Kategorie: Alben

Woods Of Birnam – Woods Of Birnam

Musizierende Schauspieler sind an sich eine schwierige Sache. Manchen begegnet man im besten Fall mit ausreichend schützender Distanz, andere heißt man wiederum herzlich im Plattenregal willkommen. Zu zweiterer Gattung zählt Christian Friedel, bekannt durch seine Rollen im vielfach prämierten sowie Oscar-nomierten Haneke-Streifen „Das weiße Band“ und in der Verfilmung von Kaminers Roman „Russendisko“. Im Rahmen einer „Hamlet“-Inszenierung traf er die Instrumentalisten der immer noch – pardon! – auf Eis liegenden Polarkreis 18. Aus der Kollaboration als Woods Of Birnam – der Bandname ist eine Referenz an Shakespeares „Macbeth“ – wurde eine Serie an Auftritten und, nunmehr, das eponyme Debütalbum.

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Queen – Queen Forever

Brian May und Roger Taylor halten das Queen-Banner nach wie vor hoch mit Herzblut und Einsatz. Gemeinsam mit Adam Lambert geht es nun auf große Nordamerika-Tour – eine Entscheidung, die, wie nicht anders zu erwarten war, das Fanlager spaltet. Große Vorfreude herrscht hingegen auf „Queen Forever“, eine Compilation, die vor allem auf Balladen und epische Momente setzt. Neben neu abgemischten und alternativen Versionen bekannter Songs stehen vor allem drei bislang unveröffentlichte Tracks im Mittelpunkt, darunter ein spektakuläres Duett.

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Restorations – LP3

Springsteen ist bei jungen Rockbands wieder groß im Trend, und doch sind Restorations wesentlich mehr als nur eine unter vielen Kapellen, die dem Boss huldigen. Ganz so jung ist das Quintett aus Philadelphia freilich nicht mehr, hat dafür umso mehr Spaß an klassischem Genre-Bending. Americana, Punk, Folk, Post Punk, Alternative-Geballer – all das und viel mehr zieht sich wie ein roter Faden durch „LP3“, ein weiteres bärbeißiges Monster mit einer Latte an Hits und angenehm strapaziösen Experimenten.

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Navel – Songs Of Woe

Abnabeln und ankommen: Seit einem Jahrzehnt sind Navel auf der Suche nach ihrem Sound. Einzige Konstante ist Sänger und Mastermind Jari Antti, der erstmals auf ein für seine Verhältnisse stabiles Lineup bauen kann. Einzig hinter der Schießbude gab es einen Wechsel, Marco Raeff und Massimo Tondini waren bereits vergangenes Jahr auf „Loverboy“ zu hören. Der letztjährige, endgültige Bruch mit den Grunge-Anfängen wird nun auch auf dem vierten Studioalbum „Songs Of Woe“ kultiviert und mit ungewohnter Spontanität verstärkt.

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Superfood

Superfood – Don’t Say That

Kann man 2014 noch mit klassischen Britpop-Floskeln ironiefrei hantieren? Superfood versuchen es. Das Quartett aus den britischen Midlands wurde für seine Anfang des Jahres erschienene EP „MAM“ zurecht abgefeiert. Im Anschluss befand man sich fast ununterbrochen auf Tour, unter anderem als Support von Wolf Alice und We Are Scientists. Zwischendurch wurde das hitverdächtige Debütalbum „Don’t Say That“ eingespielt, ein Fest für Freunde der gutgelaunten britischen Rockmusik zwischen Supergrass, Terrorvision und den frühen Blur.

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Kiasmos – Kiasmos

Die überaus umtriebigen Ólafur Arnalds und Janus Rasmussen ließen ihre verschiedenen Solo-Aktivitäten und weiteren Projekte ruhen, um sich voll und ganz auf die gemeinsame Electro-Spielwiese Kiasmos zu konzentrieren. Was sich bereits auf der gemeinsamen EP „Thrown“ angedeutet hatte, wird nun auf dem eponymen Full-Length-Debüt verdichtet: smarte Electronica, ein wenig Techno und weitläufige, unwahrscheinlich entspannte Klangflächen zwischen Chicane und Underworld.

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Rökkurró – Innra

Nach sieben Jahren Inseldasein kommen die Isländer Rökkurró mit ihrem dritten Album aufs Festland – und noch dazu erstmals in englischer Sprache. Das Sextett um Sängerin Hildur Kristín Stefánsdóttir verankert ihren melancholischen Indie Pop/Rock irgendwo zwischen der nationalen Experimentalschule um Sigur Rós und Björk, nimmt aber ebenso Radiohead und, neuerdings, Synthis statt Cello mit auf die Reise. „Innra“ (dt. „intern“) wurde von Helgi Hrafn Jónsson produziert und gestaltet sich als Wechselbad der Gefühle.

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Stereo MC’s – Collected

Vor 25 Jahren veröffentlichten Stereo MC’s ihr Debütalbum und legten damit den Grundstein für eine Weltkarriere, der britischen HipHop salonfähig machte, als sich die Band selbst schon längst wieder von diesem Sound erfüllt hatte. Gefeiert wird das Jubiläum nicht etwa mit einer Best-of-Platte, sondern mit einer Werkschau der anderen Art. Namentlich an ihr Durchbruchswerk angelehnt, vereinet „Collected“ sämtliche Studioalben, Remixes, Raritäten, unveröffentlichtes und neues Material auf neun CDs und einer DVD.

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Aretha Franklin – Sings The Great Diva Classics

Wenn man keine neuen Ideen hat, bringt man einfach ein ‚Greatest Hits‘-Album oder eine Cover Platte – eine Faustregel, die auf Aretha Franklin nun wirklich nicht zutrifft. Die Queen of Soul hat sich mit ihren 72 Lenzen bereits knapp sechs Jahrzehnte im Musikgeschäft gehalten – stets frisch, stets aufregend, stets überraschend. Wenn die Franklin also klassische und zeitgenössische Songs legendärer Sängerinnen covern möchte, soll sie es tun. „Aretha Frankling Sings The Great Diva Classics“ überrascht – positiv wie negativ.

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Black Moon Circle – Andromeda

Der Weltraum ruft: Black Moon Circle, 2012 von den Gebrüdern Engan gegründet, verstehen sich auf ausgedehnte Jam-Sessions und aggressiv verproggten Spacerock in bestern Monster Magnet-Manier, der sie zu Labelmates von Spidergawd auf Crispin Glover Records machte. Nur kurz nach der Veröffentlichung eines selbstveröffentlichten Minialbums entstand innerhalb eines Tages das Full-Length-Werk „Andromeda“, gespickt mit – wie nicht anders zu erwarten war – ausladenden Songideen, die in ellenlangen Jams ausarteten.

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