Kategorie: Alben

Pharrell Williams – G I R L

Pharrell Williams ist einmal mehr „The Man“. Als Teil der Neptunes produzierte er Hits am laufenden Band für Britney Spears, Snoop Dogg, Nelly und Justin Timberlake. Nachdem er weder mit seinem Rockprojekt N.E.R.D noch mit seinem Soloalbum „In My Mind“ größere Erfolge feiern konnte, rückte der mittlerweile 40jährige erst einmal in den Hintergrund, bevor er 2013 wieder auftrumpfen sollte mit Credits und Gastauftritten in zwei der erfolgreichsten Singles des Jahres: „Blurred Lines“ von Robin Thicke und „Get Lucky“ von Daft Punk. Und siehe da, plötzlich stellt sich auch Pharrells Soloerfolg ein. „G I R L“ macht knapp acht Jahre nach dem mittelmäßigen Debüt verdammt viel richtig.

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Coogans Bluff – Gettin‘ Dizzy

Nach ihrem eindrucksvollen Heavy-Prog-Funk-Exkurs „Poncho Express“ satteln Coogans Bluff den Esel ein weiteres Mal und eliminieren den ‚Rost‘ aus ‚Rostock‘ ein für alle Mal. Was aus ursprünglich für instrumentale Live-Performances entstandenen Jams vor zwei Jahren für ein bissiges Album umgearbeitet wurde, ist nun so etwas wie Alltag. Coogans Bluff gehen auf „Gettin‘ Dizzy“ in die musikalische Breite für kleine und große Überraschungen, wagen sich an Country-Exkurse und eine Cover-Version.

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Junior – Self Fulfilling Prophets

Hier fehlt kein Senior, die heißen einfach nur so. Die deutsch-amerikanische Co-Produktion Junior – Songwriter Ian Fisher aus Missouri, Produzent Fabian Kalker aus Berlin – führt Scheuklappen zurück zu deren ursprünglichen vierbeinigen Besitzern mit einer Platte, die sich nicht so recht einordnen lassen will. „Self Fulfilling Prophets“ spielt sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Electro-Pop, Proto-Punk, Funk und Soul ab. Kategorisierung: fehlgeschlagen.

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LSD on CIA – LSD on CIA

Ja, die heißen so. Ja, die klingen auch so. Nein, die wollen nicht bloß ’nur spielen‘. LSD on CIA sind gekommen, um ähnlichen Eindruck zu hinterlassen wie The Dillinger Escape Plan vor 17 Jahren. Ob die Dänen mit ihrem Debütalbum – natürlich eponym, denn welchem Namen will man diesem Baby schon geben? – ebenfalls ein neues Genre definieren, wird sich zeigen. Klar ist jedoch: Noch nie hat eine Band derart kompromisslos Schweinerock mit Math, Prog, Hedonismus, Funk, Crossover, Pomp, Indie und Porngrind kombiniert. Kids these days…

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Freedom Call – Beyond

Man nehme die Essenz von Helloweens Keeper-Alben, gebe noch einen ordentlichen Schuss Fröhlichkeit hinzu und verrühre das ganze mit einer Großpackung Antidepressiva – fertig ist das neue Freedom Call-Album. Tatsächlich lässt sich das Nürnberger Melodic Metal-Quartett ohne weiteres als fröhlichste Band der deutschen Metal-Szene betiteln. Nach dem letztjährigen Best of-Album „Ages Of Light“ und mehreren Besetzungswechseln (unter anderem belegt Gründungsmitglied Ilker Ersin nun wieder den Posten des Bassisten) melden sich Freedom Call nun mit „Beyond“, ihrem achten Studioalbum, zurück, das beweist, dass sie auch nach 16 Jahren Bandgeschichte immer noch zur Elite der Happy Metal-Szene gehören.

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Derek Sherinian – Armoury Re-Releases

Es mag nicht unbedingt der bekannteste Name der (progressiven) Rockszene sein, und doch scheint Derek Sherinian omnipräsent. Von 1994 bis 1999 war er Keyboarder bei Dream Theater, war Teil von Planet X und Black Country Communion, und spielte mit so klangvollen Namen wie Alice Cooper, Kiss und Billy Idol. Ganz nebenbei blickt der US-Amerikaner armenischer Abstammung auf eine durchaus erfolgreiche Solokarrierezurück, die bislang sieben Studioalben abwarf. Die fünf Platten der Armoury-Ära, konkret Album 2-6, erscheinen nun neu mit erweiterten Liner Notes. Grund genug, sich das Schaffen des Tasten-Hexers zu vergegenwärtigen.

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Bombay Bicycle Club – So Long, See You Tomorrow

Es gab sie tatsächlich, die erste Minipause im Schaffen des Bombay Bicycle Club. Nachdem die Mittzwanziger zuvor drei Alben innerhalb von 25 Monaten veröffentlicht hatten, wurde durchgeatmet und Anlauf genommen. Die jungen Briten fangen quasi von vorne an und präsentieren ein Konzeptalbum, für das man eineinhalb Jahre und neue Ideen investierte. Keyboards, Loops und Synthetik sind ein fixer Bestandteil von „So Long, See You Tomorrow“, mit dem sich Jack Steadman und Konsorten von Indie, Akustik und Folk ein wenig distanzieren.

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Otis Redding – The King Of Soul

Am 10. Dezember 1967 stürzte eine kleine Beechcraft H18 in den Lake Montona nahe Madison, Wisconsin. Sieben der achten Insassen starben, unter ihnen der 26jährige Otis Redding, einer der einflussreichsten Soul-Sänger und -Songwriter seiner Zeit. Das nach seinem Tod veröffentlichte „(Sittin‘ On) The Dock Of The Bay“ wurde zur ersten posthumen Nummer Eins in den USA, die Faszination des Multitalents aus Georgia ist bis heute ungebrochen. Die besten, wichtigsten Momente aus Reddings kurzer aber eindrucksvoller Karriere kann man nun anhand des mächtigen Boxsets „The King Of Soul“ nacherleben.

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Augustines – Augustines

Als die Reste von Pela 2012 als We Are Augustines mit „Rise Ye Sunken Ships“ debütierten, standen Trauer, Schwermut, Depression und Wut an erster Stelle. Das Trio aus New York verarbeitete unter anderem Billy McCarthys schwierige Kindheit und Jugend, die im erschütternd deutlichen „Book Of James“ ihren künstlerischen Höhepunkt fand. Mittlerweile unter dem Namen Augustines unterwegs, stellt sich ein Kurswechsel ein. Das eponyme neue Album vereint zwar immer noch jene Mischung aus Indie Rock und Folk auf sich, die vor wenigen Jahren von Arcade Fire popularisiert wurde, von Melancholie und Weltschmerz ist jedoch wenig zu hören.

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