk, das sich mit höchst unterschiedlichen Aspekten des Lebens beschäftigt.

Weiterlesen

Jochen Distelmeyer – Songs From The Bottom Vol. 1

Als Jochen Distelmeyer mit seinem ersten Roman „Otis“ auf große Lesereise ging, schnappte er sich zwischendurch seine Akustikgitarre und spielte ein paar Cover-Versionen locker aus der Hüfte. Zahlreiche positive Publikumsreaktionen später wurde ein Nachfolger zu seinem ersten Solo-Album „Heavy“ erst einmal nach hinten verschoben. Stattdessen steht nun „Songs From The Bottom Vol. 1“ auf dem Plan, eine Sammlung von Lieblingsliedern, spärlich instrumentiert und mit so mancher Überraschung versehen.

Weiterlesen

Kid Harlequin – Wired

Denkt man an Industrial Rock, so ergibt sich ein kühles, maschinelles Bild elektronisch behafteter Musik mit vielen Wiederholungen und wenig Emotionen – oder doch nicht? Kid Harlequin haben sich eben jenem Genre verschieben, klingen aber irgendwie anders. Das niederländische Quartett vermischt melodische Erkenntnisse mit dystopischen Visionen und fiesem Druck, der Nine Inch Nails mit Dúné verbindet. Klingt komisch, funktioniert aber, wie das Debütalbum „Wired“ zeigt.

Weiterlesen

Siamese – Siamese

Bloß keinen Trends folgen und Genre-Konventionen erst einmal konsequent ignorieren: Den Dänen Siamese ist ziemlich piepegal, was andere von ihnen halten. Was (Rock-)Musik ist, definiert das Sextetts für sich ganz neu. Zwischen balladeskem Pop und seltenen Post-Hardcore-Wutausbrüchen bedienen sie die ganze Palette. Ohne Verstärker und mit Zitaten aus der Rap-Welt statten sie nun ihr zweites Album „Siamese“ aus. Prog und Math duellieren sich mit RnB, Rock-Breitseiten treffen auf OneRepublic-Klänge – eine aufregende Grenzerfahrung.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?